Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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II- Topographie.

Später Rektor zu Pinezow in Polen,

und der Jurist Merlin de Thionville,

welcher in der Revolutionszeit eine Rolle spielte. Von den

französischen Schriftstellern

diente Chateaubriand 1792 vor Diedenhofen

bei den Emigrirten und Paul Louis Courrier lag 1795 hier

in Garnison und auch General Hoche lebte lange Zeit in der Stadt.

Zur Gemeinde gehören folgende AVeil er: St. Fran^ois Malgrange

und La Briquerie im Norden, Ober- und Unter-Gentringen auf

dem Bergabhange im Westen, Grisberg und der St Annen ho f im

Nordwesten, die Höfe Chaudeborg und Marienthal westlich, Beauregard,

wo eine Lehranstalt der Schulbrüder war, St. Pierre und Gassion,

dicht vor der Stadt im Süden, und die Daspichmühle gegen

Fensch und Südgränze der Gemarkung.

die

Algringen fAlgrangeJ, Dorf am Penspernebache, 8 Kilom.

westlich von Diedenhofen , mit 81 Häusern , 86 Familien , 367 Einw.,

Kirche, 2 Mühlen, Darmsaitenfabrik, Getreidebau, starker Kirschenzucht

und Viehzucht, gehörte zum Bisthume Metz. Hier steht eine

5— 600 Jahre alte Linde.

Zur Gemeinde gehören die Höfe Batzenthal und Charonnes, die

Dorf- und Robertmühle, sowie die Mühle Goursthal, 1206 von

Wirich von Vallecour an Kloster Justemont als Präbende für eine Schwest^rnzclle

gegeben.

Erzange , Dorf an der Strasse von Hayingen , am Nordabhange

eines Bergs, 772 Kilom, südwestlich von Diedenhofen, mit Kirche,

Tyl Häusern, 80 F'amilien, 292 Einw., Getreide-, Obst- und Gemüsebau,

Handel mit Sämereien und Arbeiten in Hayingen, gehörte

zum Bisthume Metz.

Südlich vom Dorfc auf dem Berge liegt der Hof Belleviu' dite

Longe Cöte.

Fameck, Dorf am Oslabhange des Bergs von Rangevaux,

7 Kilom. südwestlich von Diedenhofen, mit Kirche, 28t) Häusern,

'WH Familien, 1109 Einw., 4 Mühlen, Steinbruch, Getreide- und

Obstbau, Fruchthandel und Viehzucht, war einst zwischen Bar

und I.K>thringen getheilt. Die einst zur Abtei St. Martin in Metz

gehörige Kirche, welche von dieser 1181 an Bar vtMlauscht wurde,

ist ein gothischer Bau aus dem zwölften Jahrhunderte.

Zur Gemeinde gehören die Weiler Büdingen, Edingen. Morlingen,Ober-

und Unler-Remoling«'u, von welchen «Ho beiden crsteron

Hüdlich, die anderen nördlich vom Dorfe liegen. In Morliiiffcn entstand

im zwölfti'u Jrthrlumdfrl»' eine Priorei der {,'i'iiaiinl('ii Alitci, welche 1219

an (jor/.e kam, aber im Hiebenzelinten Jahrhunderte zerntört wurde,

l^ebrig

»•t nur noch die Kapelle im romanisch •byzantiniechrn Styl und eines der

•m bcatfu erhalti-neti Bauwerke des Mitte]nlt

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