Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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^^- Topographie.

Zur Gemeinde gehören das Imlinger Scliloss, iliihle und Hol

Zarixin, die Mühle de la Forge und der Hof de la Haute Forge,

an der Saar.

Kerprich {aux bois, Kirchberg), 7 Kilom. westlich von Saarburg,

an einem in den Stockweiher fliessenden Bache, mit Kirche,

72 Häusern, 74 Familien, 316 Einw., Getreide-, Kartoffel-, Obstbau

und Viehzucht, gehörte zu Lothringen und hat den Namen von

dem umgebenden Walde. Im letzten Jahrhunderte war es liesitzthum

der Grafen von Lützelburg.

Langd (Langalle, auch Latvjuetlc , Landgast), Dorf am Landbache

, der aus dem Stockweiher kommt, G Kilom. westlich von Saarburg,

östlich vom Stockweiher, mit Kirche, 159 Häusern, 734 Einw.,

wobei 41 Israeliten, Ziegelei, Brauerei, Oelmühle, Steinbrüchen,

Kalksteinbriichen, Getreidebau, Viehzucht und Stickerei, ist ziem-

Heh alt, war lothringisch und gehörte zu Col de Cjgue der Herrschaft

Finstingen. 1358 verkauften Wilhelm und Heinrich von

Guermange an Burkard von Finstingen, 1379 Rudolph und Johann

von Guermange an Johann von Finstingen und 1374 Nicolaus

de Montburn und seine

Frau Elsbeth de Kirsberg an Blanchefleur

von Falkenstein ihre Güter zu Langd. Im Jahre 1738 waren hier

48 Arbeiter unmittelbare Unterthanen des Königs, 26 rheingräfliche

Arbeiter waren aber zur Hälfte dem Könige und dem Prinzen

Salm unterthänig. Am 3. September 1790 zerstörte ein Gewitter

mit Sturm 26 Häuser.

Zur Gemeinde gehören der Sl/a Kilom. nordwestlich im W'alde gelegene

Hof les Grandes Frichcs, der Hof Albechau, und am östlichen

Ende des Stockweiliers, wo der Landbach aus ihm tritt, das

Hai8on de Pöche und daneben der Tour du Stock, welcher den

Stockweilier belieirscht. Solche gehörten einst dem Marschall Lobau.

Niederweiler, Oorf am Otterbache, unweit des Rhein-Marnekanals,

4'/2 Kilom. südöstlich von Saarburg, mit Kirche, 164 Häusern,

194 Familien, 848 Einw., wobei 20 F^vangelische und 3 Israeliten,

Mühle, Ziegelei, Porzellanfabrik, Kiasgruben und Postagentur,

war bishöflich metzisch und lothringisch und kam 1661

an Frankreich. Es war hier ein Schloss, das dem (renernl Custine

gehörte. Seit Anfang des vorigen Jahrhunderts bestand hier eine

Fabrik irdener Pfeifen, welche aber jetzt schönes Fayence liefert.

Man hatte deshalb 1765 Arbeiter aus Sachsen kommen lassen,

um die englische Fayence nachzuahmen, und bis 1829 war die

Fabrik in die Höhe gekommen. Sie arbeitet mit fünf Oefen.

Zur Gemeinde pdiört clcr llof OlxTweiler.

Plaine-de-Val8Ch (Hlindewaisch), Dorf, 7 Kilom. südöstlich

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