Mai 2013 - Der Monat

dermonat.li

Mai 2013 - Der Monat

www.dermonat.li

MAI 13

jahr des wassers: Ändert das Klima die Wasserversorgung?

verkehr: Nachhaltige Umkehr im regionalen Pendlerverkehr

forschung: Unternehmenskultur – ein messbarer Erfolgsfaktor


Es ist höchste Zeit für

grenzenloses Wohlfühlen.

Wir beraten, planen und bauen für Sie :

- Badgestaltung und Badumbauten

- Saunalandschaften

- Wellness- und Schwimmbäder

- Waschräume

www.ospelthaustechnik.li

über 500 Werke

im OnLine-ShOp

Ein Produkt der Gutenberg AG

T +423 239 50 50 • www.gutenberg.li

Alpenland Verlag AG Telefon +423 239 50 30

Feldkircher Strasse 13 Fax +423 239 50 31

FL-9494 Schaan www.buchzentrum.li

Bernardo Bellotto, Detail aus «Das Gartenpalais Liechtenstein in Wien», 1759/60

© LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz–Vienna

Wann ist es Zeit für eine Bank,

die Sie ein Leben lang begleitet?

Wenn Sie einen Partner suchen, dem Sie jederzeit vertrauen können.

Nehmen Sie sich Zeit für ein Gespräch mit uns: LGT Bank AG, Telefon +423 235 11 22.

LGT. Partner für Generationen. In Vaduz, Chur, Davos, Basel, Bern, Lugano, Luzern,

Zürich und an mehr als 15 weiteren Standorten weltweit. www.lgt.li

0408_Monat_190x126_BE.indd 1 08.04.13 10:31


Inhalt | Editorial

Interessantes Modell

für das Vaduzer Zentrum

3

Projekte haben es derzeit schwer, auch

Panorama 4

vaduzer zentrum

Interessantes Investoren-Modell

für die Vaduzer Flaniermeile 6

jahr des wassers

Ändert das Klima die Wasserversorgung? 10

forschung

Unternehmenskultur – ein messbarer

Erfolgsfaktor 12

business-center

Perfekte Administration

ohne eigene Büroräume 14

porträt

Peter Marxer: Erfüllte 80 Jahre 16

verkehr

Umkehr im Pendlerverkehr 18

musical

«Whatever you want!»

Eine Rockoper für Büezer 20

asset protection

Instrumente zur Sicherung von Vermögen 22

vor 60 jahren

13. Mai 1953:

Vorzeitige Auflösung des Landtags 25

wenn sie in die Zukunft gerichtet sind

Im Umfeld der Finanz- und Wirtschaftskrise, der

Probleme um Bankgeheimnis und Transparenz sowie

der Kluft zwischen Einnahmen und Ausgaben

im Haushalt des Staates stehen

die Chancen schlecht für grössere

Bauvorhaben. Auch dann,

wenn die Projekte in die Zukunft

gerichtet sind, wie etwa die Bauten für Schulstrukturen

in Vaduz oder die S-Bahn. Ein interessantes

Modell, das zur Belebung des Vaduzer

Zentrums und zur Attraktivitätssteigerung

mit neuen Geschäften

entwickelt wurde, wird

in den nächsten Wochen konkreter:

Eine Jury soll die Wettbewerbsergebnisse

bewerten. Erneut

beschäftigen wir uns mit

dem Thema Wasser zum UNO-

Jahr des Wassers. Laut einem Bericht

steht es noch gut mit dem

Günther Meier

Quell- und Grundwasser in unserem

Land. Das Fischsterben in

Chefredaktor «Der Monat»

Balzers vor zwei Wochen aber zeigte auf, wie sensibel

das Thema Wasser ist, auch wenn Wasser genügend

zur Verfügung steht.

Impressum: 7. Jahrgang, Nr. 77, Mai 2013, 18 750 Exemplare

Herausgeber: Alpenland Verlag AG, Feld kircher Strasse 13, FL-9494 Schaan,

Tel. +423 239 50 30, Fax +423 239 50 31, office@alpenlandverlag.li

Redaktion: Günther Meier, Tel. +423 380 09 30, redaktion@dermonat.li

verlagsleitung: Max Meinherz, Tel. +423 239 50 20, m.meinherz@gutenberg.li

sekretariat: Eva Rubin, Tel. +423 239 50 30, office@gutenberg.li

anzeigen: Tel. +423 239 50 30, Fax +423 239 50 31, office@gutenberg.li

Gestaltung: Barbara Schmed, Gutenberg AG

Satz und Druck: Gutenberg AG, FL-9494 Schaan

papier: PlanoJet, 100 g/m²

ONLINE: «Der Monat» im Internet: www.dermonat.li

Titelbild: Wasser ist ein kostbares Gut, zu dem Sorge getragen

werden muss. (Foto: IKR)

