Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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I. T.aiul. Volk und Verwaltung'.

die obere aus der salzfreien, aber gipsführendeu Dolomit- und

Mergelablagerung besteht. In den früher zum Moseldepartement

gehörigen Landestheilen herrscht vorzugsweise die dritte Stufe vor

und umschliesst Lager von Gips, der sehr rein, feinkörnig, auch

manchmal späthig und alabasterartig ist und eine bedeutende Gipsausbeutung

bei Püttlingen, Königsmachern und Sierck im Kreise

Diedeuhofen, hei Piblingen im Kreise Bolchen uud bei Bertringen

und Destrich im Kreise Forbach hervoi^erufen hat. Auch in der

Gegend von Vie, Amelecourt und Marthil im ehemaligen Meurthedepartement

findet solche statt und sie ist für den Bezirk um so

wichtiger, als sehr viel Gips zu landwirthschaftlichen Zwecken und

Bauten erforderlich ist.

Von hervorragender Bedeutung ist die Juraformation (Lias

und Oolith), welche sich nicht nur weit ausdehnt, sondern auch

zu grossartigen industriellen Unternehmungen Veranlassung gegeben

hat. Sie erstreckt sich über das ganze Gebiet westlich von

der .Mosel bis zur Gränze, auch etwas im Süden bei Corny auf

dem rechten Ufer und zieht von der französischen Gränze bei

Noveant bis nördlich an die Gränze von Luxemburg, um sich

von dort noch weiter westlich und nordwestlich fortzusetzen. Sie

unterscheidet sich in 1) den Unterlias-Saudstein, Unterlias (Sinemurien),

Mittellias lAasien) und Oberlias

,

2) den Unteroolith

oder braunen Jura mit einer unteren und oberen Schicht

und 3) den Mitteloolilh oder die englische Gruppe des Kellowa^y-

Gesteins oder Oxfordthons. Der UnJerliassandstein zerfällt wieder

in eine untere und obere Schicht und letztere ist besonders im sogenannten

Luxemburger oder Hettinger Sandstein vertreten, der

viele Pllanzenreste enthält, an der Luxemburger Gränze bis Gross-

Hettingen an der Kisenbalui eine geringe zungenförmige Ausdehnung

von. schmaler tlrstreckung hat und vorzügliche Quader-,

Bau- und Pllaslersteine liefert. Westlich davon gegen die franzö-

»ibche Grun/.e fttlgen sodann in stärkerer und gleichfurniiger Verbreitung

die Gryphilenkalke, die dunkeln Liasmergel mit ockerartigem

lielemnitenkalk, die biluminöf:en und die eisenoolithischen

.Mergel in VVech.'-elablagerungen aus Snndstein, dann die Kisenoolithoder

Minctlegruppe, der («ross- oder lluuptooiith oder Brudford-

Mtufe und die Oxfordmcrgel mit Korallen- und Astartenkalk. .Am

wichtigolen davon int die Mogenannle Minette oder Jene k(»mi)akte,

bi« zu 'i(KM. inäehlige Zone im Oberlias oder zwischen diesem und

dein unteren braunen Jura, welche auH feinen, oolithi.schen BrauneisiMiHleinkOrnern

mit vorhcrrechend kalkigem, wenig

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