Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

8. Kreis Chateau-Salins. 493

von Torsviller war nämlich von den Grafen von Dachsburg und

Kechicourt hier belagert und konnte sich nur durch den Weiher

flüchten, wofür er gelobte, eine Kirche zu Ehren des St. Nicolaus

zu erbauen. Er liess nun 1325 in dem kleinen Dorfe mit Hülfe

des liischofs von Metz, des Herzogs von Lothringen und deutscher

Fürsten die schöne gothische Kirche bauen und dotirte die Colhegiale

für zwölf Kanonikate,

welche aber im Jahre 1594 mit Vic vereinigt

wurde. Gegenüber dem Eingange der Kirche befindet sich das

Mausoleum des Erbauers und seiner Frau. Münster war lothringisch.

Zu Münster gehören die auf dem rechten Ufer des Rothbachs lirgenden

Häuser Ueberdorf, die mit dem Dorfe durch eine Brücke in

Verbindung stehen.

Nebing, Dorf an einem kleinen Bache, 5 Kilom. südwestlich

von Albesdorf,

mit Kirche, 89 Häusern, 96 Familien, 348 Einw.,

wobei 4 Israeliten, Getreide-, Gemüse-, Hopfen- und Weinbau,

war lothringisch und ist zur Hälfte deutsch und französisch. Die

Minoriten von Kassing besassen hier' den Zehnten. Im siebenzehnten

Jahrhunderte litt Nebing sehr.

Die Kirche wurde 1710 bis 1725 wieder

hergestellt. Die Seigneurie gehörte anfangs vorigen Jahrhunderts

dem Kernard du Fort, Kanonikus zu Alt- St. Peter in Strassburg.

Neufvillage ,

Dorf am Albebache und der Strasse von Dieuze

nach St. Avold, 5 Kilom. westlich von Albesdorf, mit 38 Häusern,

43 Familien j 164 Einw., Getreidebau und Viehzucht, war lothringisch

und ist ganz deutsch redend. Im Jahre 1650 waren hier

nur noch zwei Einwohner.

Reiningen (Uening), Dorf am rechten Ufer des Albebachs,

2 Vi Kilom. nördlich von Albesdorf, mit 62 Häusern, 65 Familien,

246 Einw., wobei 6 Israeliten, Ackerbau und Viehzucht, war lothringisch

und ist deutsch redend.

Rodalben, Dorf am Albebache im Westen des Kantons, 12 Kilom.

von Albesdorf entfernt, mit 94 Häusern, 104 Familien, 365 Einw..

Mühle, Ziegelei, Kalkofen, Getreidebau und Viehzucht, war lothringisch,

von den beiden

gehörte zur Grafschaft Mörchingen und hat seinen Namen

Hächen Albe und Roth.

Torcheville (Torschweiler), Dorf an der (Quelle des Rothbachs,

3 Kilom. südlich von Albesdorf, in einem Wiesengrund , mit Kirche,

93 Häusern, 101 Familien, 232 Einw., wobei 1 Evangelischer,

Getreidebau, Viehzucht, etwas Weinbau und Ziegelhütte, war

lothringisch und gab einem alten Rittergeschlechte den Namen;

denn schon 1344 erhielt Peter von Torcheville das Recht zur Anlage

einer Saline zwischen Techampue und Guermange, zur Hälfte

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