Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

booksnow2.scholarsportal.info

Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

6. Kreis Saargemünd. 415

2 Kohstahlfeuern und 60 Arbeitern 5

ferner Mühle, 2 Sehneidemühlen,

Oberfbrsterei , Postagentur, und die Bewohner leben von

Kartoffel- und etwas Kornbau, Viehzucht und Waldgewerben.

Bärenthal war lothringisch und entstand aus einzelnen Höfen und

Colonien. Am 12. Januar 1810 wurde Philippsburg mit Bärenthal

vereinigt und hatte bei der letzten Zählung obige Einwohner und

die angegebene Oberfläche; seit 1, Januar 1875 ist aber Philippsburg

wieder als eigene Gemeinde davon getrennt. Früher zählte

man auf Bärenthal allein 2077 Hektaren urbares Land, wovon

1685 Hekt. Wald, und 660 Einwohner, wobei 630 Evangelische.

Zur Gemeinde gehören die Annexe Obermühlthal mit vier kleinen

Höfen, Untermühlthal, Bannstein, Thalhäuseln, Dachshof mit

6 Hekt., Fischerhof mit 10 Hekt., Kosseihof mit 13 Hekt., Reinhardtshof,

die einzelnen Zinken und Häuser Langenrain, Krotenwasen,

Schmalenthai, Frohnacker, Kundschaft, Beteli, Breitthal

und die Forsthäuser Ramstein, Eulenkopf, Tiefenbrunn,

Schwarzenberg und Schlangenberg.

Bei Ramstein lag das gleichnamige

Schloss, jetzt Ruine mit schöner Aussicht, der Familie von Ramstein

einst gehörig, schon 1335 im Besitze derer von Falkenstein, von

den Strassburgern erobert und zerstört und im fünfzehnten Jahrhunderte

je zur Hälfte den Familien von Botzenheim und Lichtenberg gehörig,

deren erstere ihren Antheil 1513 wieder an Philipp von Ramstein verkaufte.

In der Kähe der Ruine wohnen die Zigeuner. Auf einem Berge

gegen die Zintzel lag das Schloss Arnsberg, wovon die von Arnsberg

gegen das vierzehnte Jahrhundert, die Familie Gessler von Arnsberg aber

1544 ausstarben. Die Grafen Johann und Philipp von Oettingen, Landgrafen

des Elsasses, verkauften Arnsberg 1332 an Ludwig und Johann

von Lichtenberg, von denen es als Afterlehen an die Uttweiler kam.

Nach dem Aussterben der Lichtenberger 1480 behielten es die Erben,

Grafen von Zweibrücken-Bitsch und Hanau, gemeinschaftlich. 1717 war

es schon Ruine.

EgeMardt, Dorf und Gemeinde, 7 Kilom. südlich von Bitsch,

im Thale des Falkenbachs, an der Strasse und Eisenbahn nach

Strassburg, mit 88 Häusern, 105 Familien, 559 Einw., wobei

24 Evangelische, geringem Ackerbau, Viehzucht, Holzhandel,

3 Sägemühlen, war lothringisch. Es wurde von den Mönchen von

Stürzelbronn in der Grafschaft Bitsch angelegt und in der Nähe

stand 1560—1594 ein Pavillon des Grafen Jakob von Zweibrücken

Hier ist eine Eisenbahnstation.

Zu der Gemarkung gehören Bannstein, Weiler mit Bahnstation,

Bellerstein an der Strasse, Neuzintzel, Waldeck auf römischen

Ruinen und seit 1751 dabei ein Hof, Hübelhof, Schweizerländel,

zwei Höfe , Papiermühle, Erbsenthal, Sägmühle und Hammerwerk,

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine