Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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I- LaiiJ, Volk unil Verwaltung.

Sand-, Thou- und Erdarten für die Fabrikation von Glas, Geschirr,

Röhren und Ziegel

auf.

Diese geologische Bildung des Landes bedingt auch die grössere

ödere geringere Fruchtbarkeit. Die Gebirgsgegenden von Bitsch

und Saarburg sind dicht bewaldet, rauh und für die Landvvirthschaft

wenig geeignet, so dass die Leute hauptsächlich von Kartoffeln

und industriellen Beschäftigungen leben müssen und besonders

Waldgewerbe treiben. Im Kreise Saarburg findet man

sogar weniger Land\Airthschaft als vor der Revolution, wo die Abholzung

noch nicht so weit vorangeschritten und die Bodenkrume

nicht 80 vielfach weggeschwemmt war. Der östliche Theil des

Saarthals ist mehr locker,

rauh und sandig, daher auch mehr von

den Einwirkungen der Witterung abhängig; der Ackerboden auf

der Westseite ist dagegen von der Witterung weniger beherrscht

und kulturfähiger.

Die Kalkthonschichten am Ufer der Orne sind

recht ergiebig, besonders aber der nordwestliche Theil des Kreises

(.'häteau-Salins, namentlich bis gegen Delme. Den besten und

ergiebigsten Boden enthält die Niederung des Mosel- und Seillethals

und dies ist die eigentliche Kornkammer des Landes.

4. Klima.

Das Klima des BeKirks Deutsch-Lothringen wird nicht ganz

richtig das Vogesenklima genannt, denn dasselbe stimmt eher für

den oberen Theil von Lothringen und die östlichen Gränzgegenden,

nicht aber für den Kern des Landes. Hier ist namentlich im

Metzer I^nd und an der Mosel das Kiinui milder und angenehmer

und es wird hios kälter und rauher je näher man den Vogesen

und Ardennen kommt. IJeberhaupt liegen nach allen vier HimnHilsrichtungen

(Jebirge, welche auf das Kiinui nachtheilig einwirken:

Hddlich und östlich

die Vogesen, nördlich der Ilundsrücken,

die Kifel und hohe Veen und westlich die Ardennen. Im Allgemeinen

ist das Klima kälter als c« die ge(>grai)hische Breite erwarten

hüjsl, und auch mehr feucht als trocken. Namentlich behetTHchen

die Winde völlig die vorsohiedenen Jahreszeiten. Weht

der NonlwcHt im I'Vühjahr, ho verspätet er die I'^ntwicklung der

Vegetation ut>d hält er an, so wird «ler l'lliui/.cii wuchs /.iinick-

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