zuwanderung

Zunehmender Wettbewerb

um Talente in der Region 26

rätsel 28

Schlusspunkt 30

Feldkircherstrasse 13 | 9494 Schaan

Tel. +423 239 50 50

Bücher für Liechtenstein

Feldkircher Strasse 13 • FL-9494 Schaan

mai 2013


Panorama

4

5

Erbprinz Alois fordert

einen strengen Sparkurs

Die Sparpolitik der früheren Regierung hat

nicht den erhofften Ausgleich zwischen Einnahmen

und Ausgaben gebracht. Die neue Regierung steht

vor der Aufgabe, den Staatshaushalt weiter zu sanieren.

Der NZZ am Sonntag sagte Erbprinz Alois, der

schon in seiner Thronrede die künftige Finanzund

Sparpolitik in den Mittelpunkt

stellte: «Die neue Regierung

wird daran gemessen werden,

ob sie den Staatshaushalt

ausgleichen kann. Die Bevölkerung

will keine Verschuldungspolitik.

Jetzt besteht die Herausforderung

darin, mit konkreten

Reformprojekten erfolgreich zu

sein.» Handlungsbedarf sieht der Erbprinz vor allem

auf der Ausgabenseite. Ganz abgeneigt aber zeigte

sich der Erbprinz auch Steuererhöhungen nicht. Die

Steuerreform habe zu Einnahmenausfällen geführt,

die zum Ausgleich des Staatshaushalts korrigiert

werden müssten. Trotz allem zeigte sich der Erbprinz

zuversichtlich: «Ich bin aber überzeugt, dass

wir auch nach dem Sparprogramm im internationalen

Vergleich immer noch ein sehr gutes Sozialsystem

und ein attraktives Steuerklima bieten können.»

Foto: ecaef.li

Foto: iStock.com

Freie Namenwahl für

Braut- und Ehepaare

Die Schweiz, Österreich und Deutschland haben

es vorgemacht, jetzt will auch Liechtenstein

beim Namensrecht nachziehen. Seit 1993 konnten

die Brautleute zwischen dem Namen der Braut oder

des Bräutigams als gemeinsamen Familiennamen

wählen. Die Praxis zeigte, dass nur in wenigen Fällen

der Name der Braut als gemeinsamer Familienname

bestimmt wurde. Was den Namen nach der

Trauung betrifft, schafft die vorgeschlagene Neuregelung

mehr Spielraum für die Bräute. Zwar soll am

einheitlichen Ehenamen festgehalten werden. Alternativ

dazu sollen Braut und Bräutigam gegenüber

dem Zivilstandsbeamten auch erklären können,

dass jeder seinen bisherigen Familiennamen

in der Ehe weiterführt. In diesem Fall müssen die

künftigen Eheleute auch erklären, welchen Familiennamen

die aus der Ehe stammenden Kinder führen

sollen.

Woher kommen die Eltern?

Das Amt für Statistik hat kürzlich die ersten Resultate der Volkszählung

2010 veröffentlicht und ist der Frage nachgegangen, ob die Eltern

bei der Geburt der Befragten in Liechtenstein gewohnt haben.

Bei 25,0 Prozent der ständigen Bevölkerung wohnten beide Elternteile

bei ihrer Geburt in Liechtenstein

Bei 26,7 Prozent hatte ein Elternteil bei seiner Geburt den Wohnsitz

in Liechtenstein

Bei 45,1 Prozent hatten beide Elternteile bei ihrer Geburt im Ausland

gewohnt

Die restlichen 3,1 Prozent hatten entweder keine Angaben gemacht

oder es war nicht bekannt, wo der Wohnort der Eltern bei

ihrer Geburt war

Die Frage nach dem Geburtsort der Eltern wird als wichtig im Zusammenhang

mit der aktuellen Thematik «Migration» erachtet.

