Größe: 131261 Bytes

thueringenforst.de

Größe: 131261 Bytes

Vorläufiges Waldbehandlungskonzept

für einen Teilbereich

des

EG - Vogelschutzgebietes

„Nordöstliches Altenburger Land“

(EU-Nr. DE 4940-420, TH-Nr. 44),

[Natura 2000-Projektgebiet Nr. V 44]

Erstellt durch

die Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei

und

die Projektgruppe Natura 2000 am Forstamt Weida, Außenstelle Greiz - Waldhaus

im Auftrag des

Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt.

Gotha, den 04.09.2009


1 Einleitung

FFH-Gebiete und EG-Vogelschutzgebiete bilden ein EU-weit zusammenhängendes ökologisches

Schutzgebietsnetz, das als "Natura 2000" bezeichnet wird. Der Schutz richtet sich sowohl

auf bestimmte Lebensräume als auch auf spezielle Tier- und Pflanzenarten, die in den

Anhängen 1 und 2 der FFH-Richtlinie (FFH-RL) sowie im Anhang 1 der EG-

Vogelschutzrichtlinie (VS-RL) aufgelistet sind. Im Sprachgebrauch der Richtlinien handelt es

sich dabei um „Erhaltungsziele“.

In den Natura 2000-Gebieten ist dafür Sorge zu tragen, dass die betreffenden Lebensräume

und Arten in einem günstigen Erhaltungszustand gehalten bzw. in einen derartigen gebracht

werden. Waldbesitzer in den Natura 2000-Gebieten haben deshalb das so genannte „Verschlechterungsverbot“

zu beachten. Das heißt, dass Vorhaben, welche die Erhaltungsziele

erheblich beeinträchtigen könnten, untersagt sind. Hiervon ausgenommen sind Vorhaben, die

auf Erheblichkeit bzw. Verträglichkeit geprüft und zugelassen sind 1 .

Durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 10. Januar 2006 und der darauf folgenden

Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes wurde der Umfang der zu prüfenden Vorhaben

erheblich erweitert. Waren bis dahin nach Bundesrecht nur zulassungs- oder anzeigepflichtige

Vorhaben (zum Beispiel gemäß Thüringer Waldgesetz genehmigungspflichtige Kahlschläge

oder anzeigepflichtige Wegebaumaßnahmen) als so genannte „Projekte“ durch die zuständigen

Behörden auf Erheblichkeit oder Verträglichkeit zu prüfen, so sind nunmehr auch Tätigkeiten

der üblichen ordnungsgemäßen forstlichen Waldbewirtschaftung auf negative Wirkungen

auf die NATURA 2000-Schutzgüter einzuschätzen.

Der Gesetzgeber geht zwar davon aus, dass in der Regel eine forstwirtschaftliche Bodennutzung,

die den in § 5 Abs. 5 BNatschG genannten Anforderungen sowie den Regeln der guten

fachlichen Praxis (§ 18 Abs. 2 BNatSchG) entspricht, zu keinen erheblichen Beeinträchtigungen

der Erhaltungsziele eines Natura 2000-Gebietes führt und das Verschlechterungsverbot

nach § 26 a Abs. 2 ThürNatG nicht berührt. Allein die durchaus unterschiedlichen Interpretationen

dieser Regelvermutung lassen aber eine Grauzone entstehen, innerhalb derer gesetzeskonformes

Handeln nicht eindeutig ableitbar ist.

Die schwierige Entscheidung, ob Vorhaben oder Maßnahmen, die zulassungs- oder anzeigefrei

sind, zu einer erheblichen Beeinträchtigung eines NATURA 2000-Gebiets führen können

und daher „neu“ nach § 34 Abs. 1a BNatSchG einer Anzeigepflicht unterliegen, hat der Gesetzgeber

dem Projektträger übertragen. Bei forstlichen Maßnahmen ist dies der Waldbesitzer

bzw. der Forstbetrieb.

Um diesbezüglich mehr Rechtssicherheit sowohl für die Waldbesitzer als auch für die zuständigen

Forst- und Naturschutzbehörden zu schaffen, werden in Thüringen für die Natura 2000-

Gebiete Managementpläne und zur zeitlichen Überbrückung bis zu deren Vorliegen „Vorläufige

Waldbehandlungskonzepte“ erstellt.

1 Siehe: Hinweise zur Umsetzung des Europäischen Schutzgebietsnetzes „Natura 2000“ in Thüringen, veröffentlicht

im ThürStaatsAnz Nr. 33/2009 vom 22.07.2009

Seite 2 von 22


Die Vorläufigen Waldbehandlungskonzepte haben folgende Aufgaben:

1. Darstellung des bestehenden Kenntnisstandes zu den naturschutzfachlichen Schutzinhalten

und Erhaltungszielen der Waldflächen im Gebiet insbesondere auf Grundlage der Natura

2000-Meldedaten aus 2004 (FFH-Gebiete) und 2007 (EG-Vogelschutzgebiete) sowie

der Biotopkartierungsergebnisse (siehe Abschnitt 3).

2. Zusammenstellung von Hinweisen für die forstliche Bewirtschaftung des konkreten Natura

2000-Gebiets auf Grundlage der „Positivliste“ (siehe Abschnitt 4)

3. Nennung von spezifischen Maßnahmen zur Gewährleistung der Erhaltungsziele auf der

Grundlage von Fachplanungen im Sinne der Anforderung der Verwaltungsvorschrift

„Förderung von Waldumweltmaßnahmen“ 2 (siehe Abschnitt 5).

Die „Vorläufigen Waldbehandlungskonzepte“ werden für Natura 2000-Projektgebiete erstellt.

In der Regel wird ein Natura 2000-Projektgebiet aus einem FFH-Gebiet gebildet. Wird dieses

durch ein EG-Vogelschutzgebiet ganz oder teilweise überlagert, gehört das Vogelschutzgebiet

ebenfalls zum Projektgebiet. In Einzelfällen werden Projektgebiete nur aus Flächen eines EG-

Vogelschutzgebiets gebildet.

Die „Vorläufigen Waldbehandlungskonzepte“ richten sich insbesondere an die Waldbesitzer

im Gebiet, die örtlich zuständigen Naturschutz- und Forstbehörden und darüber hinaus an alle

anderen Interessierten. Neben Empfehlungen und Hinweisen für die Waldbehandlung sollen

mit den Vorläufigen Waldbehandlungskonzepten auch Diskussionsgrundlagen für die Managementplanung

bereitgestellt werden.

2 Siehe Thüringer Staatsanzeiger Nr. 34/2009, S. 1412 ff.

Seite 3 von 22


2 Allgemeine Angaben zum Natura 2000-Projektgebiet

Größe und Lage

Flächengröße ges.

und Waldanteil

Betroffene TK10-

Blätter (Regelblattschnitt)

Das Projektgebiet umfasst eine Fläche von insgesamt 825 ha, davon

sind ca. 70 % Waldflächen (ca. 580 ha).

4940-SW (Rositz), 4940-SO (Altenburg N.)

