Laborsicherheit - CGG

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Kapitel 3: Arbeitsschutz in chemischen Laboratorien

R. v. der Linde

• Tragen persönlicher Schutzausrüstung.

3.3.1 Kennzeichnung gefährlicher Stoffe

Um mit einem Gefahrstoff sicherheitsgerecht umgehen zu können, ist es zunächst erforderlich, die gefährlichen

Eigenschaften des Gefahrstoffes selbst und die Reaktionen im Zusammenwirken mit anderen Stoffen zu kennen.

3.3.2 Vollständige Kennzeichnung der Originalverpackung

Wichtige erste Hinweise über die Gefahreneigenschaften eines Stoffes erhalten Sie vom Etikett der

originalverpackten Chemikaliengefäße, denn gemäß der Gefahrstoffverordnung bzw. dem Chemikaliengesetz ist

der Hersteller eines Gefahrstoffes verpflichtet, diesen mit einer definierten Kennzeichnung zu versehen.

Hinweise über gefährliche Eigenschaften von Gefahrstoffen erhalten Sie aus einschlägigen Nachschlagewerken wie z. B. den Merkblättern

„Gefährliche Arbeitsstoffe“ von Kühn/Birett (Loseblattsammlung) und „Gefährliche chemische Reaktionen“ von Roth/Weller.

Hinweise über Eigenschaften von Gefahrstoffen erhalten Sie auch aus den Sicherheitsblättern, die Sie über den

Fachhandel auf Anfrage erhalten.

3.3.3 Eingeschränkte Kennzeichnung von Standgefäßen

Sofern Gefahrstoffe oder Zubereitungen aus Originalgefäßen in Standgefäße umgefüllt werden, müssen auch die

Standgefäße mit einer eingeschränkten Kennzeichnung versehen werden.

• Bezeichnung des Gefahrstoffes

• Gefahrensymbol und Gefahrenbezeichnung.

3.4 Sicherheitseinrichtungen in chemischen Laboratorien

Auch bei richtigen Verhaltensmaßnahmen im Labor und beim sicheren Gestalten der Versuchsabläufe und

Arbeitsverfahren ist ein Unfallereignis oder ein Brand nicht mit absoluter Sicherheit auszuschließen. Auch für

diesen Fall sind Sicherheitseinrichtungen geschaffen, um die Gefährdung für Leib und Leben von Personen und

auch materiellen Schaden möglichst gering zu halten.

Jeder Beschäftigte hat daher die Pflicht, sich über die Lage der Fluchtwege und der Sicherheitseinrichtungen

sowie deren Funktion zu informieren.

3.4.1 Fluchtweg

Die Fluchtwegkennzeichnung (weißes Männchen auf grünem Grund) gibt im Gefahrenfall den vom jeweiligen

Standort aus kürzesten Weg ins Freie an.

3.4.2 Brandschutz

In jedem Bereich der Universität ist eine Brandschutzordnung ausgehängt.

3.4.3 Erste Hilfe Einrichtungen

• Notduschen, meist im Türbereich von Laboratorien

• Löschdecken, meist in Flurbereichen in Aufbewahrungskästen

• Augenduschen an verschiedenen Wasserzapfhähnen

• Erste - Hilfe - Kästen

• Tragen und ggf. Bergetücher.

3.4.4 Spezielle Sicherheiteinrichtungen

• Brandmelder wie Druckknopfmelder in allen Bereichen und die automatischen Rauchmelder sowie

die unterschiedlichen Feuerlöscheinrichtungen, d. h. Feuerlöscher für unterschiedliche Brandklassen

und Löschdecken.

• Binde- und Absorptionsmittel werden für den Havariefall vorgehalten.

• Spezielle Schutzeinrichtungen wie z. B. Atemschutzgeräte mit entsprechenden Filtern befinden sich

in der Nähe zu den Laboratorien.

• Säureschutzschürzen oder aluminisierte Latzschürzen, die beim Umgang mit metallorganischen

Verbindungen getragen werden müssen, werden vorgehalten.

3.5 Verhaltensmaßnahmen im Laboratorium

Richtige Verhaltensmaßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen, die jeweils auch in den Laborordnungen,

Betriebsanweisungen, Praktikumsanleitungen und darüber hinaus in den Richtlinien für Laboratorien festgelegt

sind.

Universität Freiburg im WS 2001 Seminar Arbeitssicherheit 12

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