Schlussbetrachtungen

des Regierungschefs

Klaus Tschütscher ist der erste Regierungschef

Liechtensteins, der formell freiwillig nach lediglich

einer Amtsperiode auf eine Wiederkandidatur

verzichtet. Er dürfte auch der erste Regierungschef

sein, der zu seinem Ausscheiden aus dem Amt

eine Schrift veröffentlichte. In seiner Schlussbetrachtung

schreibt Klaus Tschütscher, dass Liechtenstein

zwar gerne das Kompliment «Small is

beautiful» höre. Aber auch dieses Kompliment

habe Liechtenstein nicht davor bewahrt, «dass unser

Land teilweise schmerzliche Anpassungsprozesse

in die Wege leiten müsse, die unsere Position

insbesondere im Bereich des Finanzplatzes vor

grosse Herausforderungen stelle.»

mai 2013


VP Bank unterstützt Lehrstuhl

der Universität Liechtenstein

Unternehmen aus der Finanz- und Produktionsbranche unterstützen

Forschung und Lehre an Universitäten. Auch die VP Bank,

die 2007 nach dem 50-jährigen Bestehen die VP Bank Stiftung gründete.

Aus den Mitteln dieser Stiftung wurde der Lehrstuhl für Gesellschafts-,

Stiftungs- und Trustrecht an der Universität Liechtenstein

drei Jahre lang finanziell gefördert. Mit dieser Förderung unterstützte

die VP Bank die wissenschaftliche Bearbeitung juristischer Themen,

die für die Positionierung des Finanzplatzes Liechtenstein von

Bedeutung sind. Nach dieser Starthilfe führt die VP Bank diese Unterstützung

nicht weiter, prüft jedoch die Unterstützung anderer,

konkreter Projekte im kleineren Rahmen.

Qualitätsoffensive bei

PostAuto Liechtenstein

PostAuto Liechtenstein nimmt Klagen von Fahrgästen über die

teilweise ruppige Fahrweise des Personals ernst und startete deshalb

eine «Qualitätsoffensive». Mit drei verschiedenen Instrumenten wird

die Qualität der Dienstleistungen gemessen, die von den Fahrerinnen

und Fahrern jeden Tag erbracht werden. Da gibt es Testkunden, die

anonym unterwegs sind und ihre Beobachtungen während der Fahrt

auf einem Fragebogen bewerten. Zudem werden persönliche Kundenumfragen

durchgeführt, indem Fragebogen an die Fahrgäste verteilt

und nachher ausgewertet werden. Ausserdem misst ein rechnergestütztes

Betriebsleitsystem, ob die Fahrzeuge auf allen 14 Linien

pünktlich unterwegs sind. Über die Ergebnisse der drei Bewertungssysteme

will die PostAuto Liechtenstein ihre Mitarbeitenden jeden

Monat informieren – und notfalls Massnahmen ergreifen.

«The Lords» erinnern

an glorreiche Zeiten

Auf eine musikalische Zeitreise kann gehen,

wer am 11. Mai 2013 das Konzert der «Lords» im Vaduzer

Saal besucht. 45 Jahre nach ihrem ersten Auftritt

im damaligen Café Wolf konnte Markus Meier

die «deutschen Beatles» nach

Vaduz verpflichten. Die Rock-

Legenden, die in der Aufbruchphase

der 1960er-Jahre mehrere

Kultsongs wie «Gloryland» oder

«Shakin’ all over» schufen, erinnern

nicht nur an ihre frühere

Musik, sondern auch an die glorreichen

Zeiten des Café Wolf.

Foto: Markus Meier

Foto: Günther Meier

Werden die Armen ärmer

und die Reichen reicher?

Über das «Scheitern der Umverteilungspolitik»

wird an der Internationalen Gottfried von

Haberler-Konferenz diskutiert, die am 17. Mai

in Vaduz stattfindet. Veranstaltet wird die Konferenz

vom European Center of Austrian Economics

Foundation. Die ECAEF mit Standort im

Fürstentum Liechtenstein ist ein Think Tank,

der in der wissenschaftlichen Tradition der «Österreichischen

Schule der Ökonomie» verwurzelt

ist, mit dem Ziel, die Erforschung und Weiterentwicklung

der Ideen dieser Schule – Eigenverantwortung,

individuelle Freiheit, begrenzte

Regierungs- bzw. Staatsmacht – zu forcieren.

Die Teilnehmer werden an der Konferenz, die

dieses Jahr zum 9. Mal stattfindet, der aktuellen

Frage nachgehen: «Werden die Armen immer

ärmer und die Reichen immer reicher?» Die

Analysen der Konferenz befassen sich in globaler

Perspektive mit dem Problem der Einkommensgleichheit,

mit Umverteilung und Steuersystemen.