4940-NW (Lucka), 4940-NO (Regis - Breitingen),

4941-SW (Eschefeld)

Die örtliche Lage des Projektgebietes und EG-Vogelschutzgebietes ergibt sich aus der als

Anlage 1 beigefügten Übersichtskarte (Maßstab 1:25000).

Verwaltungszuordnung (Stand: 1.1.2009)

Landkreis/e und Gemeinde/n:

Forstamtsbezirk/e

und Forstrevier/e:

Altenburger Land (ABG): Wintersdorf, Haselbach, Fockendorf,

Windischleuba

Forstamtsbezirk Weida: Forstreviere 16 – Lucka,

15 – Treben

Schutzgebiete

FFH-Gebiet/e und /

oder EG-VSG:

Schutzgebiete nach

ThürNatG

Schutzgebiete nach

ThürWaldG

Teilbereich des EG-Vogelschutzgebiet

„Nordöstliches Altenburger Land“

(EU-Nr. DE 4940-420, TH-Nr. 44)

LSG [58] – Kohrener Land

FND [ABG 3] – Oeltsch

FND [ABG 9] – Porphyrsteinbruch [außerhalb des Waldes]

---

Gebietscharakteristik

Zwei größere Laubwaldkomplexe im Altenburger Lößgebiet mit staunassen Bereichen,

Waldbächen, Moorwald und trockenfallenden Uferzonen der TS Schömbach, Flusslauf der

Pleiße mit TS Windischleuba und bemerkenswerten Teichgebiet mit Feucht- und

Frischwiesen.

Datenquelle: Standarddatenbogen (SDB) für das EG – Vogelschutzgebiet (VSG) (EU-Nr. 4940-420, TH-Nr. 44)

Seite 4 von 22


3 Schutzinhalte und naturschutzfachliche Ziele

3.1 Güte und Bedeutung des Natura 2000-Projektgebietes

Repräsentiert großflächige Laubmischwälder im waldarmen Ostthüringen, längere Flussabschnitte

sowie zahlreiche Teiche und zwei Talsperren in Verbindung mit Feucht- und Frischwiesen

als wertvolle Lebensräume für seltene Brut- und Rastvogelarten.

Datenquelle: Standarddatenbogen (SDB) für das EG – Vogelschutzgebiet (VSG) (EU-Nr. 4940-420, TH-Nr. 44)

3.2 Lebensraumtypen gemäß Anhang I der FFH-RL

3.2.1 Wald-Lebensraumtypen

Im Bereich des Natura 2000-Projektgebietes wurden bisher keine Wald-Lebensraumtypen

gemäß Anhang I der FFH-RL erfasst. Ein Vorkommen solcher Lebensraumtypen kann aber

nicht vollständig ausgeschlossen werden; im Rahmen der Managementplanung (Erstellung

des Fachbeitrages Wald) des Gebietsmonitorings erfolgt eine entsprechende Überprüfung.

3.2.2 Offenland- und Gewässer-Lebensraumtypen

Im Bereich des Natura 2000-Projektgebietes wurden bisher keine Offenland- und Gewässer-

Lebensraumtypen gemäß Anhang I der FFH-RL erfasst. Ein Vorkommen solcher Lebensraumtypen

kann aber nicht vollständig ausgeschlossen werden; im Rahmen der Managementplanung

(Erstellung des Fachbeitrages Offenland) des Gebietsmonitorings erfolgt eine entsprechende

Überprüfung.

3.3 Arten gemäß Anhang II der FFH-RL

Im Bereich des Natura 2000-Projektgebietes wurden bisher keine Arten gemäß Anhang II der

FFH-RL erfasst. Ein Vorkommen solcher Arten kann aber nicht vollständig ausgeschlossen

werden; im Rahmen der Managementplanung und des Gebietsmonitorings erfolgt eine

entsprechende Überprüfung.

3.4 Arten des Anhang I der VS-RL

Vorkommen

Im EG-Vogelschutzgebiet kommen folgende Arten gemäß Anhang I der VS-RL vor; besonders

hervorgehoben (grau markiert) sind die Arten, die Waldflächen ganz oder teilweise als

Lebensstätten nutzen (eine konkretisierte Artenliste für das Projektgebiet kann erst im Rahmen

der Bearbeitung des Fachbeitrages Wald erstellt werden):

Seite 5 von 22


Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Status im Gebiet (WIESNER 2007)

Blaukehlchen Luscinia svecica Brutvogel

Brachpieper Anthus campestris Brutvogel

Bruchwasserläufer Tringa glareola Durchzügler

Eisvogel Alcedo atthis Brutvogel

Fischadler Pandion haliaetus Durchzügler

Flussseeschwalbe Sterna hirundo Durchzügler

Goldregenpfeifer Pluvialis apricaria Durchzügler

Grauspecht Picus canus Brutvogel

Heidelerche Lullula arborea Brutvogel

Kampfläufer Philomachus pugnax Durchzügler

Kleinralle Porzana parva Durchzügler

Kranich Grus grus Durchzügler

Löffler Platalea leucorodia Durchzügler

Merlin Falco columbarius Durchzügler

Mittelspecht Dendrocopos medius Brutvogel

Moorente Aythya nyroca Durchzügler

Neuntöter Lanius collurio Brutvogel

Ortolan Emberiza hortulana Durchzügler

Pfuhlschnepfe Limosa lapponica Durchzügler

Purpurreiher Ardea purpurea Nahrungsgast

Raubseeschwalbe Hydroprogne caspia Durchzügler

Rauhfußkauz Aegolius funereus Brutvogel

Rohrdommel Botaurus stellaris Durchzügler

Rohrweihe Circus aeruginosus Brutvogel

Rotmilan Milvus milvus Brutvogel

Säbelschnäbler Recurvirostra avosetta Durchzügler

Schreiadler Aquila pomarina Durchzügler

Schwarzkopfmöve Larus melanocephalus Brutgast, Durchzügler

Schwarzmilan Milvus migrans Brutvogel

Schwarzspecht Dryocopus martius Brutvogel

Schwarzstorch Ciconia nigra Brutvogel

Seeadler Haliaeetus albicilla Brutvogel, Durchzügler

Silberreiher Egretta alba Nahrungsgast

Singschwan+ Cygnus cygnus Durchzügler

Seite 6 von 22


Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Status im Gebiet (WIESNER 2007)

Sperbergrasmuecke Sylvia nisoria Brutvogel

Stelzenläufer Himantopus himantopus „---*“

Sumpfohreule Asio flammeus Wintergast

Trauerseeschwalbe Chlidonias niger Durchzügler

Tüpfelsumpfhuhn Porzana porzana Brutvogel

Wachtelkönig Crex crex Brutvogel

Wanderfalke Falco peregrinus Durchzügler

Weißbartseeschwalbe Chlidonias hybridus Durchzügler

Weißstorch Ciconia ciconia Brutvogel

Wespenbussard Pernis apivorus Brutvogel

Wiesenweihe Circus pygargus Durchzügler

Zwergdommel Ixobrychus minutus Brutvogel

Zwergmöwe Larus minutus „---*“

Zwergsäger Mergus albellus Durchzügler

Zwergschnäpper Ficedula parva Brutvogel

Zwergschwan Cygnus bewickii Wintergast

Zwergseeschwalbe Sterna albifrons Durchzügler

* Diese Arten sind nur in der Thüringer Natura 2000-Erhaltungsziele-Verordnung vom 29. Mai 2008 bzw. im Standarddatenbogen

für das EG-VSG und nicht bei WIESNER et al. (2007) aufgeführt, deshalb keine Angabe zum Status möglich.

