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MEGA-HERZ e.V.stimmen

HERAUSGEBER:

MÜLHEIMER HUMANISTEN

WWW.MUELHEIMER-STIMMEN.DE

JULI/AUGUST 2013

4000 Exemplare

Ausgabe 195

Kostenlos

Kostenlos

195


Editorial -

Liebe Mülheimerinnen, liebe Mülheimer

Der Sommer ist da!

Bitte halten Sie Ihre Koffer bereit, schnallen Sie sich an

und heben Sie mit uns ab.

Wagen Sie sich mit uns auf einen turbulenten Flug durch

die bunte Themenwelt dieser Sommerausgabe und

wechseln Sie die Tapeten!

Die 1. Etappe führt uns in die bunte und abenteuerreiche

Zirkuswelt. Womit wir beim Thema unserer Titelseite

wären. Da hieß es “Manege frei” für die Schülerinnen und

Schüler der Grundschule Horststraße, die vom 17.- 22.

Juni an einem Zirkusprojekt teilnehmen konnten und

ihre Künste in einem richtigen Zirkuszelt darboten. Wer

immer schon mal wissen wollte, wie man Pantomimin

oder gar Clownin wird, erfährt dies in “Neles Welt”.

195

Wir verlassen die Manege und treten in die Literaturwelt

ein. Wir lassen weiterhin Mülheim blühen und in diesem

Zusammenhang gibt es neue Projekte in Mülheim, wie

den Carlsgarten und den Guilleaumegarten, der durch

eine Nachbarschaftsinitiative entsteht.

Die Reise geht weiter und wie gewohnt gibt es jede Menge

News über Vereine, Initiativen, Termine und

Menschen, die was zu erzählen haben und ohne

die unser Viertel nicht so wäre wie es ist.

Ihre

Karin Geissler


Inhalte

R(h)einkultur_____________________

_________________________________

4

Humanisten

_________________________________

_____________________ 5

Titel

Manege frei______________________ 6

Neles

_________________________________

Welt_ _______________ 7

Mülheim soll blühen

Guilleaume Garten _______________ 8

Wir geben nicht auf _______________ 9

Der Carlsgarten__________________ 10

Was

_________________________________

du wohnst in Mülheim ________ 11

Senioren

Literarische

_________________________________

Reise - forts.___________ 12

Beiträge

2 Minuten Stillstand_ _____________ 14

Blutige

_________________________________

Aussichten _______________ 15

Initiativen und Vereine

Hospizverein Köln-Mülheim e.V._____ 16

_________________________________

CAJ Schäl Sick___________________ 17

Kolumne

„Die Explosion der freien Sicht“_____ 18

Beiträge

Schlosspark

_________________________________

Stammheim_ _________ 19

Initiativen und Vereine

Menschen(s)kinder_______________

_________________________________

20

Beiträge

Bier oder Brot?_ _________________ 21

Hilfe, die Zigeuner kommen________ 22

Gedichte

_________________________________

______________________ 23

Geschichtswerkstatt

100

_________________________________

Jahre Köln-Mülheim -Teil 2_ ____ 24

Initiativen und Vereine___________ 26


R(h)einkultur für Eine Welt

Über uns/ Impressum

An dieser Ausgabe

haben mitgewirkt:

„Lege eine Blüte in mein Haar“ (Liebe, Wirklichkeiten)

In der Aula des Rhein-Gymnasiums wurden Prosa- und Lyriktexte des Kurses „Kreatves

Schreiben“ unter der Leitung von Dr. A. Graf am 25. und 26. Juni 2013 vorgetragen.

Kursteilnehmer:

Verena Baarth, Alexander Dittmar, Sven Huhn, Rojin Jolibagu, Meryem Kayadir, Miranda

Kaziu, Hasret Koc, Annika Mohr, Hannin Nasirat, Stefania Obreja, Judith Oehl, Sigrid Oehler,

Alice Ressel, Angelika Romer, Jessica Schur, Joline Thelen, Buket Uzun, Lena Zöllner

Leitung: Dr. Andreas Graf

Wir werden künftig ausgewählte Texte der Schüler und

Schülerinnen vorstellen.

Worte

von Annika Mohr

Kennst du das Gefühl? Du sitzt vor einem leeren Blatt Papier, doch dir fallen

nicht die richtigen Worte ein um zu beschreiben, was du fühlst. Du willst etwas

Wichtiges erzählen, doch du weißt einfach nicht wie. Statt etwas aufzuschreiben,

starrst du die ganze Zeit das leere Blatt an oder zerreißt die Worte wieder,

die du schon geschrieben hast.

Vielleicht schreibst du die erste Zeile, doch die anderen Worte schwirren in

deinem Kopf umher, wie ein wütender Schwarm Hornissen. Sie wollen sich

einfach nicht zu einem sinnvollen Satz zusammenfügen.

Wahrscheinlich haben sich die meisten Menschen schon einmal so gefühlt.

Einige sind so voll mit unterschiedlichen, geradezu widersprüchlichen

Gedanken, dass sie nicht wissen, welchen sie aufschreiben sollen.

Andere haben in ihrem Leben schon so viel geschrieben, dass nichts mehr von

ihnen übrig ist, das sie noch in Worte fassen könnten. Manche sind so glücklich,

so verliebt oder so verzweifelt, dass sie glauben, kein Wort könne ihre Gefühle

in diesem Moment beschreiben. Andere haben Mist gebaut und keine Ahnung,

wie sie sich entschuldigen sollen.

Die Menschen kämpfen um Worte.

Ich weiß, dass ich den Menschen etwas Besonderes mitteilen will, etwas, dass

sie berührt, sie zum Nachdenken bringt, etwas, dass sie vorher vielleicht noch

nie gehört haben. Ich habe nur keine Ahnung, wo ich danach suchen soll. Ich

habe das Gefühl, alles wäre schon einmal erzählt worden.

Vielleicht machen wir es uns zu schwer und es ist so, dass sich die Worte irgendwann

finden und zu einem Stück der eigenen Persönlichkeit zusammensetzen.

Man müsste nur lange genug darum kämpfen.

Karin Geissler, Brigitte Jaschinski, Brigitte

Milhan, Edith Krosch, Günther Kohl, Anno

Bergmann, Mariana Garcia, Silli, Julia Latzel,

Otto Zimmermann, Marita Simon, Julia

Tauber, Tanja Holtze, Matthias Conrads,

Michaela Kretschmann, Annika Mohr, Heinz

Weinhausen, Kosta D.,Helmut Goldau,

Sabine Wülfing, Gisela Garrasco, Claudia

Over, Tanja Hinz, Kai Eberhardt, Corinna

Faßbender, Susanne Unverdroß, Dorothea

Grießbach, Rainer Kippe, Rosi Janssen,

Sebastian Truxius.

Titel: Günther Kohl

Layout: Dorothea Grießbach, Günther Kohl,

Mariana Garcia.

Auflage / Vertrieb 4000 Exemplare,

in Mülheimer Geschäften

Redaktionsadresse: Tel.: 0221/30 249 733

muelheimer-stimmen@neuer-humanismus.de

V.i.s.d.P. Mariana Garcia - Mega-Herz e.V.

Windmühlenstr. 111a · 51063 Köln

Die “Mülheimer Stimmen” wird ehrenamtlich

von Nachbarn für Nachbarn gemacht.

Die Verantwortlichen der Zeitung sind

Humanisten.

Die Zeitung finanziert sich durch die Anzeigen

von Geschäftsleuten aus dem Stadtviertel,

die damit einen großen Beitrag zur

Realisierung dieser Zeitung geben.

Die Zeitung steht allen Nachbarn aus dem

Stadtviertel zur Verfügung, um darin ihre

Meinung, ihre Kritik, ihre Anekdoten zu

veröffentlichen.

Wir freuen uns sehr darüber, dass die Zeitung

von mehr und mehr Initiativen, Gruppen

und Personen benutzt wird, um sich zu

Wort zu melden, zu berichten oder etwas

vorzuschlagen. Nach wie vor denken wir,

dass noch mehr Mülheimer Interessantes zu

berichten haben, Vorschläge, Leserbriefe,

Fotos, etc.

Die einzige Einschränkung, die wir machen,

ist die, keine Texte mit Inhalt, die zu Intoleranz

oder Gewalt auffordern!

Nächstes Redaktionstreffen

Redaktionstreffen

FREITAG 23.07.10 um 19.00 Uhr

Mittwoch 07.08.13

im Bunkers

Café im Kulturbunker

im Purino um 19:00 Uhr


Humanisten 5

Die Wirtschaft hat

den Menschen zu dienen

und nicht umgekehrt

Ein Auszug aus der Eingangsrede

von Tony

Robinson anlässlich des

jährlichen „Global Media

Forum“, das vom 17. bis 19.

Juni in Bonn stattgefunden

hat. Das Thema des diesjährigen

Forums der Deutschen

Welle lautete: „Die

Zukunft des Wachstums/

Wirtschaftswerte und die

Medien“

In seiner Einleitung erklärte

Tony Robinson, dass er sehr

dankbar für den Titel sei, den

die Deutsche Welle dieses

Jahr gewählt hat. Der Zusammenhang

zwischen den

„wirtschaftlichen Werten

und den Medien“ hätte,

so Robinson, zur Gründung

von Pressenza, einer humanistischen

internationalen

Presseagentur, geführt.

Geld ist der zentrale Wert unseres Wirtschaftsystems,

in dem wir leben. Alles dreht sich um

seine Anhäufung, Spekulation und wie man

sich die eigenen Taschen damit füllen kann. In

diesem System hat sich der Wert des menschlichen

Lebens auf der Prioritäten-Skala nach

unten bewegt.

Es sollte für jeden offensichtlich sein, dass

dieses Wirtschaftssystem nicht funktioniert.

Es genügt, sich die weltweiten Armutstatistiken

anzuschauen, um darin die Wahrheit zu

erkennen.

Obwohl es sich in den westlichen Ländern

so anfühlt, als ob das System aufgrund der

gestiegenen Lebenserwartungen, einer mehr

oder weniger guten Gesundheitsversorgung,

guter Bildungssysteme und Zugängen zu

billigen Konsumgütern und Nahrungsmitteln

aus aller Welt, bis hin zum 24-stündigen TV-

Empfang, funktioniert, geschieht das alles auf

Kosten der restlichen Welt.

Die Armut der westlichen Länder des 19.

Jahrhunderts wurde nach Asien und Afrika

exportiert. Die wachsende Mittelschicht sieht

nicht den Effekt, den ihr wachsender Lebensstandard

in den anderen Ländern hat. Diese

wirtschaftlichen Werte führen zu Kriegen und

zu Gewalt, die meisten militärischen Interventionen

der letzten Zeit fanden im Kampf um

Ressourcen statt.

Hier ein paar Beispiele verschiedener Projekte,

die die Saat für eine zukünftige Weltwirtschaft

sein können, die auf dem Wert

menschlichen Lebens basieren:

Viele Softwareprojekte werden von Freiwilligen

der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt

(Beispiel: das offene Betriebssystem Linux).

Die Time Bank (http://timebank.org.uk/) ist

ein weiteres Projekt, das versucht ohne Geld

Dinge in Bewegung zu setzen. Dort kann

man seine Fähigkeiten und Zeit zur Verfügung

stellen und erhält als Gegenleistung

Zeit und Leistungen einer anderen Person. Es

gibt bereits 300 solcher Banken weltweit.

