Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

4. Kreis Bolchen. 365

der Bischöfe von Metz, welche sieben Orte umfasste. Nachdem

Simon von Lothringen sich des Orts bemächtigt hatte, nahm ihn

Bischof Stephan von Bar mit Waffengewalt wieder, er kam jedoch

im fünfzehnten Jahrhunderte für immer an Lothringen. Die

Franzosen begannen in ihren Kriegen einen Theil der festen Mauern

zu zerstören und die Schweden vollendeten dies Werk 1635. Im

vorigen Jahrhunderte wurde sodann der Rest der Mauern abgetragen.

Zur Gemeinde gehören der Bonhauser Hof, Golenholzer Hof,

Herrenwaldhof, Steinbeschhof, Ziegeleihof und die Blomühle

mit Gerberei.

Adainconrt, Dorf unweit der Eisenbahn, 13 Kilom. südwestlich

von Falkenberg, auf dem rechten Ufer der französischen Nied.

mit 40 Häusern, 42 Familien, 150 Einw., Getreidebau und Viehzucht,

gehörte zum Bisthume Metz. Das Dorf war früher bedeutend

grösser und soll 300 Häuser gehabt haben; auch fand

man auf der Anhöhe, an welcher Adaincourt liegt, alte Mauern.

Arraincourt, Dorf im südlichen Theile des Kantons, 7 Kilom.

von Falkenberg, rechts von der Roth und an der Strasse von

Remilly nach Dieuze, mit Kirche, 80 Häusern, 90 Familien,

299 Einw., 3 Mühlen, Getreide-, Futter- und Tabakbau und Viehzucht,

gehörte zum Bisthume Metz.

Zur Gemeinde gehören die Bösmühle (Besenmühle), Neuraühle

und die Mühle Bouligny am Boulignyweiher.

Arriance, Dorf am Aisnebache, links von der Eisenbahn von

Metz nach Saarbrücken, 8 Kilom. südwestlich von Falkenberg,

mit Kii'che, 72 Häusern, 106 Familien, 359 Einw., Mühle, Getreidebau,

Viehzucht und Wollweberei, gehörte zu Lothringen

und liegt dicht an der alten Römerstrasse.

Zur Gemeinde gehört die Gravelotmühle, südlich vom Dorfe.

Baumbiedersdorf (BambiderstrofF) , Dorf im Norden des Kantons,

am Albbache, 7 Kilom. von Falkenberg, mit Kirche, Kapelle,

207 Häusern, 236 Familien, 924 Einw., 3 Mühlen, Bierbrauerei,

Seidenweberei, Getreidebau und Viehzucht, kam erst 1769 mit

der Herrschaft Raville von Oesterreich an Frankreich. Als man

1805 ein Gebäude für religiöse Zwecke errichten wollte, fand

man auf einem Hügel eine grosse Anzahl uralter Gräber mit

Pfeilen, Streitäxten, Halsbändern und kleine Vasen von graufarbiger

Erde.

Zur Gemeinde gehört das ehemalige Kloster Ralphen, die Neumühle,

Oelmühle und das einzelne Haus Maisonnette, am Wege

nach Lauterfinsen.

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