Datenquelle:

a) WIESNER et al. (2007)

b) Standarddatenbogen für das EG-VSG DE 4940-420 vom März 2007

Erhaltungsziele

− Sicherung der Waldflächen im Projektgebiet als (Teil-)Habitate von o. g. Arten.

− Gewährleistung bzw. Wiederherstellung von günstigen Habitatstrukturen sowie Beseitigung

bzw. Minimierung von Beeinträchtigungen oder Störungen in den Waldflächen, soweit

diese als Lebensstätten von den o. g. Arten genutzt werden.

Im Abschnitt 4 wird die mit den hier genannten Erhaltungszielen konforme forstliche Bewirtschaftung

der Waldflächen im Natura 2000-Projektgebiet aufgezeigt.

3.5 Weitere Schutzinhalte und -ziele

3.5.1 Besonders geschützte Biotope gemäß § 18 ThürNatG

Seite 7 von 22


Besonders geschützte Waldbiotope

Durch die Waldbiotopkartierung wurden im Natura 2000- Projektgebiet besonders geschützte

Waldbiotoptypen erfasst. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Übersicht (Tab. 2) zusammengestellt.

Tab. 2:

Vorkommen von besonders geschützten

Waldbiotoptypen (Stand: 1.1.2005)

Besonders geschützter Wald-

Biotoptyp

Fläche

gesamt (ha)

Anzahl

Einzelbiotope

Größe (ha)


min.

max.

Sp. 1 Sp. 2 Sp. 3 Sp. 4

Auewälder 2,19 6 0,36

0,15

0,67

Moor-, Bruch-, und Sumpfwälder 1,25 1 1,25

Schlucht-, Felsschutt- und Blockwälder

1,25

1,25

0,23 1 0,23

0,23

0,23

Die Lage und Abgrenzungen sind

aus der als Anlage 2 beigefügten

Karte im Maßstab 1 : 10.000 zu

entnehmen.

Bei der Waldbewirtschaftung

sind die Maßgaben des § 18

ThürNatG zu beachten, insbesondere

sind die besonders geschützten

Waldbiotope in ihrem

flächenmäßigen Umfang

zu sichern sowie deren charakteristischer

Zustand zu erhalten.

Besonders geschützte Offenland- und Gewässerbiotope

Ebenfalls kommen folgende besonders geschützten Offenland- und Gewässer-Biotoptypen im

Natura 2000-Projektgebiet vor, die teilweise mit den Waldflächen in einer räumlichen Verbindung

stehen:

natürliche oder naturnahe Bereiche fließender oder stehender Binnengewässer einschließlich

ihrer Ufer und der dazugehörigen uferbegleitenden natürlichen oder naturnahen Vegetation

sowie ihrer natürlichen oder naturnahen Verlandungsbereiche

Die Lage und Abgrenzungen der besonders geschützten Offenland- und Gewässerbiotope sind

aus der als Anlage 4 beigefügten Karte im Maßstab 1 : 10.000 zu entnehmen.

Die Maßgaben des § 18 ThürNatG sind zu beachten, insbesondere ist sicherzustellen,

dass die besonders geschützten Offenland- und Gewässerbiotope durch forstwirtschaftliche

Maßnahmen und Aktivitäten im Projektgebiet nicht beeinträchtigt werden (z. B.

durch Poltern von Holz auf wertvollen Offenlandflächen).

Seite 8 von 22


3.5.2 Vorkommen von weiteren wertgebenden Tier- und Pflanzenarten

Neben den in den Abschnitten 3.3 und 3.4 genannten Arten kommen im Natura 2000-Projektgebiet

zahlreiche weitere naturschutzfachlich bedeutsame („wertgebende“) Arten vor, darunter

auch Arten gemäß Anhang IV und V der FFH-RL, besonders und streng geschützte Arten

gemäß BNatSchG i. V. m. der BArtSchVO sowie Arten, die in der Roten Liste Thüringens

oder Deutschlands der Kategorie 0, 1, 2 oder 3 zugeordnet sind. Auf der Internetseite der Thüringer

Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei ist eine Liste abrufbar, in der die bisher im

Projektgebiet dokumentierten Arten aufgeführt sind.

Die Existenz der meisten in der o. g. Liste enthaltenen Arten, die in Wäldern leben, kann

durch eine naturnahe Waldbewirtschaftung im Natura 2000-Projektgebiet (entsprechend der

in Abschnitt 4 beschriebenen Art und Weise) gesichert werden. Bekannte Standorte bzw.

Fortpflanzungs- und Ruhestätten der wertgebenden Pflanzen- und Tierarten im Wald sind bei

konkreten forstlichen Maßnahmen zu berücksichtigen.

Darüber hinaus sind einige hier vorkommende Arten auf besondere Waldstrukturen angewiesen

und benötigen daher besondere Beachtung bei der Waldbewirtschaftung. Diese Arten sind

in der o. g. Liste der Fallgruppe 2a oder 2b zugeordnet.

3.5.3 Weitere naturschutzfachliche Ziele für die Waldflächen im Projektgebiet

a) LSG Kohrener Land

Gemäß dem Beschluss Nr. 4/2 vom 26.01.1983 vom Rat des Kreises Altenburg wurde für den

Bereich des LSG Kohrener Land u.a. folgende Festlegungen zu forstlichen Maßnahmen getroffen:

- für die forstwirtschaftlich genutzten Flächen soll vorwiegend eine Bestockung mit Laubhölzern

erfolgen (Eiche, Linde, Buche)

- entsprechend den standörtlichen Möglichkeiten sind außerdem alle anderen autochthonen

Laubholzarten in einer abwechslungsreichen Verteilung zu fördern

- markante Einzelbäume / Baumgruppen und Horstbäume der Greifvögel sind vom Einschlag

auszuschließen, durch eine entsprechende Auswahl bei der Hiebsführung, ist auf

Ersatz zu achten

- Waldwiesen sind als landschaftsbereichernde Elemente zu erhalten

- Kleingewässer, Tümpel, Bäche und kleine Nassflächen sind zu erhalten ( besonders als

Laichgewässer für Lurchen)

- natürliche und naturnahe Wälder zu erhalten und zu entwickeln

- Kahlschläge dürfen 3 ha nicht überschreiten

- die biologische Schädlingsbekämpfung- steuerung ist ständig durch geeignete Maßnahmen

des Walbaues und des Tierschutzes (Singvögel, Greifvögel, Fledermäuse und andere

bestimmte Insekten) zu erweitern

b) FND [ABG 3] – Oeltsch

Mit dem Beschluss 131-/24 vom 14.11.1973 wurde das FND – Oeltsch durch den Rat des

Kreises Altenburg bestätigt. „Bei dem FND Oeltsch sind in den jeweiligen Rechtsgrundlagen

für die im Projektgebiet vorhanden Waldflächen keine besonderen Schutzziele definiert.“

Bei dem anderen im Abschnitt 2 genannten Schutzgebiet und –objekt sind keine Waldflächen

vorhanden bzw. liegen diese außerhalb des Waldes.

