Vorbereitung auf EU-Erweiterung läuft auf Hochtouren. - TMG

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Vorbereitung auf EU-Erweiterung läuft auf Hochtouren. - TMG

I N F O R M A T I O N

zur Pressekonferenz mit

Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl

am 19. Dezember 2003, 11.00 Uhr im OÖ. Presseclub

zum Thema

Mühlviertler Gemeinden sichern gemeinsam Betriebsstandorte

Vorbereitung auf EU-Erweiterung läuft auf Hochtouren

Weitere Gesprächspartner:

Ambros Pree, Bereichsleiter Betriebsansiedlung und Standortentwicklung der OÖ.

Technologie- und Marketinggesellschaft

Bgm. Friedrich Stockinger, Vorsitzender des Verbandes „Interkommunale

Betriebsansiedlung Region Freistadt“, Rainbach i. Mühlkreis

Rückfragen-Kontakt: Doris Pucher (7720-15102)

www.viktor-sigl.at


Gemeinden sichern gemeinsam Betriebsstandorte Seite 2

Baulandsicherung - Aktive Standortpolitik bringt Arbeit zu den

Menschen und Betrieben beste Startchancen für die EU-Erweiterung

Oberösterreich will mit seinen raschen Behördenverfahren und

der technologischen Infrastruktur im Wettbewerb um

Betriebsansiedlungen die Nase vorn haben. Deshalb ist die

Sicherung von Betriebsbaugebieten in Gemeinden bzw.

Regionen für die Neuansiedlung, die Erweiterung bzw.

Verlagerung von Betriebsstätten (im öffentlichen und/oder

betrieblichen Interesse) für eine erfolgreiche Standortpolitik ein

Gebot der Stunde.

Und es besitzt einen weiteren Hintergrund, der bereits im Mai

des nächsten Jahres aktuell sein wird: Mit dem EU-Beitritt von

Ländern wie etwa Tschechien wachsen für Oberösterreichs

Unternehmen nicht nur die Märkte, sondern auch die

Herausforderungen - was die erwähnte Standort-Sicherung

umso notwendiger macht, wie Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl

betont:

„Wir wollen damit die Regionen durch neue Betriebe

stärken und die Arbeit zu den Arbeitnehmern bringen.

Damit verkürzen sich die Wege zu den Arbeitsplätzen

und es steigt die Lebensqualität der Menschen.

Gleichzeitig sinkt die Belastung der Verkehrswege durch

Pendler. Alles zusammen bringt uns auch in einem noch

einmal erweiterten Europa in eine optimale Position.

Unsere Unternehmen sollen im nächsten Jahr vom Start

weg die besten Chancen haben. “

Sigl/Pree/Stockinger


Gemeinden sichern gemeinsam Betriebsstandorte Seite 3

Technologie- und Marketinggesellschaft bewährter Begleiter

Flächen müssen attraktiv sein

Die Oö. Technologie- und Marketinggesellschaft (TMG) betreibt

bereits seit Jahren allein und in Kooperation mit den Gemeinden

eine aktive Bodenpolitik.

Aber: Man braucht optimale Flächen, um Unternehmer anlocken

zu können: Interessant sind Betriebsstandorte dann, wenn sie

• eine gute Bebaubarkeit aufweisen,

• über einen vernünftigen Preis verfügen,

• in keinem Nutzungskonflikt zu ihrer Umgebung stehen

(z.B Nähe Wohngebiet etc.),

• eine günstige Verkehrsanbindung aufweisen (auch

hinsichtlich des öffentlichen Personen- und Nahverkehrs),

• über Infrastruktur (Kanal, Strom, Straße,

Telekommunikation etc.) verfügen und diese angemessen

finanzierbar ist,

• variable Größen anbieten,

• gegen Naturkatastrophen weitgehend resistent

sind (Überflutungen, Hangrutschungen etc.). Die

Sensibilität ist seit der Hochwasserkatastrophe immens

hoch.

