Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

350 "• Topographie.

Östlich von Bolchen, liegt in einer Thalschlucht, hat eine Kirche,

92 Häuser, 335 Einw. , Mühle und Getreidebau, sowie Kalkofen

und gehörte zum Bisthume Metz. Das Dorf entstand durch Ansiedelung

um ein Kloster, das von jenem zu St. Avold abhing und

dessen letzter Abt Marcellus hiess.

Brachen fBroukJ, Dorf südlich von der Römerstrasse, 6 Kilom.

südlich von Bolchen , mit 53 Häusern , 202 Einw. , wobei 1 Evangelischer,

Mühle und Kalksteinbrüchen, kam 1768 mit Raville von

Oesterreich (Niederlanden) an Frankreich.

Buschbom (BouchepornJ, Dorf im Osten des Kantons und

dem höchst gelegenen Theile desselben, 9 Kilom. südöstlich von

Bolchen, an der alten Römerstrasse, mit 101 Häusern, 470 Einw.,

Sandstein- und Gipsbrüchen, Getreidebau und Viehzucht, gehörte

zum Bisthume Metz und war eine römische Niederlassung, denn

man fand noch Reste eines Lagers mit Mosaikboden , Ziegelsteinen,

Münzen und andere Gegenstände.

Collde-Nortlien, Dorf an der Vereinigung der beiden Nied und

Eisenbahn und Strasse von Metz nach Bolchen , von diesem 6 Kilom.

südweslich, mit Kirche, 117 Häusern, 126 Familien, 460 Einw.,

wobei 6 Israeliten, Mühle an der französischen Nied, Ziegelei, Oelmühle,

Getreide-, Wein-, Tabak-, Hanf-, Oelsaat-, Obst- und

Gemüsebau, gehörte zu Lothringen. An Stelle der alten Kirche

auf dem Friedhofe wurde 1850 eine neue erbaut.

Zur Gemeinde gehören die Weiler Northen, nördlicli vom Dorle

und am linken Moselufer, und Pontigny, südlieh, am linken Ufer der

französischen Nied, an der ehemaligen Römerstrasse, und die

Eremitage St. Christophe.

ehemalige

Couine, Dorf am Kaltbache und der alten Salzstrasse, ^^J^ Kilom.

nordöstlich von ßolchen, mit Kirche, 171 Häusern, 685 Einw.,

wobei 2 Evangelische, 2 Mühlen, Ziegelei,

Getreidebau und Viehzucht,

gehörte zu Lothringen. Auf der Gemarkung standen einst

die drei Dörfer Beiring, Lahelle und Blenting, welche zur Zeit

des 30jährigen Kriegs zerstört wurden. Auch sind hier noch die

Reste eines Schlosses,

welches im Jahre 1793 von Graf Lnmbertyn

bei der F]migration verlassen und als Staatsgut verkauft wurde.

Im Felde fand man auch noch lleberreste eines römischen Tempels

und anderer Gebäude. Auf der (Jemarkung des Dorfs Beiring war

es, wo Bischof Burkard d'Avesnes von Metz dem Herzoge Kerry III.

von Lothringen eine Niederlage beibruclite.

Zur (ieuicinde geliürcn die liölc J{uu])el8l/Mi(lrii mid Lalifllc

mit der alten und neuen Mühle am Puttenbache.

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