Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

7. Kreis Saarburg^. 459

Berlingen, Dorf, 4 Kilom. nördlich von Pfalzburg, mit Kirche.

Mühle, 54 Häusern , Gl Familien und 2^39 evangelischen Einwohnern,

vi^elche Landwirthschaft und Viehzucht treiben ,

und dann zur

Herrschaft Pfalzburg.

gehörte zum Elsasse

Brauweiler [lirotichain), Dorf am Brüchbache, 7 Kilom. westlich

von Pfalzburg, mit Kirche, 122 Häusern, 519Einw., wobei 3 Evangelische,

Feldbau und Viehzucht, gehörte zu den Herrschaften Lixheim

und Pfalzburg

und wurde zwar 16G1 mit letzterem an Frankreich

abgetreten, blieb aber bis 1751 doch noch bei Lixheim und

war also blos halb französisch. Vorher bildete es einen Theil der

Karonie Herange. Der König Hess 1781 die Kirche erbauen. In

der Nähe soll der Ort Krams weiler bestanden haben.

Zur Gemeinde gehören St. J o h a n n - B r a u w e i 1 e r und P o s t - 1> r a u-

weile r.

Bursclieid, Dorf links der Strasse nach Finstingen, 5 Kilom.

westlich von Pfalzburg, mit Kirche, 4(j Häusern, 49 Familien,

208 ?>inw., wobei 11 Israeliten, Getreidebau, Seidenstrickerei und

Taglohnarbeifern, denn die Gemarkung liefert sehr wenig. Burscheid

ist alt. bildete ein besonderes Lehen und wurde 1694 von

den Brüdern Landsperg an Jean d^Elvert, Amtmann von Lixheim,

verkauft. Im siebenzehnten Jahrhunderte war Burscheid ganz evangelisch

und der evangelische Pfarrer von Wintersberg bezog den

Zehnten, die Katholiken gehörten zur Pfarrei Hommartingeu, erhielten

aber 1725 eine eigene Pfarrei.

Dagsburg (

Dago) , Dorf in einem romantischen Seitenthale

des Zornthals, im nördlichen 'Iheile der Vogesen, 18 Kilom. südlich

von Pfalzburg gelegen, zwischen Wiesen und Wäldern, mit

Kirche, 2 Mühlen, 9 Sägmühlen, wenig Getreide- und Kartoflfelbau,

Kühlenbrennerei, Baumwollspinnerei, Holzindustrie, 527 Häusern,

(SOG Familien und 25G3 Einw., wobei 5 Evangelische, und Postagentur.

Die Bewohner fertigen alle Arten Holzarbeiten, Holzschuhe,

Schindeln, Weinpfähle, Bretter, Küblerwaaren und seit

1850 auch alle Arten von Nürnberger Holzwaaren. Markt am

Sonntag nach Frohnleichnamstag. Dagsburg war in ältester Zeit

eine Stadt, interessant und auch ziemlich gross, wie noch alte

Mauerreste am Gebirgsabhange zeigen; sie wurde aber im siebenzehnten

Jahrhunderte zerstört und dann das Dorf unterhalb der

alten Stadt erbaut. Die Gründer sind unbekannt, Dagsburg gehörte

aber unter die Domainen der Herzoge des Elsasses. Karl

der Einfältige soll 922 hier eine Deputation der Kathedrale von

Toul empfangen haben und Bruno, Sohn Hugo's III., nachmaliger

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