Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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II- Topographie.

Enclave der Grafen von Nassau -Saarbrücken, ward 1797 von

Frankreich besetzt und 1815 an dasselbe abgetreten.

Lupersliaiiseil, Dorf im westlichen Theile des Kantons, an

der Strasse von Saaralben nach St. Avold, 12 Kiloin. südwestlich

von Saargemünd, am Moderbache, mit 120 Häusern, 584 Einw,,

wobei 20 Israeliten , Mühle, Ziegelhütte, Plüschweberei, Strohhutflechterei,

Getreide- und Obstbau und Viehzucht, war lothringisch.

Es kommt 1409 vor und gehörte zur

Herrschaft Püttlingen.

Zur Gemeinde gehören der Weiler Ell w ei 1er, die Ziegelhütte

Johannisweiler mit Hof , der AVerichhof, auch Virigmühle genannt,

und Haus St Simon.

Neunkirclieil,

Dorf an der Strasse nach Zweibrücken, 2 Kilom.

nordöstlich von Saargemünd, mit Kirche, 205 Häusern, 309 Einw.,

die meistens in Saargemünd arbeiten und wovon 2 Israeliten sind,

Mühle, Quai-zmühle, Getreide-, Gemüse- und Obstbau und Steuerkasse,

war lothringisch. Es kommt schon 131fi vor, wurde von

Volmar von Lützelstein an die Abtei Wadgasse geschenkt und

gehörte später zum Amt Saargemünd.

Zur Gemeinde gehören die Wackenmühle und Weschingmühle.

Die Sfaladrerie wurde schon vor dem siebenzehnten Jahrhunderte

abgebrochen.

Neuscheuern (Neuf-GrangeJ , Dorf am Reinbache und der

Eisenbahn nach Saarburg, B'/^ Kilom. südlich von Saargemünd,

mit Kirche, Ol Häusern, 120 Familien, 533 Einw., wobei 5 Evangelische

und 20 Mennoniten, Mühle, Streichhölzerfabrik, Ziegelei,

Getreide- und Gemüsebau, war lothringisch und ein von Saargemünd

abhängiges Lehen. In der Nähe zog eine Hömerstrasse vorüber.

Zur Gemeinde gehört die Neuschourer M ühle und Ziegelhütte

und der Neuhnf.

Remelfingen, Dorf am linken Ufer der Saar, 2V2 Kilom. südöstlich

von Saargemünd, mit 92 Häusern, 13(5 Familien, 502 lOinw.,

wobei 10 Evangelische, Mühle und Zündhölzerfabrik, gehörte zu

Ix)thringeD, und viele der Einwohner arbeiten in den Fabriken von

Saargemünd. Im Jahre 1398 schrieb man den Namen K'umelfingen.

Rllhlingeil , Dorf an einem kleinen Hache, 5 Kilom. nordwestlich

von Saargemünd, mit Kirche, 95 Häusern, 452 I*]inw.,

riüHchweberei, Slr(»hhulfl»'chk'rei, F('ldl)au und Vich/ucht, war

mit noch einigen anderen Orten Eticlave des deutschen Reichs.

Im Jahre 1204 besass hier die Abtei Wernersweiler Güter, im

Jahre 1581 cntHagte Lothringen auf das Dorf zu (Junsleii von

Nassau •Saarbrücken, und erst im Jahre l?S|5 wurde K'ulilingcn

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