Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

5. Kreis Forbach. 385

966 gab auch Graf Odaker hier Güter an Kloster Vergaville und

1114 besass St. Diey hier solche. Später kam Destrich an die

Grafschaft Mörchingen.

Zur Gemeinde gehören die Jliihlen Talpet, westlich, Rothe Mühle,

nördlich beim Dorfe, und Gansbachmühle beim Einflüsse des Bachs

in die Rotte.

Diefenbacll (DifFenbach), Dorf an der Strasse nach Saargemünd,

8 Kilom. östlich von Grosstännchen und mit Hellimer fast zusammenhängend,

am gleichnamigen Bache, mit 124 Häusern, 131

Familien, 564 Einw., Stickerei, Seidenweberei, Getreidebau und

Viehzucht, gehörte zu Lothringen.

Enschweiler (Einchwiller), Dqrf im westlichen Theile des Kantons,

an der Strasse von Chäteau-Salins nach St. Avold und am

Mitserbache, 10 Kilom. westlich von Grosstännchen, mit Kirche,

Mühle, 108 Häusern, 388 Einw., Getreide-

und Obstbau und Viehzucht,

gehörte zu Lothringen und war mit Landorf von 1813 bis

1835 als Gemeinde vereinigt. Es gehörte zur Herrschaft Mörchingen

und schon 1285 besass das Kloster Wadgasse hier Güter.

Ersdorf (Erslroff), Dorf an einem kleinen Bache, 3 Kilom.

östlich von Grosstännchen, mit Kirche, 90 Häusei*n, 103 Familien,

420 Einw., wobei 5 Mennoniten und 46 Israeliten, Mühle, Ziegelei,

Getreidebau und Viehzucht, gehörte schon 1441 zum Bisthume

Metz als Freilehen und wurde später mit der Seigneurie Rohrbach

der Grafen

von Kriechingen vereinigt.

Zur Gemeinde gehören der Kreuzhof an der Strasse nach Saargemünd,

sowie die Mühle und Ziegelhütte Schendel (Chendel) an einem

Weiher und dem Bache von Altdorf.

Freibuss (Freybouze) , Dorf an der Strasse nach St. Avold

und einem Bache, 4 Kilom. nordöstlich von Grosstännchen, mit

Kirche, 100 Häusern, 109 Familien, 488 Einw., Getreidebau und

Viehzucht, gehörte zu Lothringen. Schon 1179 besass das Kloster

Wadgasse hier Güter. In der Gemeinde sind noch Ueberreste

einer Römerstrasse.

Fremersdorf (Fremestroff), Dorf in der Ebene, 5 Kilom. nordöstlich

von Grosstännchen, mit Kirche, 89 Häusern, 96 Familien,

401 Einw., Gelreide-, Tabak-, Obst- und Gemüsebau und Viehzucht,

kommt schon 1179 vor, wo Kloster Wadgasse hier begütert

war, und war lothringisch, gehörte 1688 den Grafen von Kriechingen

und bildete einst mit Lening ein Freilehen des Bisthums

Metz. Das Dorf wurde auch Freybolsdorf genannt. Auf seiner

Südseite fand man römische Mauern und Ziegelsteine, auf der

Huhn, Deutsch -Lothringen. 25

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