Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

booksnow2.scholarsportal.info

Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

8. Ivreis Cbateau-Saliiis. 483

Zur Gemarkung gehört der Hof la A'oi trebolle, nördlich vom

Dorfe in einem Seitenthälchen. ,

Lidrequin fUndrekingJ, Dörfchen, 18 Kiloni. nordöstlich von

Chäteaii-Salins, am Banvoiebache, ziemlich hoch gelegen, mit 12

Häusern und Familien und 59 Einw., Getreide-, Obst- und Gemüsebau,

erzeugt auf 62 Aren eine schwache Weinsorte und war

lothringisch.

Lubecourt (Lebej^court), Dorf, 2 Kilom. nördlich von Chäteau-

Salins, im Thale von A'axy, mit 4(5 Häusern, 48 Familien, 165

I'inw., Getreide-, Wein-, Obst- und Gemüsebau, kam 1718 an

IjOthringen. Im Jahre 1573 kamen schon der grosse und kleine

Zehnten an Lothringen vom Abte von Metioc. Lubecourt wurde

durch die Schweden zerstört und sind vom alten Dorfe noch Keste

vorhanden. Eis zu Anfang dieses Jahrhunderts war Lubecourt

noch ein kleiner Weiler.

Manhoue, Dorf, J2 Kilom. westlich von Chäteau-Salins, an

der Seille und Gränze, sowie an belebter Strasse, mit lirücke

über die Seille, 79 Häusern, 177 Familien, 350 Einw., wobei

G Evangelische, Nebenzollamt, Kirche, Mühle, Getreide-, Wein-,

Hopfen-, l'abak- und Obstbau, hat ein altes, noch bewohntes

Schloss, Ruinen einer alten Kapelle, wo die Hugenotten begraben

Avurden, eine 1852 errichtete Hülfskapelle und in der Nähe Ueberreste

der alten Kömerstrasse. Es waren daselbst drei Lehen und

Kloster Salival besass schon zu P^nde des zwölften Jahrhunderts

in Manhoue Güter. Später gehörte es zu Ix)thringen. Im Jahre

1650 verbanden sich 21 Einwohner mit denen von Fossieux, Aulnois

und Craincourt zur Vertheidigung gegen die Parteigänger,

wobei die vier ersten Einwohner gefangen wurden, so dass darüber

ein Process entstand und auch die andere»i daran bezahlen

mussten. In der Nälie sind noch Schwedengräber. Die Seille

macht hier ungemeine Biegungen und bildet Landzungen in das

französische

Gebiet.

Morville-les-Vlc, Dorf, 2'/,^ Kilom. östlich von Chäteau-Salins,

unweit der Strasse von da nach Marsal, mit 86 Häusern, 87 Familien,

316 Einw., wobei 1 Evangelischer, Kirche, Getreide- und

M'einbau und Mühle, liegt ziemlich hoch und ist ziemlich regeln)ässig

gebaut. In der Nähe findet man viele Versteinerungen

und eine Kömerstrasse führte nach der SeillebrUcke bei Marsal.

Maurivilla gehörte in ältester Zeit einem Kegimbold, 968 war das

Kloster St. Arnould zu Metz hier begütert, dann gehörte Morvilleles-Vic

dem Kloster Gorze. wovon es auch den Beinamen les (Jorze

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine