Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

8. Kreis Chateau-Salins. 511

Schlosses und der Namen eines Theils der Gemarkung, Bau d'llublange,

deutet wohl auf ein untergegangenes J)orf. Gueblange war

lothringisch und die Hälfte von Gueblange gehörte zur Baronie

Kerprich. Das Schloss hatte noch 1712 fünf kleine Thürme.

Zur Gemarkung gehört der neuerbaute schöne Hol" Ste. Marie-aux-

Kois.

Kerprich (Kirschberg), Dorf an einem Bache, 2 Kilom. nordwestlich

von Delme, an der Strasse nach Mörchingen, mit Kirche,

Mühle, Salzquelle, 97 Häusern, 104 Familien, 355 Einw, , wobei

4 Evangelische, Leimfabrik, Getreide-, Wein-, Obst- und Gemüsebau^

war lothringisch und gehörte schon zu den Orten, welche König

Dagobert an das Kloster St. Maximin zu Trier gab, wo es Cressiacum

oder Kanes hiess. Im Jahre 1726 wurde Kerprich durch

Herzog Leopold zur Baronie erhoben unter dem Namen de Kiekler,

zu Gunsten seines Hofralhs Heinrich Joseph von Kiekler, der mit

Louis von Leiningen aus Franken kam.

Südlich vom Dorfe, bei der Strasse von Dieuze nach Marsal liegt der

Hof Tonneau.

Lidrezing (Lidersingen). Dorf im Norden des Kantons, 8 Kilom.

von Dieuze, mit Kirche, (U Häusern, 222 Einw. , Mühle, Marmorbruch

und Steinbruch, Getreidebau, Obst- und Weinbau, war lothringisch.

Kloster Vergaville besass hier schon 1330 Güter.

Zur Gemeinde gehören die Höfe Bellevue, Kützeling, 2 Kilom.

südöstlicli. Ferienthal, 3 Kilom. nordöstlich, und Dorthai, !2 Kilom.

(istlic'h.

Lindre-Basse (Niederlinder), Dorf am Ausflusse der Seille aus

dem Lindreweiher, 2 Kilom. östlich von Dieuze, mit 94 Häusern,

!)7 Familien, 364 Einw., Mühle und Salzquelle, war lothringisch,

wird schon 1263 genannt und hatte im Anfange des vierzehnten

Jahrhunderts eine Salzquelle. Der Lindreweiher hat einen Umfang

von 671 Hektaren bei einer Tiefe bis zu drei Metern.

Lindre-Haute (Oberlinder), Dorf mit Kirche, 1 Kilom. nördlich

von Lindre-Basse und 2 Kilom. östlich von Dieuze, mit Kirche,

22 Häusern, 28 Familien, 120 Einw., Getreide- und Obstbau, war

lothringisch. In der Kirche befindet sich ein Taufstein mit korinthischem

Kapital,

römischen Steine gearbeitet ist.

Römerstrasse.

der aus einem von Tarquimpol hierher gebrachten

In der Nähe sind Ueberreste einer

Zur Gemeinde gehören die Höfe Bois-brule und Nothvigne.

Mulcey, Dorf links an der Strasse nach Marsal und dem Muhlbache.

4 Kilom. westlich von J)ieuze, an der Strasse nach Marsal,

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