Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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I'- Topographie.

Dolvingen (Dolfingen), Dorf am rechten Ufer des Landbachs

und der Eisenbahn, 8 Kiloni. südHch von Finstingen, mit Kirche,

91 Häusern, 96 Familien, 458 Einw., wobei 4 Evangelische, Landwirthschaft

und Viehzucht, war lothringisch und gehörte 1594 zu

Saareck. Jahrmarkt am 4. Juli.

Zur Gemeinde gehören der Saarwald- und Schnacken ho f,

Klemershof und die südlich im Walde gelegene Wallfahrtskapelle

St. Ulrich.

FleislieiDi, Dorf am Wesbache, 13 Kilom. südöstlich von

Finstingen, n)it Kirche, 46 Häusern, 289 Einw., wobei 23 Evangelische,

Getreidebau und Viehzucht und Kalksteinbruch, war lothringisch

und gehörte zuerst zu Lützelstein und dann zur Herrschaft

Lixheim. Im siebenzehnten Jahrhunderte litt Fleisheim sehr durch

die Pest. Die Evangelischen hatten hier eine Kirche , welche später

den Katholiken eingeräumt wurde.

Gosselmingen , Dorf am linken Ufer des Landbachs, 7 Kilom.

südlich von Finstingen, mit Kirche, Mühle, 136 Häusern, 139 Familien,

626 Einw., wobei 2 Evangelische, 36 iMennoniten und

62 Israeliten, Getreide-, Wein-, Obst- und Gemüsebau, war lothringisch

und gehörte zur Herrschaft Saareck. Schon vor 1354

waren die Frauen von St. Jean -de -Hassel hier begütert und im

Besitze der vollen Gerichtsbarkeit. 1490 trat Graf Wecker von

Leiningen seine Güter zu Gosselmingen an den Hischof von Metz

ab. Der Pfarrer war noch 1465 von den Herren von Finstingen

ernannt worden, denen ein Dritttheil von Gosselmingen zugehörte.

Im Jahre 1549 war Gosselmingen hälftig getheilt, und zwar an

die Commende St. Jean -de- Hassel und an die Herren von Lützelburg

und Bischöfe von Metz, die den Pfarrsatz bekamen. Im Jahre

1710 blieb Gosselmingen bei Lothringen. Schon 1575 besass der

Ort Kirche und Pfarrei, erstere, 1772 neu gebaut, brannte 1808

ab und wurde erst 1813 wieder aufgeführt. Im Chore derselben

war das Begräbnise der Pfarrer.

Zur Gemeinde gehört der 3 Kilom. westlich, an der Grunze der

Gemarkung liegende Hof Alzing.

Helleringen (Helgering),

Dorf am linken Ufer des Bruchbachs,

5 Kilom. südöstlich von Finstingen, mit evangelischer und kalho-

ÜHcher Kirche, 78 Häusern, 79 Familien, 347 Einw., wobei 199

Evangelische, Mühle, Getreide-, Hufer- und KurtofTelbau, war lothriiigiHch

und gehörte zur Herrschuft Lixheim. Das Dorf wurde

im

Schwedenkriege ganz zerstört.

Hilbesbeim, Dorf am Bruchbuchc, 9 Kilum. südöstlich von

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