Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

4. Kreis Saarburg. 453

thälchen der weissen Saar, unweit der Gränze, 9 Kilom. südlieh

von Lörchingen, mit Kirciie, 182 Häusern, 728 Einw., wobei

45 Evangelische und 4 Mennoniten, Nebenzollamt I. Klasse, Getreide-,

Kartoffel- und Gemüsebau, ist ziemlich weit auf den Höhen

zerstreut und gehörte dem Bisthume Metz. Es war bis 1802 nur

ein Weiler, wird aber schon

1248 genannt und wurde von lauter

Eingewanderten bevölkert. Die Kirche ist die älteste des Kantons

gewesen, hat noch Grabsteine von 752 und 952 und ein Grabdenkmal

eines Herren von Türkenstein, wurde aber neu im Spitzbogenstyl

erbaut. I,)as Kloster Ober-Seille erwarb hier 1203 Gefälle

von denen von Blamont und 1244 Zehnten vom Kloster

Hugoncourt.

Die einzelnen Theile von Lafrimbolle sind der Weiler Harcholins,

sowie die Ilöfe St. Sfichel, La Hiitte, La Voinotte, Labrepeux,

B recheux, Grand- Haut, Basse d u Cuvelie r, Pre-Jard in, Revers

du Grand-IIaut, Revers du Bois Canon und die Mühle laNeuve-

G ränge,

Landange, Dorf am Neumühlbache, 21/2 Kilom. westlich von

Lörchingen,

mit Kirche, Mühle, 88 Häusern, 312 Einw., Getreide-,

Obst- und Futterbau und Viehzucht, entstand im fünfzehnten .fahrhunderte

und gehörte dem Bisthume 3Ietz. Das Kloster Ober-

Seille besass hier Güter und die Pfarrernennung wechselte zwischen

Türkenstein und Chatillon. 1826 brannte das Dorf fast ganz ab.

Laneuveville , Dorf auf der linken Seite der weissen Saar,

2 Kilom. südlich von Lörchingen, mit Kirche, 43 Häusern, 146

Einw., Getreide- und Futterbau, gehörte zu Lothringen und dem

Bisthume Metz und entstand erst im fünfzehnten Jahrhunderte.

In

der Nähe sind Ueberreste aus der gallo-römischen Zeit gefunden

worden.

Metairies St. Quirin, Dorf auf der Höhe rechts von der

weissen Saar, 5 Kilom. südöstlich von Lörchingen, mit 2 Mühlen,

Ziegelhütte, Kalkofen, Steinbrüchen, 78 Hänsern, 87 Familien

und 349 Einw., wobei 10 Mennoniten, und Porzellanfabrik, ernährt

seine Bewohner theilweise durch Arbeiten in den benachbarten

Fabriken und gehörte zum Bisthume Metz. Es ist aus

lauter Höfen gebildet.

Zur Gemeinde geliöi-en die Weiler Halmoze mit grosser Fabrik

von Ziegeln und Porzellan , Cubolot und Rondpre und die Höfe Hautc-

Gueisse, Courtegain, Lehr, Rouge-Eau, Jean Simon, la Fontaine-aux-Chenes

und Creon.

Neufmoulins , Dorf am Neumühlbache, 2^/2 Kilom. nordwestlich

von Lörchingen, mit 10 Häusern, 11 Familien, 36 Einw., Ge-

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