Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

l(i I. Land. Volk uml Verwaltung.

in Rheiupreussen die Saar auf und fällt bei Koblenz in den Khein,

nachdem sie eine

ungemein grosse Menge von "Windungen gemacht,

so dass sie von Metz bis Koblenz 312,(KX) M. Länge hat. Sie belührt

im Bezirke die Städte Metz, Diedenhofen und Sierck und

42 Gemarkungen, wovon jedoch eine nur als Gränze. Sie ist

etwa 2 M. tief, das Wasser hat eine Geschwindigkeit des Laufs

von 'Ai* M. in der Minute und wird zum Flössen von Holz aus den

Vogesen benützt. In alter Zeit diente die Mosel auch zur SchifFfahrt

, aber nur so lange, als die Strassen sich noch in sehr schlechtem

Zustand befanden und die Schitlfahrt sich ganz kleiner Schiffe mit

geringem Tiefgange bediente. In Folge der französischen Besitznahme

des Landes bereitete man auch die Verbindung der Mosel

mit der Maas durch einen Kanal vor, aber erst in der jetzigen

Zeit ist man dazu geschritten, die Mosel zu kanalisiren und so

einen Anschluss an den Marne -Rheinkanal und an den unteren,

schiffbaren Theil des Moselflusses zu erhalten. Sie hat mehrere

Arme untergeordneter Art, von welchen einige an beiden Enden

mit dem Flusse verbunden sind, während andere oben geschlossen

sind und nur todte Arme darstellen, welche bei Hochwasser gefüllt

werden. Diese Arme liegen bei Jouy und Ars, Vaux, Moulins,

Longeville und Montign}^ oberhalb Metz; bei dieser Stadt die

drei Arme des Wadrineau, oberhalb der Pulverfabrik, der Arm

des Pucelles, unterhalb derselben, und der Arm hinter Theater

und Präfeklur. Unterhalb Metz durchzieht nur ein einziger Arm

die Festungswerke von Diedenhofen. Ein anderer Arm, der fast

der Hauptarm der Mosel genannt werden konnte, zog einst bei

Moulins vorbei und durch eine noch bestehende Brücke und erhält

jetzt nur bei erheblichem Hochwasser Zufluss von Wasser. Der

Arm des Pucelles in Metz wurde erst im fünfzehnten .lahrhunderte

zum Zweck der Vertheidigung künstlich geschaffen. Durch diese

Arme werden folgende Inseln gebildet: jene von Ars und Vaux

durch die Arme dieses Namens, die Insel St. Symphorien durch

den Arm von Montigny und die Inseln Saulcy oder der Poudrererie,

Pulverfabrik und C'hambiero durch die Arme des Wadrineau,

de» i'ucelles und des Thcrmcs. Die Breite der Mosel schwankt

zwischen iÜ) und 2

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