Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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II- Topographie.

der Abtei St. Denis vor und es besassen auch die Abteien Hornbach

796 und Wadgasse 1261 hier

Güter.

Zur Gemeinde gehörten das Dorf und die Gipsmühle Bliesschweyen,

das zu Blieskastel gehörte und 1781 an Frankreich kam.

Folpersweiler , Dorf, 4 Kilom. nordösthch von Saargemünd,

unweit des Waldbachs, mit 81 Häusern, 91 Familien, 500 Einw.,

gothiseher Kapelle, die mehrere Jahrhunderte alt ist, 2 Mühlen,

Obst- und Gemüsebau, war lothringisch und kommt schon 1179

vor, wo Kloster Wadgasse hier Güter besass, das 1393 auch die

Katharinenkapelle stiftete.

Zur Gemeinde gehören dieJohannis- und Philippsmühle, auch

obere und untere Mühle genannt.

Frauenberg , Dorf am Unken Bliesufer, 5 Kilom. nordöstlich

von Saargemünd, mit Brücke über die Blies, 1792 zerstört und

erst 1833 wieder erbaut, Kapelle, 84 Häusern, 100 Familien,

510 Einw., wobei 6 Evangelische und 136 Israeliten, Mühle, Oelmühle,

Stickerei, Kürschnerei, Viehliandel, Obst- und Gemüsebau

und Judenkirchhof, gehörte zum Bisthume Metz. Das Schloss

war im vierzehnten Jahrhunderte Eigenthum des Hauses Sierck,

dann des Herzogs Renö von Lothringen, der es 1436 zur Herrschaft

Forbach gab, und gehörte sodann denen von Daun, Hohenfels,

Leiningen und Eberstein uud wurde im vorigen Jahrhunderte

verkauft.

Gebenhausen, Dorf im Westen des Kantons, 10 Kilom. südwestlich

von Saargemünd, mit Kirche, 90 Häusern, 109 Familien,

534 Einw., Seidenweberei, (Jetreide- und Kartoflelbau und Viehzucht,

gehörte schon 1594 zur Herrschaft Püttlingen von Lothringen.

Gross-Blittersdorf,

Dorf am linken Ufer der Saar und Strasse

nach Saarbrücken, 6 Kilom. nordwestlich von Saargemünd entfernt,

am Lixinger Bache, mit Kirche, 328 Häusern, 490 Familien,

1873 Einw., wobei 10 p]vangeH8che und 221 Israeliten, 7 Mühlen,

Oelmühle, Bierbrauerei, Postagentur, Getreide- und Kartolfelbaii,

war lothringisch. Die Römer waren hier wohl schon ansässig;

im Testamente des Abts Fulrad von St. Denis wird 777 schon

lUtiilinrio villa genannt, es gehörte dann diesem Kloster, doch war

schon im zwölften Jahrhunderte das Kloster \Vadga«se im Besitze

und an dieses kam auch im dreizehnten Jahrhunderte von den

Grafen von Saarbrücken das Fatronatsrecht. Gegenüber liegt das

preiiSHiflohe Klein - Blittersdorf.

Zur (icmrindü ffchtjri'n die Miililu 8itnbach ^aiiz im Nonlcn.

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