Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Topographie.

gaben ihn erst 1698 in Folge des Ryswiker Friedens wieder an

Lothringen, nachdem sie die 1680 verstärkten Werke zerstört

hatten. Als Lothringen 1737 an Frankreich fiel, Hess König Ludwig

XV. die Festung, welche Vauban angelegt hatte, 1741 durch

den Grafen Bombelies wieder herstellen und auf dem hohen Felsen

so stark befestigen, Kasematten in die Felsen hauen u. dgl., dass

sie uneinnehmbar durch die Waffen wurde. Inzwischen war aus

den beim Schlosse liegenden Dörfern Kaltenhausen und Rohr,

welche 1633 den Schweden gehörten, die Stadt im siebenzehnten

Jahrhunderte unterhalb der Festung entstanden, diese erhielt im

Jahrhunderte eine Pfarrei und 1844 auch noch einige Werke um

die Stadt selbst."" Bitseh wurde mehrmals zu nehmen versucht, am

15. October 1793 durch die Preussen und im November desselben

Jahres durch Oesterreicher und auch im Jahre 1870 wurde die

Festung cernirt, belagert, am 11. September bombardirt, wobei

150 Häuser zerstört wurden, ohne dass ein Erfolg zu erzielen

war. Erst nach geschlossenem Frieden ging Bitsch am 28. Mörz 1871

in deutsche Hände über. Wegen des Fortbestands der Festung

ist noch nichts beschlossen. Die Kirche wurde 1773 durch die

Abtei Stiirzelbronn erbaut und mit Gemälden versehen; sie enthält

Marmordenkmal des Grafen Bombelles.

ein

Zur Gemarkung geliören in den Gebirgsthälern zerstreut das Dorf

Stockbronn, die Höfe Wolfsgarten im Süden, Herzogshand flu

Main du Prince) im Nordosten an der Strasse nach Stürzelbronn, der

Freudenberger Hof an der Strasse nach Saargemünd, St. Sebastian,

Kapelle, Pfaffenberg, zerstreute Häuser, Neuhof, Weiherkapelle

aus dem sechszehnten Jahrhunderte, Schweizerländel,

Kapelle Ste. Croix, Rochatshof, Bissomberg und Ilazard, die

liamsteiner- unfl Ochsenmühle, die Sägmühlen Glasbronn und

Wolfsgarten mit Hof und die rorsthäuser Hoch köpf und Grosshochkirkel.

Bärenthal, Dorf und Gemeinde im Südosten des Kantons und

Thale des Zintzelbachs, 10 Kilom. von Bitsch, liegt zwischen waldreichen

Bergen, besteht aus zerstreut liegenden Weilern und HöCeu

und enthält eine evangelische Pfarrkirche, sowie mit Philippsburg

301 Häuser, 377 Familien und 1969 Einw., wovon 1691 Iwaugelische,

17 Mennoniten und 17 Israeliten sind. Darunter befindet

sich noch eine kleine Anzahl Zigeunerfamilien , die aber schon

lange fest angesiedelt sind und nur zeitweise als Händler und

Kesselflicker umherziehen. Es ist hier ein Fisenwerk der Gesellschuft

Coulenux und Gomp. von Strassburg und Mulsheim mit

Puddel-, Ifaffinir-, Wärme- und Flammofen, '2 Gussstahli'jfen,

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