Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

3. Kreis Diedenhofen. 317

FlÖrcMngeil (Florange) ,

Dorf an der Fensch und der Privateisenbahn

von Hayingen, 4 Kilom. südwestlich von Diedenhofen,

mit Kirche, 'iö3 Häusern, 326 Familien,

1329 Einw., wobei 20 Israeliten,

2 Mühlen, Gipsmühle, 2 Gerbereien, Getreide- und Oelsaatbau,

Viehzucht und Arbeiten in den Werken von Hayingen,

gehörte zum Bisthume Metz. Durch die Gemarkung zog eine

Römerstrasse. Es sind hier bedeutende Eisenbergwerke. Flörchingen

ist sehr alt und kommt schon im neunten Jahrhunderte

in Akten der Könige des zweiten Geschlechts und der Theilung

des Kaiserreichs vor, worauf es 1136 an Lothringen, dann an den

Grafen von Luxembourg und endlich an die Grafen von Marck

kam. Unter den früheren Herren von Flörchingen war Philipp

von Flörchingen 1264 Bischof von Metz; unter Franz I. wurde

ein Mitglied der Familie als Marschall de Fleurange sehr bekannt.

Da Robert von der Marck 1521 auf dem Tage von Worms sich

von Karl V. lossagte. Hess dieser das feste Schloss Flörchingen

durch den Grafen von Nassau erobern und schleifen. Später verwandte

man die Steine davon zum Bau der Festung Diedenhofen.

Bis 1621 war hier eine Prevote nach dem Gesetze von Beaumont.

Zur Gemeinde gehören Bettingen, Schloss nnd Hof an der Eisenbahn

nach Sedan , 1357 von König Wenzel an den reichen Metzer Delestre

als Lehen gegeben und 1521 mit Flörchingen zerstört; Ehingen. Dorf

mit Kapelle an der Eisenbahn nach Metz, Station nnd Mühle am Kribsbache;

Daspich, Weiler südlich von der Hayinger Eisenbahn , auf römischen

Ueberresten Magdeburg, Hof im Norden der Gemeinde auf einer

•,

Anhöhe, und Neuhaus, an der Strasse nach Metz, unweit der Mosel.

Gandrange, Dorf im Süden des Kantons, links von der Orne,

10 Kilom. von Diedenhofen, auf einer Anhöhe, mit Kirche, 110

Häusern, 124 Familien, 423 Einw., Hammerwerk an der Orne,

Mühle, Getreide-, Wein-, Obst-, Oelfrüchte- und Gemüsebau und

Leineweberei, gehörte zum Bisthume Metz und liegt an der Römerstrasse.

Zur Gemeinde gehören die Weiler Amneville rechts an der Orne,

mit Kapelle, und Boussange, auf einer Anhöhe des linken Ufers und

der Strasse nach Hayingen , mit Kapelle und Mühle , und die Neumühle.

Amn6ville, auch Meneville genannt, gehörte der Abtei Symphorien zu

Metz, war mit starken Mauern umgeben und 1386 von den Metzern verbrannt

worden.

Hayingen (Hayange), Dorf an der Eisenbahn nach Sedan,

der Strasse nach Longwy und der Fensch, 8 Kilom. südwestlich

von Diedenhofen, mit Kirche, 527 Häusern, 971 Familien, 4004

Einw., wobei 13 Evangelische und 79 Israeliten, Steuerkasse,

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