Es gibt Schulen, in denen jeder, der etwas

kann, sei er nun Schüler oder Lehrer, unterrichten

kann.

Unser Fokus sollte auf Frieden und Gewaltlosigkeit

liegen und im Kampf auf alle Arten

der Diskriminierung und der Entwicklung der

Menschen und Menschheit im Allgemeinen. Es

gibt eine Notwendigkeit dies zu tun, weil gerade

diese Nachrichten von den Mainstream-

Nachrichten nicht genügend verbreitet werden.

Es gibt jedoch viele inspirierende Dinge,

die auf der Welt geschehen.

Anzeige 92 x 45mm 19.11.2008 12:53 Uhr Seite 1

Auffallend Anders.

Eine spekulationsfreie, zinslose Bank nach

dem JAK Modell (www.jak.se).

Der Ökonom Guillermo Sullings, der im

Jahr 2000 das Buch „Über den Kapitalismus

hinaus: Mischökonomien“ geschrieben hat,

führt an, wie die Menschen in der derzeitigen

Wirtschaft dazu angehalten werden, mehr

und mehr zu konsumieren. Diese Vorgehensweise

hat millionen Menschen weltweit

dazu gebracht, sich bis an ihr Lebensende

zu verschulden. Sullings erklärt, dass es in

diesem Moment, in dem alle bekannten Wirtschaftssysteme

sich in der Krise befinden,

notwendig ist, die Wirtschaft wieder in den

Dienst des Menschen zu stellen und nicht

umgekehrt.

(übersetzt von Marita Simon)

Dellbrücker Hauptstrasse 109 · 51069 Köln/Dellbrück

Telefon 0221 . 6 11 9 2 2


6 Titel

Zirkusprojekt

,,Kannst du nicht“ war gestern!

Unter diesem Motto stand die diesjährige

Projektwoche der Kath. Grundschule Horststraße

vom 17.-22. Juni. Bereits im Frühjahr

2009 fand in Zusammenarbeit mit dem

Kinderzirkus Zappzarap ein solches Projekt

statt. Motiviert durch den großen Erfolg und

sehr viel Spaß für die Kinder entschloss sich

die Schulleitung auch in diesem Jahr für das

Zirkusprojekt.

,,Ausflug in die Zirkuswelt!“

Einen Tag lang bekamen die Lehrer und

Betreuer der Schule unter professioneller

Anleitung zahlreiche Tricks und Kunststücke

beigebracht. Diese wiederum zeigten sie

dann den 330 Schülerinnen und Schülern

in einer großen Lehrshow. Danach durften

die Kinder verschiedene Darbietungen

ausprobieren, um sich schließlich für eine

Zirkusnummer zu entscheiden, die sie dann

in der Projektwoche zusammen mit ihren

Lehrern einübten, um diese bei der Vorstellung

den Eltern, Verwandten und Freunden

zu präsentieren.

Unter den Darbietungen waren z.B. Bodenakrobaten,

Clowns, Fakire, Seiltänzer,

Poispieler, Diabolo-Spieler, Jongleure,

Kugelartisten, Trapezkünstler, Feuerkünstler,

Einrad-Fahrer und viele mehr.

Am Sonntag hatten etwa 30 Mütter und

Väter, Betreuer/Innen, Lehrer/Innen auf dem

Schulhof das große Zirkuszelt aufgebaut, in

dem dann eine Woche lang fleißig geprobt

wurde. Nachts wurde das Zelt von mutigen

und unerschrockenen Eltern und Lehrern

bewacht.

Am Freitag, einen Tag vor der Premiere,

machten die Kinder zwei Generalproben,

bevor am Projekttag selbst, dem 22. Juni,

die 4 Aufführungen stattfanden. Auch für

das leibliche Wohl war rundum ausreichend

gesorgt. Viele Eltern brachten Kuchen,

Salate und andere Köstlichkeiten mit und

halfen tatkräftig bei der Ausgabe von Getränken

und Essen mit.

In dieser Woche hatten die Schüler/Innen

die Möglichkeit, den Schulalltag einmal

ganz anders zu erleben.

Der Sinn eines solchen Projektes ist es,

Kinder zu ermutigen, ihre Stärken kennen zu

lernen und ihr Selbstvertrauen zu steigern.

Sie lernen, im Team zu arbeiten, unterstützen

kleinere und schwächere Mitschüler

und üben, sich aufeinander zu verlassen

und selbst Verantwortung zu übernehmen.

So können sich die Kinder gemeinsam über

Erfolge freuen, den Mitschülern zujubeln

und selbst den wohlverdienten Applaus von

über 300 Zuschauern ernten, vor allem aber

Spaß haben und Spaß weitergeben.

Kai Eberhardt


Nele‘s We lt

Titel

7

Unsere Freundin Mariana war hell begeistert,

und mir hat es auch sehr gut gefallen.

Eine künstlerische Darstellung mal ganz

anders. Zurückversetzt in die Zeiten des

Stummfilmes. Ja klar, wir sind noch nicht so

alt, dennoch kenne ich einige Stummfilme

und finde sie sehr gut.

Nachdem Mariana Nele im Bunker als Mimo

gesehen hatte, stand fest, dass ein Interview

her muss. Diese Künstlerin muss in

den Mülheimer-Stimmen erwähnt werden,

zumal sie in Mülheim lebt. Da ich neugierig

war, habe ich mich angeboten, das Interview

zu übernehmen.

Montags erhielt ich eine SMS: „Wenn Sie Zeit

haben, können Sie mich heute Abend in

Ehrenfeld bei „Kunst gegen Bares“ sehen.“

Und ich hatte rein zufällig Zeit.

Bei dieser Veranstaltung gab es insgesamt

7 Künstler, die im Publikum saßen und auf

die Bühne wollten, darunter auch Nele. Auf

die Bühne kam eine sehr lebensfrohe junge

Frau, ganz in schwarz gekleidet, nein, sie

hatte keine Trauer, sie hatte ihre Künstlergarderobe

an.

Als „mimische Karaoke“ hat sie dem

Publikum mit dem Lied von „Die Ärzte“ –

„Perfekt“ eine wunderbare, gefühlsbetonte

Geschichte – ohne Worte - erzählt. Es ist

ein neues Werk von Nele, und es war ihre

eigene ganz private Premiere. Das hatte sie

mir im Vorfeld verraten. Ich fand es toll, und

vor allem hatte ich so etwas noch nie zuvor

gesehen.

Als Zugabe hat sie dem Publikum eines

ihrer bereits bekannten Stücke zum Besten

gegeben.

„Gänseblümchen“, von GanzSchönFeist.

Persönliche Kommentare aus dem

Publikum hatten ihr nach dem

Auftritt geraten, beim nächsten

Mal erst das bekannte Stück zu zeigen und

dann erst ein neues zu präsentieren. Das

hätte den Vorteil, dass die Nervosität schon

mal weg ist. Ich persönlich habe keinen

sehr großen Unterschied an der Qualität

bemerkt, außer vielleicht, dass das zweite

Stück flüssiger präsentiert wurde.

Nach der Veranstaltung habe ich mich

mit Nele unterhalten. Als erstes wollte ich

wissen, wie sie auf die Idee gekommen ist,

„mimische Karaoke“ vorzuführen. Wie sie

überhaupt auf diesen Beruf der Clownin

und Pantomimin gekommen ist und ob sie

davon tatsächlich leben kann.

Nele hat mir dann erzählt:

„Nach dem Abitur in einem kleinen Dörfchen

in der Nähe von Köln bin ich losgelaufen,

mir meinen Kindheitstraum von

der roten Nase zu erfüllen. Nach intensiver

Arbeit, wertvollen Erfahrungen und einer

furiosen Entdeckungsreise zu meiner

Clownin habe ich meine Ausbildung an der

„Schule für Clowns“ erfolgreich abgeschlossen.

Mit Conzilia im Gepäck führte mich

mein Weg nach Berlin auf „Die Etage“, um

dort eine Weiterbildung in der Pantomime

zu machen. Diese ist mein wichtigstes

Handwerkszeug geworden, denn durch sie

kann ich in verschiedene Rollen wechseln

und Geschehnisse sichtbar machen, die

sonst nur in meiner Phantasie existieren.

Mittlerweile habe ich mich, in Berlin und

nun hier in Köln, als freischaffende Clownin

und Mimin etabliert und freue mich immer

auf neues Publikum, welches ich, ob groß,

ob klein, mit meinen Geschichten berühren

darf. Denn als das verstehe ich mich, als

visuelle Geschichtenerzählerin, die aufruft,

die eigenen Augen zu öffnen - für das Reich

der Phantasie.“

In diesem Sinne möchte ich gerne noch ein

– zwei Sätze aus Ihrer Homepage zitieren:

„Ich will nicht die Welt verändern, ich will

Geschichten erzählen.“ Von Otfried Preussler.

Von Nele „Kommen Sie mit. Ich lade Sie ein:

in meine Geschichten, in meine wWelt!“

Und auch das hat mir Nele verraten:

„Wenn sie als Kind in einem Zirkuszelt saß,

hat sie die Clowns mit leuchtenden Augen

bewundert und sich gewünscht, eines Tages

auch Clownin zu sein, um diese leuchtenden

Kinderaugen hervorbringen zu können.

Heute weiß sie, sie hat sich diesen Traum

erfüllt, denn sie hatte bereits das Glück,

nach ihrem Auftritt in solche leuchtenden

Kinderaugen schauen zu dürfen.

Auf meine Frage, was Nele den Lesern und

Leserinnen der Mülheimer-Stimmen mit auf

den Weg geben möchte, habe ich folgende

Antwort erhalten:

„Es ist wichtig, eigene Ideen durchzusetzen,

nicht immer den „normalen“ Weg zu

gehen.“

Sie selbst will im Alter sagen können, dass

sie zu mindestens alles versucht hat, um ihre

Träume zu leben.

Sie findet es sehr wichtig, dass man auch in

schwierigen Zeiten sich nicht ablenken lässt,

sondern dabei bleibt und seine Träume

verwirklicht.

Wann Sie Nele live erleben können, entnehmen

Sie bitte aktuell ihrer Homepage

www.NelesWelt.de

Viel Spaß wünscht Silli


8

Beiträge

Der Guilleaume-Garten entsteht

Nachbarschaftsinitiative für eine verwahrloste Grünfläche

Text: Tanja Holtze

Fotos: Matthias Conrads

„Es hat mich einfach angefallen“, gibt der junge Hobbygärtner

Matthias Conrads preis. Er sei an dem verwilderten Grünstück in seiner

Straße vorbei gegangen, habe gestutzt und sich die hüfthohen

Brennnesseln und den dichten Löwenzahn angeschaut.

