Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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II- Topographie.

7 Kilom. nördlich von Grosstännchen, mit Kirche, 112 Häusern,

436 Einw., Getreidebau und Viehzucht, war 1222 zwischen Lothringen,

dem Bisthume und dem deutschen Reiche getheilt. Schon

1275 iiatte St. Avold hier Güter. Später gehörte es mit Froschweiler,

Alting und Teting zur Herrschaft Kriechiugen und kam

1793 gauz an Frankreich,

Leyweiler, Dorf im Nordosten des Kantons, am Richersbache,

10 Kilom. von Grosstännchen, mit Kirche, Mühle, 98 Häusern,

120 Familien, 467 Einw., Seidenweberei, Strohhutflechterei , Getreidebau

und Viehzucht, gehörte schon 1365 zur lothringischen

Herrschaft

Bolchen.

Lixingen (Lixin), Dorf an der Strasse nach St. Avold, am

Weschbache, im Norden des Kantons, 6 Kilom. von Grosstännchen,

mit Kirche, 112 Häusern, 450 Einw., Getreide-, Gemüseund

Obstbau, Viehzucht und Verdienst durch Kohlen- und Salzfuhren,

gehörte zur lothringischen Herrschaft Bolchen, doch besass

auch St. Avold schon 1595 hier Güter.

Magstadt (Maxstatt), Dorf an der deutschen Nied, die unterhalb

desselben ihren Ursprung hat, 8 Kilom. nordöstlich von

Grosstännchen, mit Kirche, 109 Häusern, 485 Einw.,

Getreidebau,

Viehzucht und Jahrmarkt am ersten Montag nach dem 25. Juli,

gehörte zu Lothringen. Schon 821 besass das Kloster Glossinde

zu Metz hier Güter. Vor dem Dorfe liegt die Kapelle Ste. Ottilien.

MÖrcllingeil (Morhange), Städtchen im südlichen Theile des

Kantons an den Strassen von Chäteau-Salins nach Saargemünd und

von Dieuze nach St. Avold und Metz, von Grosstännchen 10 Kilom.

südwestlich entfernt und an einem in den Neuweiher fliessenden

Bache, mit Kirche, 240 Häusern, 288 Familien,

1172 Einw., wobei

11 F'vangelische und 48 Israeliten, 3 Mühlen, 2 Ziegeleien,

Gerberei, Steuerkasse, Steueramt, Tostexpedition , Wocheumarkt

am Freitag, 2 Jahr- und 3 Viehmärkten, Getreide-, Obst- und

Weinbau, gehörte zu Lothringen und wurde schon 1639 von den

Franzosen besetzt.

Die Kirche enthielt Reste alter Mulereien und di-ei

SchifTe. Itn siebenzehnten Jahrhunderte war Mörchingen viel grösser

und erstreckte sich bis auf die umliegenden Höhen, es war mit

(Jrtiben umgeben, besass iiohe Mauern und zwei sehr hohe Thürme

und Schlösser.

Es war der Hauptort einer bedeutenden Grafschaft,

die seit dem zwölften Jahrhundertc der l'^amilie Salm als lothringisches

I>(*heri gehörte, durch lleirath an die \\"\\

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