Seite 9 von 22


4 Bewirtschaftungshinweise für das Natura 2000-Projektgebiet

auf Grundlage der Positivliste

Eine forstwirtschaftliche Bodennutzung, die den in § 5 Abs. 5 BNatschG genannten Anforderungen

sowie den Regeln der guten fachlichen Praxis (§ 18 Abs. 2 BNatSchG) entspricht,

führt in der Regel zu keinen erheblichen Beeinträchtigungen der Erhaltungsziele eines Natura

2000-Gebietes. Damit stellt sich die Frage, was die Regel und was die Ausnahme ist.

Um diese durch die Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes hervorgerufenen Unsicherheiten

einzuschränken, hat das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und

Umwelt (TMLNU) im Februar 2009 die so genannte „Positivliste“ 3 herausgegeben.

Die Positivliste gibt den Waldbesitzern sowie den zuständigen Forst- und Naturschutzbehörden

eine Liste an die Hand, die darüber informiert, welche häufigsten forstlichen Maßnahmen

in keinem Fall zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Erhaltungsziele von NATURA

2000-Gebieten führen. Diese Maßnahmen sind unbedenklich bzw. können den Erhaltungszielen

sogar dienlich sein. Sie bedürfen damit keiner Anzeige gemäß § 34 Abs. 1 a BNatSchG

bei der UNB und keiner Verträglichkeitsprüfung. Zugleich ist hier das Verschlechterungsverbot

nach § 26 a Abs. 2 ThürNatG nicht berührt.

Der pauschale Ansatz bringt mit sich, dass in der Positivliste nur in jedem Falle zweifelsfreie

Vorhaben als unbedenklich eingestuft worden sind. Bei Würdigung der spezifischen örtlichen

Gegebenheiten bestehen in der Regel weit mehr Freiheitsgrade für eine NATURA 2000-

konforme Waldbewirtschaftung.

Davon abgesehen kann aber im Umkehrschluss für alle forstlichen Maßnahmen, die nicht

ausdrücklich als unbedenklich dargestellt sind, eine erhebliche Beeinträchtigung nicht in jedem

Falle ausgeschlossen werden. Der Träger solcher Maßnahmen erhält als Eigenverantwortlicher

mit diesen Bewirtschaftungshinweisen eine Entscheidungsgrundlage für sein weiteres

Vorgehen: Wenn an dem nicht pauschal als unbedenklich genannten Vorhaben festgehalten

wird, dann ist grundsätzlich vom Vorhabensträger abzuwägen, ob das Vorhaben bei

der unteren Naturschutzbehörde zwecks Erheblichkeitseinschätzung / Verträglichkeitsprüfung

anzuzeigen ist. Sollten dabei Unsicherheiten bestehen, wird eine Kontaktaufnahme mit den

zuständigen Forst- oder Naturschutzbehörden empfohlen.

Die Bewirtschaftungshinweise geben ferner an, in welchen Fällen eine Anzeige nach § 34

Abs. 1a Bundesnaturschutzgesetz in jedem Fall erforderlich erscheint. Wird die vorgesehene

Maßnahme angezeigt und die untere Naturschutzbehörde nicht innerhalb eines Monats nach

Eingang der Anzeige tätig, darf das Vorhaben durchgeführt werden.

Nachfolgend werden die für das Natura 2000-Projektgebiet bedeutsamen Inhalte der Positivliste

wiedergegeben. Die aufgeführten forstlichen Maßnahmen können unter Berücksichtigung

der genannten Maßgaben ohne Bedenken umgesetzt werden, da für sie gilt, dass

sie in keinem Fall zu erheblichen Beeinträchtigungen führen.

3 Siehe: http://www.thueringen.de/de/forst/content.html

Seite 10 von 22


1. Jungwuchs- und Dickungspflege durch Phänotypenauslese, Mischungs- u. Standraumregulierung

in Beständen bis unter 7 cm mittlerer Brusthöhendurchmesser ist unbedenklich

bei Beachtung folgender Maßgaben:


In Beständen, die Wald-Lebensraumtyp nach Anhang I sind, wird der Anteil der

lebensraumtypischen Baumarten erhalten bzw. nicht unter 70% abgesenkt.

2. Feinerschließung durch Neuanlage von Arbeitsgassen sowie Unterhaltung / Pflege von

Arbeitsgassen und Maschinenwegen zum Befahren mit Forstmaschinen bzw. durch Anlage

von Seillinien ist unbedenklich bei Beachtung folgenden Maßgaben:




Der Abstand der Feinerschließungslinien führt nicht zu Arbeitsblockbreiten unter

20 m.

Horst- und Höhlenbäume sowie bekannte Bäume mit Fledermausquartieren werden

belassen.

Kleinflächige Wald-Lebensräume (bis 0,1 ha) und § 18-Biotope werden nicht beeinträchtigt

(die Neuanlage einer Feinerschließung in § 18-Biotopen ist generell

genehmigungspflichtig und erfüllt einen ausgleichspflichtigen Eingriffstatbestand

nach § 6 ThürNatG).

3. Jungbestandespflege durch Phänotypenauslese, Mischungs- und Standraumregulierung

einschließlich der Auswahl, Markierung und Förderung von Z-Bäumen in Beständen

mit mittlerem Brusthöhendurchmesser von 7 cm bis unter 15 cm ist unbedenklich bei

Beachtung folgender Maßgaben:




Horst- und Höhlenbäume sowie bekannte Bäume mit Fledermausquartieren werden

belassen.

Der Einsatz von Holzerntemaschinen findet nur auf dem angelegten Wege-

/Feinerschließungsnetz statt.

In Beständen, die Wald-Lebensraumtyp nach Anhang I sind, wird der Anteil der

lebensraumtypischen Baumarten erhalten bzw. nicht unter 70% abgesenkt.

4. Durchforstung durch einzelstammweise Nutzung von Bäumen zur zielgemäßen Ausformung

der Bestandesstrukturen in Baumholzbeständen mit mittlerem Brusthöhendurchmesser

ab 15 cm ist unbedenklich bei Beachtung folgender Maßgaben:




Horst- und Höhlenbäume sowie bekannte Bäume mit Fledermausquartieren werden

belassen.

Der Einsatz von Holzerntemaschinen findet nur auf dem angelegten Wege-/ Feinerschließungsnetz

statt.

Stärkeres Totholz (über 30 cm Durchmesser und über 3 m Länge) bleibt unter Beachtung

arbeitssicherheitstechnischer, verkehrssicherungstechnischer und forstschutztechnischer

Aspekte mindestens im Umfang von 2 Stück/ha stehend oder liegend

erhalten.

Seite 11 von 22


5. Verjüngungsnutzung durch einzelstamm-, trupp-, gruppen- oder horstweise Entnahme

hiebsreifer Bäume zur Förderung und Begünstigung der Verjüngung ist unbedenklich

bei Beachtung folgender Maßgaben:







Horst- und Höhlenbäume sowie bekannte Bäume mit Fledermausquartieren werden

belassen.

Der Einsatz von Holzerntemaschinen findet nur auf dem angelegten Wege-

/Feinerschließungsnetz statt.

Stärkeres Totholz (über 30 cm Durchmesser und über 3 m Länge) bleibt unter Beachtung

arbeitssicherheitstechnischer, verkehrssicherungstechnischer und forstschutztechnischer

Aspekte mindestens im Umfang von 2 Stück/ha stehend oder liegend

erhalten.

In Beständen bzw. Teilflächen, die Wald-Lebensraumtyp nach Anhang I sind,

wird

- der B° in Beständen bzw. Teilflächen nicht unter 0,5 abgesenkt,

- keine über 0,5 ha große zusammenhängende Räumungsfläche geschaffen,

- der Anteil der lebensraumtypischen Baumarten erhalten.

In Europäischen Vogelschutzgebieten mit den Erhaltungszielen „Sicherung der

Grauspecht-, Schwarzspecht oder Mittelspecht-Vorkommen“ werden in den

Laub- und Laubmischwaldbeständen

- in der Zeit vom 01.03. bis 30.06. keine Holzerntemaßnahmen durchgeführt;

- der vorhandene Anteil standortsheimischer Baumarten im Ober- und Zwischenstand

erhalten.

In Europäischen Vogelschutzgebieten mit den Erhaltungszielen „Sicherung der

Zwergschnäpper-Vorkommen“ werden in den Laub- und Laubmischwaldbeständen

- in der Zeit vom 01.05. bis 31.07. keine Holzerntemaßnahmen durchgeführt;

- der vorhandene Anteil standortsheimischer Baumarten im Ober- und Zwischenstand

erhalten.

6. Plenterhieb in ungleichaltrigen Laub- und Laubmischwäldern durch einzelstamm-,

trupp- oder gruppenweise Nutzung und Pflegemaßnahmen gleichzeitig und nebeneinander

auf der gesamten Bestandesfläche ist unbedenklich bei Beachtung folgender Maßgaben:





Horst- und Höhlenbäume sowie bekannte Bäume mit Fledermausquartieren werden

belassen.

Der Einsatz von Holzerntemaschinen findet nur auf dem angelegten Wege- / Feinerschließungsnetz

statt.

Stärkeres Totholz (über 30 cm Durchmesser und über 3 m Länge) bleibt unter Beachtung

arbeitssicherheitstechnischer, verkehrssicherungstechnischer und forstschutztechnischer

Aspekte mindestens im Umfang von 2 Stück/ha stehend oder liegend

erhalten.

In Beständen, die Wald-Lebensraumtyp nach Anhang I sind, wird der Anteil der

lebensraumtypischen Baumarten erhalten.

7. Naturverjüngung von Beständen durch Übernahme der sich spontan oder durch gezielte

Förderung eingestellten natürlichen Verjüngung der hier vorkommenden Baumarten

ist unbedenklich.

Seite 12 von 22


8. Voranbau durch Begründung der neuen Baumgeneration unter dem Schirm des Altbestandes

und Unterbau durch Begründung eines Unterstandes zur Stamm- und Bodenpflege

im Zuge der Saat oder Pflanzung ist unbedenklich bei Beachtung folgender

Maßgaben:


In Beständen, die Wald-Lebensraumtyp nach Anhang I sind, wird ein Betriebszieltyp

angestrebt, der dem jeweiligen Lebensraumtyp zugeordnet ist.

wie Heidelbeere, Preiselbeere etc. > 50%) ein Anzeigeverfahren bei der UNB

zwecks Erheblichkeitseinschätzung erforderlich.

9. Wiederaufforstung durch Begründung des neuen Bestandes auf unbestockten Waldflächen

oder stark verlichteten Waldbeständen im Zuge der Saat oder Pflanzung ist unbedenklich

bei Beachtung folgender Maßgaben:



War der Vorbestand Wald-Lebensraumtyp nach Anhang I, wird nach waldbaulicher

Möglichkeit und Zweckmäßigkeit ein Betriebszieltyp angestrebt, der dem gemeldeten

Lebensraumtyp zugeordnet ist.

In Europäischen Vogelschutzgebieten mit den Erhaltungsziel „Sicherung der Ziegenmelker-Vorkommen“

oder „Sicherung der Heidelerche-Vorkommen“ ist für

jede Wiederaufforstungsmaßnahme ein Anzeigeverfahren bei der UNB zwecks Erheblichkeitseinschätzung

erforderlich.

10. Ergänzung von lückiger Naturverjüngung und Nachbesserung in lückig gewordenen

Aufforstungen durch Pflanzung, ggf. auch durch Saat, ist unbedenklich bei Beachtung

folgender Maßgaben:


In Beständen, die Wald-Lebensraumtyp nach Anhang I sind, wird nach waldbaulicher

Möglichkeit und Zweckmäßigkeit ein Betriebszieltyp angestrebt, der dem gemeldeten

Lebensraumtyp zugeordnet ist.

11. Kultursicherung durch Zurückdrängen von konkurrierender Begleitvegetation - soweit

dies ohne Einsatz von Bioziden erfolgt - ist unbedenklich.

12. Bau und Unterhaltung von Schutzzäunen zur Abwehr von Verbiss-, Schlag- und Fegeschäden

ist unbedenklich.

13. Einzelbaumschutz zur Abwehr/Minimierung von Verbiss-, Schlag-, Schäl- und Fegeschäden

ist unbedenklich.

14. Astung von Z-Bäumen zur Wertholzerzeugung ist unbedenklich.

15. Unterhaltungsarbeiten an Forstwegen im Bereich des Regelquerschnittes einschließlich

Grabenräumungen sowie Mulchen bzw. Mähen der Seitenstreifen entlang von

Forstwegen - sind unbedenklich.

16. Maßnahmen der Forstvermehrungsgutgewinnung in forstlichen Saatgutbeständen

sind unbedenklich.

17. Mahden von Waldwiesen und Bergungen/Beräumungen des Mähgutes ab 15. Juli

sind unbedenklich.

Seite 13 von 22


Maßgaben bzgl. der Durchführung forstlicher Maßnahmen in Reproduktionshabitaten von:

Seeadler



forstliche Maßnahmen außerhalb der Balz-, Brut- und Aufzuchtzeiten sind unbedenklich

unter der Maßgabe, dass im 100 m-Umkreis von Horsten dieser Arten, die bekanntermaßen

aktuell besetzt sind oder in den letzten 3 Jahren besetzt waren, keine

Veränderung des Charakters der Waldbestände hinsichtlich der Raumstrukturen bzw.

der Baumartenzusammensetzung erfolgt

aber:

während der Balz-, Brut- und Aufzuchtzeiten im Zeitraum vom 01.01. bis 31.07. erfolgen

keine forstlichen Maßnahmen im 300 m-Umkreis von Horsten dieser Arten,

die bekanntermaßen im Vorjahr besetzt waren oder aktuell besetzt sind!

Schwarzstorch



Rotmilan



forstliche Maßnahmen außerhalb der Balz-, Brut- und Aufzuchtzeiten sind unbedenklich

unter der Maßgabe, dass im 100 m-Umkreis von Horsten dieser Arten, die bekanntermaßen

aktuell besetzt sind oder in den letzten 3 Jahren besetzt waren, keine

Veränderung des Charakters der Waldbestände hinsichtlich der Raumstrukturen bzw.

der Baumartenzusammensetzung erfolgt

aber:

während der Balz-, Brut- und Aufzuchtzeiten im Zeitraum vom 15.02. bis 31.08. erfolgen

keine forstlichen Maßnahmen im 300 m-Umkreis von Horsten dieser Arten,

die bekanntermaßen im Vorjahr besetzt waren oder aktuell besetzt sind!

forstliche Maßnahmen außerhalb der Balz-, Brut- und Aufzuchtzeiten sind unbedenklich

unter der Maßgabe, dass im 100 m-Umkreis von Horsten dieser Arten, die bekanntermaßen

aktuell besetzt sind oder im Vorjahr besetzt waren, keine Veränderung

des Charakters der Waldbestände hinsichtlich der Raumstrukturen bzw. der Baumartenzusammensetzung

erfolgt

aber:

während der Balz-, Brut- und Aufzuchtzeiten im Zeitraum vom 01.04 bis 31.07. erfolgen

keine forstlichen Maßnahmen im 100 m-Umkreis von Horsten dieser Arten,

die im Vorjahr bekanntermaßen besetzt waren oder aktuell besetzt sind!

Wespenbussard



forstliche Maßnahmen außerhalb der Balz-, Brut- und Aufzuchtzeiten sind unbedenklich

unter der Maßgabe, dass im 100 m-Umkreis von Horsten dieser Art, die bekanntermaßen

aktuell besetzt sind oder im Vorjahr besetzt waren, keine Veränderung des

Charakters der Waldbestände hinsichtlich der Raumstrukturen bzw. der Baumartenzusammensetzung

erfolgt

aber:

während der Balz-, Brut- und Aufzuchtzeiten im Zeitraum vom 15.04 bis 31.08. erfolgen

keine forstlichen Maßnahmen im 100 m-Umkreis von Horsten dieser Arten,

die im Vorjahr bekanntermaßen besetzt waren oder aktuell besetzt sind!

Seite 14 von 22


Rauhfußkauz



forstliche Maßnahmen außerhalb der Balz-, Brut- und Aufzuchtzeiten sind unbedenklich

unter der Maßgabe, dass im 50 m-Umkreis von Höhlenbäumen, die aktuell oder

im Vorjahr bekanntermaßen als Fortpflanzungsstätte genutzt werden bzw. wurden,

keine Veränderung des Charakters der Waldbestände erfolgt

aber:

während der Balz-, Brut- und Aufzuchtzeiten im Zeitraum vom 01.01. bis 30.06. erfolgen

keine forstlichen Maßnahmen im 50 m-Umkreis von Höhlenbäumen, die

aktuell oder im Vorjahr bekanntermaßen als Fortpflanzungsstätte genutzt werden bzw.

wurden!

Wichtiger Hinweis:

Die oben stehende Auflistung forstlicher Maßnahmen im NATURA 2000-Projektgebiet, die

nicht zu erheblichen Beeinträchtigungen führen, lässt detailliertere Regelungen in bestehenden

Schutzgebietsverordnungen oder gemäß ThürNatG (§§ 18, 22 und 57a) hinsichtlich des

Schutzes von Lebensräumen, Habitatstrukturen und Arten unberührt. In diesen Fällen ist der

Waldeigentümer bzw. der Waldbewirtschafter nach wie vor in der Pflicht, die Vereinbarkeit

seiner Maßnahme mit der entsprechenden Rechtsgrundlage abzuprüfen.

Waldschutzbedingte forstliche Maßnahmen im Sinne § 11 Thüringer Waldgesetz sind bei

Beachtung des integrierten Forstschutzes aufgrund ihrer auf den Erhalt des Ökosystems gerichteten

Wirkung und der in der Regel bestehenden Eilbedürftigkeit privilegiert und bedürfen

keiner Anzeige an die untere Naturschutzbehörde. Hiervon ausgenommen sind flächige Bekämpfungsmaßnahmen

unter Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, die ausschließlich auf

der Grundlage einer vorangehenden fachkundigen Begutachtung durch die Landesforstverwaltung

unter besonderer Würdigung der Naturschutzaspekte erfolgen dürfen.

Auch Maßnahmen im Rahmen der Verkehrssicherungspflichten zur Abwehr akuter Gefahren

für Leib und Leben sind ohne vorherige Anzeige an die untere Naturschutzbehörde

durchführbar.

Bei Maßnahmen, die im Zuge dieser Privilegierung den nachfolgend dargestellten Rahmen

der pauschalen Unerheblichkeit übersteigen, wird aber im Interesse der Vertrauensbildung

eine zeitnahe Information an die untere Naturschutzbehörde, auch telefonisch, vor Beginn der

Maßnahmen empfohlen.

Seite 15 von 22


5 Spezielle - im Körperschafts- und Privatwald förderfähige -

Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen im Bereich der

Waldflächen 4

Zur Umsetzung der im Abschnitt 3 genannten naturschutzfachlichen Ziele sind nachstehende

Maßnahmen in den Waldlebensräumen und den besonders geschützten Waldbiotopen des

Projektgebietes zweckdienlich:

− Ergänzung von Naturverjüngungen oder Nachbesserung von Kulturen durch Pflanzung

von ausschließlich lebensraum- bzw. biotoptypischen Baumarten. Dabei sollen

lebensraum- bzw. biotoptypische Misch- und Begleitbaumarten (insbesondere seltene

Baumarten) angemessen berücksichtigt werden.

− Reduzierung des Anteils von nicht lebensraum- bzw. biotoptypischen Gehölzarten

sowie Erhaltung und Förderung des Anteils lebensraum- bzw. biotoptypischer

Misch- und Begleitbaumarten bei der

a) Pflege der Kulturen bzw. Naturverjüngungen,

b) Jungwuchs- und Dickungspflege,

c) Jungbestandespflege,

d) Durchforstung und

e) Verjüngungsnutzung.

Wichtiger Hinweis:

Lebensraum- bzw. biotoptypisch sind solche Gehölzarten, die in dem von der TLWJF erstellten „Steckbrief“

für den jeweils betreffenden Wald-Lebensraumtyp gemäß Anhang I der FFH-Richtlinie bzw. den besonders

geschützten Waldbiotop gemäß § 18 ThürNatG als solche benannt werden. Die jeweils aktuelle Fassung der

o. g. Steckbriefe kann bei den zuständigen staatlichen Forstämtern eingesehen werden.

− Auswahl von Alt- und Habitatbäumen sowie Totholz und Belassen bis zum natürlichen

Absterben bzw. bis zum natürlichen Verfall entsprechend des „Sofortmaßnahmenkonzeptes

Alt- und Habitatbäume im Körperschafts- und Privatwald“ bzw. des Habitatbaumkonzeptes

für den Staatswald des Freistaates Thüringen belassen.