Der nach nichts aussehende Platz drängte sich in seiner penedie

gemeinsame Sache begeistern. „Auch, wenn Sie nur ein paar

Setzlinge beisteuern wollen, sind Sie herzlich willkommen!“, erfahren

Neugierige allen Alters. Und in der Tat, bereits jetzt sprießen Fette

Henne, Zitronenmelisse und Ringelblumen aus Dellbrück an Ort

und Stelle. Während eine kleine Dreiergruppe in der Abendhitze der

letzten Tage gräbt, hackt und dabei viel lacht, steuern ältere Damen

mit Einkaufstüten Kräuter bei und immer mehr Nachbarn kündigen

ihre Mithilfe an. Die Beteiligten haben eine Vision: Jeder, der

mitmacht, kann mitträumen, mitgestalten, mitmachen. „Ich stelle

mir ein Schachbrett vor aus Stein“, sinniert Conrads. „Wir könnten auch

einen kurvigen Weg ziehen, der zu hinter Büschen versteckten Orten

führt“, äußert sich eine beteiligte Pädagogin. Von Sitzgelegenheiten

aus Baumstämmen war schon die Rede, von bestreuten Wegen und

einem kleinen Hügel. Auch den Nachbarhunden will man gerecht

werden, indem man Ständer mit Kottüten aufstellen lässt. Ideen und

Motivation sind da, mehr helfende Hände sind immer willkommen.

tranten Verwahrlosung unangenehm auf. „Da kann man doch etwas

draus machen!“, dachte sich Conrads, mobilisierte seine Freundin,

informierte die Stadt Köln und erhielt sofort Unterstützung. Beim

Stichwort Grünflächenpatenschaft gab es sofort grünes Licht.

Nützliche Tipps und Kontakte erhielt er beim NUGK (Netzwerk

Urbanes Grün Köln), das Adressen für Pflanzen-Spender, wie die des

Biogartens Thurner Hof in Dellbrück, vermittelte.

Bald schon flatterten die ersten Rundbriefe mit der Überschrift

„Schön wäre doch viel schöner“ in die Briefkästen der Guilleaumestraße.

Die ersten Interessierten meldeten sich auf der von Conrads

eingestellten Mailadresse guilleaumegarten@web.de . Ein Stadtwinzer

sah vor seinem inneren Auge schon Wein an Palisaden reifen,

eine Landschaftsarchitektin bot sich mit Rat und Tat an, Schaulustige

ließen sich von der offenherzigen Freundin des Initiators für

Wer Lust hat, Teil der Nachbarschaftsinitiative zu werden, melde sich

per E-Mail: guilleaumegarten@web.de

Oder auf Facebook:

www.facebook.com/guilleaumegarten.buchheim


Beiträge 9

Dieses Projekt ist vor fast einem Jahr von Brigitte Milhan ins Leben

gerufen worden. Wir hatten diesbezüglich in der vorherigen Ausgabe

ausführlich berichtet.

Nun war es endlich so weit. Am Samstag, den 25. Mai 2013 wurde

die Wiese besät. Viele Vorbereitungen mussten getroffen werden,

um diesen Tag erfolgreich zu gestalten. Selbst das Wetter hat unsere

positiven Gedanken getragen, sodass uns bis zum späten Nachmittag

die Sonne begleitet hat.

Es trifft mich wie ein Schlag,

mein Herz beginnt zu bluten …

als ich sah, dass unsere heranwachsende, schon mit jungen Blüten

versehene Sommerblumenwiese ratzekahl abgemäht wurde. Selbst

die schon größeren Sonnenblumen. Die ganze Arbeit umsonst. Nun

haben die Blumen keine Chance mehr zu wachsen und ihre Samen

zu vermehren. Wir sind sehr enttäuscht und sehr sehr traurig. Wie

soll da Mülheim blühen können???

Wir geben nicht auf

Bereits in der Ausgabe 194 hatten wir über die 12 Kinder der Kath.

Grundschule Langemaß und ihr Engagement im Rahmen “Mülheim

soll blühen” geschrieben. In der ersten Runde hatten die Kinder

unter schwierigen Bedingungen pro Baumscheibe 2 Pflanzen gepflanzt.

Leider sind diese durch andere Kids wieder herausgerissen

worden bzw. vertrocknet.

Die Stadt Köln hat auf Hinweis die Erde der Baumscheiben gelockert

und somit leider die einzige verbleibende Pflanze weggemacht. In

der nun lockeren Erde konnten die Kids neue und vor allem größere

und mehrere Pflanzen setzen.

Zwei Säcke Saatgut, ein großer Haufen Sand und viele Helfer haben

sich am Samstag um 12 Uhr auf der Wiese Genovevastraße / Clevischer

Ring versammelt. Und wie es bei uns „Mülheimer Stimmen“

so üblich ist, war auch gleich ein wenig Chaos im Gange. Doch

nachdem kurz um Ruhe und Aufmerksamkeit gebeten wurde, erklärte

man uns, wie man am besten sät und was es mit dem Sand

auf sich hat.

Zuerst musste die Erde ein wenig gelockert werden, dann kamen

die Samen und zu guter Letzt der Sand. Die Teams hatten sich

schnell gefunden, und so waren wir binnen 2 Stunden fertig. Der

Samen und der Sand waren gleichmäßig verteilt und wir alle kaputt

und glücklich. Natürlich durften die Gruppenbilder nicht fehlen.

Und was noch super war, wir wurden sogar von einem richtigen

Fernsehteam begleitet. Der Sender „Center-TV“ hat uns gefilmt, hat

Passanten befragt und eine kleine Reportage über unser Projekt

„Mülheim soll blühen“ im Internetfernsehen veröffentlicht.

Nach getaner Arbeit haben wir uns im Kulturbunker zusammengefunden

und gegrillt. Nun warten wir, zusammen mit Euch, auf die

wunderschönen Sommerblumen. Wer genau hinschaut, kann erkennen,

dass derzeit nicht nur Wiese auf der Fläche wächst. Lassen

wir uns überraschen.

Eure Silli

Zusätzlich haben sie Holzschilder gebastelt, um auch die Hundebesitzer

anzusprechen, doch bitte den Kot der Hunde zu entsorgen.

Leider, sind mittlerweile die Schilder zerstört, einige Pflanzen überfahren

und die Hundehaufen wieder reichlich in den bepflanzten

Baumscheiben vorhanden. Dabei sieht doch die Welt mit bunten

Blumen und sauberen Baumscheiben viel schöner aus. Warum

erkennen das die Hundbesitzer und Müllwegwerfer denn nicht?

Nun stehen auch noch die Sommerferien vor der Tür und die

Pflanzen brauchen gerade in dieser Zeit Wasser. Hier bitten die Kids

die Anwohner der Langemaß, auch in ihrem eigenen Interesse, das

Gießen der Pflanzen zu übernehmen.

Es bleibt die Hoffnung, auf blühende und saubere Baumscheiben

der Langemaß und somit darauf, eine saubere Straße / Schulweg zu

haben.

Foto Sebastian Truxius


10

Beiträge

Der CARLsGARTEN

Kraut und Rüben vorm Theater

Von Michaela Kretschmann

Im August 2013 startet der neue Intendant Stefan Bachmann mit

seinem Team in seine erste Spielzeit am Schauspiel Köln. Da das

Schauspielhaus am Kölner Offenbachplatz wegen einer dreijährigen

Sanierungs- und Umbauphase bis Mitte 2015 geschlossen

bleiben wird, beginnt die neue Intendanz mit einem zweijährigen

Interim und einem neuen Ort: Die ersten zwei Spielzeiten wird das

neue Team im rechtsrheinischen Mülheim auf dem Gelände des

ehemaligen Kabelwerkes der Firma „Felten & Guilleaume“ beheimatet

sein. Dort bezieht es mit dem „Depot“ die ehemalige Produktionshalle

des Kabelwerkes, in der zwei Spielstätten eingerichtet sein

werden. Und es errichtet einen Garten! Auf dem Vorplatz zu den

beiden Hallen hat das Schauspiel Köln bereits mit der Einrichtung

des CARLsGARTEN begonnen.

Materialien. Die Projektleiterin Melanie Kretschmann und das

Gartenteam, bestehend aus Mitarbeitern des Theaters und Kölner

Anwohnern, pflegen den Garten.

Der CARLsGARTEN bietet Platz für viele. Und er bietet Platz für Unterschiede.

Die Macher des CARLsGARTEN werden versuchen, allen,

die mitmachen wollen, Raum und Infrastruktur zur Verfügung zu

stellen. Die Mülheimer sind dabei ausdrücklich eingeladen, Pflanzen

aus ihren Herkunftsländern mitzubringen, einzupflanzen und zu

pflegen: vielfältige Bepflanzung einer vielfältigen Anwohnerschaft.

Mit Unterstützung und Expertise der Macher des Berliner Prinzessinnengartens

wurden mehrere hundert Pflanzgefäße aus Paletten,

Holzkisten, Körben und Säcken vorbereitet, mit Erde befüllt und mit

Setzlingen, die zuvor mit Hilfe zahlreicher Mitarbeiter der Kölner

Bühnenbetriebe gezogen wurden, bepflanzt. Die Bühnenbildnerin

Cordula Körber hat eine praktisch-künstlerische Grundgestaltung

des Platzes entworfen, die bereits in Teilen umgesetzt wurde.

So schirmen alte Transportcontainer den offenen Platz etwas ab

und dienen zugleich als Aufbewahrungsort für Gartengeräte und

Natürlich muss das gemeinsame Pflanzen gelernt werden. Nicht

jeder kennt alle Pflanzen, und nicht jeder weiß, welche Pflanze wie

zu pflegen ist. Geplant sind daher regelmäßige Workshops. Workshops

von den Machern des Gartens und den Gartenexperten, aber

auch andersherum: Workshops von den Gartengestaltern aus der

Nachbarschaft, die ihre Pflanzen und ihre Gartenkunst vorstellen.

So entsteht der Garten tatsächlich gemeinsam und in gegenseitiger

Hilfe und mit gegenseitiger Qualifizierung.

Der CARLsGARTEN ist vorwiegend ein Nutzgarten. Und das, was

dort wächst und geerntet werden kann, gehört natürlich denen, die

es angepflanzt und gepflegt haben. Und überhaupt gehört zum urbanen

Gärtnern nicht nur das gemeinsame Pflanzen, sondern auch

das gemeinsame Ernten, Kochen und Essen unbedingt dazu.

Viele dieser Feste sollen gemeinsam ausgerichtet werden und öffentlich

sein, so wie der Garten immer ein öffentlicher Ort ist.

Informationen zu aktuellen Aktionen unter

www.facebook.com/Carlsgarten und

www.schauspielkoeln.de/spielzeit2013/carlsgarten.html


Beiträge 11

Was, du wohnst in Mülheim?

Die Gottesanbeterin

„Oma, Papa meint, zu deinem nächsten

Geburtstag solltest du nur Bienen,

Hummeln, Wespen und Hornissen

einladen.“

„Ach, und will er dann auch kommen?“

„Nöö, das kann ich mir nicht vorstellen, bei

seiner Paranoia gegenüber allem was klein

ist und fliegt.“

„Wir könnten ihm ein Imkernetz

zur Feier des Tages leihen.“

„Du bist gut, mach du deine Witze. Ich bin

sauer auf Papa.“

„Sauer? Warum bist du sauer?“

„ Och, immer diese Leier, du könntest keine

Ruhe geben, du wärst viel zu alt, und er

findet es peinlich, dass seine Mutter sich

noch mit so Sachen beschäftigt, die …..“

„Ach Schatz, ist nicht schlimm,

Papa redet manchmal so. Da musst

du dir keine Gedanken machen.“

„Mach ich mir aber. Ist doch toll

deine Idee, Mülheim soll blühen.“

„Ist ja nicht nur meine Idee.

Da machen ganz viele Leute mit.“

„Ich will auch mitmachen, aber Papa sagt,

wenn ich da mitmache, kauft er sich eine

Spraydose gegen Ungeziefer. Der spinnt

doch!“

„Ich erzähl dir mal was.

Als Papa so alt war wie du, sind wir immer

in ein kleines Dorf in Kroatien gefahren.

Dort verbrachten wir unsere Ferien

auf einem ganz kleinen Höfchen, das

mit einem Weinstock überdacht war.

Die Weintrauben hingen so tief,

dass man sich nur auf die Zehenspitzen

stellen musste, um sie zu pflücken.

Wir wohnten als Menschen alleine in

dem kleinen Hof. Aber mit uns wohnten

ganze Gesellschaften kleiner Tiere, die

in den Blättern des Weinstocks ihr zu

Hause hatten, an den Wänden der uralten

Mauern bis unter die Erde. Eines Tages rief

dein Papa ganz aufgeregt „Mama, komm

mal schnell, da ist eine Gottesanbeterin.“

„Eine was?“

„Eine Gottesanbeterin!“

„Eine Gottesanbeterin?

Genau.“ Ich wusste nicht, was er damit

meinte. Ich kam zu ihm, und er zeigte

mir ein großes Insekt, das auf der

blauen Tür saß.“

„Was für eine blaue Tür?“

„Die gehörte zu dem Höfchen, und

auf ihr saß die Gottesanbeterin.“

„Und Papa hat sich nicht geekelt?“

„Nein, ich wusste nicht einmal,

wieso er dieses Tier erkannt hat.“

„Komisch, Oma. Wenn Papa früher

einmal so war und heute so, werde

ich dann auch so?“

„Du musst nicht immer alles glauben,

was Papa sagt. Wenn das sein Ernst wäre,

würdest du nicht so eine tolle Enkelin sein,

und ich hätte Papa auch nicht mehr lieb.“

„Und was ist aus der Gottes... em, wie hieß

sie noch?“ „ Gottesanbeterin geworden?

Ich weiß es nicht. Sie gehört zu den

Insekten, die hier eigentlich nicht

vorkommen und wenn,

dann sind sie geschützt.“

„Kommt die auch nach Mülheim,

wenn Mülheim blüht?“

„Das weiß ich nicht. Vielleicht? Aber erst

sollen mal all die anderen kommen.“

„Auch die Wespen?“

„Oma, ich hasse Wespen.“

„Klar, auch die Wespen.“

„So ein Pech, dann kann ich dich nicht

zu meinem Geburtstag einladen.“

„Papa hat Recht, Oma, du spinnst.“

Bis die Tage Johanna


12

Senioren

Eine literarische Reise

Friedrich von Schiller

- Fortsetzung

Als nächster großer Literat der Stadt Weimar ist Schiller zu nennen.

Goethe und Schiller sind wie Zwillinge, der Eine wird ohne den

Anderen fast nie genannt.

Während Goethe ein Lebemann war, war Schiller eher ein

Arbeitstier. Er achtete nicht auf sich, arbeitete zu viel und

war sein ganzes Leben lang mit irgendwelchen Krankheiten

behaftet, vor allem mit Tuberkulose.

An seinem Schreibtisch hat er auf jeden Fall die meiste Zeit s

eines Lebens verbracht. Dieser steht hier in seinem Haus in

Weimar. Wenn ich bedenke, wie viel er geschrieben hat,

kommt die Arbeitsfläche mir fast zu klein vor. Ich stelle

mir Stapel von beschriebenem Papier vor, dazwischen

der Aschenbecher mit einer glimmenden Zigarette

oder Zigarre, denn Schillers Laster war neben dem

Spiel der Tabak. Das hätte er besser gelassen,

vielleicht wäre er dann nicht so früh, nämlich mit

46 Jahren, gestorben.

Er hatte ein sehr bewegtes, aber eingeschränktes Leben hinter sich,

bevor er sich der Literatur widmen konnte, so wie er es immer wollte.

Sein erster Aufenthalt in Weimar war

1787. Hier traf er auf Herder und Wieland.

Goethes Bekanntschaft machte er erst

ein Jahr später. Auf beide hat das damals

(noch) keinen großen Eindruck gemacht.

Goethe fühlte sich von dem wachsenden

Ruhm Schillers bedroht. Er fürchtete

wohl um seine Vormachtsstellung. Aber

da brauchte er sich keine Sorgen zu

machen, denn er war der poetische

König von Weimar, war von Wohlstand

umgeben. Schiller hingegen lebte in armen Verhältnissen, hatte

Frau und vier Kinder und war auf Zuwendungen angewiesen. Seine

Frau, Charlotte von Lengefeld, hatte er 1790 geheiratet.

Nach und nach entwickelte sich eine tiefe Freundschaft zu Goethe

und Schiller siedelte nach Weimar um. Kurz darauf wurde er

aufgrund seiner Verdienste in den Adelsstand erhoben.1805 ist er

gestorben.

Obwohl nach seinem Tod sein Skelett verloren gegangen ist, denn

man stellt fest, dass die Gebeine in dem Sarg nicht die seinen

waren, hat man sich entschlossen,

den leeren Sarg in der Fürstengruft

zu belassen.

Das ist ein Stoff, da könnte man

einen Krimi drüber schreiben. Aber

die Einzelheiten über sein Leben

und seinen Tod hätte ich nie in

Erfahrung gebracht, wenn ich nicht

nach Weimar gefahren wäre.

Anfänge der Weimarer Zeit

Stadtleben

Bevor ich zu meinem nächsten

Literaten komme, möchte

ich euch etwas von der Stadt

Weimar zeigen.

Dies ist das Rathaus. Es wurde

1841 im neugotischen Stil

erbaut. Der Platz davor ist sehr

groß und bietet sich zu Markttagen

an, dann ist hier ein buntes Treiben, und über allem

erklingt das Glockenspiel. Auf dem Platz sind Cafés, in denen ich

das eine oder andere Mal gerne gesessen und mich in das alte

Weimar zurückversetzt gefühlt habe. So viel hat sich ja gar nicht

verändert. Um den Platz herum sind interessante Gebäude.

Kränze

Grabpflege

Grabneuanlagen

Hier z.B. das Lucas-Cranach-

Haus, Renaissance. Cranach

hat von 1552 bis zu seinem Tod

1553 hier gewohnt.

Friedhofsgärtnerei

Werner Schatz

Tel./Fax 0221/ 61 05 66

Berg. Galdbacher Str. 86

51065 Köln-Mülheim


Senioren 13

Rezepte

Das Hotel Elephant, das

schon seit 1696 hier steht,

erfüllt höchste Ansprüche.

An diesem Haus steht die

„sinnvolle Anfrage:

„Wenn Sie das Leben kennen,

geben Sie mir doch bitte

seine Anschrift.“

An vielen Häusern kann man ähnliche Sprüche lesen.

Weimar ist auf jeden Fall eine Stadt, in der Kultur greifbar

nahe ist. Nicht langweilig und theoretisch, nein, ich bin mittendrin,

fühle und erspüre das damalige

Leben, bin allen diesen berühmten

Persönlichkeiten, die hier gelebt

und gearbeitet haben, so nah.

Kaisersalat

2 Pfund gekochte Kartoffeln, 2 gekochte Möhren, 2 gekochte

Sellerieknollen, 2 gekochte Petersilienwurzel, 2 Salzgurken.

Alles in Würfel geschnitten, dann mit Essig, etwas Wasser,

geriebener Zwiebel, etwas Zucker durchziehen lassen. Zuletzt

mit Mayonnaise oder Remouladensauce übergießen.

Gyros-Auflauf „a la“ Rosi

Ich habe mir Zeit gelassen und vieles

entdeckt, was versteckt war: hier eine

Skulptur, dort ein Brunnen oder eine

Inschrift.

In der nächsten Ausgabe gibt es eine

Fortsetzung.

Text und Fotos: Brigitte Jaschinski

1 kg gewürztes Gyrosfleisch anbraten, in eine Auflaufform

füllen. 500 gr Spätzle nach Anweisung kochen, über das

Fleisch geben

1 Becher süße Sahne

1 Becher Joghurt

1 Pk. Thomys Hollandaise

alles miteinander verrühren, und geriebenen Käse über den

Auflauf streuen.

Im Backofen, Umluft 180° C, ca. 35 - 40 Min. backen,

bis der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist

Ristorante Palazzo

Italienische Küche

der besonderen Art

Clevischer Ring 3- 51063 Köln

Tel.: 0221 620-1889

Neue Öffnungszeiten:

Mo-Sa: 12:00 – 23:00 Uhr

So + Feiertage: 14:00 – 23:00 Uhr

Kein Ruhetag

Separate Raucher Zone!

Täglich wechselnde Highligts!

Rat und Hilfe

im Trauerfall bei

Tag und Nacht!

Letzte Wege –

Wir an Ihrer Seite

Das Bestattungshaus

in Köln-Mülheim

E. Maus

seit 1878

Eigene Trauerhalle

und Abschiedsraum

Regentenstraße 85 · 51063 Köln

Telefon 0221 - 613725

info@maus-koeln.de

www.maus-koeln.de


14

Beiträge

Gemeinsam gegen

rassistischen Terror

Überall in den Medien hört man derzeit das Für und Wider um die

Größe des Gerichtsraumes im Neonazi-Prozess. Ein Thema, welches

sicher bei vielen von uns zuvor lange brach gelegen hat. Und nun,

nun ist es in aller Munde.

Gleichzeitig jährt sich nun schon zum zwanzigsten Male der

Anschlag auf das Wohnhaus in Solingen, in dem 5 Menschen

starben. Hier bei uns direkt in der Nachbarschaft, in der Keupstraße,

wurde vor 9 Jahren ein Anschlag mittels einer Nagelbombe verübt.

Die Zeit ist günstig, noch mehr Proteste durchzuführen, noch

mehr Menschen wach zu rütteln, zu gedenken - der vielen Opfer,

die diese Anschläge nicht überlebt haben oder verletzt wurden.

Es ist genau der richtige Zeitpunkt, an dem verschiedene Akteure

sich zusammen getan und eine Erinnerungsveranstaltung in der

Keupstraße durchgeführt haben.

„Zwei Minuten Stillstand“

Mülheim gegen Rassismus

von Claudia Over

„Halt an und denke“ - unter diesem Leitsatz versammelten

sich am Freitag, den 28. Juni um 11.00 Uhr, in der Mülheimer

Keupstraße trotz Dauerregen rund 150 zumeist jüngere Menschen,

um mit zwei Schweigeminuten gemeinsam ein stummes, aber

nichtsdestoweniger machtvolles Zeichen gegen Rassismus und

Gewalt zu setzen. 120 Sekunden Besinnung in Gedenken an die

Opfer von Krieg, Verfolgung, Rassenwahn und Intoleranz. Zwei

Minuten aber auch zur Selbstreflektion, sich aktiv für ein gelebtes

Miteinander der Kulturen und gegen Diskriminierung einzusetzen.

Halte an und handle - sollte das Fazit jedes einzelnen aus dieser

Aktion der israelischen Künstlerin Yael Bartana lauten, das im

Rahmen des Theaterfestivals „Impulse Theater Biennale 2013“ als

konzertiertes öffentliches Projekt, eigentlich ganz Köln umspannen

sollte.

