Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Topographie.

6. Kreis Saargemünd.

Der Kreis Saargemünd bildet den nordöstlichen Theil des

Bezirks, welcher sich am weitesten nach Osten vorschiebt, und

wird begränzt nördlich von Preussen und Bayern, östlich und

südlich vom Elsasse und westlich von den Kantonen Forbach,

St. Avold und Saaralben des Kreises Forbach. Er hat in der

Richtung von West nach Osten eine Ausdehnung von 89 Kilom.

zwischen Lupershausen und Slürzelbronn

und von Süd nach Norden

von 27 Kilom. zwischen Soucht und Kolbing und umfasst eine

Fläche von 14,474 Meilen oder etwa 79,465 Hektaren, wornach

er also der drittkleinste Kreis des Bezirks ist. Von dieser Fläche

umfassen das bestellbare Land 35,568 Hekt., Wiesen 7399 Hekt.,

Reben 32 Hekt. , besteuerter Wald 5799 Hekt., Obstgärten 762 Hekt.,

Heideland 1291 Hekt., Teiche 236 Hekt, andere Flächen 1 Hekt.,

überbautes Land 187 Hekt.,

Strassen, Wege und Plätze 1401 Hekt.,

P'lüsse und Bäche 272 Hekt, Forste und nicht ertragreiches Staatseigenthum

26,489 Hekt., Kirchhöfe, Kirchen und Pfarrhäuser 25 Hekt,

wovon 51,277 Hekt. besteuert sind. Es hat also der Bezirk die

geringste Ackerbaufläche, dagegen am meisten Wald und Heideland;

ebenso nehmen die Ortschaften den geringsten Raum ein.

Das Land besteht im östlichen Theile aus Gebirg, indem hier die

Vogeaen sich wieder ziemlich stark erheben. Der östliche Theil

jenseits der Saar beginnt in einer Erhebung von 230 Meter über

dem Meere, erreicht bei Rohrbach und F]nchenberg eine Höhe

von 370—400 M., am höchsten Uebergange der Eisenbahn bei

Leuiberg von 418 M., erreicht im südlichen Theile im Königsforst,

hohen ^^'eyer8berg und Wald von Bärenthal Erhebungen bis zu

454 M., bewegt sieh nördlich davon in einer Höhe von 3(X)—380 M.

und steigt nach der bayerischen (i ranze bis 426 M. bei Lierscheid

und 470 M. im Raueck bei Stürzelbronn. Der westlich von der

Saar gelegene Theil besteht dagegen aus wellenRirmigem Hügelland

von 220 — 260 M. und steigt blos nordwestlich gegen Saarbrücken

bis zu 345 M. bei Riihlingcn. Dazwischen liegen dann

wieder tief eingeschnittene Thäler. Die Saar füllt vom Eintritte in

den Kreis von 220 bis 1J)0M,, und nimmt von Westen den Strichbach,

Ruhlinger und Lixinger Bach auf, von Osten aber den

Achener-, Buttnerbach und SeymUlilcr Bach, jedoch auf elöüssi-

«ehern Boden. Die Blies berührt den Kreis blos an der Nordgränze

uod empfilngt direkt den Schlierbach und Oailbach, durch den

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