Wichtiger Hinweis:

Die o. g. Maßnahmen sind mit Kosten bzw. Einkommensverluste für die ausführenden Forstbetriebe

verbunden. Für Privatwaldbesitzer, forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse sowie

kommunale Waldbesitzer und Gemeindeverbände werden diese Kosten bzw. Einkommensverluste

durch die Gewährung von Zuwendungen gemäß der Verwaltungsvorschrift zur Förderung

der Umsetzung besonderer Anforderungen des Naturschutzes bei der Waldbewirtschaftung

durch Waldumweltmaßnahmen in der jeweils gültigen Fassung ausgeglichen.

4 Auszug aus der von der TLWJF erstellten und vom TMLNU genehmigten: „Fachplanung von Sofortmaßnahmen

in den Waldflächen der Natura 2000 des Freistaates Thüringen“

Seite 16 von 22


6 Literatur- und Quellenverzeichnis

6.1 Literatur

SCHNITTER, P., EICHEN, C., ELLWANGER, G., NEUKIRCHEN, M. & E. SCHRÖDER (Bearb.)

(2006): Empfehlungen für die Erfassung und Bewertung von Arten als Basis für das Monitoring

nach Artikel 11 und 17 der FFH-Richtlinie in Deutschland. Berichte des Landesamtes für

Umweltschutz Sachsen-Anhalt (Halle), Sonderheft 2 (veröffentlicht im Internet unter:

http://www.mu.sachsen-anhalt.de/start/fachbereich04/artenschutz/bewertung-arten.htm)

TLWJF (Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei) (2003): Steckbriefe für die

Wald-Lebensraumtypen gemäß Anhang I der FFH-RL in Thüringen .- Gotha.

TLWJF (Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei) (2004): Bewertung der FFH-

Waldlebensräume in Thüringen. - Gotha

WEINITSCHKE, H. (HRSG.) (1984): Handbuch der Naturschutzgebiete der Deutschen Demokratischen

Republik. Bd. 4 – Die Naturschutzgebiete der Bezirke Erfurt, Suhl und Gera. 2. Aufl.,

Leipzig, Jena, Berlin.

WIESNER, J., KLAUS, S., WENZEL, H., NÖLLERT, A. & W. WERRES unter Mitarbeit von

K. WOLF (2007): Die EG- Vogelschutzgebiete Thüringens.- Naturschutzreport H. 25, Jena

6.2 Weitere Quellen

Standarddatenbogen für das EG-VSG DE 4940-420 vom März 2007

Beschluss Nr. 4/2 vom 26.01.1983 für das LSG Kohrener Land vom Rat des Kreises Altenburg

Beschluss 131-/24 vom 14.11.1973 für das FND – Oeltsch durch den Rat des Kreises Altenburg

Hinweise zur Anwendung der §§ 26 a bis 26 c ThürNatG – Tabelle 1 – FFH-Gebiete Thüringens

(Stand: 15.3.2006) – veröffentlicht im ThürStaatsAnz. Nr. 45/2006 vom 6.11.2006;

Hinweise zur Umsetzung des Europäischen Schutzgebietsnetzes „Natura 2000“ in Thüringen,

veröffentlicht im ThürStaatsAnz. Nr. 33/2009 vom 22.07.2009

Thüringer Natura 2000-Erhaltungsziele-Verordnung vom 29. Mai 2008 – veröffentlicht im

GVBl. Nr. 7 / 2008 vom 14.7.2008;

Wald-Lebensraum-Datenbank der TLWJF

Seite 17 von 22


7 Anlagenverzeichnis

Anlage 1 Übersichtskarte zum Projektgebiet (Maßstab 1:25000)

Anlage 2 Karte der § 18 – Wald-Biotope im Maßstab 1 : 10.000

Anlage 4 Karte der § 18 – Offenland- und Gewässer-Biotope im Maßstab 1:10.000

Seite 18 von 22


8 Erläuterung der hier verwendeten Abkürzungen und wichtiger

Fachbegriffe

8.1 Verwendete Abkürzungen

AO - Anordnung

BArtSchVO - Bundesartenschutzverordnung

BNatSchG - Bundesnaturschutzgesetz

BR - Biosphärenreservat

EG - Einheitsgemeinde

EG-VSG - EG - Vogelschutzgebiet

FFH-RL - Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie

FND - Flächennaturdenkmal

GLB - Geschützter Landschaftsbestandteil

GVBL - Gesetz- und Verordnungsblatt

LFD - Landesforstdirektion

LRA - Landratsamt

LRT - Lebensraumtyp

LSG - Landschaftsschutzgebiet

LWR - Landwirtschaftsrat

MELF - Ministerium für Erfassung, Landwirtschaft u. Forstwirtschaft

ND - Naturdenkmal

NLP - Nationalpark

NP - Naturpark

NSG - Naturschutzgebiet

PG - Projektgebiet

RdB - Rat des Bezirkes

RdK - Rat des Kreises

SDB - Standarddatenbogen

ThLVwA - Thüringer Landesverwaltungsamt

ThürNatG - Thüringer Naturschutzgesetz

ThürWaldG - Thüringer Waldgesetz

ThürStaatsAnz. - Thüringer Staatsanzeiger

TK, TK-Blatt - Topographische Karte, Blatt der Topographischen Karte

TLWJF - Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei

TMLNU - Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt

UNB - Untere Naturschutzbehörde

VO - Verordnung

VS-RL - Vogelschutz-Richtlinie

Seite 19 von 22


8.2 Wichtige Fachbegriffe

Wald-Lebensraumtypen

Durch vegetationsökologische / -soziologische Merkmale definierte Waldflächen gemäß Anhang

I der FFH-Richtlinie:

FFH-Code Deutsche Bezeichnung

9110 Hainsimsen-Buchenwälder

9130 Waldmeister-Buchenwälder

9150 Orchideeen-Kalk-Buchenwälder

9160 Sternmieren-Stieleichen-Hainbuchenwälder

9170 Labkraut-Traubeneichen-Hainbuchenwälder

*9180 Schlucht- und Hangmischwälder * = Prioritärer Lebensraumtyp

*91D0 Moorwälder

*91E0 Auenwälder mit Erle, Esche, Weide

91F0 Hartholzauenwälder mit Eiche, Ulme, Esche

9410 Bodensaure Fichtenwälder

Nähere Informationen können der Broschüre „Umsetzung der FFH-Richtlinie in Thüringen“

des TMLNU vom September 1999 oder der Homepage des Bundesamtes für Naturschutz entnommen

werden (http://www.bfn.de/0316_typ_lebensraum.html).

Wald-Arten

Hier Arten nach Anhang II der FFH-Richtlinie sowie nach Anhang I der EG-Vogelschutzrichtlinie,

die ihren Verbreitungsschwerpunkt im Wald haben bzw. auf Wälder als Habitate

überwiegend angewiesen sind.

