Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

2. Landkreis .Metz. 297

Er hat einen Viehstand von 4147 Pferden, wobei 153 Zuchthengste,

28 Maulthiere, 5 Esel, 4055 Stück Rindvieh, wobei 319'i

Kühe, 4317 Schaafe, wobei 1096 Merino's und 2829 Heideschnucken,

8771 Schweine, 406 Ziegen und 1653 Bienenstöcke und erzeugte

1872 213 Pfd. Seidencocons.

Verny, Kantonshauptort an einem Seitenbache der Seille, 12

Kilom. südlich von Metz, mit Kirche, 79 Häusern, 278 Einw., wobei

6 Evangelische und 11 Israeliten, Friedensgericht, Steuerkasse,

PJnregistrement- Einnehmerei, Postexpedition, Getreide-, Oelsaat-,

Wein-, Gemüse- und Obstbau, gehörte zum Bisthume Metz und

war bis 1860 ein Bestand theil der Gemeinde Pournoy-la-Grasse.

Achatel, Dorf im Südosten des Kantons, rechts von der

Strasse von Metz nach Delme, 10 Kilom. von Verny, mit 65 Häusern,

198 Einw., wobei 2 EvangeHsche, Getreide-, Übst- und

Weinbau, liegt an der alten Römerstrasse nach Scarpona und gehörte

zum Bisthume Metz.

Buchy, Dorf im Osten des Kantons, bei der Strasse nach

Delme, 6 Kilom. von Verny, mit Kirche, 39 Häusern, 122 Einw.,

Getreide-, Obst- und Gemüsebau, gehr)rte zum Bisthume Metz.

Zur (Jemeinde gehört das Wirthshaus Clieval Blanc an der Strasse.

Cheminot, Dorf am rechten Ufer der Seille, im Süden des

Kantons, 8 Kilom. von Verny, mit Kirche, 177 Häusern, 561 Einw.,

wobei 4 Evangelische, Nebenzollamt H. Klasse, Getreide-, Kartoffel-,

Fulter-, Oelsaat-, Wein-, Hopfen- und Gemüsebau und

Mühle, liegt an der französischen Gränze und der alten Römerstrasse

und gehörte zum Bisthume Metz. In der Umgegend, besonders

dem Walde St. Arnould sind zahlreiche Ueberreste aus

der Römerzeit vorhanden, ebenso zeigen sich noch andere Ruinen

aus der Zeit des dreissigj ährigen Kriegs, der hier besonders verheerend

hauste. Man findet noch die Spuren eines Palatiums von

Karl dem Grossen und von drei Klöstern und auf dem Kirchhofe

gehen manche Sarkophage ins fünfte und vierte Jahrhundert zurück.

Die Kirche selbst ist im ersten Viertel des dreizehnten Jahrhunderts

erbaut.

Karl der Grosse schenkte 783 Cheminot an das

Kloster St. Arnould, woher auch der Wald seinen Namen erhielt.

Im Jahre 1351 wurde Cheminot zerstört, als die Regentin Marie von

Lothringen im Kriege gegen Stadt und Bischof von Metz war,

indem die Schaaren der letzteren alle Orte der Gegend bis vor die

Thore von Nancy verheerten.

nnd die

Zur Gemeinde gehören der nördlich gelegene Weiler Lougeville

Höfe La Vannoue und Marly-au-bois.

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