Die Konferenz erhielt ihren Namen von

Gottfried von Haberler, dessen Familie zeitweise

in Mauren lebte. Gottfried von Haberler

(1900–1995) zählt zu den führenden Wirtschaftswissenschaftlern

des 20. Jahrhunderts,

lehrte an der Harvard-Universität und verfasste

rund 20 Bücher, die sich mit der Theorie des internationalen

Freihandels, der Konjunktur- und

Geldtheorie beschäftigten. Neben der Gottfried

von Haberler-Konferenz schreibt die ECAEF seit

ein paar Jahren einen Essay-Wettbewerb aus:

Der internationale Vernon Smith Price richtet

sich an junge Studierende und Forschende, die

den Ideen der Freiheit anhängen, diese verbreiten

helfen. Informationen: www.ecaef.li


VADUZER ZENTRUM

6

7

Interessantes Investoren-Modell

für die Vaduzer Flaniermeile

Von Günther Meier

Das Zentrum von Vaduz soll attraktiver gemacht, die Flaniermeile zwischen

Rathaus und Regierungsgebäude aufgewertet werden. Geplant sind neue Geschäftsgebäude

in der Umgebung des Rathauses. Interessant dabei ist das

Investoren-Modell.

Mit der «Flaniermeile» zwischen Vaduzer Rathaus

und dem Regierungsgebäude, die nach der Einführung

der verkehrsfreien Zone propagiert wurde,

verbanden sich viele verschiedene Hoffnungen. Erfüllt

werden konnten diese Hoffnungen bisher

nicht, weil die Flaniermeile jahrelang eher einer

Baustellenzufahrt glich, was für den Aufbau von

Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten

keine idealen Bedingungen

bot. Abgesehen von der ge-

Herausfinden, was Einheimische

und Touristen vorfinden

genwärtigen Baustelle für den

«Weissen Würfel», der mit dem

wollen, um das Vaduzer Kunstmuseum zusammen ein

weiterer Anziehungspunkt für

Zentrum attraktiv zu finden

Kunstliebhaber bilden soll, wären

gute infrastrukturelle Voraussetzungen

für das Flanieren im verkehrsfreien

Zentrum von Vaduz geschaffen. Wenn nicht gerade

das Volksfest am Staatsfeiertag stattfindet oder bei

schönem Wetter der Jahrmarkt lockt, hält sich der

Zuspruch des Volkes für die Flaniermeile jedoch in

engen Grenzen. Was also tun, um die Flaniermeile

zu beleben, die Attraktivität des Zentrums zu erhöhen

und dem Städtle ein bisschen städtischen Charakter

einzuhauchen?

Ähnliche Probleme wie verkehrsfreie

Innenstädte

An Ideen fehlt es nicht. Nostalgiker

träumen den guten alten Zeiten nach, als man

mit dem Auto noch durchs Städtle fahren konnte,

um mit einem kurzen Blick in die Beizen festzustellen,

ob sich die Kollegen schon eingefunden haben.

Die motorisierte Gilde vertritt auch die Auffassung,

dass die Aufhebung der Parkierungsmöglichkeiten

direkt vor den Läden zu einem Schwund der Ge-

schäfte geführt hätte und Geschäftsleute abschreckten,

ein neues Geschäft zu eröffnen. Andere

weisen darauf hin, dass das Vaduzer Zentrum

ähnliche Probleme hätte wie andere verkehrsfreie

Innenstädte, denen es an Publikumsattraktionen

und damit an Publikum mangle, wenn am frühen

Abend die Rolläden der Geschäfte heruntergelassen,

die Bürohäuser geschlossen und die Riegel bei den

Museen auf «geschlossen» geschoben würden. Tatsächlich

erscheint die Flaniermeile oft wie mit einer

Ausgangssperre belegt, während von anderswo berichtet

wird, dass sich in den Fussgängerzonen täglich

das pralle Leben abspiele.

Ausweitung der Freizeit- und

Erholungsmöglichkeiten

Das Zentrum von Vaduz soll attraktiver

werden! Dieses Ziel hat sich der Vaduzer

Gemeinderat gegeben und nach dieser Zielsetzung

sind mit der Anpassung des Richt- und Überbauungsplans

die Rahmenbedingungen geschaffen

worden, um die drei freien Plätze rund um das Rathaus

neu und attraktiver gestalten zu können. In

der Gemeindebroschüre «Einblick» war darüber

zu lesen, dass Geschäftsgebäude geplant seien, für

deren Erstellung die Gemeinde ein «Baurecht in

übergeordnetem öffentlichen Interesse» vergeben

werde.