Foto Tanja Hinz

Foto Karin Geissler

Und als ob das Thema nicht schon mies genug wäre, hat es an

diesem Mittwoch, dem 29.05.2013, geschüttet wie aus Eimern.

Und trotzdem sind die Menschen gekommen. Menschen aus den

unterschiedlichsten Nationen. Deutsche, Türken, Persianer und viele

andere, Seite an Seite haben sie gemeinsam unter Regenschirmen

oder in Regenkleidung diese Kundgebung begleitet. Haben

gemeinsam zugehört, getrauert und gehofft. Hoffen auf

bessere Zeiten, auf Zeiten ohne Morde, ohne Fremdenhass und

Ausgrenzung, hoffen auf die Sonne und ein schönes gemeinsames

Miteinander, so wie bei dieser Kundgebung.

Silli

Während die Erwartungen der

Veranstalter am Roncalliplatz

in der Innenstadt ,dem zweiten

zentralen Veranstaltungsort,

wegen der geringen Resonanz

enttäuscht wurden, zeigten

sich die Initiatoren von der

Umsetzung in Mülheim umso

mehr begeistert. Kuratorin

Dr. Stephanie Wenner

befand bei der abendlichen

Podiumsdiskussion im Hörsaalgebäude der Universität die

Aura in der Keupstraße gar als einen „Moment von Schönheit“.

Maßgeblichen Anteil an der wirklich anrührenden Stimmung

hatten insbesondere die zahlreich erschienenen Schülerinnen und

Schüler, sowie das Lehrerkollegium der Mülheimer Elly-Heuss-

Knapp Realschule. In Zusammenarbeit mit der Künstlerin und

dem Projekt Management lag die Umsetzung des Projekts in ihrer

Verantwortung. So verwandelte sich die Keupstraße - untermalt

von sirenenartig heulendem Trompeten- und Saxophongewitter

und einer wahren Flut rot-schwarzer „Denkzettel“ - im Dunst des

Nieselregens für zwei Minuten in ein tönendes Mahnmal.

Durch ihre unvoreingenommene Herangehensweise

an das Thema gelang den Schülern, was der

Intention Yael Bartanas wohl am nächsten kam,

womit sich aber ihre Kritiker schwer taten - der

Übertragung des israelischen Rituals , dem Jom

haSho’a zu Ehren der Opfer des Holocaust, in

einen ganz generellen Appell für Gewaltlosigkeit.

Gedanken wie “Ich frage mich, warum die

Menschheit so weiter macht und nichts aus dem

kriegen gelernt hat. Und ich denke daran, wie ich

als einzelne Person mein eigenes Umfeld positiv

beeinflussen kann, damit die Welt wenigstens etwas

friedlicher wird” (G., 16 Jahre), oder: “Ich denke an

meinen Ur-Opa, den ich noch nie gesehen habe und

der im Krieg gestorben ist. Er war 26 Jahre alt” (T., 12

Jahre), oder auch “Ich denke an die Armen” und “Ich

denke an Obdachlose, die kein Zu hause haben und

in der Kälte schlafen müssen” (M. 15 Jahre) zeigen,

dass die Jugendlichen die Message des Projekts

verstanden haben.


Beiträge 15

Spatenstich zum Umbau

der Frankfurter Straße

in Köln-Mülheim

Blutige

Aussichten

Von Heinz Weinhausen

- Eingekürzter Text

Mit dem ersten Spatenstich am 21.

Mai startete nun offiziell der Umbau

der Frankfurter Straße, der Mülheimer

Geschäftsstraße Nummer 1.

Klar ist schon jetzt, dass es alles

andere als die angekündigte und vom

Kölner Stadtrat noch im Jahre 2009

beschlossene Flaniermeile werden wird,

sondern dass es bei der jetzigen Automeile

bleiben wird.

Statt erhoffter Verbreiterung wird den

Fußgängern sogar noch der Bürgersteig

gekürzt. Klar ist auch, dass sich mit einer

alleinigen Aufhübschung der Rush-Zone

der Niedergang nicht aufhalten lassen wird,

die Trading-Down-Situation wird bleiben.

Dies ist auch den Anwohnern schwer

zu vermitteln, die zu 100 % zur Kasse

gebeten werden, während die Stadt sich

für den Umbau gerne die EU-Fördermittel

auszahlen lässt.

Die Initiative „Planung von unten“ hatte ein

alternatives Konzept - breite Bürgersteige

und shared space, Radfahrer und Autos auf

eine Fahrspur - vorgeschlagen. Nichts von

alledem wurde beschlossen.

Warum eigentlich Radstreifen?

Entgegen dem von Bürgerinnen und

Bürgern entwickelten Alternativkonzept

werden nun beidseitige Radstreifen gebaut.

Generell sind Radwege auf der Fahrbahn

gefährlich, weil sie von den AutofahrerInnen

nicht gut, teils gar nicht eingesehen werden

können. Der 50 cm Sicherheitsabstand zu

den parkenden Autos ist zu gering.

Die sogenannten Rad-Schutzstreifen

werden außerdem zum Halten und zum

Parken missbraucht. Ständig müssen nun

zukünftig RadfahrerInnen notgedrungen

auf die Fahrbahnmitte ausweichen. Zum

Ein- und Ausparken müssen die PKWs den

Radstreifen kreuzen. Hierdurch sind die

RadfahrerInnen der Sorgfalt der Autofahrer

ausgeliefert.

Nun wurde auch noch die Fahrbahnbreite

auf 2,50 m verkürzt. Busse und LKW‘s sind

aber genau so breit. Mit einer Spiegelbreite

von 2,70 m können sie nicht mehr

aneinander vorbeifahren, ohne auf den

sogenannten Schutzstreifen auszuweichen.

Das kann nicht gut gehen.

Heinz Weinhausen gehört zu den Gründern

der Initiative „Rettet unsere Veedel“ in Köln-

Mülheim

Foto Brigitte Jaschinski

Umgestaltung der

Frankfurter Straße

Die Frankfurter Straße wird im Rahmen

des integrierten Handlungskonzeptes

MÜLHEIM 2020 zwischen Wiener Platz

und Mülheimer Bahnhof umgestaltet

und aufgewertet. Außerdem wird auch

der Bahnhofvorplatz neu gestaltet

und aufgewertet. Die umfangreichen

Bauarbeiten haben am 13. Mai 2013

begonnen.

Die Frankfurter Straße wird dann

zwischen Montanusstraße und Wiener

Platz als Einbahnstraße in Fahrtrichtung

Wiener Platz eingerichtet. Der in

südliche Richtung fahrende Verkehr wird

über die Bergisch Gladbacher Straße

und die Montanusstraße umgeleitet. Die

Umleitung ist vor Ort ausgeschildert.

Bei Fragen zum Straßenausbau stehen

wir Ihnen unter der Telefonnummer

0221 / 221-27108 gerne zur Verfügung.

Stadt Köln

Fragen zu Straßenbaubeiträgen

beantworten wir Ihnen gerne unter der

Telefonnummer 0221 / 221-22745.

Stadt Köln

Trading Down

Der Begriff „Trading Down“ beschreibt

einen typischen Entwicklungstrend eines

Stadtteilzentrums vom vollständigen

Angebot mit pulsierendem Leben hin

zu zunehmenden Leerständen und

ausbleibender Kundschaft. Nicht nur

Leerstände sind ein Indikator für einen

Trading-Down- Effekt.

Auch vermietete Gewerbeeinheiten

können problematisch sein, wenn ihre

Nutzung nicht zur Nachfrage und zum

übrigen Angebot des Standortes passt.

Die Chance ist groß, dass sie zu

potenziellen künftigen Leerständen

werden oder nach und nach hochwertige

Angebote durch Billiganbieter ersetzt

werden. Prominente Beispiele dafür sind

Spielhallen oder Ein-Euro-Läden.

Auch das kann zu einem Imageverfall des

Standortes beitragen.


16 Initiativen und Vereine

HospizVerein Köln-Mülheim e.V.

Die Würde des Menschen ist unantastbar,

so steht es im Grundgesetz.

Und so ist es im kollektiven Bewusstsein

verankert. Aber wie definiert sich Würde,

wenn es um die letzten Dinge geht, wenn

all die persönlichen Attribute, Erfolge

und Erfahrungen nicht mehr gelten? Die

Hospiz-Arbeit hat darauf eine überzeugende

Antwort: In Würde sterben heißt,

selbstbestimmt sein Leben in der Hand

halten, nicht alleine sein müssen, im vertrauten

Umfeld oder in behüteter Atmosphäre

Abschied nehmen dürfen, ohne

Schmerzen, umsorgt und getragen von

Liebe und Anteilnahme. Die meisten Menschen

wünschen sich das. Für viel zu viele

bleibt es eine Illusion. Die Lücke, die hier

zwischen Ideal und Wirklichkeit klafft, ist

erschreckend. Hoffnung macht, dass wir

uns zunehmend dieser Kluft bewusst sind,

und durch immer engere Vernetzung der

Hospiz-Arbeit mit Palliativeinrichtungen

ein Wandel sichtbar wird.

Der Hospiz-Verein Köln-Mülheim e.V. ist einer

von 1500 ambulanten Hospiz-Vereinen

in Deutschland, die an Gegenstrategien

arbeiten. Dreißig ehrenamtliche Mitarbeiter

zwischen fünfundzwanzig und achtzig

Jahren begleiten hier jährlich an die sechzig

Familien, kostenfrei und ohne Ansehen

von Staatsangehörigkeit, sozialem Status

oder Religion. Etwa 1150 Stunden Betreuungszeit

kommen da jährlich zusammen.

Eine sorgfältige Schulung, monatliche

Treffen, Diskussionsrunden und Fortbildungen

in Sterbebegleitung und Trauerarbeit

gehören zum Ausbildungsprogramm

für die Begleiter. Die Begleitungen erstrecken

sich manchmal über Tage, meistens

über Wochen und Monate und selten

sogar über Jahre hinweg. Das ist keine

leichte Aufgabe. „Dennoch bekommen wir

mehr zurück als wir geben“, so eine langjährige

ehrenamtliche Mitarbeiterin.

Die Würde

des Menschen

ist unantastbar“


Der Hospiz-Gedanke hat eine jahrhundertelange

Tradition: Im Mittelalter war

ein Hospiz eine Herberge für Bedürftige,

Fremde und Kranke. Das 19. Jahrhundert

griff diesen Gedanken wieder auf. In Lyon

(1842) und Dublin (1879) entstanden die

Vorläufer heutiger Hospiz-Einrichtungen.

Das erste deutsche Hospiz gründete sich

1986 in Aachen. Inzwischen gibt es in

Deutschland 179 stationäre Hospize, 231

Palliativstationen in Krankenhäusern und

Kliniken. Alle arbeiten nach den gleichen

Prinzipien: Der Wille des Kranken ist maßgebend.

Palliative care - das Bemühen um

Schmerzfreiheit und Lebensqualität steht

vor Medical care – auf Heilung gerichtete

Behandlung.

