Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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II' Topographie.

Güter von einem Ortevicus, ebenso 1303 von Hugelo, genannt

Zolle von Saarburg. Man fand hier viele grosse Ziegelsteine an

der alten Heerstrasse, weshalb dort wohl ein Ort stand, sogar

das Fundament einer ehemaligen Kirche und Münzen. Das hier

im "Walde gefundene Marienbild wurde nach Xouaxange gebracht,

wo es Ziel von Wallfahrten ist. Rebing kam 1661 an Frankreich.

In der Greraarkuiig liegen 2 Kilom. nördlich der Nessel hol", sowie

1 Kilom. nördlich im Hintergrunde des Thälchens der Hof Rinting,

der an der Stelle einer im Anfange des vierzehnten Jahrhunderts gegründeten

und Notre-Dame geweihten Dominikanerahtei liegt, die von

den Grafen I.einingen als Ortsherren von Bobing dotirt wurde.

Biberkirch, Dorf in der Ebene des Kievrebachs, 9 Kilom. südöstlich

von Saarburg, mit Kirche, die 1720 auf den Ruinen einer

alten Kirche erbaut wurde, 10(i Häusern, 115 Familien,

wobei 1

560 Einw.,

Evangelischer und 6 Mennoniten, Getreidebau und Viehzucht,

war lothringisch. Die Pfarrei besteht schon seit dem An-

Beim Bau der Kirche Murde

fange des achtzehnten Jahrhunderts.

eine Statue des Merkur aus Vogesensandstein und gut erhalten

gefunden.

Bruderdorf, Dorf an einem nördlichen Abhänge und kleinen

Bache, 5 Kilom. südöstlich von Saarburg, mit Kirche, 98 Häusern,

106 Familien, 437 Einw., G%treidebau und Viehzucht, kommt zuerst

159-4 vor und war lothringisch, obschon ganz von bisciiöflich

metzischen Orten umgeben. Das Kloster von Niederweiler war

hier einst begütert und die Grafen von Lützelburg dotirten die Kirche.

Bühl (Bihl, Rille), Dorf am Bit^vrebadie, 3 Kilom. südöstlich

von Saarburg, zieht sich langgestreckt am Bache hin, mit 2 .Mühlen,

Weiher, 130 Häusern, 143 Familien, wobei 9 Evangelische und

4 Mennoniten, ^yar ganz bischöflich metzisch, kam aber später

zur Hälfte an Lothringen. Bischof 'i'hierry von Boppard verpfändete

1379 Bühl zur Deckung von Kriegskosten an verschiedene

Ilcrren. Die Grafen von Lützelburg waren im Besitze eines Lehens,

wozu auch die Mühlen gehr»rten, und verglichen sich 1737 doshalb

mit den Bewohnern. Zu Ende des siebenzchnten Jahrhunderts

waren fast alle Familien evangelisch und auch die Kirche in ihrem

Üesitze.

Zur («emelndo gehitren der Neuhof in

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