Eine Arbeitsgruppe «Zentrumsentwicklung

Rathausplatz» befasste sich mit dem

Programm für einen Projektwettbewerb, der Gemeinderat

umriss die Ziele der Planung: Für die

Einwohner soll das bisherige Versorgungsangebot

für den täglichen und zeitlich erweiterten Bedarf

verbessert werden. Ferner liegen die Ausweitung

der Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten im Be-


Fotos: Günther Meier

Rund um das Rathaus soll reich von Kultur, Gesellschaft, Gastronomie

und Veranstaltungen im

das Vaduzer Zentrum attraktiver

gemacht werden.

Fokus der Gemeindebehörden. Und

schliesslich wird eine bessere Anbindung

zu öffentlichen Dienstleistungen – wie

Gemeinde- und Landesverwaltung, Post, LIEmobil

sowie Liechtenstein Tourismus – angestrebt.

Keine Direktinvestitionen in

neue Geschäftsgebäude

Die Gemeinde Vaduz geht bei

dieser Planung davon aus, dass sich die Gemeinde

auf ihre Kernaufgaben konzentrieren müsse und

keine Direktinvestitionen in neue Geschäftsgebäude

vornehmen dürfe. Entstanden aus dieser Überlegung

ist das Modell «Bauherrenkonsortium», bestehend

aus der Gemeinde und einem künftigen

Baurechtsnehmer, das die öffentlichen und privaten

Aufgaben trennt: Während die private Bauherrschaft

die Gebäude erstellt und die Geschäftsnutzungen

umsetzt, realisiert die Gemeinde den Bus-

Terminal und die Parkplätze für die Öffentlichkeit.

Wie Bürgermeister Ewald Ospelt zu diesem Modell

erklärte, gehöre die Vermietung von Geschäften

und Restaurants nicht zu den Kernkompetenzen

einer Gemeinde. Ausserdem sollte die Gemeinde

mit solchen Angeboten weder in den freien Markt

eingreifen noch die Privatwirtschaft konkurrenzieren.

Aber, die Investoren erhielten die Auflage, bei

ihren Investitionen auf die Wahrung der Attraktivität

des Zentrums zu achten, eine angemessene

Urbanität aufzubauen und eine grosse Nutzungsvielfalt

sicherzustellen.

Wettbewerb für beste Ideen für

Überbauung und Nutzung

Die hohen Ansprüche für die zukünftige

Vaduzer Zentrumsentwicklung weckten

die Innovationskraft oder zumindest den Ehrgeiz

etlicher Planer und Gestalter. An einem Auswahlverfahren

nahmen nicht weniger als acht Bewerber

teil, woraus schliesslich die Firma ITW Generalunternehmung

AG, Balzers, als Sieger hervorging, der

für das Projekt das Investitionskapital aufbringen

wird und das finanzielle Risiko für Betrieb und Unterhalt

trägt. Um die besten Ideen für die Überbauung

und die Nutzung zu erhalten, startete die ITW

einen Wettbewerb, zu dem zehn Architekten eingeladen

wurden. Vom Siegerprojekt erwartet der Gemeinderat,

wie dem «Einblick» zu entnehmen ist,

einen «multifunktionalen Überbauungsvorschlag

mit einem breiten Angebot an Geschäfts- und Gastronomiebetrieben,

Begegnungsorten, kulturellen

Angeboten» sowie eine deutliche Aufwertung des

mai 2013


VADUZER ZENTRUM

8

Rathausplatzes als Gegenstück zum Peter-Kaiser-

Platz vor dem Landtags- und Regierungsgebäude

am anderen Ende der Flaniermeile.

Abheben von anderen Einkaufszentren

als Ziel

Die Firma ITW Generalunternehmung

AG glaube an den Standort Vaduz, erklärte

ITW-Chef Werner Vogt in einem Interview

mit dem Liechtensteiner Vaterland. Auch für Werner

Vogt ist die Überbauung eine anspruchsvolle

Aufgabe, insbesondere die Vermietung der Räumlichkeiten

an Geschäfte, die zur Belebung des Zentrums

und für die Erhöhung der Attraktivität von

Vaduz beitragen können. Die einzuschlagende

Richtung hat er schon in Umrissen genannt: «Wir

werden uns bemühen müssen, uns von anderen

Einkaufsgassen, Einkaufsstrassen und Einkaufszentren

abzuheben. So streben wir zum Beispiel

keine Konkurrenz zur Einkaufsmeile in Buchs an.

