Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

20 "• I-aiifi. Volk und Verwaltung.

einige Bäche zu, durch die Vezouse die Bäche von Kicheval und

dem grossen Weiher, durch den Sanou aber den Grosswaldbach

von Kickingeu, den Framboisbach bei Moussej und den Remiremontbach

bei

Lagarde.

Nicht leicht hat ein anderes Land auf so kleinem Räume ein

so reichhaltiges System von Weihern oder Teichen, die meistens

durch den Wasserabfluss der Wälder und den grossen Fischbedarf

der früheren Jahrhunderte entstanden und jetzt zum Theil ihren

Hauptnutzen darin zeigen , dass sie als Reservoirs für die Speisung

der Kanäle dienen. Sie sind durchgängig so angelegt, dass sie

eine dreijährige Bewirthschaftung haben. Ein ganzes Jahr lang

bleiben sie abgelassen und das Wasser läuft dann durch besondere

Rinnsäle ab: im zweiten Jahre sind sie aber wieder gefüllt, werden

mit Fischen besetzt, denen im dritten Jahre noch Hechte beigesellt

werden, da die Karpfen bis dahin schon gross genug sind, und

nach Ablauf des dritten Jahrs werden sie M'ieder abgelassen und

ausgetischt. Man darf zwar bezweifeln, ob gerade diese Art der

Bewirthschaftung die beste ist und nicht etwa eine vollständige

Urbarmachung für die Landwirthschaft mehr Vortheile böte, denn

wahrend diese 3953 Hekt. jetzt nur 2—300,000 Francs für die

Fische ertragen und der landwirthschaftliche Gewinn des dritten

Jahrs sehr von Trockenheit oder Nässe der Witterung abhängt.

lieferte ein einigermassen gutes Ackerland gewiss den doppelten

oder dreifachen Ertrag. Wir werden diese Weiher, von welchen

man mehrere Seen nennen könnte, nach dem Wassergebiete systematisch

betrachten, indem wir im Süden beginnen und mit den«,

einen besonderen Abschnitt bildenden Bitscher Lande schliessen.

Ein einziger Weiher, nämlich der von Foulcrey, gibt sein

Wasser durch den Grossweiherbach HutAneau du (/rniul dang' an

die Vezouze und dadurch an die Meurthe ab, welche durch den

Sanon das Wasser auch der Weiher von Rickingen, Tuding, Moulins,

BrikoflT, La.\i6re und TAbbe erhält.

Zum Gebiete der Saar gehört eine ziemlich erhebliche Anzahl

von grösseren und kleineren Weihern, die wir nach ihren

Verbindungen mit der Saar zu betrachten haben. Zuerst vermittelt

der Weihcrbach den Zulluss aus VI Weihern, nämlich zunUchst

dem grossen

Weiher von Gondrexnnge, welcher im NordwcHten

mit dem Rolirweiher und Weiher von Milborg, westlich

mit dem Kcthingwciher und einem kleineren \Veiher in Verbindung

hteht, vom Südwesten aber das Wasser der Weiher von La

(irande und Petite Krade, Folie, naus.sonviJIc und zwei uiibeiuiimten

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