Das Ziel der Hospiz-Bewegung: Für jeden

einzelnen der 800.000 Sterbenden in

Deutschland pro Jahr soll der Hospiz-

Gedanke Realität werden: Sterben ist

Leben bis zuletzt. Der Weg zu diesem Ziel

wird nicht einfach sein. Zwar hat sich auch

in der öffentlichen Wahrnehmung einiges

geändert, Tabuthemen bleiben Tod und

Sterben aber nach wie vor. Vielleicht, weil

wir mit jedem erlebten Tod auch mit der

eigenen Endlichkeit konfrontiert werden,

vielleicht aber auch, weil das, was “danach“

kommt, die große Unbekannte in

unserer leistungsorientierten Zeit bleibt.

Aber das Sterben darf nicht zum Programmpunkt

verkommen, nach dem wir

möglichst schnell wieder zur Tagesordnung

übergehen. Geboren werden und

Sterben sind die großen Momente im

Leben eines jeden Menschen. Sie in Würde

zu erleben ist ein Menschenrecht, auf das

wir nicht verzichten wollen, auf das wir

nicht verzichten dürfen.

Gisela Garrasco

Foto: Stadtkind

Nächste Folge:

Hospiz und Trauerarbeit in Köln Mülheim

Letze Folge:

Leben und Sterben in anderen Kulturen

Hospizverein Köln–Mülheim e.V.

Adamstr. 21 – 51063 Köln

(Liebfrauenhaus)

Telefon: 0221/680 025 32

Sprechzeit:

Mittwochs 9.00 – 14.00 Uhr und

Freitags 9.00 – 12.00 Uhr

E-Mail:

info@hospizverein-koeln-muelheim.de

Weitere Informationen im Netz :

hospizverein-koeln-muelheim.de


Initiativen und Vereine 17

Ein Straßenbahntunnel

wird aufgehübscht

Vom 13. bis 16. Juni 2013 hat die CAJ

Schäl Sick im Rahmen der 72 Stunden

Aktion des BDKJ den Straßenbahntunnel

auf der Heidelberger Straße in Köln-

Buchforst künstlerisch gestaltet.

Ca. 300 Kinder und Jugendliche aus

Schulen, Vereinen und Institutionen

haben die 650 qm Tunnelfläche bemalt.

Unterstützt wurden sie dabei von drei

professionellen Künstlern: Andrea Bryan,

Dirk Schmitt und Klaus Tenner.

Wie bereits 2009 an der S-Bahn-Unterführung

in Buchforst wollten sie mit diesem

Projekt auch dieses Jahr die Bewohner

der Stadtteile Buchheim, Buchforst

und Mülheim zusammenführen, um in

der gemeinsamen Arbeit einen Raum für

Begegnung, Freude und Gemeinschaft

zu schaffen.

Fotos Julia Tauber

Farben Herweg

seit 1932 in Köln-Mülheim




Herbol-Color-Service

Farben & Lacke

Künstlerbedarf

Frankfurter Str. 64

51065 Köln-Mülheim

Telefon: 0221-61 47 81


18

Kolumne

Die Explosion der freien Sicht

Von Anno Bergmann

Die Geschichte der Freiheit ist lang und untrennbar an die Geschichte

der Sprache gebunden. In Jahrtausenden erlernen die

Sprachteilnehmer neue Mittel des Ausdrucks: Was gestern als

undifferenzierte Geste beginnt, ist heute audiovisuell dekodierte

Zeichensequenz auf mobilen Endgeräten. Was vorgestern den

Neandertaler überfordert, ist übermorgen interaktiver Kommunikationsstandard,

den bereits Grundschüler souverän handhaben.

Die Geschichte der Sprache und ihrer Teilnehmer ist auch eine

Geschichte der Entbindung und Auslagerung. Die Technik der

Schrift entbindet ihre Nutzer der überlebenswichtigen Strategie

der Erinnerung, und lagert diese in die neue Technik, den Text, aus.

Die Technik des bewegten Bildes verlagert die Imagination innerer

Bilder, die Intuition auf die Leinwand. Jede neue Kompetenz im

Ausdruck entbindet, d.h. befreit, ihre Nutzer von Notwendigkeiten

und überführt diese in den Modus der Möglichkeit. Nach wie vor

erinnern wir uns oder besitzen Fantasie; aber zunehmend weniger

im Modus der Notwendigkeit. Wir alle können mit der Hand

schreiben, Tastaturen entbinden uns jedoch der Pflicht handschriftlich

kommunizieren zu müssen. Freiheit ist die technisch verfügte

Verlagerung des Müssens ins Können.

Wenn aus Müssen Können wird, bedarf es der Orientierung.

Schließlich müssen im Modus optionaler Vielfalt eindeutige

Bewegungen gefunden werden, da Geschichte andernfalls nicht

erzählt werden kann, ihre Teilnehmer teilnahmslos bleiben. Daher

erfindet sich die Geschichte der Freiheit einen Motor, dessen

Treibstoff der sprachliche Wert ist. Der Motor, das ist die Kultur.

Im Bauplan des Motors, diesem fragilen Komplex sprachlich kodierter

Werte, tritt ein formaler Widerspruch zu Tage. Das Wesen

der Sprache besteht darin, eine sinnstiftende Kombination zeitgleicher

Werte und Nicht-Werte sein zu müssen: Wenn wir „Wir“ sagen,

meinen wir auch „Nicht-Ihr“, und implizieren Weite und Differenz in

der Gleichzeitigkeit von Wert und Nicht-Wert, zwischen „Uns“ und

„Nicht-Euch“. Die Möglichkeit gleichzeitiger Zeichen suggeriert die

Gleichzeitigkeit des Bezeichneten. Doch das Bezeichnete existiert

vor oder nach, niemals in den Zeichen. Wir und Ihr, Du und ich –

wir bleiben im Modus der Hoffnung hoffnungslos Getrennte: Der

formale Widerspruch von Freiheit ist der, dass wir im Status des

Könnens das Nicht-Können können müssen.

Dieser Widerspruch vermag Unfrieden zu stiften, führt zu Missverständnis

und Missbrauch – sofern man die Mühen um dieses letzte

Müssen der Freiheit, die Hingabe an Weite und Differenz, einzugehen

nicht bereit ist. Das Nicht-Können können müssen zu wollen

bedeutet hingegen, die Leistungsgrenzen des Motors anzunehmen

und zu respektieren.

Bleibt dieser Respekt aus, folgt dem formalen zwangsläufig der

inhaltliche Widerspruch, der vorübergehend für mediale Empörung

sorgt. Wenn beispielsweise Geheimdienste im Namen der Freiheit

nicht nur Glasfaserkabel, sondern auch das naive Vertrauen der

Nutzer jener Kabel anzapfen. Wenn Freiheit ihre Teilnehmer des

Risikos entbindet, im „Aufklärungsflug“ über andere Codes hinweg,

Leib und Seele unmittelbar beanspruchen zu müssen. Wenn Freiheit

zum bloßen Verfügungsakt über Raum und Zeit zu werden droht,

auf dass mehr oder weniger wichtige Informationen kodiert und

andernorts dekodiert werden können. Wenn Freiheit Tränengas

zum souveränen Wert erhebt (weil man die Mühen des Dialogs

scheut) und in der Bildschirmdiagonale mobiler Endgeräte bequem

Platz findet.

Dann missversteht, nein, missbraucht Freiheit den Bauplan der

eigenen Motorik. Dann schneidet Freiheit ihren Teilnehmern die

Sprache, die Kraft von Frage und Antwort ab. Aus Teilnehmern

werden, Scheibe um Scheibe, normgerechte Nehmer, Nutznießer,

gerade kompetent genug, sich zu Schwärmen formieren zu können,

nein, zu dürfen. Spätestens dann verzweifelt Freiheit daran, das

Nicht-Können können zu müssen.

Die Geschichte der Freiheit droht damit, rasch in die bequemste

aller Zielgeraden einzubiegen, entlang des gegenstandslosen

Tugendwahns absoluter Identität, vorbei am paranoiden Totentanz

nicht erinnerbarer Fragen und Antworten, hinein ins Feuerwerk

gewesener Imagination.

Irgendwann oder vielleicht, nach der Zerschlagung von Weite und

Differenz, der Explosion der freien Sicht, dem Zauber der Sprache.

Poesie allen Seins.


Beiträge 19

Ein Pfingstnachmittag im Schlosspark Stammheim

Text von DB / Fotos Günther Kohl

An Pfingsten öffnete der Skulpturenpark in Stammheim mit

seiner inzwischen 12. Ausstellungsstaffel erneut seine Pforten.

63 Kunstwerke regionaler und internationaler Künstler sowie

das ausgesprochen sommerliche Wetter lockten viele Besucher

in den Schlosspark Stammheim. Live-Musik, Grillbuden und

Getränkestände trugen zur volksfestartigen Atmosphäre bei.

Nach einer Eröffnungsrede der Bürgermeisterin Angela Spizig

führte die Kunsthistorikerin Romana Breuer zu den neuen

Skulpturen.

In Erinnerung blieben insbesondere das marmorne „Hemdchen“

der Berliner Künstlerin Lisa Tiemann. Tiemann spielt hierbei mit

der Ästhetik des Torsos, indem sie die starre Eleganz des Marmors

zwischen zwei Bäumen hängt und im Wind regelrecht wehen lässt.

Als nicht minder beeindruckend erwies sich die Installation

„Besinnung“ des Leichlinger Künstlers Winfried Gille. Gille hat

25.000 Hüllen von Fürbitte-Kerzen zu Schläuchen montiert und

sie derart an Holzbalken gehängt, dass ein begehbarer Raum der

Andacht und Konzentration entsteht. Die Hüllen der Kerzen wurden

seit 2010 von Kirchengemeinden gesammelt und dem Künstler zur

Verfügung gestellt. Hinter jeder Hülle verbirgt sich entsprechend

ein individueller Akt intimsten Glaubens. Mit „Besinnung“ hat Gille

den ersten Preis des jährlich ausgeloteten Wettbewerbs gewonnen.

Die Betonplastik „Die Wa(r)tenden“ des Arnsberger Künstler-Duos

Stephanie Schröter und Peter Marth hingegen geht weniger

abstrakte, aber nicht minder spannende Wege. Gezeigt werden drei

lebensgroße Figuren, die bis zu den Knien im Gras und einander an

den Händen haltend den beschwerlichen Gang zum Rhein suchen.

Ob sie nun waten oder warten, sich bewegen oder verharren – viele

Kunstwerke im Schlosspark entziehen sich eindeutigen Antworten,

und machen damit den Gang durch den Park zu einem reizvollen

Erlebnis.

Der Park und seine Skulpturen sind ganzjährig und eintrittsfrei zu

besuchen. Jeweils im Frühjahr eines Jahres setzen die Organisatoren

des Parks, die Initiative Kultur Raum Rechtsrhein (KRR), eine

Bewerbungsfrist für Künstler. Nähere Infos für Besucher und

Künstler gibt es unter der Website des Parks

(www.schlosspark-stammheim.com).


20

Initiativen und Vereine











Familienberatungsstelle in Köln Mülheim bietet kostenlose Sprechstunde

für Mütter und Väter mit Babys und kleinen Kindern.

„Menschenskinder! Was für eine Nacht. Wir können einfach nicht

mehr durchschlafen. Ich bin total erschöpft und weiß nicht mehr

weiter“.

„Menschenskinder! Mein Baby schreit so viel, ich kann es kaum

beruhigen. Außerdem überfordert unser Kind uns mit seinen

Wutausbrüchen“.

