Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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I^- Topographie.

Bousse [BussJ, Dorf am rechten Ufer der Mosel und der

Landstrasse, 71/2 Kilom. südwestlich von Metzerwiese, mit Kirche,

98 Häusern, 334 Einw., Mühle, Kalkofen, Getreide-, Obst- und

Weinbau und Viehzucht, gehörte zum Bisthume Metz. Hier war

der französische General Anton Morlot geboren. Die Kirche aus

dem fünfzehnten Jahrhunderte ist im Spitzbogenstjl erbaut.

Zur Gemeinde gehören die Weiler Bl et Ingen mit Schlosy, Jlühle

und üeberfahrt an der IVfosel und Landrevingen.

Büdingen, Dorf am rechten Ufer der Kanner und der Strasse

nach Saarlouis, mit 127 Häusern, 454 Ein\\. . wobei 104 Israeliten,

3 Mühlen, Oelmühle, Wollspinnerei und Walkmühle, Getreide-,

Wein-, Obst- und Gemüsebau, gehörte zum Hislhume Metz. Das

Dorf besass 1260— 1333 ein eigenes Geschlecht und kam 1519

an Villers -Hettnach und um 163(3 an Johann Bernhard de Lellich,

während die hohe Justiz zu Homburg gehörte, 1757 besass Frau

von Boutteville, Dame de Hombourg, die Herrschaft. Das Heidenfeld

in der Gemarkung deutet auf eine römische Niederlassung,

worauf mancherlei Ueberreste gefunden wurden.

Zur Gemeinde gehört der Weiler Elzingen an der Kanner und

Landstrasse, wo Villers -Bettnach

begütert war.

Diesdorf, Dorf an der Bibiche, 2 Kilom. nordwestlich von

Metzerwiese, mit 225 Häusern, 231 Familien, 1161 Einw., Schloss,

2 Mühlen, Getreidebau und Viehzucht, gehörte zum Bisthume

Metz und hatte einst zwei Schlösser, deren Reste tlieilweise in

Bauern Wohnungen verwandelt sind. Das noch übrige Schloss gehörte

zu Ende des achtzehnten Jahrhunderts dem Herrn Govigny,

von dem es an die Familie de Coetlosquet überging. In der Nähe

zogen zwei Römerstrassen vorüber.

Zur Gemeinde gehören der südwestlich gelegene Weiler Stückingen

mit Kapelle und der Weiler Küntzich, nordwestlich, ebenfalls mit

Kapelle.

Eisingen (lüzange), Dorf auf der linken Seite der Kanner,

im Norden des Kantons, 6 Kilom. von Metzerwiese, mit Kirche,

9H Häusern, 371 Einw., Getreide- und Weinbau, Viehzucht,

2 Mühlen, GypsbrUchen, gehörte zum Bisthume Metz, und westlich

davon führte eine Römerstrasse vorüber. Elsingcn gchi^rte

zur l'revoUi Sierck. Die Kirche sUimint aus dem Jahre 1752, das

l'atrunutarecht gehörte den Karthäusern von Rethel, der /ehnteu

m'M) der Abtei Villers- Hrcttiiach und 1757 waren Herren von

Elitingen Genot und Vundcriiott.

Zur Gemeinde gehört der we«tlich auf der ll(»!>e gelegene Wcilor

WnlmeBdorf mit Kapelle und Mtlhle an der Hibiclte.

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