Ebenso wenig sind wir daran interessiert, bestehende

Einkaufszentren zu konkurrenzieren.»

Herauszufinden, was Einheimische

und Touristen vorfinden wollen, um das Vaduzer

Zentrum attraktiv zu finden und mit ihrer

Anwesenheit zu beleben, stellt nach den Worten

von Werner Vogt eine «Herkules-Aufgabe» dar.

Das «Shop-in-Shop-Modell», das verschiedene Geschäfte

mit jeweils einzelnen Marken bevorzugt,

könnte ein interessantes Modell sein. Werner Vogt

ist überzeugt, dass zuerst ein attraktives Angebot

geschaffen werden muss, damit die Kunden kommen

würden – umgekehrt funktioniere das Geschäftsmodell

nicht. |

mai 2013


VON DER IDEE BIS ZUR UMSETZUNG

Als Print- und Medienunternehmen führen wir Botschaften zum Erfolg.

Kompetent. Persönlich. Flexibel. Preis- und qualitätsbewusst.

Gutenberg printing performance

Innovative Partner – hochwertige Verlagsobjekte:

www.gutenberg.li

www.buchzentrum.li

Gutenberg AG

Feldkircher Strasse 13

FL-9494 Schaan

Tel. +423 239 50 50

office@gutenberg.li

www.gutenberg.li

BILDER.LI

LI

Die Bildagentur aus Liechtenstein

Die Bildagentur aus Liechtenstein

www.bilder.li

www.alpenlandverlag.li

www.dermonat.li


JAHR DES WASSERS

10

11

Ändert Abenteuerspielplatz

das Klima

die rund Wasserversorgung?

um den Walensee

Von Günther Meier

Die Welt befindet sich offenbar in einem Klimawandel, verbunden mit einer

Erwärmung. Prognostizierte höhere Durchschnittstemperaturen werden auch

den Wasserhaushalt beeinflussen. Ein Bericht zeichnet die Konsequenzen für

Liechtenstein auf.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen

erklärte das Jahr 2013 zum Internationalen Jahr der

Wasserkooperation. Ziel des Internationalen Jahres

ist, das Bewusstsein dafür zu

schärfen, dass Zusammenarbeit

Ein grosser Teil der Winterniederschläge

wird wegen

im Bereich Wasser die Regel und

nicht die Ausnahme ist und dass

Zusammenarbeit zu Wasserressourcen

der Auftakt sein kann

der Klimaerwärmung in

für Zusammenarbeit in anderen

Form von Regen niedergehen

Gesellschaftsbereichen. Das Jahr

soll auch aufmerksam machen

auf die Herausforderungen der Wasserwirtschaft

im Hinblick auf die steigende Nachfrage nach Wasser

sowie Fragen des Zugangs, der Verteilung und

der Dienstleistungen rund um das Wasser.

Qualitativ einwandfreie und

sichere Versorgung

Wasser, Wasserressourcen und

Wasserversorgung bilden auch Gesprächsthemen

im Zusammenhang mit dem Klimawandel, welcher

der Welt in den nächsten Jahren und Jahrzehnten

höhere Durchschnittstemperaturen bescheren

soll. Die Thematik Wasserversorgung und Klimaänderung

stand im Mittelpunkt

einer Untersuchung, die für

Liechtenstein gemacht wurde.

Die Schlussfolgerungen des Berichts

wirken eher beruhigend,

sogar in langfristiger Perspektive,

obwohl ein gewisser Handlungsbedarf

in verschiedenen Detailbereichen

nicht ganz ausgeschlossen

wird: «Das Fürstentum

Liechtenstein wird voraussichtlich

auch mit einer Klimaänderung in der Lage

sein, die Wasserversorgung qualitativ einwandfrei

und flächendeckend sicherzustellen. Dank dem

grossen, qualitativ hochstehenden Grundwasservorkommen

im Rheintal können auch grosse Bedarfssteigerungen

abgedeckt werden. Unabdingbar

ist dabei ein umfassender Schutz des Grundwassers

und vorausschauend ebenfalls der Schutz der vorgesehenen

Fassungsgebiete, um Verunreinigungen

oder Konflikte mit Bauvorhaben zu vermeiden.»

