Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

6. Kreis Saargemiind. 409

Grundweiler (auch Grhuhdller) , Dorf im Südwesten des

Kantons, 10 Kilom. von Saargemiind, mit Kapeile, 64 Häusern,

74 Familien, 313 Einw., Plüschweberei und Getreidebau, gehörte

zu Lothringen und zur Herrschaft Pültlingen und ward 1668 zu

einem Lehen gemacht.

Zur Gemeinde gehören die Kapelle Ste. Anne und Villa France.

Hambacll, Dorf an der Eisenbahn nach Saarburg und Strasse

nach Saaralben, 6 Kilom. südlich von Saargemünd, mit Kirche,

255 Häusern, 281 P'amilien, 1329 Einw., wobei 5 Evangelische,

Strohhutflechterei, Postagentur, Getreide-, Kartoffel- und Weinbau,

war lothringisch. Es wird schon 1355 genannt, erhielt durch

Stürzelbronn 1393 die Katharinenkapelle, hiess 1400 Trois-Hambach

und im vierzehnten Jahrhunderte war der Ort streitbar zwischen

Lothringen und dem Bisthume Metz, bis es 1400 ganz lothringisch

wurde. Zu Ende des siebenzehnten Jahrhunderts bildeten Hambach

und Roth einen Theil der Herrschaft Lixheim.

Zur Gemeinde gehören das abgesondert liegende Dorf Roth, die

Ziegelhütte Neuhof und der Mücken hof oder Schmuckelhof im Süden.

Hundlingen,

Dorf an der Eisenbahn nach Beningen und Strasse

nach St. Avold, 6 Kilom. westlich von Saargemünd, mit Kirche,

Bahnstation, 98 Häusern, 107 Familien, 540 Einw., wobei 7 Evangelische

und 3 Mennoniten, liegt am Mutterbache und hat Plüschweberei,

Getreide-, Obst- und Gemüsebau, war deutsches Enclave.

lieber das schon 1315 genannte Dorf vertrugen sich Herzog Karl

von Lothringen und die Grafen von Nassau -Saarbrücken 1581,

worin erstere ihre Ansprüche aufgaben. Im achtzehnten Jahrhunderte

gehörte Hundlingen zur Deutschordenskommende Becking

und wurde nach provisorischer Besitznahme 1793 im Jahre 1815

an

Frankreich abgetreten.

Zur Gemeinde gehört der auf einer Rodung erbaute Hof Lehdresch.

Ipplingen,

Dorf an der Eisenbahn nach Beningen und Strasse

nach St. Avold, 4Y2 Kilom. westlich von Saargemünd, am Mutterbache,

mit Kirche, 87 Häusern, 88 Familien, 422 Einw., Plüschweberei,

Strohhutflechterei, Getreidebau und Viehzucht und Mühle,

war lothringisch, jedoch mit dem deutschen Reiche streitbar. Es

gehörte dem Herrn von Kerpen und wurde 1751 mit Saargemünd

vereinigt.

Lixingen bei Ruhlingen, Dorf am Lixinger Bache, 7 Kilom.

nordwestlich von Saargemünd, mit Kirche, 62 Häusern, 65 Familien,

336 Einw., Mühle, PlUschweberei, Strohhutflechterei, Getreide-,

Obst-

und Gemüsebau, kommt schon 1315 vor und war deutsche

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