Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

Vorwort.

Mit den Büchern, welche seit 1870 über das Elsass geschrieben

worden sind , könnte man bereits eine kleine Bibliothek

bilden. Wer nur irgend als Literat oder Tourist dahin

kam, machte seine Reiseeindrücke bekannt und glaubte den

nachfolgenden Besuchern als Wegweiser durch das Land dienen

zu müssen, und es war auch so leicht über das Elsass zu

schreiben.

Die Meisten hatten es ja schon vom andern Rheinufer

aus besucht, wenigstens Strassburg und seinen Münster

sich angesehen und von letzterem aus das Land überblickt,

und über Land, Geschichte und Sage war von den Elsässern

selbst schon so Vieles

in deutscher Sprache mitgetheilt worden,

dass es in der That nicht schwer wurde, auch etwas über ein

Land zu schreiben, das in Sprache und Sitte so vieles mit

dem jenseitigen Oberrhein gemeinschaftlich hat.

Diese Gunst ist bis jetzt Lothringen nicht zu Theil geworden.

Wer je nach Lothringen kam, wollte blos Metz und

die Schlachtfelder flüchtig besehen ; auch die Anhänge an unseren

Reisehandbüchern gaben keine weiteren Notizen, und

das ganze übrige Land wurde unbeachtet bei Seite gelassen.

Dass es auch sonst etwas und was zu sehen gebe, war nirgends

angedeutet , und , was das Eigenthümlichste ist , es gab

auch nicht einmal in französischer Sprache seit den letzten

dreissig Jahren eine Beschreibung des Moseldepartements,

geschweige denn eine Geschichte desselben.

Das einzige brauchbare Buch über dasselbe ist das

Dixionnaire du Departement de la Moselle von Viville, ein-

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