Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

booksnow2.scholarsportal.info

Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

3, Kreis Diedenhofen. 321

Tempelherren herstammen. Unter der Kalktünche entdeckte man

in der Kirche Frescogemälde der Apostel in natürlicher Grösse. Im

Jahre 775 besass das Kloster Gorze hier

Weinberge.

Zur Gemeinde gehören die Höfe Malgre-vous, der Hochofen Jamailles

an der Ome und die Bousswaldmühle.

Schremingen fSchremange)^ Dorf am rechten Ufer der Fenseh,

der Strasse nach LnngAvy und Eisenbahn nach Hayingen, 6 Kilom.

südwestlich von Diedenhofen, mit 84 Häusern, 109 Familien,

468 Einw., Hüttenwerk, Ziegelei, Getreide-, Obst- und Gemüsebau

und Viehzucht, gehörte zum Risthume Metz.

Zur Gemeinde gehört der auf der andern Seite der Fensch gelegene

Weiler Suzingen mit Eisenwerk.

Ueckingen fUckange), Dorf am linken Moselufer und der Strasse

und Eisenbahn nach Metz, 6 Kilom. südlich

von Diedenhofen, mit

Kirche, 177 Häusern, 317 Familien, 1168 Einw., wobei 3 Evangelische

und 85 Israeliten, Glashütte, Ziegelei, Bierbrauerei, 2 Oelmühlen,2SägniühlenundLohmühle,

Postexpedition, Eisenbahnstation,

Getreidebau und Viehzucht, gehitrte zum Bisthume Metz. An der

Mosel, südöstlich vom Dorfe, steht auf einer Anhöhe ein Gebäude, das

in den Jahren 1705—1741 von den Jesuiten in Trier erbaut sein soll.

Zur Gemeinde gehören die Glashütte fVerrerie), die Bruch müh Ic

und der Bruch liof, westlich vom Dorfe, am Bruckbache.

Vitry,

Dorf im Süden des Kantons, an der Orne und Strasse

nach Moyeuvre, 11 Kilom. von Diedenhofen, mit Kirche, 257 Häusern,

258 Familien, 916 Einw., wobei 5 Evangelische, Getreide-,

Wein- und Obstbau, Viehzucht und Eisenwerk, steht an der

Stelle des alten Dorfs Valange und gehörte zu Bar. Die Grafen

von Bar gaben es 1269 an Herrn von Briey zu Lehen und 1347

ward es von der Gräfin Jolanthe von Bar an Wilhelm le-Hungre

von Metz verpfändet. Die Johanniter waren hier begütert.

Zur Gemeinde gehören der Weiler Clouange, im reizendsten Theile

des Ornethals, mit einem Wasserfalle von 100 M. Höhe, dessen Wasser

50 M. davon die Kochemühle treibt; der Weiler Beuvange mit Eisenerzbergwerk,

die Rochemühle und Neumühle und der nördlich in

einem Seitenthale gelegene Hof Justemont (Jushis Mons), ehemals eine

Benediktinerabtei, welche ursprünglich blos Zufluchtsort einiger Einsiedler

der Regel St. Eloy war und 1124 von den Prämonstratensern des Klosters

La-Grange-aux-Dames besetzt wurde, denen Eupheraia von Watronville,

Dame de Beuvange und die Schwester des Bischofs Urban von Verdun, das

TeiTain zu einem Kloster schenkte. Dasselbe hatte 1790 noch sieben Mönche

mit 16,000 Pres. Einkünfte, wurde aber 1793 zerstört, so dass nur noch

wenige Mauern übrig sind, ebenso ein altes, 1622 restaurirtes Kreuz.

Huhn, Deutsch -Lothringen. 21

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine