Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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II- Topographie.

Steiieramt, Postexpedition, Eisenbahnstation, etwas Getreidebau

und Viehzucht und sehr bedeutenden Eisenwerken der Firma

Fr. de Wendeis Enkel und Comp., M-elche 8 Hochöfen, 5 Kupolöfen

. 26 Puddelöfen , 15 Schweissfeuer und 4 Frischfeuer umfassen

und au 3000 Arbeiter beschäftigen, sowie Eisenbahnartikel, Bauund

Faconeisen liefern. Hayinpen hatte einst ein festes Schloss.

das im dreizehnten Jahrhunderte den Thierry,

Herrn von Haiengen,

gehörte und an dessen Stelle jetzt ein neues Schloss erbaut ist.

und gehörte zum Bisthume Metz.

Zur Gemeinde gehört der Hof ^lalgre-Teau, sowie eine Anzahl

einzeln stehender Hochöfen, Giessereien u. s. w.

Jutz (Ober- und Nieder-, auch Yutz), Dorf am rechten Moselufer

und dicht neben dem Fort, an der Strasse nach Sierck und

künftigen Eisenbahn, 1 Kilom. nordöstlich von Diedenhofen , mit

Kirche, 295 Häusern, 332 Familien, 1423 Einw., wobei 6 Evangelische,

Oelmühle, Ziegelei, Wollspinnerei, Getreide- und Hopfenbau

und Viehzucht, landwirthschaftlichem Casino, gehörte zum Bisthume

Metz und liegt 60 Meter nordöstlich von einem alten Römerläger.

Nieder] utz ist erst 1817 entstanden. Während des Blocus

von 1815 hatte nämlich General Hugo zur besseren Vertheidigung

Dorf und Schloss nieder legen lassen und nach dem Frieden bauten

sodann die Einwohner mit Hülfe von Beisteuern und Holz, das

ihnen Ludwig XVHI. geben Hess, den Ort an der jetzigen Stelle

wieder auf. Oberjutz liegt an der Strasse nach Busendorf und

hat auch eine Kirche. Jutz wird schon 844 genannt, wo daselbst

ein Concil gehalten wurde und die Söhne Ludwigs des Verschwenders

gelobten in Einigkeit zu leben. Jutz erhielt den Titel einer

Grafschaft und gab der Umgegend davon den Namen.

Zur Gemeinde gehören der dicht bei Unterjutz liegende Weiler M aq iienom,

der Helpertshof bei Oberjutz mit Wollspinnerei und die Drainagerithrcnfabrik.

Marspich, Dorf an einem kleinen Bache, 7 Kilom. westlich

von Diedenhofen, mit Kirche auf einer Anhöhe, 89 Häusern, 119

Familien, 538 Einw., Steinbrüchen, Sandsteingräboreien für die

Eisenwerke, Getreide-, Obst-, Wein- und Gemüsebau, 2 Wirkstätten

für die Eisenwerke und Mühle, gehörte zum Bisthume Metz.

Zur Gemeinde gehören der Konacker Hol" in» Kordwesten der tJcmeinde

und der Leiringer llof (Lairange), nönllicli voÄi Dorle.

Monhofeil

(Manom), Dorf am linken Ufer der Mosel, 2 Kilom.

uordöhtlich von Dii-deiihofen, mit Kirche, IHI IläuHcrn, 185 Fjunilien.

IKK) Einw.. wobei 7 EvangeÜHthe und 11 iKraeliten, Hrauerei,

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