Quellwasser wird dem Grundwasser

vorgezogen

Wie steht es mit der Wasserversorgung

in Liechtenstein? Dazu markante Zahlen,

die im Bericht enthalten sind:

n Der gesamte heutige Wasserverbrauch für Haushalt,

Gewerbe und Industrie, öffentliche Zwecke,

Pistenbeschneiung und Bewässerung in der Landwirtschaft

beträgt in Liechtenstein rund 8,3 Millionen

Kubikmeter pro Jahr. Im Vergleich dazu beträgt

der jährliche Abfluss im Binnenkanal 150

Millionen Kubikmeter.

n Die in die Wasserversorgung eingespeiste Wassermenge

belief sich im Jahre 2009, und dürfte sich

Wassernutzung

Der vorliegende Artikel ist die Zusammenfassung eines Berichts mit

dem Titel «Anpassungsfähigkeit des Planungssystems an die Auswirkungen

des Klimawandels am Beispiel der Wassernutzung im Fürstentum

Liechtenstein». Liechtenstein beteiligte sich am Projekt CLISP

«Climate Change Adaption by Spatial Planning in the Alpine space».

Der Bericht wurde uns von der Liechtensteinischen Gesellschaft für

Umweltschutz (LGU) zur Verfügung gestellt. www.lgu.li


Die Klimaänderung wird Einfluss

auf das Wasser und die Wasserversorgung

haben.

seither nicht wesentlich verändert

haben, auf 6,8 Millionen

Kubikmeter, wovon 2,9 Millionen

Kubikmeter oder 43 Prozent aus dem Grundwasser

stammen und 3,9 Millionen Kubikmeter

oder 57 Prozent Quellwasser sind.

n Die beiden Wasserversorgungsverbände im

Oberland und Unterland nutzen zuerst so viel

Quellwasser wie möglich und fördern erst ergänzend

soviel Grundwasser wie nötig.

Dass dem Quellwasser der Vorzug

vor dem Grundwasser gegeben wird, hat in erster

Linie mit wirtschaftlichen Überlegungen zu tun,

denn für den Betrieb der Pumpwerke ist Energie

nötig.

Künftige Auswirkungen auf die

Wintersportgebiete

Von 1980 bis 2007 hat die jährliche

Durchschnittstemperatur insgesamt um 1,3° C

zugenommen. Die Vorhersage der saisonalen

Durchschnittstemperaturen ergibt für 2050 eine

Temperaturerhöhung für Liechtenstein um 1,8° C

im Winter und 2,7° C im Sommer.

Bezüglich Niederschlag wird für

die erste Hälfte des 21. Jahrhunderts eine Erhöhung

der Winterniederschläge um 8 Prozent erwartet.

Im Sommer hingegen wird mit bis zu 17 Prozent

weniger Niederschlag gerechnet, wobei im Sommer

eine grosse Streuung besteht. Für Frühling und

Herbst werden nur kleine Veränderungen erwartet.

Der Bericht geht aufgrund dieser

Vorhersagen davon aus, dass der Wintertourismus

auf der Höhenlage von Malbun zwischen 1600 und

2000 m ü.M. in den nächsten vierzig Jahren markant

zurückgehen wird. Grund dafür sei, dass ein

grosser Teil der Winterniederschläge aufgrund der

Foto: Marco Nescher

Klimaerwärmung in Form von Regen niedergehen

werde. Der Einsatz von technischen Beschneiungseinrichtungen

werde aufgrund der höheren Temperaturen

nicht oder nur eingeschränkt möglich sein.

Für den heutigen Wintertourismus, zieht der Bericht

die Schlussfolgerung, müsste nach Alternativen

gesucht werden.

Der Bericht könnte sich eine Verlagerung

auf den Sommertourismus vorstellen,

nicht zuletzt dank der guten Erreichbarkeit der

Bergwelt und der attraktiven Lage von Malbun:

«Städter werden im Sommer die kühle, frische Bergluft,

Wandern und Mountainbiking sowie das Erlebnis

am Bergbach suchen.» Auch der Rhein und

seine Ufer könnten als Erholungsgebiete an Bedeutung

gewinnen und vermehrt aufgesucht werden.

