30 Jahre.... - Computer- Service in Flensburg - bits & bytes

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30 Jahre.... - Computer- Service in Flensburg - bits & bytes

Inhalt

uns ! Wir über uns !

Wir über

Inhaltsverzeichnis:

Seite:

Cover von und mit Lisa Pfeiffer 1

Inhalt, Impressum, Gedicht 2

Vergabe der Verdienstnadel 3

Tofu macht die Welt kaputt 4

Manfred Wegner geht in den Ruhestand 5

Suchtkrankenberatung 6

25 Jahre Wilster 7

Gruppe Mildstedt 8-9

Videoabend in Rendsburg 10

Suchtwoche 2007 11

Suchtwoche 2007 12

Sommerfest Region Nord in Kappeln 13

Collage 14-15

Lustiges 16

Lustiges und Meckerecke 17

Netzwerk Führerschein 18

Netzwerk Führerschein 19

Interview 20

30 Jahre BKE in Kiel-Pries 21

Abschied von Otto Sass 22

Gottesdienst in der Suchtwoche 2007 23

Frauenarbeitskreis 24

Suchtberatungsstellen Stadtmission Kiel 25

30 Jahre Gruppe Albersdorf 26

Jugendgruppe Itzehoe 27

Impressum:

Herausgeber und ViSdP:

Blaues Kreuz i.d. Ev. Kirche e.V.

Landesverband Schleswig-Holstein

An der Marienkirche 22

24768 Rendsburg

Redaktion:

Britta Berngruber 0461-92789 E-Mail: b-berngruber@web.de

Peter Litau 0461-49359988 E-Mail: P-Litau@freenet.de

Manfred Ritter 04621-998514 E-Mail: ritter-m@foni.net

Fax.: 0461-49359996

Für den Inhalt dieser Zeitschrift sind wir nicht verantwortlich,

da die Texte aus den verschiedenen Regionen

uns zugesandt und so auch von uns eingefügt wurden.

Auflage: 2000 Exemplare

Gedicht:

Das Blaue Kreuz trifft sich und tagt,

der eine redet, der andere fragt.

Es geht um Drogen und Alkohol,

nicht um den Urlaub an der Costa del Sol.

Probleme gibt es hier ganz viele,

da knarren die Bretter in der Diele.

Doch einer respektiert den andern,

gemeinsam wir den Weg lang wandern.

Es hilft und tut doch auch so gut,

gibt Kraft und neuen Lebensmut.

Der nächste Frühling ohne Alkohol,

der wievielte ist das jetzt wohl?

Wir haben es geschafft – eine 3. Ausgabe unseres BKE-

Journals ist entstanden!

Liebe Leserinnen und Leser unseres BKE-Journals!

Ihr haltet die 3. Ausgabe des BKE-Journals in der Hand

und wir sind glücklich, das sie mit Eurer Hilfe zustande

gekommen ist. Viele neue Artikel und Fotos von Euch

haben uns geholfen, diese Ausgabe entstehen zu lassen.

Auf der letzten Planungs- und Vorständekonferenz wurde

mehrheitlich beschlossen, den bisherigen Namen für unser

BKE-Journal beizubehalten. Viele Rückmeldungen

bezüglich unserer neuen Verbandszeitschrift sind

inzwischen eingegangen, viele haben uns ermuntert,

weiterzumachen. Vielen Dank!

In dieser Ausgabe findet Ihr hoffentlich wieder viel

Informatives aus dem Leben im BKE. Wir haben uns

diesmal gedacht, das wir eine fröhliche Seite mit lustigen

Geschichten neu einbringen, denn wir finden, auch

Fröhlichkeit gehört zu unserem Leben. Genauso wie Ihr

Euch vielleicht wundert, dass das Titelbild eigentlich mehr

an Frühjahr als an Herbst, der bald kommt, erinnert. Aber

wir fanden das Bild einfach fröhlich, farbig und

ansprechend und daher passend für unser BKE-Journal.

Wir hoffen, das die neue Ausgabe des BKE-Journals Euch

gefällt und wünschen Euch viel Freude und Spaß beim

Lesen.

Euer Redaktionsteam vom BKE-Journal

Britta Peter Manfred

Ich hab gezählt, es sind jetzt acht,

wie hab´ ich das so gut gemacht?

Mit dem Blauen Kreuz und meinem Willen,

auf jeden Fall ganz ohne Pillen.

So hilft mir meine Blau-Kreuz-Gruppe,

da bin ich nicht nur lebende Puppe.

Da bin ich Mensch, nüchtern und solide,

es geht langsam bergauf und nicht rapide.

Lass weiter mich jetzt stets gedeihen,

dann kann ich langsam mir verzeihen.

H. J. Klenz 22.02.1999 Gruppe Schleswig

2


...zu Besuch bei Karl-Heinz Hagge...

Wir über uns ! Wir über uns !

Rendsburg

Rund 250 Alkoholabhängigen geholfen

Hohe Auszeichnung der Blaukreuzler

für Karl-Heinz Hagge / Gründer der Ortsgruppe Büdelsdorf

Büdelsdorf/ma

Vergabe der Verdienstnadel

Karl-Heinz Hagge ist mit der

Verdienstnadel des Blauen Kreuzes in

der Evangelischen Kirche ausgezeichnet

worden. Damit würdigte der

Landesvorsitzende Hans-Jochen

Steinfeld die außergewöhnlichen

Leistungen des langjährigen

Vorsitzenden der Blau-Kreuz-Gruppe

Büdelsdorf zum Wohle

Alkoholabhängiger und abstinent

lebender Alkoholiker.

Welche Bedeutung die Verdienstnadel

für die Blau-Kreuzler hat, verriet

Steinfeld bei der Würdigung. „Hagge ist

der fünfte Geehrte seit der Vergabe der

Anerkennung vor zehn Jahren.“ Der

Rickerter ist Mitbegründer der „Gruppe

77 Rendsburg“, 2. Vorsitzender der

Blau-Kreuz-Gruppe Westerrönfeld und

war Gründer der Ortsgruppe Büdelsdorf

im Januar 1981, deren Vorsitzender er

mit einer Krankheitsbedingten

Unterbrechung von drei Jahren ist.

Gut 250 Alkoholabhängige, davon sind

mehr als 180 auf Dauer trocken

geblieben, haben in der Büdelsdorfer

Gruppe Unterstützung gefunden. Daran

hat der 67-Jährige, der seit 31 Jahren

abstinent lebt, maßgeblichen Anteil.

Außergewöhnliche Leistungen in der Blau-

Kreuz-Gruppe: Karl-Heinz Hagge (rechts)

erhält von Jochen Steinfeld die

Verdienstnadel des Landesverbandes

Foto und Text: W. Mahnkopf

3


Nachdenkliches

Tofu macht die Welt kaputt

Ein Aufruf wider den militanten Vegetarismus

Gesund wollen sie leben, unsere „Nuts and Berries“, die „Müslis“, die Körnerfresser und Grünfutterfetischisten.

120 Jahre alt wollen sie werden. Mindestens. Und mit ihrer merkwürdigen Lebensweise halten sie sich auch noch

für die besseren, die ökologischeren, die nachahmenswerteren Menschen. Sie töten keine Tiere. Sie rauchen,

saufen, kiffen nicht. In Wahrheit aber sind sie es, die unsere Welt zugrunde richten. Und das kommt so:

Würden sie still am Wiesenrain ihren Spitzwegerich verzehren, ein wenig an der Buchsbaumhecke knabbern, sich

mit Schachtelhalm und Schafgarbe den Bauch voll schlagen – kein Mensch hätte etwas dagegen, Löwenzahn und

Gänseblümchen würden wir ihnen von Herzen gönnen. Auch Borretsch, Raute oder Scharbockskraut. Sollen sie

doch Holunderbeeren naschen und sich von köstlichen Brennnesseln einen leckeren Spinat zubereiten. Nur zu!

Auch als gern gesehene Stammkunden können sie sich im Bioladen den Jutebeutel nach Herzenslust mit Erbschen

und Möhrchen, Böhnchen und Zwiebelchen füllen, Nichts dagegen einzuwenden. Aber nein!

Der moderne Vegetarier rümpft ja bei Schlappkraut, Sau- und Schnibbelbohne die Nase. Okra muss es sein.

Goabohne. Pak Choi, Lotuswurzel, Maniok, Luffa und Kankun. Und wo kommt das Zeugs her? Aus den

tsunamigefährdeten Sondermülldeponien der Dritten Welt. Geerntet von halb verhungerten Kinderarbeitern auf den

Feldern der Asia Fruit Compagnie. Eingeflogen um die halbe Erde mit den Klimakatastrophenbombern globaler

Logistikunternehmen. So sieht´s doch aus!

