Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

8. Kreis Cliateau-Salins. 519

Fiindamentirung auch für das verschanzte Lager der Römer. Ob

es im Mittelalter und später noch einem praktischen Zwecke diente,

ist

zweifelhaft.

Zur Gemarkung gehören: die Höfe Bourrache im Osten, Viller?-

Betnach im Süden und l'ArbrC'Vert.

Moncourt, Dorf im Süden des Kantons, 10 Kilom. von Vic,

mit Kirche, 64 Häusern, 75 Familien, 265 Einw., Getreide-, Weinund

Hopfenbau, gehörte dem Bisthume Metz. Kloster Salival erhielt

1291 den Pfarrsitz und Ober-Seille trat 1298 einen Wald und

ein Gut an Clairvaux ab.

Moyenvic fMedius vicusj , Flecken an der Seille und der Strasse,

2 Kilom. östlich von Vic, mit Kirche, 184 Häusern, ;]00 Familien,

882 Einw., wobei 5 Evangelische und 2 Israeliten, Mühle, Salzquelle,

Nebenzollamt, Salzsteueramt, Poötagentur, Getreide-, Wein-,

Hopfen- und Obstbau, gehörte dem Bisthume Metz. Im Jahre 836

erhielt St. Epvre in Toul hier zwei Häuser, Bischof Thierry Bayer

umgab Mo3^envic mit Mauern, die Metzer verbrannten es aber 1418

und 1430. 1526 wurde es wieder mit Mauern umgeben und 1627

regelmässig befestigt von Herzog Karl lY. von Lothringen, die

Franzosen nahmen es

aber schon 1631 und behielten es im Frieden

von 1648. Die Saline war schon im neunten Jahrhunderte in

Betrieb.

Zur Gemeinde gehören die Höfe 8t. Jean mit Spinnerei im Norden

und Moulin-Neuf am Bache von Salival und die Mühle Champagne

im Südwesten.

Ommeray, Dorf, 13 Kilom. südöstlich von Vic, mit Kirche,

90 Häusern, 115 Familien, 395 Einw., wobei 2 Evangelische, Getreide-,

Wein-, Hopfen- und Obstbau, gehörte dem Bisthume Metz.

Im Jahre 1216 erhielt Kloster Ober-Seille hier Güter. Ein Kreuz

steht an der Stelle der alten Kirche und des Friedhofs. Auch besteht

hier die Wallfahrt St. Marcel, die wegen Kinderkrankheiten

besucht wird.

Zur Gemarkung gehören die Höfe Varanseilles, Boyet, Chantier

de l'Etang am Weiher und le Sau vage an der Strasse nach

Strassburg.

Xanrey [Xanreium, ausgesprochen Chanrey), Dorf, 5 Kilom.

südöstlich von Vic, mit Kirche, 98 Häusern, 327 Einw., Gip^bruch,

(ietreide-, Obst- und Weinbau, gehörte dem Bisthume Metz, woselbst

das Kloster St. Sauveur schon 1072 Güter erhielt. Doch

soll Xanrey älter sein. Man findet hier noch Ruinen eines festen

Schlosses, zweier Tempelherrenhäuser und einer Mühle.

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