Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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^^' Topographie.

Homburg als Lehen, Bischof Stephan von Bar zog es aber wieder

an sieh und Bischof Jakob von Lothringen machte es 1254 zum

festen Platz, indem er ein Schloss, Kasernen und Häuser für die

Einwohner erbaute; auch gründete derselbe 1254 eine Coliegiale

für 16 Kanoniker, die 1743 vom Bischof von Saint-Simon aufgehoben

wurde, um deren Einkünfte seinem kleinen Seminare zuzuwenden.

Im Jahre 1382 verstärkte der Bischof den Platz, im

Jahre 1567 verkaufte der Bischof Homburg an Heinrich von Lothringen,

Herzog von Guise und dieser 1581 an den Herzog Karl HL

Der Herzog d'Humi^ies bemächtigte sich jedoch 1678 des Schlosses,

das bis 1697 in der Gewalt der Franzosen blieb. Nun Hess Ludwig

XIV. die Werke durch Yauban verstärken. Von denselben

ist aber nichts mehr erhalten und auch der letzte Thurm 1811 abgebrochen

worden. In den Jahren 1759 und 1801 brannte Homburg

fast ganz ab. Die Herrschaft umfasste Homburg, St. Avold,

Homburg Dorf, Machern, Ebersweiler, Pfarrebersweiler, Ebersing

Lixing, Folckling, Kocheren, Moorbach, Emersweiler, Seingbouse,

Bening, Altweiler, Durchthal, Frej^bouse, Genweiler, Host, Kammern,

Spittel, Maxstadt, Jlerrichweiler , Lavalette, Ober-Vigneulles,

Teterchen und Ginglingen.

Zur Gemeinde gehören: das Dorf Unter-Homburg, wo 1758 ein

Hammerwerk von Karl Wendel aus Hayingen gegründet wnrde, Helleringen

mit Schloss, beide auf dem rechten Ufer der Rössel, letzteres

1355 schon bestehend, der Weiler le Hoc her, Bi eist ein, Bachmühle,

Palmermühle, Kleinmühle und Papiermühle undSte. Catherine,

Kapelle.

Oberhost (Hogst), Dorf am Dahlengraben und der Strasse

nach Saargemünd im Südosten des Kantons, 14 Kilom. von St.

Avold, mit Kirche, 135 Häusern, 146 Familien, 672 Einw., Ziegelei,

Seidenweberei, Ötrohhutfabrikation, Getreide- und Gemüsebau und

Viehzucht, gehörte zu Lothringen. Daselbst machte 1796 eine

Sumpfquelle vielen Spektakel, weil die Leute Wunder von ihr

hofften. Der Lehrer , welcher die Sache anregte, gewann dadurch,

bald aber wurde die Quelle wieder vergessen. In Oberhost gehörten

Guter dem Kloster Ste. Glossinde in Metz.

Zur Gemeinde gehörten die Dörfer Niederhost und Valette,

welches an Sic. Glossinde zu Metz von Heinrich von Lothringen 1(514

gegeben und von der Aebtissin diese« Klosters Louise de Valette

wurde.

Pfiirrebersweiler fFänger»willcrj ,

benannt

Dorf im Osten des Kantons,

an der lÜHcnbahn nach Saargemünd, 12 Kilom. von St. Avold, mit

Kirche, 116 llüusern, 495 Kinw., wobei 5 Evangelische, 4 Mühlen,

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