Der gesunde Boskopp, die leckere Holzbirne, die Wachholderbeere – soll sie sich der Kuckuck holen. Kiwis aus

Neuseeland und Ananas aus Hawai sind angesagt. Besser noch Jujube, Karambola, Kumquats, Lanzones, Litschi,

Longan und Nopal. Curuba, Durian, Kaki, Pitahaya –you name it!

Und statt so ein armes, geschundenes Batteriehuhn endlich von seinen Qualen zu befreien und aus reiner Tierliebe

via Grill oder Backofen von seinem jammervollen Dasein im Nikotinspray eines Hühnerbarons zu erlösen, da haut

sich der Vegetarier höhnisch grinsend auch noch Tofu in Pfanne. Tofu!!!

Mal abgesehen davon, dass das Zeug wie Angekokelter Lehm schmeckt und beim Kauen im Mund immer mehr

wird, es ist ja inzwischen wohl das weltzerstörerischste aller weltzerstörenden Fastfoods, die je erfunden wurden.

Tofu wird nämlich aus Soja gemacht, einem Tierfutter wie Klee oder Luzerne, bloß mit viel, viel mehr

pflanzlichem Eiweiß drin. Und damit dieses Bohnenkraut noch eiweißreicher wird, darum wird es obendrein auch

noch gentechnisch geklont. So eine Art Frankensteinbohne also!

Und wo wird das genmanipulierte Soja angebaut? In Brasilien. Im Amazonasgebiet. Da werden die Regenwälder

jetzt schneller gerodet, als Soja überhaupt wachsen kann.

Schreibt spiegel-online: „Holzfäller und Viehbarone galten lange als die Bösen im Wilden Westen Brasiliens:

Rücksichtslos rodeten sie den Regenwald. Die globale Nachfrage nach billigem Soja hat diese Dynamik noch

beschleunigt. Holzdiebe, Soja-Barone und korrupte Politiker schrecken selbst vor Mord nicht zurück.

Die Dynamik der Globalisierung hat den Amazonas erreicht. Sie beschleunigt die Waldrodungen und lässt selbst

den Engagiertesten Umweltaktivisten kaum eine Chance. Mehrere hundert Menschen starben in den letzten drei

Jahrzehnten bei den Kämpfen um das Land im Amazonasgebiet. Unzählige andere leben in Angst, denn ihr Leben

wird von denen bedroht, die von Holz- und Landdiebstahl profitieren. In diesem von Gewehren, Kettensägen und

Bulldozern beherrschten „Wilden „Westen“ Brasiliens sind Regierungsvertreter oft bestechlich oder machtlos.

Außer Holzfällern und Viehbaronen beteiligen sich neuerdings auch Produzenten von Sojabohnen am Landraub.

Die Zerstörung des brasilianischen Regenwalds wird somit auch durch sie noch beschleunigt…“

Also, wenn Euch die Zukunft unseres Planeten wirklich am Herzen liegt, dann lasst die Finger vom Tofu und rettet

so die letzten Regenwälder unserer Erde.

(gelesen in einer spanischen Strandpostille)

4


...es geht in den Ruhestand...

Wir über uns ! Wir über uns !

Ein „alter“ Blau Kreuzler geht in

den „Ruhestand“

Es steht schon in der Bibel. „Alles hat seine Zeit“.

Das gilt mit Sicherheit auch für mich. Damit

meine ich das Anfangen hat seine Zeit gehabt,

aber jetzt ist für mich die Zeit gekommen

aufzuhören!

Es begann alles 1985. Nach meiner Entgiftung in

einer Fachklinik und anschließender Therapie (12

Wo.) in Wolfsburg. Damals sagten mir Menschen

vom BKE: Du kannst es schaffen, Deine Sucht zu

besiegen und trocken zu bleiben, wenn Du auf

dem richtigen Weg bleibst. Zu der Zeit wusste ich

eigentlich gar nicht, was sie mit dem „richtigen

Weg“ meinten. Heute weiß ich natürlich, wie es

gemeint war. Rückblickend für mich, kann ich

heute sagen, ich bin auf dem richtigen Weg

geblieben. Ich vergleiche es immer mit dem alten

Märchen vom „Rotkäppchen“. Im Gegenteil zum

Rotkäppchen, habe ich es geschafft, trotz aller

Anfechtungen und Versuchungen auf den

richtigen, meinem „neuen Lebensweg“ zu bleiben.

Mein Glaube und ganz viele Menschen haben mir

dabei geholfen. Weil das alles so war und es mir

dabei gut ging, habe ich mir damals

vorgenommen, zu versuchen, Menschen, die von

ihrer Sucht loskommen wollen, auch zu helfen!

Wenn ich im September aussteige aus der

„aktiven“ ehrenamtlichen Arbeit, tue ich es mit

einer inneren Zufriedenheit und Dankbarkeit. An

dieser Stelle möchte ich Danke sagen. Als erstes

an meine Frau, die meine Arbeit im BKE immer

unterstützt und befürwortet hat. Meiner Familie,

die in guten, wie auch in nicht so guten Zeiten zu

mir stand. Meinem Arzt – den Therapeuten in

meiner Ausbildung zum Gruppenleiter bzw.

ehrenamtlichen Suchtkrankenhelfern -

verschiedenen Seminaren usw. Ich danke allen

Gruppenleitern aus der Region SE/NMS, Trittau

und Quickborn, dem BKE-Landesvorstand SH

mit seinem Geschäftsführer Herrn Staben und

Frau Kühnert, der Bundesvorsitzenden, allen

Blau-Kreuzlern – Freunden und Wegbegleitern.

Stationen in diesen Jahren waren u.a.:

17 Jahre Gruppenleiter in Wahlstedt

3 Jahre 1. stellvertretender Bundesvorsitzender

9 Jahre BKE-Landesvorstand SH für die Region

SE/NMS.

Segeberg - Neumünster

Für vieles hat man sich auch bei mir bedankt. Die

Gruppe Wahlstedt hat mich zum Ehrenvors. ernannt.

Die Diakonie hat mir und meiner Frau das Silberne

Kronenkreuz verliehen. Und für mich persönlich als

Krönung meiner Arbeit im BKE wurde mir auf der

Adventsfeier 2005 in Rendsburg die BKE-

Verdienstnadel verliehen. Abschließend möchte ich

sagen, für mich waren es 22 gute und sinnvolle Jahre.

Auch wenn ich irgendwie „Abschied“ nehme, werde

ich weiterhin dem BKE treu bleiben und die Arbeit mit

Interesse verfolgen.

Dem gesamten BKE wünsche ich in der Gegenwart und

für die zukünftige Arbeit und neuen Aufgaben – das

richtige Augenmaß, die nötige Kraft und Ausdauer –

aber auch Freude an der ehrenamtlichen Arbeit mit

suchtkranken Menschen und ihren Angehörigen.

(Manfred Wegner)

Anmerkung der Redaktion:

Lieber Manfred!

Wir hoffen, das Du uns auch weiterhin, trotz Deines

„Ruhestandes“, mit tollen Artikeln „versorgst“! Wir

konnten in jeder Ausgabe seit Erscheinen des BKE-

Journals mit einem Artikel von Dir rechnen, worüber

wir uns sehr gefreut haben und uns an dieser Stelle für

bedanken wollen – Danke Manfred! Aber auch aus der

Sicht eines „Ruheständlers im BKE“, gibt es bestimmt

etwas zu berichten und wir freuen uns weiterhin auf

Artikel von Dir für unser BKE-Journal. Dir lieber

Manfred, wünschen wir alles Gute für Deinen weiteren

Lebensweg!

Britta Peter Manfred

5


Ein Verein stellt sich vor...

Kiel

Vorstellung der Suchtkrankenberatung

Pries-Friedrichsort e.V.

Der Verein Suchtkrankenberatung Pries-Friedrichsort besteht

seit Januar 1985.

Er trägt sich durch Mitgliederbeiträge und Spenden; ist

als gemeinnützig anerkannt; völlig unabhängig und weder

konfessionell noch in anderer Hinsicht gebunden.

Die BeraterInnen sind ausgebildete Suchtkrankenhelfer, die das

Krankheitsgeschehen am eigenen Leibe erfahren, es gemeistert

haben und sich in Selbsthilfegruppen engagieren.

Diese Suchtkrankenhelfer informieren über Suchtgefahren allgemein,

über die Folgen, sie zeigen Wege und Behandlungsmöglichkeiten auf.

Sie sind behilflich bei der Betreuung durch den Hausarzt und bei

Konfliktlösungen und sie verweisen auf die Selbsthilfegruppen.

Selbstverständlich werden auch die Angehörigen beraten und

unterstützt.

