Laborsicherheit - CGG

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Kapitel 7: Wege der Chemikalien an der Hochschule

D. Goeppel / J. Steck

Die flüssigen Abfälle werden einem Recycling unterzogen, die Feinchemikalienreste gehen in eine

Wertstoffbörse. Die Erfahrungen lassen sich mit drei Sätzen wiedergeben:

Recycling und Wiedergewinnung in Forschungslaboratorien ist machbar, zumutbar und sollte auf Institutsebene

betrieben werden. Es rechnet sich und ist didaktisch geboten. Membranpumpen und der Wille, etwas für die

Verminderung der Abfälle zu tun, sind Voraussetzung.

Vermeiden von Abfall in Praktika und Kurs-Praktika bedeutet neben einer Anbindung an Rektifikation und

Chemikalienbörse vor allem, daß die geplanten Versuche mit immer geringeren Mengen durchgeführt werden

und daß Produkt-Ketten gebildet werden. Diese Ansätze des „Zürcher Modells“ werden in den

verschiedenartigen Praktika der Institute fachspezifisch gelöst.

Das Vermindern von Abfällen mit einer Rektifikation, einer Chemikalienbörse und verschiedenartigen

Versuchen, Lösungen zu konzentrieren, betrifft sowohl Praktika als auch Arbeitskreise. Die wesentlichste

Aufgabe hierbei ist neben der Bereitstellung von Räumen und Apparaten, die Organisation des Ablaufs und eine

unablässige Kontrolle des gesamten Systems.

In den Jahren 1989 und 1990 lieferten die Institute des Chemischen Laboratoriums der Universität 26 Tonnen

Abfall. Das waren 20 Tonnen Lösungsmittel, 5 Tonnen Säuren und Laugen und eine Tonne Feinchemikalien.

Durch die Maßnahmen gelang es z.B. im Jahr 1993 nur noch 7 Tonnen zu produzieren, das entspricht einer

Reduktion auf 27%.

Universität Freiburg im WS 2001 Seminar Arbeitssicherheit 33

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