• ein Umfeld der Versorgung von Dienstleistungen (z.B.

entsprechende Gastronomie, Hotels,

Wirtschaftsdienstleister etc.) vorweisen

Sigl/Pree/Stockinger


Gemeinden sichern gemeinsam Betriebsstandorte Seite 4

Landesrat Sigl: "Nur optimale Standortangebote stellen für

Unternehmen und Regionen eine Chance für eine

zukunftsorientierte Wirtschafts- und Regionalentwicklung

dar. Deshalb haben Gemeindegrenzen für Unternehmen -

wenn es sich nicht ausschließlich um die lokale Versorgung

als Dienstleistung und Gewerbe handelt - nahezu keine

Bedeutung mehr."

Lebensqualität darf nicht geopfert werden

Neue Betriebsstandorte dürfen allerdings nicht zulasten der

Lebensqualität gehen. Gerade Oberösterreich punktet international

als Wirtschaftsstandort mit intaktem Umfeld ("Arbeiten, wo andere

Urlaub machen"). Auch die oö. Raumordnung nimmt bei ihren

Entscheidungen darauf Rücksicht. Betriebsstandorte sind so zu

wählen und zu gestalten, dass sie in das Landschaftsbild passen und

sich durch Synergien mehrerer Gemeinden auch kostengünstig

auswirken. Einzelansiedlungen in exponierten Lagen sind abzulehnen.

Interkommunale Betriebsstandortentwicklung:

Gemeindegrenzen dürfen keine Barriere sein!

Anders als in der Vergangenheit stellt die Betriebsstandortentwicklung

heute für Gemeinden eine neue Herausforderung

dar: Wie viele Erfahrungen aus anderen Bereichen zeigen,

kann diese Frage nicht mehr alleine gelöst werden. Nur ein weiterer

Horizont und die Bündelung der Kräfte bringen langfristig Erfolg. Für

eine solche Entwicklung benötigen die Gemeinden natürlich die

entsprechende Beratung und Begleitung um die Prozesse in Gang zu

Sigl/Pree/Stockinger


Gemeinden sichern gemeinsam Betriebsstandorte Seite 5

bringen. Die OÖ. Technologie- und Marketinggesellschaft ist seit rd.

fünf Jahren sehr intensiv in dieser Entwicklungsarbeit engagiert.

Erfolgreiche Beispiele dieser Kooperation:

• Der erste Gemeindeverband für diese Form der Zusammenarbeit

wurde als „Regionaler Wirtschaftsverband Grieskirchen, St.

Georgen b. Gr. und Tollet“ im Herbst 2001 konstituiert - ein

Gewerbegebiet (Stritzing) rd. 120.000 m² erschlossen. Zwei

Unternehmen haben sich bereits am Standort angesiedelt.

• St. Martin im Innkreis/Reichersberg: Kooperation der

Gemeinden bei der Erschließung des gemeinsamen

Gewerbegebietes Breitenaich. 6 Unternehmen - Ebenseer, FACC,

Bachmayr und der Produktionsverbund der Firmen Peneder fast

forward, Weyland und Bauschutz arbeiten bereits dort.

Mühlviertel zeigt, wie Zusammenarbeit funktioniert

Auch im Mühlviertel wurden die Zeichen der Zeit in dieser

Richtung erkannt. In Vorbereitung auf die EU-Erweiterung

wurden in der Region rechtzeitig gemeinsame Initiativen

gesetzt.

In enger Zusammenarbeit zwischen dem Regionalmanagement,

den Gemeinden, der Raumordnung und der TMG gibt es

mittlerweile gute Ansätze - in unterschiedlichen Stadien – für

eine interkommunale Zusammenarbeit in der

Gewerbegebietsentwicklung.

Sigl/Pree/Stockinger


Gemeinden sichern gemeinsam Betriebsstandorte Seite 6

Beispiele regionaler Innovation im Mühlviertel:

• Machland – „Regionaler Wirtschaftsverband

Machland“

Der regionale Wirtschaftsverband Machland bestehend aus

den fünf Gemeinden Arbing, Klam, Mitterkirchen, Perg und

Saxen hat sich im November 2002 konstituiert.