Die Beratungen umfassen nicht nur Alkohol, sondern auch andere

Süchte, wie Medikamente, Ess-Störungen, Spielsucht und

Alltagssüchte.

Alle Beratungen sind kostenfrei, anonym und werden

nicht aufgezeichnet.

Seit einiger Zeit bietet die Suchtkrankenberatung

Pries-Friedrichsort e.V.

eine fach- und sachgerechte Begleitung zur Wiederlangung der

entzogenen Fahrerlaubnis an.

Das Team der Suchtkontaktstelle

v.l. Wolfgang Krause, Otto Gripp,Erna Koch

An der Schanze 38 in 24159 Kiel

Tel.: 0431-395354

Öffnungszeiten:

Mo-Fr: 15.00 – 17.00 Uhr

Außerhalb der Sprechstunden erfahren Sie die Telefonnummern von Beratern, die trotzdem für Sie da

sind.

6


25 Jahre in Wilster

Wir über uns ! Wir über uns !

Ditmarschen

Gemeindebrief der ev.-luth. Kirchengemeinde

Wilster Nr. 78 Juni bis September 2007

25 Jahre Blaues Kreuz in Wilster

Selbsthilfegruppe feiert mit Bischof Dr.

Knuth

In festlichem Rahmen wird die Gruppe

Wilster des Blauen Kreuzes in der Ev.

Kirche am 17. November 2007 ihr

25jähriges Bestehen feiern. Eingeladen

werden zu diesem Ereignis schon jetzt

neben der Gemeinde, Delegierten aus

befreundeten Gruppen und Verbänden

auch Vertreter aus Kirche und Politik. Der

Festgottesdienst, bei dem der Schirmherr

des BKE, Bischof Dr. Knuth, predigen

wird, bietet allen Interessierten

Gelegenheit, ihre Verbundenheit mit dem

Blauen Kreuz in der evangelischen Kirche

(BKE) zu erleben und vielleicht auch zu

zeigen.

Viele Menschen in der Wilstermarsch

haben durch aktive Mitarbeit im BKE ihr

Leben zum Guten verändert. Und wenn

man sie fragt, was es denn sei, was sie so

positiv beeinflusst habe, fällt es manchem

anfangs schwer, etwas darauf zu sagen.

Schließlich ist Veränderung ein Prozess

der manchmal recht lange dauern kann, so

dass der Betroffene ihn oft weniger

wahrnimmt als die Menschen, die

tagtäglich mit ihm zu tun haben.

Zum Blauen Kreuz kommen hauptsächlich

Menschen, die Probleme mit süchtigem

Verhalten haben, meist mit dem Alkohol.

Sie nehmen die Beratung des Blauen

Kreuzes in Anspruch und machen sich an

einem Montag oder Mittwoch auf den Weg

zum Pastorat oder ins Gemeindehaus, wo

ein kompetenter,

verständnisvoller Mensch sitzt, der mögliche

Schritte vorschlägt.

Herbert Schulz

1982 entschied Herbert Schulz, dass er eine

Gruppe in seinem Wohnort gründen wollte. Ihm

ging es wie vielen, die von ihrer Sucht los

gekommen sind: Die Erfahrungen, die sie dann

nüchtern und mit ganz neuer Lebenssicht machen,

möchten sie gerne anderen Menschen, die noch

Not leiden, vermitteln. Ziemlich schnell hatte sich

eine stabile Gruppe gebildet.

Mehr und mehr entdeckten Blaues Kreuz und

Kirchengemeinde, das sie zusammen gehören. So

hat Pastorin Möller-Göttsche 1987 in ihrer Predigt

zum 5. Jahrestag der Gründung des Ortsvereins

bereits festgestellt, dass das BKE mit seiner

segensreichen Arbeit aus der Gemeinde nicht mehr

wegzudenken sei.

Beratung:

Montags, 19:00 Uhr Gemeindehaus und 1. und 3. Mittwoch

im Monat im Pastorat am Markt,

Gruppentreffen: Montags, 20:00 Uhr

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Neue Gruppe im BKE

Region Nord

über uns !

Wir über uns ! Wir

Aufnahme der Gruppe Mildstedt in das BKE

Rede von Bruno Hahn:

Anlass: Aufnahme der Gruppe Mildstedt am 16.04.07 in

das BKE

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde,

seien Sie uns herzlich willkommen.

Besonders begrüßen möchte ich Herrn Bürgermeister Klaus

Hinrichs, den Landesvorsitzenden des Blauen Kreuzes in

der Ev. Kirche Herrn Hans-Jochen Steinfeld, den

Schatzmeister des Landesverbandes Herrn Manfred Ritter,

Herr Peter Staben, der uns mit auf den Weg geholfen hat,

den Regionalsprecher Herrn Otto Saß mit Frau, Frau

Johanna Christiansen und Herrn Dieter Peltis, Leiter der

Beratungsstelle der Diakonie Husum.

Hans-Jochen Steinfeld und Bruno Hahn

Dieser heutige Abend möge für uns eine

Befreiung sein. Wir sind neu angetreten um Dinge

hinter uns zu lassen, die wir nicht mehr

verstanden haben. Aber auch für unsere

Mitmenschen die suchtkrank sind, denen wir

weiterhin eine Anlaufstelle anbieten wollen.

Die Aufnahme in das Blaue Kreuz in der Ev.

Kirche, soll uns die Kraft geben, jeden Menschen,

der mit sich nicht mehr zurecht kommt und

deswegen zu Suchtmitteln greift, beiseite zu

stehen. Ihn aus seiner schmutzig, grauen, dunklen

Welt wieder hinaus führen zu können, in das helle

freundliche Licht.

Das Licht der Sonne ist nun mal die Wonne der

Menschheit.

Gewiss, wir leben alle meist vom geborgten Licht.

Aber wir können es mit viel guten Willen

umwandeln in unser Eigenes.

Der Herr sagt ja auch „Lasst euer Licht

leuchten...“

Licht birgt immer die Hoffnung in sich.

Wir wünschen jedem von Suchtmitteln

abhängigen Menschen, dass er sich in der

Dunkelheit nicht ängstigt, oder dass er sich sogar

bedroht fühlt. Schon das kleinste Licht soll ihm

die Kraft geben den richtigen Weg zu finden.

Wir wollen mit Gottes Hilfe versuchen ihm das zu

geben,

Wir freuen uns, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben

und auch, dass Elke und Peter Frauenlob mit uns den neuen

Weg gehen.

Peter Staben, Bruno Hahn, Jochen Steinfeld, Manfred Ritter

Gruppe Mildstedt

was für ein Leben wichtig ist, Wärme,

Geborgenheit und Liebe, Freiheit und Licht und

das Vertrauen zu ihm und uns selbst.

Wenn wir nach diesem Motto unsere Arbeit in der

Zukunft gestalten könne, wollen wir dankbar sein.

Ich darf nun das Wort an einen lieben Freund

weitergeben, bitte Hans-Jochen!

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Neue Gruppe im BKE

Wir über uns ! Wir über uns !

Region Nord

Suchthilfe der Kirche gründet Ortsgruppe

Husumer Nachrichten vom 7. April 2007

„Blaues Kreuz“ bald in Mildstedt aktiv

Suchthilfe der Kirche gründet Ortsgruppe

Mildstedt – Seit über 100 Jahren gibt es die

Suchthilfe-Organisation „Blaues Kreuz“!. In

Nordfriesland sind zwei Ortsgruppen aktiv, in

Hattstedt und Husum. Am Montag (16.) wird eine

dritte Gruppe hinzukommen. In Mildstedt findet die

Aufnahme der Suchtselbsthilfegruppe in das „Blaue

Kreuz“ der Evangelischen Kirche statt. Die Gruppe

umfasst gegenwärtig 19 Personen und trifft sich

jeweils montags um 19.30 Uhr im Sebastianshaus.

Das „Blaue Kreuz“ in der Evangelischen Kirche (BKE)

ist eine Organisation der Suchtkrankenhilfe. Es ist

geprägt durch das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Das

BKE lebt durch die ehrenamtliche Mitarbeit der

suchtkranken Frauen und Männer und deren

Angehörigen. Basis der Blaukreuzarbeit ist die

Gruppengemeinschaft Betroffener vor Ort. Gearbeitet

wird an der Lösung von Problemen, die sich aus dem

Missbrauch von Alkohol und anderen Suchtmitteln

ergeben. Unterstützt werden die Blaukreuzler von

hauptamtlichen Mitarbeitern. Das BKE garantiert die

notwendige Praxisbegleitung sowie die Aus- und

Fortbildung. Wesentlicher Leitgedanke ist die Hilfe zur

Selbsthilfe.