Mit solchen oder ähnlichen Fragestellungen stehen gestressten

Eltern in Köln-Mülheim nicht mehr allein.

Seit einem Jahr gibt es die kostenlose Sprechstunde „Menschen(s)

kinder!“ für Mütter und Väter mit Babys und Kleinkindern in den

Räumlichkeiten der Familienberatungsstelle der Christlichen Sozialhilfe

in der Knauffstraße in Köln-Mülheim.

Angesprochen sind vor allem gestresste Eltern und Alleinerziehende

aus Köln und Umgebung, deren Kinder unstillbar nicht in

den Schlaf finden, sich schwer beruhigen lassen oder das Essen

verweigern. Auch exzessives Schreien, ausgeprägtes Trotzen oder

Klammern können Fragestellungen sein, die in der Beratungsstelle

behandelt werden.

Neben dem speziellen Beratungsangebot für die notgeplagten

Eltern kleiner Kinder bietet die Beratungsstelle natürlich

weiterhin Beratung und Unterstützung in allen Fragen

der Erziehung, Partnerschaft und Familie. Den Fachkräften

aus Familienzentren, Schulen und sonstigen Einrichtungen

der Kinder- und Jugendhilfe steht ein umfangreiches

Angebot an Hilfestellungen zur Verfügung

in Form von Elternabenden, Infonachmittagen,

Fallbesprechungen oder Supervisionen.

Die Beratungsstelle arbeitet in einem multiprofessionellen

Team und kooperiert mit Kinderärzten, Kinderund

Jugendlichenpsychotherapeuten, Familienzentren

sowie Physiotherapeuten und Ergotherapeuten.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Susanne Unverdroß

Ho l w e i d e r

An t i k-Ma r k t

Berg.Gladb.Str. 616- Holweide

Tel.: (0221) 63 91 30

Inhaber: Karl Effelsberg

Öffnungszeiten:

Di - Fr 10 - 13 Uhr und 14 - 18 Uhr

Sa 9 - 14 Uhr

Menschen(s)kinder

CSH Familienberatung

Knauffstr. 14 - 51063 Köln Mülheim -

Tel: 0221-6470931

E-Mail: familienberatung@csh-koeln.de


Beiträge

21

Bier oder Brot?

Es war im Jahr 6.375 vor unserer Zeitrechnung,

Keramisches Neolithikum.

Man jagte und sammelte. Unten anderem

Wildgetreidekörner.

Wie man Keramik brennen konnte wusste

man schon; mal so’n kleines Töpfchen

machen, usw.

Einer meiner Vorfahren hatte Getreidekörner

in einem Keramiktopf gelagert, aber es

regnete. Die Körner wurden nass, keimten,

dann kam der zweite Regen.

Der Schluderkopp hatte mal wieder nicht

aufgepasst. Das ganze Zeugs fing an zu

gären. Frau war sauer: „Die Blubberbrühe

können wir jetzt wegschütten!“

Der alte Jäger wollte es aber probieren:

„Kann ich diese Blubberbrühe trinken?“

Gesagt, getan, rein mit der Brühe.

„He“, sagte er sich, „is‘ ja juter Stoff, schmeckt

so mehr oder weniger, aber macht echt

lustig.“ Hat gleich noch seine Kumpels zum

Probieren eingeladen – und – alle fanden

das Gebräu super.

Gleich setzte man ein paar mehr Keramik-

Büchsen an.

Nach sechs Wochen gab es ausreichend

Nährbrühe zum Weiterverteilen.

Weitere Test-Brüder wurden eingeladen:

Der Feuersteinmacher, Pyrit-Spezi und

auch die gesamte Abteilung der Säbeltiger-

Abwehr.

„Na nun mal ran – jetzt mal keine Müdigkeit

vorschützen. Probiert das Blubberwasser

und sagt, wie es euch gefällt.“

„Det is‘ ja echt en Super-Stoff! Da wollen

wir mehr von haben!“ war die einstimmige

Meinung.

„Hm – nich‘ so einfach!“ sagte der Wildschwein-Jäger

nachdenklich, „müssten wir

‘ne Menge Körner sammeln gehen.“

„Na dann lass uns doch ein Stückchen Erde

mit ‘nem Stock auflockern. Körner reinschmeißen

und det wächst dann schon,

dann bräuchten wir nicht ewig lange

sammeln, haben dann das Basis-Material für

das Blubberwasser vor der Haustür“, meinte

Pyrit-Spezi.

Also – man grub gemeinsam ein (aber echt

großes) Stücke Land um und spähte die

Wildgetreidekörner, nun war geduldiges

Warten abverlangt.

Auch mussten größere Keramikgefäße

gebrannt werden, da wurde schon etwas

gemeinsame Organisation erforderlich.

Und das End von die Geschicht‘? Wir hatten

es geschafft, die Bierversorgung für den gesamten

Stamm war gesichert. „Prost Leute!

– Haut weg das Zeugs!“

Otto Zimmermann

Das war der Anfang des Ackerbaus.

So war das damals nun mal bei uns.

Brot wurde erst 1.000 Jahre später

gebacken.

Das Bier hält sich übrigens nicht wegen

dem Hopfen, sondern vor allem wegen des

natürlichen Antibiotikums Tetracyclin

das wussten wir damals jedoch noch nicht.


22

Beiträge

„Jenseits des Tales standen ihre Pferde“,

sangen wir in der Jugendgruppe. Wir saßen

tatsächlich in einem Tal, ein Lagerfeuer

loderte, und Peter begleitete uns auf der

Klampfe, wie damals die Gitarre hieß. Aber

Pferde hatten wir keine, und in dem Lied

waren wir auch nicht gemeint, sondern

Zigeuner, über die wir einige romantische

Lieder kannten.

Wer sich ein bisschen gebildet gab, besuchte

die Operette „Der Zigeunerbaron“

von Johann Strauss, und wem der Weg zur

Oper zu fremd war, der aß auf alle Fälle

im Wirtshaus „Zum kupfernen Kessel“ das

„Zigeunerschnitzel“ oder „Fritten mit Zigeunersoße“.

Jahre später wurde ein Hit von Alexandra

zum Ohrwurm, der noch heute in unseren

Gehörgängen nachwirkt:

„Zigeunerjunge, Zigeunerjunge

sie kamen in uns‘re Stadt.

Die Wagen so bunt, die Pferdchen so zottig,

sie zogen die Wagen so schwer,

- Tam ta ta ta ta tam tam ta tam tam ta tam -

und ich lief hinterher,

immer nur hinterher.

Zigeuner in unsere Stadt.

- Tam ta ta ta ta tam tam ta tam tam ta tam -

kamen in uns‘re Stadt.“

Angekommen. Sie sind in unserer Stadt.

Allerdings heißen sie als Volksgruppe

nicht Zigeuner. Als solche werden sie seit

Jahrhunderten einerseits romantisiert,

“Zigeunerjunge...“, andererseits gehasst

und verfolgt. Im deutschen „Dritten Reich“

gehörten sie zu den Menschen, die in die

Vernichtungslager von Auschwitz und Treblinka

geschickt wurden. Noch in jüngster

Zeit wurde mir in Exjugoslawien in Kreisen

gebildeter Akademiker unterbreitet, Hitler

sei schlimm gewesen, aber die Vernichtung

der Gipsies müsse die Welt ihm danken.

Ihr Volk heißt nicht Zigeuner. Sie nennen

sich Roma oder Sinti, wie wir uns Deutsche

nennen. Modern und reich erscheinen sie

uns in Wohnwagen-Kolonnen, die für kurze

Zeit auf größeren Parkplätzen unserer Städte,

auf Rastplätzen der Autobahn oder in

Feriendomizilen auftauchen.

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Hilfe, die

Zigeuner

kommen!!!

Aber an dieser Stelle soll von Menschen gesprochen

werden, von Gestalten der Armut,

die scheinbar unsichtbar den Weg in unsere

Stadt gefunden haben. Wer sie antreffen

will, trifft sie in unserem Viertel, wie zum

Beispiel auf der Keupstraße, Ecke Holweiderstraße

an, abgestempelt als menschliche

Ware auf dem „Arbeiterstrich“.

Aus Befremdung und Angst wird gesagt,

sie seien mit zehn Kindern angekommen,

um Kindergeld einzukassieren, oder seien

angekommen, um zu stehlen, oder seien

angekommen, um für Dumpinglöhne auf

dem Schwarzmarkt zu arbeiten.

Auf alle Fälle sind sie nicht mit Pferdchen

und bunten Wagen gekommen.

Was uns und sehr wahrscheinlich Ihnen

nicht bewusst ist:

Sie sind anerkannte Bürger der Europäischen

Union, ihnen steht ab dem 1. Januar

2014 der Arbeitsmarkt der EU-Länder offen

und alle Rechte wie Pflichten der EU-Bürger.

So einen Status hat es für diese Menschen

noch nie gegeben.

Diesen Status haben sie sich nicht erworben.

Er wurde ihnen von den Politikern geschenkt,

die die europäische Gemeinschaft

erdachten. Ob die damaligen Politiker sich

dessen bewusst waren, sei dahin gestellt.

Lauscht man unserem Innenminister und

anderen Politikern, scheint man diese

Großzügigkeit zu bedauern. Viele würden

gerne den europäischen Gedanken opfern,

die Grenzen zu Rumänien und Bulgarien

schließen, um das Angstgespenst der Armut

dieser Länder vor unseren europäischen

Bürgschaften zu schützen. Es mangelt

nicht an Vorarbeit der Medien, Politik und

sogar der Kirche, diese Angst zu schüren.

So untermauert der Kardinal Meißner das

zweifelhafte Volksempfinden, diese Menschen

kämen nur, um hier das Kindergeld zu

kassieren.

Fest steht, dass Bulgarien und Rumänien

die Armenhäuser unserer Staatengemeinschaft

sind. Der Durchschnittsverdienst

beträgt 300 Euro. Unter dieser Armutsgrenze

werden die Menschen der Roma und

Sinti-Gemeinschaft außen vor gehalten. Ihre

Kinder besuchen in der Regel keine Schule,

für Frauen gibt es als Verdienstmöglichkeit

nur die Prostitution, und der Arbeitsmarkt

für Männer liegt oft außerhalb der Legalität.

Kranken-, Sozial- oder Arbeitslosenversicherung

sind Fremdbegriffe, und ein Leben mit

Hartz 4 hätte den Glanz des Paradieses.

Statt jetzt zu warnen und zu maulen, hätten

die europäischen Politiker und Verbände,

wissend um das Datum des 1. Januar 2014,

dahin insistieren müssen, dass die zwei

Beitrittsländer, trotz Armut, ihre demokratischen

Hausaufgaben machen müssen. Es

kann doch nicht angehen, dass es in einem

europäischen Land keine verbindliche

Schulpflicht gibt. Und die Behauptung, die

Kinder der Roma und Sinti seien nicht „beschulbar“,

wird hier in Köln schon seit Jahren

widerlegt.

Und einmal mehr kommt der Verdacht

auf, dass der europäische Gedanke zu

einem Euro-Gedanken schrumpft, und die

Visionen von kulturellem und sozialem

Reichtum dem kalten Kalkül wirtschaftlicher

Effizienz geopfert werden. Es wird sich zeigen,

wie sich das mangelnde Interesse der

Verantwortlichen auswirken wird, und wie

zum Beispiel der Rechtsradikalismus, durch

unaufgearbeitete Vorurteile, immer mehr in

unserem Staat an Land gewinnt.

Aber eines sollten wir als Chance sehen:

Deutschland schrumpft. Alarmierende Zahlen

des statistischen Bundesamtes. Wer wird

demnächst die Renten einer Generation

bezahlen, die sich auf maximal zwei Kinder

beschränkt hat und deren Anteil an Singlehaushalten

wächst. Statt an Kindergeld zu

geizen, sollten soziale Netze ausgelegt werden,

wenn ein fahrendes Volk aus materieller

Armut in dieses kinderarme, aber materiell

reiche Land kommt. Ihre hungernden

Kinder wären möglicherweise die zukünftigen

Handwerker, Pfleger oder Ingenieure

unseres reich-verarmten Landes.

Brigitte Milhan


Gedichte 23


24

Geschichtswerkstatt

Jahre

Köln-Mülheim

Teil 2

Vorgespräche zwischen

Mülheim und Köln

Mit der Erhebung zur kreisfreien Stadt

konnte Mülheim erste Kölner Bestrebungen

zur Eingemeindung vorerst abwenden.

Diese waren 1898 mit der Gründung der

rechtsrheinischen Kölner Vorortbahnen

entstanden. Der langjährige Mülheimer

Oberbürgermeister Friedrich-Wilhelm

Steinkopf (Bürgermeister von 1876 bis 1908,

ab 1901 Oberbürgermeister) war ein strikter

Befürworter der Mülheimer Selbständigkeit.

Möglicherweise war diese Haltung der

Grund, dass ein rechtzeitiger Zusammenschluss

zwischen Merheim und Mülheim

verpasst wurde.

Die Eingemeindungsverhandlungen

Der damalige Kölner Oberbürgermeister

Wilhelm Becker, der „schwarze Becker“ (OB

Köln 1886-1907) hatte für Köln erfolgreich

die erste Runden der Eingemeindungen

geleitet. Gegen Ende seiner Amtszeit

wurde er 1906 auch bei seinem Mülheimer

Kollegen mit einem 1. Eingemeindungsvorschlag

vorstellig.

Es gab zu dieser Zeit in beiden Städten

Eingemeindungsbestrebungen. In Köln

hatte man große Befürchtungen vor einem

Zusammenschluss von Mülheim und

Merheim. Es war klar, dass die kommunale

Neugliederung noch nicht abgeschlossen

war und die Merheimer Einwohner wollten

angeblich mit Mülheim zusammengehen.

Wegen des großen Flächen- und Finanzbedarfs

für Infrastrukturinvestitionen

und der wachsenden

Vernetzung

der Gemeinden

sprachen vor allen

wirtschaftliche

Gründe für eine

„kommunale Neuordnung“.

Auch

der vor dem 1.

Weltkrieg existierende

Festungsgürtel

behinderte

die industrielle

Entwicklung.

Es gab 3 Verhandlungsrunden bis zum Abschluss des Eingemeindungsvertrages am 27.03.1913.

Als treibende Kraft in Mülheim gründete

sich 1906 die „wirtschaftliche Vereinigung“,

ein Lobbyverein der sich aus Vertretern von

Industrie, Wirtschaft und Stadt zusammensetzte.

Angeblich forderten 700 Mülheimer

Bürger in einer Versammlung im Juli 1906,

die Vereinigung von Köln und Mülheim. Die

vielen anstehenden kommunalen Baumaßnahmen

wie Kanalisation, Schulgebäude,

Krankenhaus, Rheinbrücke... fürchtete man

nur mit erheblichen Zuschlägen zur Einkommensteuer

finanzieren zu können.

Doch der Mülheimer Oberbürgermeister

widersetzte sich dem Ansinnen und blieb

bei seiner strikten Ablehnung. Doch das

Thema der Eingemeindung gärte seitdem

in Mülheim und Köln.

Das ehemalige Rhodiusche Haus Wallstrasse 100/Ecke Ratsstraße. Seit 1834

Mülheimer Rathaus wurde im 2. Weltkrieg zerstört. Heute ist dort ein Park.

1. Verhandlungsrunde

Oktober 1908 bis 1909

Als Anfang 1908 bekannt wurde, dass

der Oberbürgermeister Steinkopf nach

fast 32 jähriger Amtszeit am 01.04.1908 in

den Ruhestand trete, wollte man vor der

Neuwahl eines Bürgermeisters die Frage

der Eingemeindung prüfen und wählte im

Februar eine Eingemeindungskommission

der Stadtverordnetenversammlung. Diese

stellte bis Oktober einen Forderungskatalog

mit insgesamt 25-Punkten auf. U.a. waren

hierin enthalten:

Neubau von Lyzeum und Gymnasium,

Amtsgericht, Brückenbau in 5 Jahren,

Ausbau des Eisenbahngeländes zum Stadtgarten,

Straßenbahnverbindungen nach

Gladbach und Kalk, sogar der Bau einer

Müllverbrennungsanlage und einer Markthalle

war enthalten. Mülheimer Handwerker

sollten dabei beschäftigt werden, sechs

Mitglieder der Kölner Stadtverordnetenversammlung

sollten aus Mülheim kommen.

Diese Baumaßnahmen sollten aus dem

künftigen gemeinsamen Kölner Haushalt

finanziert werden. Gleichzeitig sollten

die höheren Mülheimer Steuersätze auf

das niedrigere Kölner Maß herabgesetzt

werden.

Die Kölner wurden durch den neuen Oberbürgermeister

Max Wallraf vertreten. Er

lehnte die Mülheimer Forderungen ab und

meinte, selbst mit höheren Steuern könnte

Mülheim seine Wünsche nicht finanzieren,

geschweige denn mit den geforderten

niedrigeren.

Einige Beobachter interpretierten, dass die

Forderungen absichtlich hoch aufgestellt

waren, um ein langfristiges Scheitern herbeizuführen.

Als Folge des Verhandlungsabbruchs

wählten die Mülheimer mit Bernhard

Clostermann für die Dauer von 12 Jahren

einen neuen Bürgermeister. Man ging von

dem Fortbestehen der selbständigen Stadt

Mülheim aus.

2. Verhandlungsrunde

1910 bis 1912

Die Verhandlungen zwischen Kalk, Vingst

und Köln waren im Oktober 1909 erfolgreich,

so dass Köln sich im 2. Schritt rechtsrheinisch

zum 01.04.1910 vergrößerte.

Nach dem Amtsantritt von Bürgermeister

Clostermann im Dezember 1909 verfügte

der Kölner Regierungspräsident die Wiederaufnahme

der Verhandlungen. Ende 1910

trafen sich dann die beiden Oberbürgermeister.

Die Finanzsituation Mülheims hatte

sich hervorragend verbessert und viele der

geforderten Baumaßnahmen waren bereits

von der Stadt Mülheim ausgeführt oder

begonnen worden.

Dennoch gab es letztlich wieder Differenzen

bei der Steuerfrage. Köln forderte

mindesten 5 Jahre die höheren Mülheimer

Steuern, Mülheim war nur zu drei Jahren

bereit. Erstaunlich ist, dass die Sozialdemo-


Geschichtswerkstatt 25

kraten eher zustimmen wollten, da sie mit

einer 4-Jahresfrist zu vermitteln suchten. Ein

weiterer Streitpunkt war die Finanzierung

der zu bauenden Brücke, bei der Köln sich

nur mit einem Drittel beteiligen wollte.

Der Mülheimer Rat (Stadtverordnetenversammlung)

hatte 30 Mitglieder, die sich aus

Zentrum, SPD und Liberalen zusammensetzten.

Liste der Forderungen mit

denen die Mülheimer in die erste

Verhandlungsrunde 1908

gegangen sind.

s

Im rechtsrheinischen gab es weiterhin viel

„Geschachere“ um Teile der Bürgermeisterei

Merheim. Gladbach wollte Dellbrück;

Wiesdorf wollte Flittard und Mülheim wollte

Stammheim, Dünnwald und Holweide.

Doch die Merheimer einigten sich mit Köln

und sollten zum 1.8.1912 komplett mit allen

Ortsteilen nach Köln eingemeindet werden.

Dazu beigetragen habe eine Vereinbarung

mit dem Merheimer Bürgermeister Johann

Wilhelm Bensberg, der auf Lebenszeit eine

jährliche Zahlung von 10.000 Reichsmark

erhalten sollte.

Den Vertrag genehmigte die preußische

Regierung jedoch nicht, weil Mülheim dann

vollständig von Kölner Stadtgebiet

umgeben gewesen wäre.

Die Mülheimer Presse kommentierte

das Scheitern der Verhandlungen

mit Wohlwollen:

„ . . . hier in Mülheim ist mit aller

Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht

worden, dass, wenn mit den jetzigen

Verhandlungen eine Eingemeindung

nicht erzielt werde, die Eingemeindung

ein für allemal erledigt sei…

Lange hat unsere Stadt unter der

Ungewissheit der Lage gelitten. Die

Rücksichtnahme ist vorbei. Freundnachbarliches

Zusammenwirken:

Ja! Aber dabei eine künftige Eingemeindung

ins Auge fassen: Nein!“

Aber auch Kölner Zeitungen kritisierten

die Positionen der Kölner und äußerten

Verständnis für den verletzten

Mülheimer Bürgerstolz.

3. Verhandlungsrunde

6.3.1913 bis 27.3.1913

Mit dem Scheitern der Merheimer Eingemeindung

waren nur theoretisch alle Karten

offen. Einen Zusammenschluss von Mülheim

und Merheim wollten die Merheimer

nicht. Die Kölner baten jetzt den Regierungspräsidenten

um Vermittlung.

Mit seiner Beteiligung und in direkten Verhandlungen

der beiden Oberbürgermeister

wurde der letzte Vertragsentwurf überarbeitet

und in neun Bedingungen gefasst.

Diese waren:

1. Gleichheit von Steuern sowie ein Strompreisprivileg

für 53 Mülheimer Betriebe

2. Die nächste Brücke soll in der Nähe der

Mülheimer Schiffsbrücke gebaut werden

3. Straßenbahnlinien nach Kalk und

Gladbach

4. Bestand von Verwaltungsstellen u.a.

Amtsgericht, Gewerbegericht, Sparkasse

5. Die Zahl der Kölner Stadtverordneten

soll sich um 6 Mülheimer erhöhen.

In einer Zusatzvereinbarung verpflichtete

sich Köln unter anderem:

1. die „Garten-, Schmuck- und Brunnenanlagen

im heutigen Stadtgebiet in durchaus

gutem Zustande zu erhalten und für die

Weiterentwicklung der Anlagen und des

gesamten Ausbaus der Stadt nach Kräften

zu sorgen.“

2. Die Stadt Köln wird für die Erhaltung

der historischen Mülheimer Gottestracht

eintreten“

Die letzten Verhandlungen kamen zügig

zum Abschluß.

Der Eingemeindungsvertrag wurde in

beiden Städten am 27.3.1913 einstimmig

angenommen. In Mülheim waren es 30

Abgeordnete von Zentrum, Liberalen

und Sozialdemokraten.

Helmut Goldau

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26

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