Mit dem hochwassersicheren Gewerbegebiet in Arbing

von rd. 100.000 m² (erweiterbar auf ca. 200.000 m²) steht

hier ein für diese Region bedeutender Gewerbestandort zur

Verfügung. Eine optimierte Straßenanbindung und die

Herstellung der erforderlichen Ver- u. Entsorgungsmedien

stehen kurz vor dem Abschluss. Mit diesem Gewerbegebiet

steht in der Region ein hochwassersicherer Betriebsstandort

mit der heute erforderlichen Infrastruktur für

Betriebserweiterungen und Neuansiedlungen zur Verfügung.

• Gemeinden an der Sternwaldbundesstraße

In der Sterngartlregion haben sich ebenfalls fünf Gemeinden

Hirschbach, Ottenschlag, Reichenthal, Schenkenfelden und

Waldburg auf eine gemeinsame Vorgangsweise in der

Betriebsansiedlung entschlossen. Hier werden zurzeit

verkehrsgünstige Standorte nahe an der B33 geprüft. Am

Standort Schenkenfelden wird die Möglichkeit zur Errichtung

eines gemeinsamen Gewerbezentrums für einige

Kleinbetriebe der Region untersucht.

• INKOBA - Interkommunale Betriebsansiedlung

Region Freistadt

Eine neue Dimension in dieser Entwicklung stellt dieser

Verband dar. Von den 27 Gemeinden des Bezirkes gehören

Sigl/Pree/Stockinger


Gemeinden sichern gemeinsam Betriebsstandorte Seite 7

26 dem neuen Verband an. Hier geht es darum ein bis zwei

sehr hochwertige, großflächige Standorte im Bereich der S10

zu entwickeln, die für neue Unternehmen mit

Produktionsorientierung und hohem Flächenbedarf (z.B.

Automobilzulieferer) angeboten werden sollen. Die

konstituierende Sitzung des Verbandes fand am 24.

November d. Jahres statt.

Eine Gewerbegebietsfläche in der Gemeinde Rainbach im

Ausmaß von rd. 190.000 m2 nahe der zukünftigen

Anschlussstelle Freistadt der S 10 die bereits durch

Optionsverträge gesichert wurde ist vom Verband als erster

gemeinsamer Standort beschlossen worden. Die genaueren

Vorprüfungen und Planungen laufen schon an. Erste

Interessenten prüfen diese Standortmöglichkeit bereits.

• Kleine Mühl

Die Gemeinden Julbach, Kollerschlag, Nebelberg und

Peilstein arbeiten ebenfalls bereits an einem Konzept für

einen gemeinsamen Betriebsstandort. Nach Prüfung von zwei

Möglichkeiten ist nun ein Standort in konkreter Überlegung

für Klein- u. Mittelbetriebe, die sich in der Region erweitern

wollen.

Sigl/Pree/Stockinger

• Regionaler Wirtschaftsverband Donau-Ameisberg

Seit knapp zwei Jahren gibt es unter den Gemeinden des

Gerichtsbezirkes einen gemeinsamen Prozess zur Findung

eines gemeinsamen Gewerbegebiets. In der Gemeinde

Niederkappel konnte mittels Optionsverträgen eine Fläche

von knapp 65.000 m2 auf fünf Jahre gesichert werden. Erste

Schritte zur infrastrukturellen Erschließung wurden gesetzt.

Die konstituierende Sitzung des Verbandes durch acht

Gemeinden wird am 19. Jänner 2004 erfolgen.


Gemeinden sichern gemeinsam Betriebsstandorte Seite 8

• Planungsgruppe Strudengau

In dieser Planungsgruppe - bestehend aus den Gemeinden

Bad Kreuzen, Münzbach, Pabneukirchen, Rechberg, St.

Thomas am Blasenstein u. Windhaag b. Perg - wird zur Zeit

geprüft, welche Möglichkeiten geeignet sind, in der

Standortentwicklung interkommunal zu kooperieren.

• Gewerbegebiet Hiltschen (Gemeinde Leopoldschlag)

Mit der Gemeinde Leopoldschlag wurde ein lokales

Gewerbegebiet in der Nähe des Grenzüberganges Wullowitz

mitentwickelt. Die Fläche von rd. 24.000 m2 ist durch

Optionen gesichert. Ein Kleinunternehmen aus der

Metallbranche hat sich bereits angesiedelt. Ein weiteres

Unternehmen aus dem Landesproduktenhandel mit einer

zusätzlichen Nahversorgerfunktion plant dort ein neues

Betriebsgebäude zu errichten.

• Softwarepark Hagenberg

Von hoher Bedeutung für die Zukunft Oberösterreichs und

des sich weiter öffnenden Wirtschaftsraumes ist der

Softwarepark Hagenberg in seiner Konzeption von

Forschung, Ausbildung und Unternehmen der IT Branche zu

sehen. Die Möglichkeit, diesen Standort auch für hochwertige

Life Science Unternehmensprojekte anbieten zu können,

gewinnt an Bedeutung.

• Kurzentrum Bad Zell:

Die Kuranstalt Bad Zell wurde privatisiert. Darüber hinaus

werden durch die neuen Eigentümer bedeutende

Modernisierungs- u. Erweiterungsinvestitionen im Ausmaß

von rd. € 23 Mio. vorgenommen werden.

Sigl/Pree/Stockinger


Gemeinden sichern gemeinsam Betriebsstandorte Seite 9

• INTERREG III B Projekt „TECNOMAN PERSPECTIVES“

Ziel des Projektes ist es grenzüberschreitend die zukünftige

Möglichkeit der Standortentwicklung und Kooperation entlang

bedeutender europäischer Verkehrskorridore grenzübergreifend

(in Regionen, die im Zuge der Erweiterung der EU

entstehen) auszuloten. Daraus sollen konkrete Maßnahmen

zur Verbesserung der Wirtschaftsentwicklung abgeleitet

werden. Gerade für die wichtige Verbindung nach Tschechien

und weiter in die neuen Bundesländer Deutschlands (von

Linz nach Prag und weiter Richtung Berlin und Dresden) ist

dies besonders im HInblick auf die enge Verflechtung zB. der

Automobil- u. Maschinenbauindustrie OÖs von hoher

Bedeutung, um Maßnahmen zur Stärkung des

Standortraumes zu entwickeln.

Landesrat Sigl: "Die Entwicklung in allen vier Bezirken

des Mühlviertels zeigt, dass dieser wesentliche Prozess

für die Zukunft als wichtige und bedeutende

Unternehmensstandortregion begonnen hat."

INTERKOMMUNALE KOOPERATIONEN

Sigl/Pree/Stockinger

Kleine Mühl

Regionaler Wirtschaftsverband

Donau-Ameisberg

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Verband interkommunale

Betriebsansiedlung

Region Freistadt

Planungsgruppe

Strudengau

Regionaler Wirtschaftsverband

Machland


Gemeinden sichern gemeinsam Betriebsstandorte

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Seite

Alle Infos auf TMG-Homepage www.tmg.at

Bei allen Projekten in denen es bereits verfügbare Angebote gibt,

werden diese durch die TMG in der Vermarktung und bei

Ansiedlungsbemühungen unterstützt. Dazu werden jeweils Folder der

einzelnen Standorte erstellt und dazu ergänzende

Marketingmaßnahmen entwickelt. Die Standorte selbst sind über die

Homepage der TMG – www.tmg.at (Standortangebote) im Internet

im Detail präsentiert (Größe, Kosten, Fotos, Pläne, Anbindung,

Infrastruktur etc.).

Sigl/Pree/Stockinger

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