Lebensraumtypische Baumarten

Hinweise hierzu getrennt nach Haupt-, Misch- und Begleitbaumarten geben die Steckbriefe

für die Wald-Lebensraumtypen gemäß Anhang I der FFH-Richtlinie der TLWJF vom

8.12.2003 in der jeweils gültigen Fassung. Anzumerken ist dabei, dass diese Referenzangaben

auf Bestockungsverhältnisse reiferer Waldentwicklungsphasen (ältere bzw. plenterwaldartige

Bestände) orientieren. Anteilsverschiebungen zwischen diesen Baumarten im Laufe der Bestandesentwicklung

sind ein Element der natürlichen Walddynamik. Ebenso können infolge

von Schadereignissen auch Pionierwaldstadien mit hohen Anteilen von Baumarten wie z. B.

Eberesche, Aspe, Birke, Weide als Phase der nat. Walddynamik angesehen werden.

Arbeitgasse

Arbeitsgassen sind baumfreie Streifen im Bestand. Im ebenen und schwach geneigten Gelände

werden sie von Forstspezialmaschinen befahren (auch Rückelinien bzw. Rückegassen). An

Steilhängen werden sie für die Holzbringung mittels Seilkrantechnologie benötigt und entsprechend

als Seillinien oder Seiltrassen bezeichnet.

Maschinenweg

Maschinenwege sind i. d. R. durch Erdarbeiten angelegte unbefestigte Wege (Erdwege), in

der Regel zur Erschließung von mittelsteilen Hanglagen.

Trupp

Forstliches Flächenmaß, dass zur Beschreibung der Bestandesstruktur (Baumartenmischungsform)

sowie der Hiebsform gebräuchlich ist (Flächen bis 3 ar Größe).

Seite 20 von 22


Gruppe

Forstliches Flächenmaß (siehe Trupp) für Flächen von 4 ar bis 10 ar Größe.

Horst

Forstliches Flächenmaß (siehe Trupp) für Flächen von 11 ar bis 50 ar Größe.

Hiebsreife

Hiebsreif ist ein Baum mit Erreichen der Zielstärke bzw. sind Bestände, deren Bäume zu wesentlichen

Teilen des Vorrates die Zielstärke bzw. die Umtriebszeit erreichet haben und die

aus anderen Gründen nicht von der Verjüngungsnutzung zurück gestellt werden müssen.

B° (Bestockungsgrad)

Der Bestockungsgrad ist der Vergleich des tatsächlichen Flächen-Holzvorrates mit jenem

Flächen-Holzvorrat, der gemäß einer forstlichen Ertragstafel bei Vollbestockung vorhanden

sein sollte. Er ist damit ein Maß für die „Dichte“ der Bestockung; B°=1,0 zeigt ertragstafelkonforme

Vollbestockung an, B°=0,5 weist darauf hin, dass der aktuelle stehende Holzvorrat

der Hälfte einer ertragstafelkonformen Vollbestockung entspricht. In der Praxis wird statt des

Vorrates oft die Bestandesgrundfläche ins Verhältnis zu dem in der Ertragstafel angegebenem

Wert gesetzt. Da die modernen einzelbaumorientierten Behandlungsmodelle von den, den

Ertragstafeln zugrunde liegenden altersklassenweisen Behandlungsmodellen mit oft mäßigem

Durchforstungsgrad abweichen, sind B° von 1,0 kein waldbauliches Ziel mehr. Im Staatswald

liegt der anzustrebende Ziel-B° bei Durchforstungen entsprechend bei 0,9 bzw. 0,8!

Räumung

Entnahme des Oberstandes über einer vorhandenen und gesicherten Verjüngung auf der

Hiebsfläche, um diese freizustellen.

Verjüngungszeitraum

Geplanter durchschnittlicher Zeitraum von der Einleitung bis zum Abschluss der Verjüngung.

Laubwald

Waldflächen, die im Oberstand zu über 90% mit nur einer Laubbaumart bestockt sind.

Laubmischwald

Waldflächen, die überwiegend mit Laubbaumarten bestockt sind, wobei der Anteil der Laubbaumarten

(mindestens 2 mit je über 10%-Anteil) über 90% beträgt.

Nadelwald

Waldflächen, die im Oberstand zu über 90% mit nur einer Nadelbaumart bestockt sind.

Nadelmischwald

Waldflächen, die überwiegend mit Nadelbaumarten bestockt sind, wobei der Anteil der Nadelbaumarten

(mindestens 2 mit je über 10%-Anteil) über 90% beträgt.

Forstvermehrungsgut

Hier Saatgut, Pflanzen, Wildlinge und Stecklinge aller dem Forstvermehrungsgutgesetz unterliegenden

Baumarten sowie Kontrollzeichenherkünfte.

Seite 21 von 22


Saatgutbestand

Waldbestände, die gemäß Forstvermehrungsgutgesetz nach äußerlich erkennbaren Qualitätskriterien

ausgelesen und zur Ernte von „ausgewähltem“ forstlichem Vermehrungsgut zugelassen

sind.

Raumstruktur

Umfasst die Vertikalstrukturen (Bestandesschichten, Stufigkeit) und Horizontalstrukturen

(Waldentwicklungsphasen) des Waldes.

Integrierter Forstschutz

Kennzeichen ordnungsgemäßer Forstwirtschaft, mit dem Ziel der frühzeitigen Erkennung

gefahrdrohender Schadentwicklungen, nach Möglichkeit Beschränkung notwendiger Waldschutzmaßnahmen

auf mechanische und/oder biologische Verfahren und Anwendung chemischer

Bekämpfungsmaßnahmen nur in begründeten Ausnahmefällen.

Phänotypenauslese

Planmäßige Auswahl von Bäumen eines Bestandes nach dem äußeren Erscheinungsbild.

Betriebszieltyp/Bestandeszieltyp

Herleitung auf Grundlage standörtlicher Vorgaben; beschreibt als langfristiges Ziel die

Baumartenzusammensetzung stabiler, standortgerechter Bestände und sind auf. Unten befindet

sich eine tabellarische Zuordnung der Betriebszieltypen/Bestandeszieltypen zu den Wald-

Lebensraumtypen gemäß Anhang I der FFH-Richtlinie.

Z-Baum

Kurzfassung für Zukunftsbaum - Zukunftsbäume sind das Kernelement einzelbaumbezogener

Pflegemaßnahmen. Die Z-Bäume werden je nach Baumart in einem sehr frühen Bestandesalter

ausgewählt (10-40 Jahre). Ab diesem Zeitpunkt dienen alle waldbaulichen Maßnahmen

der Erhaltung und Förderung dieser Z-Bäume und deren ungehinderten Kronen und Stammwachstum.

Welche Bäume als Z-Bäume ausgewählt werden liegt im Ermessen des Bewirtschafters

und spiegelt dessen waldbauliche Ziele wider. Individuelle Vorlieben für bestimmte

erhaltenswerte Mischbaumarten (Samen-Z-Baum), besonders skurril gewachsene attraktive

Bäume an Wanderwegen (Waldästhetik-Z-Baum) oder Bäume mit Spechthöhlen (Öko-Z-

Baum) können problemlos bei Z-Baumkonzepten integriert werden.

Seite 22 von 22

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine