Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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II- Topographie.

Mombroim (Montbronn, Momern) , Dorf im Südosten des Kantons,

7 Kilom. südöstlich von Rohrbach, am P]iehelbaehe, mit

Kirche, 322 Häusern, 343 Famih'en, 1618 Einw, , wobei 1 Israelite,

2 Mühlen. Ziegelei, Feldbau, Viehzucht und Arbeiten in der nahen

Krystalifabrik , war lothringisch. Mombronn kommt schon 1150

vor, war saarwerdensch und dann pfälzisch und kam 1623 zu

Lothringen, wo es Lixheim zugetheilt wurde.

Zur Gemeinde gehören die Momb ronner Mühle nnd Ziegelhütte,

die Herrner Mühle (St. Louismühle), J\letschbrückmühle

am Büttener Bache westlich, und die Münzt halmülile östlich. Im

Jahre 1755 bestand auch noch der Hof Eidenheim.

Rahlingen , Dorf im Süden des Kantons, am Bache von Gerstenthal.

7 Kilom. südlich von Rohrbach, mit Kirche, 266 Häusern,

1080 Einw., wobei 11 Evangelische, 3 Mühlen, Oelmühle, Feldbau,

Viehzucht und Strohhulflechterei, war lothringisch. Rahlingen

war früher blos ein kleiner Ort, der 1647 nur drei Einwohner

hatte, welche sich um die alte Befestigung angesiedelt hatten. Es

sind nämlich hier nicht nur die Reste römischer Befestigungen,

sondern auch eines kleinen, 1119 erbauten Schlosses, das erst im

vorigen Jahrhunderte zerstört wurde. Rahlingen selbst gehörte

1150 dem Kloster Stürzelbronn. Da die Gemarkung zu klein

war, so wurde 1829 ein Theil der Gemarkung der Eisässer Gemeinde

Diemeringen an Kahlingen abgetreten. In der Nähe lag

das im vierzehnten Jahrhunderte zerstörte Dorf Kriegelbach.

Zur Gemeinde gehören der Neuhammerhof, Neumatt lio!',

Jananhof nordöstlich und nahe an dem gleichnamigen, zu Binningon

gehörigen Hol", der Fink ho f, die Fabermühle, Saiimühle und das

Forsthaus Neumatt, sowie das einzelne Haus Griesbach, Hammer,

und der 1845 erbaute und 1857 erweiterte Hof Finkmont; endlich im

Nordosten an einem Bache Weyerkirch vor dem zerstörten Dorie

Criegelbach, das im sechszehnten Jahrhunderte verödete und schon 1150

bestandfu

hatte.

Schmidtweiler , Dor/ im Südwesten des Kantons, 7 Kilom,

von Rohrbach, an der Gränze gegen das Elsass, mit Kirolie,

80 Häusern, 393 Einw., Feldhuu, Viehzucht und Sirohhulllechterei,

war lothringisch. Im Jahre 1723 errichtete hier Herzog Leopold

von Ix>thringen den Hof Dithmnr zu Gunsten des gleichnamigen

Herrn. Der Hof ging aber nach und nach in Schmidtweiler auf.

Siersthal, Dorf im Osten des Kantons, (> Kilom. von Uohrbach,

am Schwalbache, mit Kirche, *ilO Häusern, 217 Familien,

\(fn Kinw., wobei 2 Mvungelische und 5 Mennoniten, 3 Mühlen,

'iOelnitlhlen, Kiirtodflbau, Viehzucht, Strohliulllcchterei und Ar-

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