Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

booksnow2.scholarsportal.info

Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

7. Kreis Saarburg, 445

westlich von Finstingen, mit Kirche, 55 Häusern, 58 Familien,

252 Einw. , wobei 2 Evangelische, liegt auf einer Höhe am Walde

von Guermange und war lothringisch.

Berthelmingen ,

Dorf am linken Ufer der Saar und der Eisenbahn,

wovon bald eine andere nach Kemilly abzweigt, mit Kirche,

Mühle, 151 Häusern, 159 Familien, G81 Einw., wobei 1 Evangelischer

und 1 Israelite, Getreidebau, Viehzucht und Handel mit

Landesprodukten, gehörte zu Lothringen und der Herrschaft Finstingen

und litt besonders im siebenzehnten Jahrhunderte viel

durch Krieg und Brand. Nach der Reformation erbauten sich die

Evangelischen eine Kirche und beriefen einen Geistlichen, während

die Katholiken 1664 in die Kirche nach Rommelfingen gingen. Als

die Aufhebung des Edikts von Nantes die Evangelischen

bedrückte,

besorgte der Geistliche von Bettborn den evangelischen Gottesdienst.

Im Jahre 1749 wurde das Pfarrhaus erbaut, aber 1792

zerstört. Im Jahre 1768 brannten 68 Häuser des Dorfs ab.

Zur Gemeinde gehört der 2 Kilom. westlich im Walde gelegene Hol'

Theilung.

Bettborn (Bettpert), Dorf auf einer Ebene, 5 Kilom. südlich

von Finstingen, mit Kirche, 88 Häusern, 96 Familien, 395 Einw.,

wobei 23 Evangelische, Getreide- und Kartoffelbau, 2 Oelmühlen,

war lothringisch und gehörte zur Herrschaft Finstingen. Die Reformation

fand hier frühe Eingang, wurde aber später unterdrückt.

Den Namen hat das Dorf von einer wohlthätigen Quelle bei Bützen,

woher Bützenbronn und Bettborn entstand.

Bickenholz (Ste. Marie de Bicholz),

Dorf im östlichsten Theile

des Kantons, 12 Kilom. von Finstingen, mit Kirche, 46 Häusern,

190 Einw. , wobei 7 Mennoniten, Handschuhmanufaktur , Getreidebau

und Viehzucht, liegt beim Walde von Lixheim und war lothringisch.

Ludwig von Lothringen erlaubte um 1620, den Wald

zu roden und das Dorf zu erbauen, dessen daher entstandenem

Namen bis 1790 der Beisatz Ste. Marie vorgesetzt wurde.

Bisping (BypangesJ , Dorf im Osten des Nollweihers, am

Bache Virsquen, 11 Kilom. südwestlich von Finstingen, mit Kirche,

144 Häusern, 158 Familien, 643 Einw., wobei 20 Evangelische,

2 Mennoniten und 6 Israeliten, Mühle, Getreide- und Futterbau

und Viehzucht , war lothringisch. Schon 1296 verkaufte das

Kapitel Ste. Madelaine zu Verdun alle seine Güter zu Bisping an

Herzog Ferry III. von Lothringen. Durch die Gemarkung zog

eine

Römerstrasse, wovon noch Spuren vorhanden sind.

Zur Gemeinde gehört der westlich am Weiher gelegene Nollweiherhof.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine