Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

7. Kreis Saarburg. 439

Ziu- Gomeinde gehört der Ilof Wcy er stein, südwestlich vom Dorfe,

lind der an der Hauptstrasse gelegene Weiler Maladrerie, der wohl

aus einer alten Loproscrci entstanden ist.

Hommartingen , Dorf am gleichnamigen Bache, l'/u Kilom.

südlich von der Hauptstrasse, 7 Kilom. östlich von Saarburg, mit

Kirche, 162 Häusern, 704 Einw., wobei 3 Evangelische, Mühle,

Weiher, Sleinbrüchen, Getreidebau und Viehzucht, war lothringisch

und bischöflich metzisch. Ein Streit zwischen Herzog Raoul und

dem Bischöfe von 'J'rier wegen gewisser Lehen wurde 1335 geschlichtet.

Hommartingen kam 1661 an Frankreich. Durch den

Süden der Gemarkung ziehen Kanal und Eisenbahn.

Zur Gemeinde gehören die an der Landstrasse liegende Hom m artin

ger l'üst mit zwei Häusern und der Hof Zinewald, östlich vom

Dorie, im Walde Schwangen.

Hommert, Dorf ani Nordabhange der Vogesen, auf der linken

Seite des Zornflusses, ziemlich hoch gelegen, 11 Kilom, südöstlich

von Saarburg, mit Kirche, Brauerei, Steinbrüchen, Kartoffel- und

Gemüsebau, 116 Häusern und 481 Einw., gehörte zu der alten

Grafschaft Dachsburg; die Gemeinde wurde aber erst 1625 errichtet.

In der Nähe sind die Ruinen eines schon vor Jahrhunderten

zerstörten Schlosses mit Doppelmauer, wo man auch eine

Broncebüste fand. Es ist hier ein dreieckiger Anger, wovon zwei

Seiten auf unnahbaren Felsen beruhen und nur auf der dritten

eine Mauer mit Thor sich befand. Man hiess dies im Lande blos

die Schanz, die im sechszehnten und siebenzehnten Jahrhunderte

militärisch besetzt wurde und wo man noch Ueberreste von Säbelklingen

fand. Auf der anderen Seite des Thals zeigt das sogen.

Heidenschloss auch noch alte

Ueberreste.

Imlingen, Dorf am rechten Ufer der Saar, gegenüber der

Eisenbahn, 27-2 Kilom. südwestlich von Saarburg, mit Kirclie,

2 Mühlen, 139 Häusern, 166 Familien, 659 Einw., wobei 3 Evangelische,

5 Mennoniten und 159 Israeliten, war lothringisch und

bischöflich metziscli. Imlingen hiess auch Trois-fontaines und kam

1661 an Frankreich. König Heinrich IL empfing 1552 im Schlosse

eine Strassburger Deputation. Seitwärts auf der Höhe im Walde

stand dasselbe, das zur Kevolutionszeit zerstört wurde; in der

Nähe sind noch Ruinen eines Dorfs, das Galba geheissen haben

soll, und viele Leichenfelder erinnern an die früheren Kriegszeiten.

Die Einwohner erhielten 1500 vom Grafen Jakob Anton von

Lützelburg Land zur Ansiedelung als Arbeiter in den Glashütten.

Im Jahre 1591 wurde eine Frau als Hexe verbrannt.

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