Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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^^- Topographie.

Papst Leo IX., 1002 hier geboren sein. Das Schloss war kein

römischer Bau und nicht vor dem zwölften Jahrhunderte erbaut.

Ein anderes Schloss bestand in jüngerer Zeit

auf dem Felsen, der

Dagsburg beherrscht, bis 1679. An Stelle des älteren steht eine

Walifahrtskapelle, die im vorigen Jahrhunderte abbrannte und erst

um 1830 neu erbaut wurde. Im Jahre 1225 belagerte Johann

von Apremont, Bischof von Metz, Dagsburg, blokirte es aber

dann, indem er in der Nähe eine Veste anlegte, vertrug sich jedoch

bald wieder. Als im siebenzehnten Jahrhunderte Dagsburg

von den Leiningern, an die Dagsburg nach dem Aussterben des

alten Gesehiechts 1280 durch die Erbtochter Gertrude gelangt war,

aufgegeben wurde, kamen Briganten (französische Nachzügler)

nach Dagsburg. Baron Monclas beauftragte hierauf den de Bois

David, das Schloss zu nehmen, vermochte dies aber nur durch

Verrath, und so kam es in die Hände der Franzosen. Das Schloss

sollte erhalten bleiben, wurde aber doch am 13. November 1679

geschleift. Die Grafschaft wurde jedoch erst 1792 von den Franzosen

besetzt und 1801 an sie abgetreten. Die früher zum Elsasse

gehörige Grafschaft umfasste die Orte Dagsburg, Ilommert, Haarberg,

Walscheid, Arzweiler und Voyer (Weiher) und hatte auf

16,237 Hekt. Land 13,362 Hekt. Wald, war trocken, felsig, unfruchtbar

und deshalb fast nur für den Kartoffelbau geeignet.

Dafür ist sie aber um so reicher an Gegenständen der Archäologie

und Werken der l'riboken, Kömerdenkmaien und Gräbern.

Zu der Gemeinde gehört eine Reihe im Thale und auf den Höhen

weit umher zerstreuter Weiler, Höfe, ilühlen und Sagmülilcn, nümlicli

Ballerstein. Schäferhof, llellert, Entcnthal, llölsberg,

Spitzberg. Rotlienhüll, Hengst, Wiegsburg, Hub, Stampf,

Kühberg, Laschbach, Harreck, Maison du Garde und d'6cole,

Jiigerhof, Köppenhof, Kleinmühle, Harthof, Herren-, Georgen-,

Bocken- und Friedrichsraühle, die Sügmühlcn Ober- und

Nieder- Altmühl. K(»pferuiiihl und die Sf. Odilion- und Leonsk

a p e 1 1 f '.

Dann und Vierwinden fQuatrc-centsJ, Dorf aus zwei Orten

an der Straase nach Strassburg und rechts derselben bestehend,

2 Kilom. östlich von I'falzburg, mit Kirche (in Dann), l(?2 Iliiiisern,

70"^ Fiinw., wobei 8 Evangelische, wenig (iclreidtbau und Viehzucht,

gehörte den Herren von Lützelburg, die es l(>ll an Lothringen

verkauften, und karn 1661 an Frankreich. V.s sind hier

nuclt Reste eines alten SchloHHCH, das erst im vorigen Jahriiiinderte

zerstört wurde. Man fand 1839 im Walde eine Steinpyramide.

Im Jthre 1602 wurden hier drei I'Vnnen nls Ilexon verbrannt.

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