Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

8. Kreis Chateau- Salin?.

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sie nur 30— 35 Kilom. Die Bodenfläehe uinfasst 17.;4>^ Quadratmeilen

oder etwa 96,93(5 Hektaren, wornach also der Kreis der

drittgrösste des Bezirks ist, und davon entfallen auf bestellbares

Ackerland 57,483, Wiesen 12,376, Reben 1071, steuerpflichtiger

Wald 10,381, Obstgärten 835, Heideland 546, Teiche und Weiher

1440, überbautes Land 274, Strassen und Plätze 2182, Flüsse

und Bäche 246, Staatsforsten und nicht ertragreiches Staatseigenthum

10,377, Kirchen, Pfarrgebäude und Friedhöfe 25 Hekt,

wovon im Ganzen 12,830 Hekt. nicht steuerpflichtig sind. Die

Oberfläche ist hügelig, steigt am meisten auf der Wasserscheide

zwischen Seille und Nied an und gibt sein Wasser nicht nur

diesen beiden Flüsschen, sondern zu einem Theile auch an die

Saar ab. Nur wenige Höhen liegen 350— 399 Meter über dem

Meere, im Durchschnitt erhebt sich das Land nur zwischen 250

bis 300 M. und die niedrigsten Lagen haben an den Gränzen der

Rothbach mit 217 und die Seille mit 194 M. über dem Meere.

Die Seille entspringt im Kreise aus dem Lindreweiher und fliesst

westlich durch den Kreis, um auf einer längeren Strecke die Gränze

gegen Frankreich zu bilden, die französische Nied in nordwestlicher

Richtung und die Zuflüsse der Saar gegen Nordosten. Von

kleineren Gewässern sind zu erwähnen der liuisseau de VEtamj bei

Delme, die kleine Seille bei Chäteau-Salins, der Verbach hinter

Dieuze und die Albe bei Lening. Besonders reich ist der Bezirk

an stehenden Wassern, meistens künstlichen Weihern, von Gutsherren

und Geistlichen angelegt, und mehrere dieser Weiher verdienen

sogar ihrer Grösse wegen See genannt zu werden, wie

der Lindreweiher. Diese stehenden Wasser bilden unter sich ein

förmliches System, indem sie mit rückwärts und höher gelegenen

Teichen in Verbindung stehen. Der Lindreweiher hat eine Fläche

von 671 Hekt. bei etwa 3 M. Tiefe und ist in Verbindung mit

noch 12 kleineren und ganz kleinen Teichen. Die übrigen Weiher

liegen alle im Osten des Kreises, südlich und nördlich von Dieuze,

meistens in waldiger Gegend und selten dicht bei Ortschaften.

Alle diese Gewässer dienen zum Theil , um einige wichtige Kanäle

zu speisen, welche hauptsächlich wegen der Salinen und Stein-,

kohlen angelegt sind. Dies sind im südlichen Gränzlande der

Marne-Rheinkanal, welcher neben dem San on flüsschen die Gemeinde

Lagavde von Westen nach Osten durchzieht, der Saarkanal, welcher

im Weiher von Gondrexange davon abzweigt und nördlich durch

den Stockweiher und oberen Mühlweiher gespeist nach der Saar

zieht; der Kanal des Salines von Dieuze nach Münster am Roth-

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