Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Zur

C. Kreis Saargemünd. 4] 9

Bitßch und Hanau verkauft hatte. Einige Falkensteiner waren in Stürzelbronn

begraben worden. Im Jahre 1566 schlug der Blitz ein und zertrümmerte

das Schloss , das noch bis 1789 zu Hanau-Lichtenberg gehörte,

— In der Kähe von Falkenstein liegt nördlich die Ruine Rothenburg,

auch Rodenbronn und Rothschlössel genannt, aus dem neunten

Jahrhunderte stammend und Zufluchtsort des Bischofs Otbert von Strassburg.

Es gehörte im vierzehnten Jahrhunderte dem Grafen Walram von

Zweibrücken und wurde 1369 von den Strassburgern zerstört.

Reyersweiler , Dorf im Westen des Kantons, 3 Kilom. südwestlich

von Bitsch, an einem kleinen Bache, mit 122 Häusern,

513 Einw., wobei 6 Evangelische, 2 Mühlen, Sägemühle, Kartoffelbau

und Viehzucht, war lothringisch. Schon 1273 war Kloster Hornbach

hier begütert; es war gegen das fünfzehnte Jahrhundert zerstört

gewesen.

Zur Gemeinde gehört der Hof Carmagnol, Schwangerbach und

das Forsthans Wolfsbronn,

Roppweiler, Dorf im Nordosten des Kantons, 8 Kilom. von

ßitsch, mit Kirche, 106 Häusern, 114 Familien, 481 Einw,, wobei

4 Evangelische, Mühle und geringer Land wirthschaft, war lothringisch.

Gemeinde gehören die südlich vom Dorfe gelegenen Häuser

Heideneck.

Saareinsberg, Dorf im Süden des Kantons, bei Götzenbrück,

11 Kilom. südwestlich von Bitsch, mit 194 Häusern, 282 Familien,

1379 Einw,, wobei 4 Evangelische, unbedeutender Landwirthschaft,

Holzschuhfabrikation, Holzhandel, Glasschleifereien, war lothringisch

und viele der Bewohner arbeiten in der Fabrik Götzenbrück,

Das Dorf entstand 1746 und hiess erst Königsberg oder

Mont royal; es war früher mit Götzenbrück vereinigt.

Zur Gemeinde gehört der südöstlich gelegene Weiler Althorn

mit Mühle und der Schönhof, Althorn wurde gegen Ende des siebenzehnten

Jahrhunderts auf den Ruinen des Dorfs Hörn erbaut, 1720 von

Mutterhausen vergrössert und 1838 zur Gemeinde Saareinsberg zugetheilt,

nachdem es 1802— 1810 eine eigene Gemeinde gebildet hatte.

Scilorbach, Dorf im Westen des Kantons, 3 Kilom. nordwestlich

von Bitsch, an einem Bache, mit Kirche, 211 Häusern,

250 Familien, 1085 Einw., Mühle, sehr geringem Ackerbau und

Viehzucht, Kalköfen und Ziegelhütte. Das Dorf bestand schon

1210, wo Stürzelbronn hier begütert war. Der Thurm stammt

aus dem Jahre 1143 und früher war Bitsch

hierher eingepfarrt.

Zur Gemeinde gehört die Neumühle und der Hof Suzette oder

Suzelhof, das Forsthaus Ochsenmühl und der Hof Zimmerwald,

1847 auf einer Rodung errichtet.

Stürzelbronn, Gemeinde im Osten des Kantons, an der Gränze

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