Das „Blaue Kreuz“ wurde 1877 in Genf in der Schweiz

gegründet. Die Vereinsvorsitzenden waren damals oft

engagierte Gemeindepastoren. Nach einer fast

vollständigen Zerschlagung der Organisation in Folge

der beiden Kriege, hat sich seit Mitte der 1960er Jahre

bundes- und landesweit das „Blaue Kreuz“ in der ev.

Kirche neu organisiert. Zunächst entstand 1963 die

erste Landessatzung für den Kirchlichen Verband des

Blauen Kreuzes für Schleswig-Holstein. 1966 folgte die

Umbenennung in BKE.

9


Videoabend...

Rendsburg

Wir über uns !

Wir über uns !

Blaues Kreuz Rendsburg, Montagsgruppe

Presseartikel über Videoabend am

16. Februar 2007

Am 16. Februar 2007 fand in der

Heinrich-de-Haan-Schule in Rendsburg

zum wiederholten Mal ein Videoabend der

Montagsgruppe des Blauen Kreuzes statt,

an dem Betroffene und in Teilen auch

deren Angehörige teilnahmen.

Es wurden Filme gezeigt, die sich mit den

Themen

- Einsamkeit in der Abhängigkeit,

- Ver- und

Entsorgungsschwierigkeiten des

Trinkers,

- Therapie auch für ältere Abhängige

sowie

- Alkohol im Straßenverkehr

befassten.

Eingebettet in die verschiedenen

suchtbezogenen Filme fand ein

gemeinsames Abendessen in der Küche

der Schule ein. Dort wartete dank der tollen

Vorbereitung unserer Hannelore ein reich

gedeckter Tisch mit Schinkenbrot und

weiteren kleinen Gaumenschmeichlern

regen Zuspruch.

Zum Ende des Abends waren sich alle

Anwesenden erneut einig, mit wenig

Aufwand eine schöne Veranstaltung auf

die Beine gestellt zu haben.

i.A. der Gruppe:

A.Kerber

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SuchtWoche 2007

Wir über uns ! Wir über uns !

Region Nord

Tag der offenen Tür bei der BKE-Gruppe Husum am 18.06.2007

“Tag der offenen Tür”

Am 06.04.07 wurde an unserem Gruppenabend

beschlossen, dass wir uns an der Bundesweiten

Suchtwoche im Juni 2007 beteiligten wollten. Die große

Frage war nur wie? Nach eingehender Diskussion

entschlossen wir uns für einen Tag der offenen Tür. Dieser

sollte in unseren Räumen in der Schobüller Strasse 10, in

Husum stattfinden. Nun ging es los mit der Planung und

Organisation. Schnell erklärte sich Otto bereit für die

Werbung und Werbematerial zu sorgen, sowie die

Bekanntgabe im Internet. Christel und Rüdiger

übernahmen den Part für die Beschaffung von Getränken

und Keksen. Andere Mitglieder wollten dann für die

Verteilung der Flyer sorgen. Ebenfalls stellten sich einige

Mitglieder zur Verfügung, die die Vorbereitung der Räume

am 18.06.07 übernehmen wollten.

Aber eine Frage stand noch offen! Wie viele Besucher

würden wohl kommen?

Die Mutmaßungen variierten von 0 bis ca. 15 Personen.

Also wollten wir uns überraschen lassen. Nach getaner

Vorbereitung war es dann soweit, der “18.06.2007” war da.

Alle anwesenden Beteiligten waren nun gespannt was

geschehen würde. Nach ca. einer halben Stunde kamen

die ersten Besucher, ein Ehepaar mit Kind. Diese wurden

herzlich begrüßt. Ihnen wurde erklärt, was wir machen und

was unser Ziele in der Selbsthilfegruppe sind. Sie waren

sehr interessiert und nahmen auch reichlich von dem

ausgelegten Infomaterial mit.

Die Zeit verging und es war nun schon fast 20:00 Uhr.

Etwas Enttäuschung kam auf. War die ganze Arbeit

umsonst?

Mittlerweile waren auch die restlichen

Gruppenmitglieder anwesend. Wir entschlossen

uns den Abend als Gruppenabend zu nutzen.

Doch auf einmal waren zwei neue Gäste

aufgetaucht. Nach einem Gespräch mit Ihnen

stellte sich heraus, dass die beiden Gäste selbst

Betroffene waren. Sie wollten sich einmal eine

Selbsthilfegruppe anschauen, um sich eventuell

dieser anzuschließen. Gesagt, getan, sie nahmen

also an unseren Gruppenabend teil.

Am Ende des Abends gegen 22.00 Uhr

verabschiedeten sich die beiden Gäste. Sie

waren doch sehr angetan über den Verlauf des

Abends und sagten ihr erscheinen für den

nächsten Gruppenabend zu. Ergebnis des

Abends war:

Es waren “nur” 5 Gäste erschienen, aber zwei

Betroffene konnten wir erreichen um Ihnen einen

Weg nach unserem Motto zu eröffnen

“Nicht einsam, gemeinsam”.

Hans-J.Breyer

11


...wir gehen raus...

Heide

Wir über uns ! Wir über

uns !

...auf dem Böttgerrondell am Markt in

Heide/Dithmarschen...

Suchtwoche 2007

Wir gehen raus

am 16. Juni 2007 von 09.00 bis 14.00 Uhr

auf dem Böttgerrondell am Markt in

Heide/Dithmarschen

Der treueste Begleiter an diesem Tag war der Regen.

Die Vorbereitung hat riesigen Spaß gemacht, wir haben

250 Plakate aufgehängt und 350 Flyer verteilt.

Dem Kreis Dithmarschen und der Stadt Heide,

insbesondere Frau Springer (Marktmeisterin) und Frau

Lorenzen danke ich für die Unterstützung.

Herr Clausen vom Kreis für das Verteilen und Aufhängen

der Plakat in den Einrichtungen des Kreises(Schulen,

Verwaltungen usw.)

Plakate waren zu sehen in Supermärkten, Touristik- und

Verkehrsvereinen, Apotheken, im Krankenhaus,

Copyshops, Ärzten, Stadtverwaltungen, Gemeindehäusern

und all der Schaukästen.

Die schreibende Presse hat nach anfänglichem Zögern auch

mitgemacht. Es waren 4 direkte Artikel bei uns in der

lokalen Presse und

3 überregionale über die Suchtwoche.

Im Offenem Kanal, Radio Westküste zu hören in

Eiderstedt, Heide und Meldorf und Itzehoe hatten wir die

Möglichkeit ca. 8 Minuten über die Suchtwoche

und das Blaue Kreuz in der evangelischen Kirche zu

sprechen.

Der Tag selbst war wie schon erwähnt nur

verregnet, unsere „Rauschbrille“ kam nur wenig

zum Einsatz. Die Rockband „Vivid Chillout“ zog

trotzdem die Menschen an, wir führten

Gespräche, Mitbetroffenen ( Frau , Mann , Vater,

Mutter ) kamen auf uns zu.

Alle die zugesagt haben waren auch dabei und

noch einige mehr. Jürgen Peters, Thorsten

Adomeit , Ilona, Lothar Mohr, besonders Werner

Schiemann

und Sönke Tams. Lando Horn auch für die

Vorbereitungsarbeiten und Unterstützung meinen

Dank.

Meine Freunde von der Selbsthilfegruppe „Sucht“

im Westküstenklinikum Heide - Maren, Sven,

Elke, Kai und Wolfgang. Annika Thomsen von

der

Initiative „Fasworld“. Andrea Jansen aus

Wilhelmshaven für die Webseite, und natürlich

„meiner“ Rockband „Vivid Chillout“ , alles in

allem hat es

doch Spaß gemacht.

Die Rückmeldung waren fast nur positiv, viele

Menschen sprechen uns erst jetzt an. Kontakt zu

Jugendzentren, Jugendaufbauwerk und Andere.

Peter Tede vom Heider Anzeiger kam nach der

Veranstaltung und sagte/fragte: Wann machst Ihr

die nächste Veranstaltung, ich veröffentliche Euch

alles.

Wir machen weiter, hoffen auf noch mehr

Unterstützung und Initiativen, getreu unserem

Motto „ nicht einsam-gemeinsam „ !

Kurt Deist – Blau Kreuzler im Trägerverein

Dithmarschen

12


Zum 6x fand in diesem Jahr das Grillfest der

Region Nord statt. Wieder hatten wir einen

wunderschönen Sommertag, an dem sich

Jung und Alt in Kappeln an der Schlei zum

gemeinsamen Grillen und Spielen mit viel

Spaß und Fröhlichkeit traf. Bei einer

spontanen Umfrage zum Fest und zum

Essen wurden lustige Eindrücke gesammelt:

Super alles gefällt uns so wie´s ist total

lecker hab´ das Brot gebacken, sollte

Bäcker werden vielen Dank für die

Organisation wuff, wuff (Hund) gefällt

uns alles sehr gut einfach nur geil gut

wie jedes Jahr bin noch nicht satt !

macht Spaß wegen Preisen + Spiel lecker

bombastisch angenehm überrascht

toller Platz, lecker Essen, nette Atmosphäre,

schönes Beiprogramm Wetter passt satt

geworden Resonanz ist super viel Spaß

Mühe hat sich gelohnt riesiges

Dankeschön einfach fantastisch

Hoffnung an das BKE voll erfüllt viele neue

Gesichter grandios Note 1+ so einen

schönen Nachmittag hätte ich nicht erlebt,

wenn ich nicht süchtig geworden wäre!

Und unser Otto hat seinen Traum erreicht:

Die Teilnehmerzahl in diesem Jahr überstieg

erstmalig die 100 !

6. Grillfest der Region Nord in Kappeln an der Schlei !


Konfetti-Bastelbogen

Gegen die Langeweile im Allgemeinen (...auch für „Ruheständler“...):

Konfetti entlang der gestrichelten Linie ausschneiden,

beidseitig bemalen oder mit Buntpapier bekleben und Stimmung machen.


Kleine Schmunzeleien

Wir über uns ! Wir über uns !

.......noch sind keine „Meckereien“

Herberts Meckerecke

von Euch eingegangen.......

Super omnia USA

Dies ist ein realer Funkspruch, der zwischen Galiziern und

Amerikanern stattgefunden hat –

aufgenommen von der Frequenz des Spanischen Maritimen

Notrufs, Kanal 106, an der galizischen Küste „Costa de

Finisterra“ – am 16. Oktober 1997. Erst im März 2005

wurde er von den spanischen Militärbehörden zur

Veröffentlichung freigegeben.

Galizier:

(Geräusch im Hintergrund)… Hier spricht A 853 zu ihnen, bitte

ändern Sie ihren Kurs um 15 Grad nach Süden um eine Kollision

zu vermeiden … Sie fahren direkt auf uns zu, Entfernung 25

nautische Meilen…

Amerikaner:

(Geräusch im Hintergrund)…Wir raten ihnen, ihren Kurs um 15

Grad nach Norden zu ändern um eine Kollision zu vermeiden.

Galizier:

Negative Antwort. Wir wiederholen: Ändern sie ihren Kurs um

15 Grad nach Süden um eine Kollision zu vermeiden.

Amerikaner:

(eine andere amerikanische Stimme)

Hier spricht der Kapitän eines Schiffes der Marine der

Vereinigten Staaten von Amerika zu ihnen. Wir beharren darauf:

Ändern sie sofort ihren Kurs um 15 Grad nach Norden, um eine

Kollision zu vermeiden.

Galizier:

Dies sehen wir weder als machbar noch erforderlich an, wir

empfehlen ihnen ihren Kurs um 15 Grad nach Süden zu ändern

um eine Kollision zu vermeiden.

Amerikaner:

(stark erregter befehlerischer Ton)

Hier spricht der Kapitän Richard James Howard, Kommandant

des Flugzeugträgers „USS Lincoln“ von der Marine der

Vereinigten Staaten von Amerika, das zweitgrösste Kriegsschiff

der nordamerikanischen Flotte. Uns geleiten zwei Panzerkreuzer,

sechs Zerstörer, fünf Kreuzer, vier U-Boote und mehrere Schiffe,

die uns jederzeit unterstützen können. Wir sind in Kursrichtung

Persischer Golf, um dort ein Militärmanöver vorzubereiten und

im Hinblick auf eine Offensive des Irak auch durchzuführen.

Ich rate ihnen nicht … ich befehle ihnen ihren Kurs um 15 Grad

nach Norden zu ändern!!!!!!!!!

Sollten sie sich nicht daran halten so sehen wir uns gezwungen

die Schritte einzuleiten, die notwendig sind um die Sicherheit

dieses Flugzeugträgers und auch die dieser

militärischen Streitmacht zu garantieren. Sie sind Mitglied eines

alliierten Staates, Mitglied der Nato und somit dieser

militärischen Streitmacht …..

Bitte gehorchen sie unverzüglich und gehen sie uns aus dem

Weg !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Lustiges

Galizier:

Hier spricht Juan Manuel Slas Alcántara. Wir sind zwei

Personen. Uns geleiten unser Hund, unser Essen, zwei Kaffee

und ein Mann von den Kanaren, der gerade schläft. Wir haben

die Unterstützung der Sender Cadena Dial von la Coruna und

Kanal 106 als Maritimer Notruf. Wir fahren nirgendwo hin, da

wir mit ihnen vom Festland aus reden. Wir befinden uns im

Leuchtturm A-853 Finisterra an der Küste von Galizien. Wir

haben keine Scheißahnung welche Stelle wir im Rankung der

spanischen Leuchttürme einnehmen. Und sie können die Schritte

einleiten, die sie für notwendig halten und auf die sie geil sind,

um die Sicherheit ihres Scheiß-Flugzeugträgers zu garantieren,

zumal er gleich an den Küstenfelsen Galiziens zerschellen wird,

aus diesem Grund müssen wir darauf beharren und möchten es

ihnen nochmals ans Herz legen, dass es das Beste, das

Gesündeste und das Klügste für sie und ihre Leute ist, ihren

Kurs um 15 Grad nach Süden zu ändern um eine Kollision zu

vermeiden.

Du bist ein Lügner Charlie Brown.

Ich werde nicht untergehen,

wenn Du ihn rausziehst!

Konfuzius sagt:

Man darf nicht immer nur nehmen.

Man muss auch seinen Mitmenschen mal

die Chance einräumen, zu geben.

17


Steinburg

Netzwerk Führerschein

Pressegespräch am 15.03.07

„Netzwerk Führerschein“ Steinburg in der Weiterentwicklung

Das „Netzwerk Führerschein“ ist vor 4 Jahren durch eine Kooperation mit dem Landesverband des

Blauen Kreuzes i. d. ev. Kirche Landesverband Schleswig-Holstein e.V., dem Verein Jugend und Beruf

e.V. und einer privaten Suchtkrankeneinrichtung entstanden.

Das Projekt mit dem Ziel: Suchtmittel-Abstinenz im Straßenverkehr

arbeitet zum Selbstkostenpreis und strebt eine Vernetzung mit den hauptamtlichen Anlaufstellen an,

sofern diese noch nicht besteht.

Die sehr gute Zusammenarbeit mit den Beratungsstellen, Verkehrsämtern, Fahrschulen, Polizei,

Rechtsanwälten, ARGE, Gesundheitsämtern, Verkehrspsychologen und den Ortsgruppen des Blauen

Kreuzes, mit ihren verschiedenen Schwerpunkten (Sucht, Arbeit, soziale Bereiche, Familie usw.),

machen es möglich, das Konzept „Netzwerk Führerschein“ auf Grund von bisher gemachten

Erfahrungen zu verbessern und zu ergänzen.

Die bereits 11 durchgeführten Seminare mit 115 Personen, sowie 4 Kleingruppen für Migranten (2-4

Personen) wurden zweisprachig -deutsch/russisch, erfolgreich durchgeführt.

Das 12. Seminar (für Menschen auf dem Weg zur MPU) ist im Mai geplant (hat inzwischen mit 8

Teilnehmenden stattgefunden.)

Die Anzahl der Seminarteilnehmer ist begrenzt. Es sind noch einige wenige Plätze frei.

Für Fragen und Anmeldung steht Frau Dr. Helene Gall (Referentin) unter 04823 / 9228 -0 zur

Verfügung.

Das Angebot richtet sich an:

A. Teilnehmer/Innen mit Führerscheinverlust wg. Rauschmittel im Straßenverkehr

(Suchtgefährdete, Suchtkranke, psychisch Beeinträchtigte)

B. Präventionsgruppe

(Erstteilnehmer/Innen, TN mit Defiziten in der Elementarbildung, Jugendliche)

C. Besondere Zielgruppe

(Aussiedler/Innen Ausländer; geringes bzw. defizitäres Sozial- und

Sicherheitsverhalten)

Die erste Erweiterung des Projektes über die Grenzen des Kreises Steinburg hinaus war sehr

erfolgreich.

Die Beratungsstelle des Diakonischen Werkes Dithmarschen in Meldorf mit ihren Mitarbeitern der

Suchtberatungsstelle Uta Kühl und Volkert Wiemann haben sich dem Netzwerk angeschlossen.

In Dithmarschen wurden schon zwei Seminare sehr erfolgreich durchgeführt.

Durch Reflexion des Projektes „Netzwerk Führerschein“ mit der Landesstelle für Suchtfragen

Schleswig-Holstein (LSSH), mit seinem Geschäftsführer Bernd Heinemann Kiel, verdeutlichte die

Notwendigkeit, das Projekt landesweit vorzustellen.

18


Netzwerk Führerschein

Steinburg

Das Kooperationsteam von Netzwek Führerschein v. l.

Dr. Helene Gall, stellvertretende Projektleiterin und Referentin Verein Jugend und Beruf, Wilster

Uta Kühl, Leiterin Diakonische Suchtberatungsstelle, Meldorf

Gerhard Jens, Vorsitzender. Verein Jugend und Beruf, Wilster

Volkert Wiemann, Suchtberater Diakonische Suchtberatungsstelle, Meldorf

Peter Staben, Landesgeschäftsführer, BKE

Herbert Schulz, Projektleiter Netzwerk Führerschein BKE

Der Landesehrenvorsitzende des Blauen Kreuzes und Projektleiter von Netzwerk Führerschein Herbert

Schulz und seine Kooperationspartner vereinbarten eine Fachtagung auszurichten.

Arbeitstitel: Vorfahrt für Unabhängigkeit Suchtmittelkonsum und Fahrerlaubnis

Die LSSH in Kiel, das Blaue Kreuz, Verein Jugend und Beruf e.V. und das

Diakonisches Werk Dithmarschen entwickelten gemeinsam das Konzept der Fachtagung.

Es ist gelungen wichtige Fachleute für die Tagung zu gewinnen:

- Bund g. d. Alkohol im Straßenverkehr e.V.

- Die Landespolizei, Fachbereich Drogen im Straßenverkehr

- Verkehrsbehörde ( Fahrerlaubnis weg – was nun?)

- Verkehrspsychologin (MPU)

Die Erwartungen mit 116 teilnehmenden Fachleuten aus Beratungsstellen, Behörden, Vereinen und

Firmen an der Tagung in Rendsburg wurden bei weitem übertroffen.

Fazit und Ausblick der Fachtagung:

Die Fachleute zwischen Hamburg und Flensburg sind sich dahingehend einig, dass das Konzept „Netzwerk

Führerschein“ dringend einer starken Erweiterung der Kooperation bedarf und landesweit Einzug halten

sollte. Ein Mitwirken der Teilnehmer in ihrer Region wurde bereits zugesagt.

Die ersten Kontakte wurden bereits auf der Fachtagung geknüpft. Es ist davon auszugehen, dass in der

Kürze eine Zusatzausbildung einiger, ehrenamtlicher Suchtkrankhelfer des Blauen Kreuzes beginnt.

Interessenbekundungen aus Steinburg, Dithmarschen, Ostholstein, Kiel und Lauenburg liegen vor.

Ziel der Kooperationspartner ist eine Vernetzung in ganz Nordelbien.

Es sind bei der Vernetzung noch finanzielle Lücken zu schließen.

Finanzielle Unterstützung auch in Form von Spenden bringen das Projekt schneller voran.

Spendenkonto:

EDG Kiel

Konto Nr.: 313980

BLZ: 21060237

„Netzwerk Führerschein

Bei einer Spende ab 100 Euro stellen wir gerne eine Spendenbescheinigung aus.

Zuweisungen von Bußgeldern werden nach Vorgabe abgewickelt.

19


Interview mit Lando Horn

Region Nord

über uns !

Wir über uns ! Wir

Interview mit unserem 1. stellvertretenden

Landesvorsitzenden vom BKE, Lando Horn:

Auf dem Grillfest der Region Nord am 5. August 2007 hatte ich

die Gelegenheit, mit Lando Horn ein Interview zu führen. Seit

seiner Wahl am 9.9.06 bei der letzten

Landesdelegiertenversammlung in Preetz nimmt Lando Horn die

Aufgaben des 1. stellvertretenden Landesvorsitzenden im BKE

wahr.

BKE-Journal:

Wie bist Du auf die Idee gekommen, 1. stellvertretender

Vorsitzender vom Landesverband des BKE zu werden?

Lando Horn:

Otto Gripp, der damalige 1. stellvertretende Vorsitzende des

BKE hat mich vorgeschlagen. Wir hatten ein Treffen bezüglich

der Jugendarbeit vom Bundesverband (Thema: „Brücken

bauen“, etc,). Auf diesem Treffen hat Otto mich auf Grund

meiner dortigen Mitarbeit und Meinungsäußerungen

angesprochen, ob ich sein Nachfolger werden möchte.

BKE-Journal:

Welche Schwerpunkte setzt Du in Deiner Arbeit?

Lando Horn:

Zu allererst möchte ich die Jugendarbeit erwähnen. Und ich

möchte gerne die Mitglieder in den Gruppen des BKE und den

Landesvorstand näher zusammenbringen. Die Kommunikation

zwischen den Gruppen und dem Landesvorstand könnte besser

werden und hier möchte ich gerne ansetzen und die Gruppen und

den Vorstand einander näher bringen.

BKE-Journal:

Fehlt Dir Deine Gruppe bzw. die Gruppenarbeit?

Lando Horn:

Nein, denn ich habe noch meine eigene Gruppe und bin dort

auch noch Gruppenleiter.

BKE-Journal:

Wie lange bist Du eigentlich schon im BKE?

Lando Horn:

Ich bin bereits seit über 15 Jahren im BKE.

BKE-Journal:

Was wünscht du dem BKE für die Zukunft – im

Hinblick auch darauf hin, das jetzt viele Posten im

Landesvorstand neu besetzt werden?

Lando Horn:

Für das BKE würde ich mir wünschen, das alte

Strukturen aufgeweicht werden und wir wieder

einander näher kommen. Was ich manchmal vermisse,

ist die Toleranz zwischen „alten“ BKE´lern und

„neuen“ BKE´lern. Ich erlebe viele BlaukreuzlerInnen,

die zu Recht stolz auf ihre lange Mitgliedschaft im

BKE sind, aber die Offenheit und die Wertschätzung

gegenüber den „neuen“ BlaukreuzlerInnen fehlt

meines Erachtens nach ein bisschen. Mich hat der

Satz: „Nehmet einander an, wie wir angenommen

worden sind“ immer sehr bewegt und es ist egal, wie

lange jeder von uns im BKE ist. Ich wünsche mir mehr

Miteinander nach unserem Motto im BKE:

NICHT EINSAM – GEMEINSAM !

BKE-Journal:

Vielen Dank lieber Lando und wir wünschen Dir für

Deinem weiteren Weg im BKE viel Erfolg, Glück und

Freude!

Dies ist das zweite Interview in unserer Interview-

Reihe „Menschen bei uns im BKE“

(erstes Interview in der Ausgabe1/2007 BKE-Journal

mit unserem Schirmherrn Bischof Dr. H.C. Knuth) und

wurde von unserem Redaktionsmitglied des BKE-

Journals Britta Berngruber geführt.


30 Jahre....

Wir über uns ! Wir über uns !

Kiel

30 Jahre Blaues Kreuz in der evangelischen Kirche

in Kiel-Pries / Friedrichsort

30 Jahre Blaues Kreuz in der evangelischen Kirche in

Kiel-Pries / Friedrichsort

Am 19.05.2007 feierten die beiden Friedrichsorter Gruppen

das 30-jährige Bestehen in Kiel-Pries / Friedrichsort. Etwa

55 BlaukreuzlerInnen aus den befreundeten Kieler Gruppen

waren der Einladung gefolgt. Der Festtag begann mit einem

Gottesdienst in der Prieser Kirche „Zum guten Hirten“.

Pastor Landa hatte für seine Predigt das Motto

„Gemeinsam, nicht einsam“ gewählt. Statt von der sonst

üblichen Orgelmusik wurden die Lieder mit Querflöte

(Christiane Etzold) und Gitarre (Pastor Landa) begleitet.

Marlies Rievers und Heidemarie Pfeifer lasen Texte vor,

die sehr gut zum Blauen Kreuz passten.

Uwe Boska schilderte in kurzen Worten, was in

den 30 Jahren des Bestehens passiert ist. Zum

Schluss dankte er dem Kirchenvorstand für die

immer noch mietfreie Nutzung der Räume im

Pastor-Lensch-Haus. Er dankte den Mitgliedern

der beiden Gruppen für die tatkräftige Mitarbeit

bei der Gestaltung des Festes und den Gästen für

ihr Kommen.

Höhepunkt des Gottesdienstes war die Verleihung der

Kronenkreuze der Diakonie an Mitglieder der beiden

Friedrichsorter Gruppen. Erna Koch und Ronald Saß

übergaben in Vertretung des Landesverbandes die

Auszeichnungen an Marlies Rievers (Gold), Marlies und

Werner Taxwedel (Silber) und Uwe Boska (Silber).

Nach dem Gottesdienst versammelten sich alle Gäste im

Pastor-Lensch-Haus, wo sich jeder am Kalten Büfett

stärken konnte. Danach bedankte sich Uwe Boska bei

Pastor Landa für den sehr schönen Gottesdienst. Er

begrüßte die Gäste, besonders den ehemaligen Pastor,

Herrn Heistermann, den damaligen Leiter der

Beratungsstelle, Peter Rümenapf und den maßgeblichen

Gruppengründer Holger Dörr. Hauptsächlich den Dreien ist

es zu verdanken, dass es das Blaue Kreuz in Kiel-Pries /

Friedrichsort gibt.

Danach wurden einige Grußworte gesprochen.

Ronald Saß überbrachte die Grüße und

Glückwünsche des Landesvorstandes, der

komplett am Bundesseminar in Falkenburg

teilnahm. Pastorin Landa unterstrich die

Bedeutung der Gruppen für das Gemeindeleben.

Deswegen ist es selbstverständlich, dass keine

Miete verlangt wird. Der ehemalige Pastor, Herr

Heistermann, schilderte die Gründung der ersten

Gruppe aus seiner Sicht und Peter Rümenapf

schloss seine Rede mit den Worten :“Macht

weiter so!“

Abschließend bedankte sich Uwe Boska bei allen

Gästen für die zahlreichen Geld- und

Sachgeschenke, sowie für die vielen

Glückwünsche recht herzlich.

Die Gruppen Friedrichsort 1 und Friedrichsort 3

Uwe Boska

21


Region Nord

Abschied...

Abschied:

Landesverband

Landeszeitung shz

05.03.2007

Wer betrunken fährt, hat meist ein Suchtproblem

Nur jede 1000. Fahrt unter Alkohol wird entdeckt

Rendsburg, Die Polizei hat aufgerüstet- die Täter auch: der Flensburger Polizist Hans-Christian Ledderer hat erlebt,

wie Autofahrer mit „Fred-Urin aus der Fotodose“ die Kontrolleure täuschen wollten. Doch dank neuer

Testverfahren entgehen den Beamten heute die wenigsten, die unter Drogeneinfluss am Steuer sitzen. Und das zeigt

Wirkung: „Die Zahlen gehen stetig zurück“.

Hasch, Ecstasy und andere illegale Drogen sind nur ein geringer Teil des Problems: Weit mehr Fahrer sind mit

Alkohol im Blut unterwegs. Zwar müssen sich nur rund 0,2 Prozent der Verkehrsteilnehmer der Medizinisch-

Psychologischen Untersuchung (MPU) dem „Idiotentest“, unterziehen. Gudrun Kienietz, Verkehrspsychologin aus

Heide, schätzt aber, dass nur etwa jede 1000. Trunkenheitsfahrt entdeckt wird. Dennoch ändert sich etwas, stellten

die Teilnehmer einer Tagung zum Thema „Suchtmittelkonsum und Fahrerlaubnis“ in Rendsburg fest: „Niemand

fährt nur einmal zufällig betrunken Auto“, sagte Dr. Helene Gall vom Verein Jugend und Beruf in Wilster (Kreis

Steinburg). Die Polizei stellt das besonders bei den „Punschkontrollen“ in der Adventszeit oder nach Dorffesten

fest: „Wen wir da erwischen, sehen wir nicht zum ersten Mal“, so Ledderer. Bernd Heinemann von der Landesstelle

für Suchtfragen Schleswig-Holstein (LSSH) ergänzte: „Es geht um die allgemeine Einstellung“. Die hat sich

gewandelt: „Heute sagen viele Leute: Ich trinke nicht, ich muss fahren“, erklärte Herbert Schulz von der

Suchthilfeorganisation Blaues Kreuz. „Vor 20 Jahren wären die noch ausgelacht worden.“

Das heißt aber auch: Wer mit zu viel Promille im Blut erwischt wird, hat meist ein echtes Problem- nur glauben das

die Betroffenen nicht. Sie wollen nur schnell den Führerschein wieder haben. Falsch, sagen die Fachleute: „Die Zeit

vor der MPU wird zu wenig genutzt“. Im Kreis Steinburg gibt es dafür das „Netzwerk Führerschein“, ein

Zusammenschluss von Gruppen, die sich mit Sucht beschäftigen. Sie bieten Kurse an für Autofahrer, die den

Führerschein verloren haben und verhaltensauffällige Jugendliche, die ihn gar nicht erst bestehen. Geplant ist, einen

Leitfaden zu entwickeln, den dem sich alle Organisationen im Land halten sollen, die sich mit Sucht und

Straßenverkehr beschäftigen. Jeder, der betrunken in eine Kontrolle gerät, soll so die nötige Hilfe bekommen. Ziel

ist, das Bewusstsein zu verändern: “Null Promille am Steuer sollte für alle gelten“ sagte Schulz.

22


Blau-Kreuz-Gottesdienst

Wir über uns ! Wir über uns !

Flintbek

Gottesdienst im Rahmen der Suchtwoche

Blau-Kreuz-Gottesdienst im Rahmen der

Suchtwoche am 17.06.2007 in der Ev.

Kirchengemeinde in Flintbek

Die Idee, einen Blau-Kreuz-Gottesdienst zu machen,

entstand schon 2006

- einfach so -.

Aber dann hörten wir von der bundesweiten

Suchtwoche und entschlossen uns sofort für den 17.Juni

2007. Nun mussten unsere Pastoren in Flintbek noch

von der Idee begeistert werden, das gestaltete sich aber

völlig problemlos.

Die Worte von Pastor Tretow klingen mir heute noch

im Ohr. „Dann lassen Sie sich mal was einfallen.“ Es

wurde dann noch ein Termin für die Vorbereitung

ausgesprochen und das war’s erstmal.

Zum Glück gab es im Internet genügend Anregungen

und wir standen bei dem Vorbereitungstreffen mit

Pastor Tretow nicht mit leeren Händen dar.

Jeder aus der Frauengruppe und der gemischten Gruppe

brachte Ideen mit, so dass wir schnell den Ablauf des

Gottesdienstes perfekt gestaltet hatten.

Wichtig war auch für Pastor Tretow, dass die Lesung

und das Fürbittgebet von

den Blau-Kreuzlern gesprochen wurde.

So wurde der Gottesdienst nicht nur für uns, sondern

auch mit uns gemacht.

Während der Predigt sollten je ein Mitglied aus der

Frauengruppe und der gemischten Gruppe interviewt

werden.

Der Sonntag rückte immer näher und wir waren alle

sehr nervös. Die Kirche war fast bis auf den letzten

Platz gefüllt, das hat uns doch ganz schön stolz

gemacht. Der Kirchenchor Flintbek und das Barkauer

Kammerorchester brachten die Motette

Jesu meine Freude – von J.S.Bach

untermalt mit Versen aus dem Römerbrief 8 von 1 – 11.

Wir waren alle gerührt.

Es war ein unvergesslicher Gottesdienst, der uns noch

lange in Erinnerung bleiben wird.

Im anschließenden Kirchencafe haben wir noch sehr

intensive Gespräche geführt. Die Gemeindemitglieder

bedankten sich noch für die Offenheit, mit der

wir unsere Problematik dargestellt haben. Vor allen

Dingen, wie offen wir mit unserer Sucht umgehen.

Unterstützung wurde uns auch vom Kirchenvorstand

zugesagt. Hier sei gesagt, dass wir in der Flintbeker

Kirchengemeinde und auch von Pastor Tretow und

Pastor Schade immer Unterstützung erfahren haben.

Wir Blau-Kreuzler sind in diese Gemeinde voll

integriert. Auch deswegen konnten wir im

Gottesdienst alle so frei reden.

Die Idee von Pastor Tretow, auch im nächsten Jahr

wieder zur Suchtwoche einen Gottesdienst für das

Blaue Kreuz i.d. Ev. Kirche zu machen, finden wir

toll.

Und nicht zu vergessen: Die Kollekte aus diesem

Sonntag kommt den Blau-Kreuz-Gruppen in Flintbek

für ihre Arbeit zugute.

Ich danke allen, die an diesem Gottesdienst

mitgewirkt haben, den Pastoren für die Unterstützung,

den Blau-Kreuzlern für ihren Mut, am Gottesdienst

mitzuwirken, dem Küster, Herrn Wischnewski, und

seinen Helfern, dem Kirchenchor Flintbek und dem

Barkauer Kammerorchester.

Elke Brinkmeier

23


...aus dem Konzept der Frauenarbeit...

Kiel

Wir über uns ! Wir über

uns !

Einen Auszug aus dem Konzept der

Frauenarbeit des Blauen Kreuzes i. d.

evangelischen Kirche

Eingereicht durch Karin Marek

Da Sucht bei Frauen gesellschaftlich weniger geduldet

ist und Frauen deshalb ein defensiveres Suchtverhalten

zeigen, wird weibliche Abhängigkeit später sozial

auffällig.

2. Ziele

2.1 Ein allgemeines Ziel der Frauenarbeit im Blauen Kreuz

besteht darin, auf das Problem weiblicher Co-Abhängigkeit und

auf die spezielle Lage weiblicher Suchtmittelabhängigkeit sowohl

in den bestehenden Selbsthilfegruppen als auch in der

Öffentlichkeit aufmerksam zu machen.

2.2 Da es sich bei einer Suchtmittelabhängigkeit um eine

systemische Krankheit handelt, welche die gesamte Familie

betrifft, ist Frauenarbeit im Blauen Kreuz auch Familien orientiert

ausgerichtet.

Spezielle Ziele der Frauenarbeit im Blauen Kreuz sind:

2.3 das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl von Frauen zu

stärken und damit auch Konfliktbereitschaft und Konfliktfähigkeit

zu fördern.

Frauen für ihren eigenen konstruktiven bzw. destruktiven

Beitrag zu Beziehungskonflikten zu sensibilisieren, den Blick für

die Eigenverantwortung zu schulen, zu fördern und zu

stabilisieren.

Frauen sollen Mut zur Eigenständigkeit entwickeln bzw.

ausbauen, je nach eigenen Bedürfnissen und in eigener

Verantwortung und Entscheidung.

3. Umsetzung der Ziele

3.1 In enger Zusammenarbeit des

Frauenarbeitskreises mit der LSSH Referentin für

Suchthilfe der Frauen in allen Suchthilfeverbänden

hat sich ein neues Projekt:

„Selbsthilfe, weibliche Abhängigkeit, weibliche Co-

Abhängigkeit, neue Strukturen, gegenseitige

Bereicherung“ entwickelt.

Die Sitzungen des Frauenarbeitskreises finden

mindestens alle zwei Monate statt.

Hier wird die Frauenarbeit geplant, reflektiert und

dokumentiert.

3.2 Neben der Begleitung der bestehenden

Selbsthilfegruppen durch die Frauen des

Arbeitskreises werden pro Jahr mehrere Frauentreffs

in ganz Schleswig-Holstein

durchgeführt, in der Problemthemen aus dem

Alltagsleben reflektiert werden.

3.3 Der Frauenarbeitskreis plant Frauen- und

Angehörigenseminare, um Denkanstöße zur eigenen

Weiterentwicklung zu vermitteln, Selbstvertrauen und

Selbstwertgefühl zu stärken, konfliktfähig und

entscheidungsfreudiger zu werden.

3.4 Die Frauen des Arbeitskreises beteiligen sich an

öffentlichen Veranstaltungen zu den Problemen

weiblicher Co-Abhängigkeit, Abhängigkeit, Hilfe bei

Gruppenbildung und Einzelfallhilfe sowie dem

Arbeitskreis „Frau und Sucht des Ministeriums

Schleswig-Holstein“, vertreten durch

Elke Brinkmeier.

2.4 Die Mitarbeiterinnen des Frauenarbeitskreises setzen sich

dafür ein, Raum und Strukturen zu unterstützen und zu

schaffen, in denen Frauen:

1) ihre Interessen und Belange in den Vordergrund stellen

können,

2) ihre eigenen Fähigkeiten entdecken, wertschätzen und

ausbauen können,

3) in ihrer Einzigartigkeit Schutz und Unterstützung finden,

so sein zu dürfen wie sie sind,

4) erkennen können, wie sie mit ihren Stärken und Schwächen

eingebunden sind in ihr soziales Umfeld, so dass sie besser

herausfinden können, was sie für sich wünschen und wie sie

sich entfalten möchten und können, also ihren Blickwinkel für

sich selbst erweitern.

24


Suchtberatungsstelle

Kiel

Suchtberatungsstellen Ostufer und Mettenhof

Die Suchthilfe der Evangelischen

Stadtmission Kiel gemeinnützige

GmbH, hat in den Stadtteilen

Gaarden und Mettenhof, die als

soziale Brennpunktbereiche der

Landeshauptstadt zu sehen sind,

zwei Suchtberatungsstellen

eröffnet, die sich durch ein

spezielles Konzept auszeichnen.

Die Beratung für Menschen, die

Probleme mit Alkohol,

Medikamenten, Cannabis oder

Glücksspiel haben, wird von

Betroffenen durchgeführt. In den

Suchtberatungsstellen hören

ehrenamtliche MitarbeiterInnen

Ratsuchenden zu und helfen bei

den ersten, oftmals schwierigen

Schritten aus der Abhängigkeit.

Auch Angehörige können sich hier

beraten lassen. Dass Betroffene

dabei zur Seite stehen ist ein

erfolgreiches Modell, das sich

täglich in vielen Selbsthilfegruppen

bewährt. Es hilft darüber hinaus

Ängste zu überwinden und

Hemmschwellen zu senken.

(Ehrenamtl. MitarbeiterInnen vom Blauen Kreuz i. d. Ev. Kirche)

Die Ansiedlung der Suchtberatungsstellen in diesen Stadtteilen, soll es darüber hinaus,

den Einwohnern erleichtern, ein Beratungsangebot in Anspruch zu nehmen. Oftmals

scheint die räumliche Entfernung zum Stadtkern, in dem die übrigen

Suchtberatungsstellen Kiels angesiedelt sind, ein Hindernis zu sein, den ersten Schritt

zur Beratung zu gehen.

Suchtberatungsstelle Ostufer

Stoschstr. 56

24143 Kiel

Tel: 0431 / 240 70 70

Öffnungszeiten

Mo-Fr. 15-17 Uhr

Mo 10 Uhr

Suchtberatungsstelle Mettenhof

Helsinkistr. 30

24109 Kiel

Tel: 0431 / 260 44 790

Öffnungszeiten

Mo, Di, Mi, Fr. 15-17 Uhr

Do 16-18 Uhr

25


...die Gruppe Albersdorf feiert...

Albersdorf

Wir über uns ! Wir über

uns !

30 Jahre Gruppe Albersdorf

Blaues Kreuz in der Evang. Kirche

30 Jahre Gruppe Albersdorf

Am 28.April 2007 feierte die Blau Kreuz Gruppe Alberdorf

ihr 30 jähriges Bestehen.

Gruppensprecher Willi Schacht eröffnete die Feierstunde,

bedankte sich bei den zahlreich erschienen Gästen.

Gruß- und Dankesworte überbrachten Amtsvorsteher Herr

Peters, Bürgermeister Herr Strufe, Diakonisches Werk

Dithmarschen Herr Wiekhorst und für den

Kirchenvorstand Frau Strufe, Hans-Jochen Steinfeld,

Vorsitzender des Trägervereins Dithmarschen und

Landesvorsitzender im Blauen Kreuz in der Evangelischen.

Kirche zeichnete Willi Schacht für seine ehrenamtlich

geleisteten Dienste, im Namen unserer Landespastorin, mit

dem Kronenkreuz in Silber aus.

Ottfried Baltruschat wurden für 25 Jahre

Mitgliedschaft und seinem Engagement im

Blauen Kreuz

in der Evangelischen. Kirche, Trägerverein

Dithmarschen e.V. mit einem Ehrenteller und

Blumenstrauß gedankt.

Bei Kaffee und Kuchen fanden angeregte

Gespräche zwischen Gästen und Betroffen statt,

mit Liedbeiträgen des Shanty Singkreises

Albersdorf klang die Feier langsam aus.

Lando Horn

Blaues Kreuz i. d. Evangelischen. Kirche

Trägerverein Dithmarschen e.V.

26


Die Jugendgruppe Itzehoe unter der

Leitung von Horst Rohwer hatte in

diesem Jahr wieder viele Aktivitäten

auf ihrem Programm. Es fand das

alljährlich Gartenfest in seinem

Hause statt, an dem auch die Eltern

der Jugendlichen teilnahmen.

Außerdem beteiligte sich die Jugendgruppe

im Rahmen der Suchtwoche

an den Jugendgesundheitstagen. Über

400 Schüler aus dem Kreis Steinburg

interessierten sich für die Arbeit

unserer Jugendgruppe. Das Highlight

in diesem Jahr war eine Woche im

Sommerhaus in Dänemark mit der

ganzen Gruppe, an der in diesem Jahr

erstmalig eine weibliche Mitstreiterin

Horst Rohwer unterstützte, die jetzt

auch die Jugendgruppe mitgestaltet.

Die Jugendgruppe besteht aus16

Jugendlichen - jüngstes Mitglied ist 2

Jahre alt!

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