Veränderungen bei Quellwasser

und Grundwasser

Aufgrund der wahrscheinlich geringeren

Niederschlagsmengen im Sommer werden

laut Bericht die Oberflächengewässer in den nächsten

Jahrzehnten weniger Wasser führen. Der Anteil

des Quellwassers an der gesamten Wasserversorgung

dürfte damit zurückgehen und muss durch

einen höheren Anteil an Grundwasser kompensiert

werden. Gefahren für das Grundwasser werden in

der zunehmenden Versiegelung des Bodens durch

die Bautätigkeit gesehen. Eine Gegenmassnahme

würde die Schaffung von zusätzlichen Versickerungsflächen

bilden, in denen das Regenwasser

aufgehalten wird, das anschliessend langsam versickern

könnte und das Grundwasser anreichere. |

mai 2013


FORSCHUNG

12

13

Unternehmenskultur

Ein messbarer Erfolgsfaktor

Von Kornelia Pfeiffer

Jedes Unternehmen lobt seine Kultur – zumindest in der Imagebroschüre. Wer

Unternehmenskultur wirklich als Erfolgsfaktor nutzen will, braucht messbare

Ziele. Forscher am Hilti Lehrstuhl der Universität Liechtenstein haben ein

Kultur-Analyse-Tool entwickelt. In 15 Minuten weiss jede Firma, wo sie steht.

Fotos: Universität Liechtenstein

Unternehmenskultur ist wie ein Eisberg: Der grösste

Teil ist nicht auf Anhieb zu sehen. Wie eine Firma

tickt, welche Spielregeln, Werte, geheime Subsysteme,

ungeschriebenen Regeln

herrschen – das läuft informell

und unbewusst ab. Über

Wenn die Mitarbeiter zufrieden

sind, sind die Kunden zufrieden Macht, Status, Hierarchie, Kontrolle,

Autorität oder Kommunikation

gibt es ganz verschiedene

und die Produktivität ist höher

Sichtweisen. Die Kultur beeinflusst,

wie die Menschen in einer Firma denken, arbeiten

und miteinander umgehen. Das schlägt sich

im Führungsstil nieder, im Umgang mit Kunden

oder bei der Wahl einer Strategie. Trotzdem unterschätzt

so manches Management

Die Wirtschaftswissenschaftlerin den Erfolgsfaktor Kultur. Denn

Theresa Schmiedel hat ein System anders als der in Umsatz und Gewinn

messbare Erfolg lässt sich

entwickelt, mit dem sich Unternehmenskultur

messen lässt. die kulturelle Qualität einer Firma

schwer greifen. «Viele Unternehmen

betrachten ihre Kultur

oft nur als Kosmetik, um die

man sich erst ganz zuletzt kümmert,

manchmal mit fatalen

Folgen», beobachtet Theresa

Schmiedel. Die Wirtschaftswissenschaftlerin

am Hilti Lehrstuhl

für Business Process Management

der Universität Liechtenstein

hat nun ein System entwickelt,

mit dem sich messen

lässt, inwieweit eine Unternehmenskultur

das Prozessmanagement

einer Organisation unterstützt.

Das bislang einzige weltweit.

In 15 Minuten kann ein Unternehmen

via www.bpm-culture.org herausfinden,

wie es die Kunden in Arbeitsabläufen berücksichtigt,

wie offen es für Prozessverbesserungen und

-innovationen ist, wie stark sich die Mitarbeiter engagieren

und wie gut die Teamarbeit über Abteilungen

hinweg funktioniert. Wer mehr wissen will, als

die erste Diagnose zeigt, der kann sich an das Team

des Hilti Lehrstuhls wenden: um eine tief gehende

Kulturanalyse zu machen, anschliessend strategische

Ziele für die Entwicklung der Kultur abzuleiten

und diese dann umzusetzen. Eine Reihe von

Firmen der Region Rheintal hat so begonnen, ihre

Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor zu managen.

Firmen mit ausgeprägter Kultur

sind erfolgreicher

«Unternehmenskultur ist kein

Projekt, das mit einem Leitbild auf der Website abgeschlossen

werden kann», betont Theresa Schmiedel.

Die Kultur sei eine stetige Aufgabe des Managements,

wesentlich sei, sich der Bedeutung von Kultur

als Teil des Entwicklungsprozesses des Unternehmens

bewusst zu sein. «Die Pflege der Kultur

macht ein Unternehmen nicht kurzfristig schön,

sondern langfristig gesund», erinnert die Wissenschaftlerin.

Unzufriedene Kunden, viel Mitarbeiterwechsel

oder das Scheitern von Projekten – so etwas

liesse sich oft nur beheben, wenn man die Kultur

verändere.

Bereits 1992 wiesen zwei Professoren

der Universität Harvard nach, dass Firmen

mit einer ausgeprägten Kultur wirtschaftlich erfolgreicher

sind. Es bringt also messbaren Nutzen,

Kultur als Erfolgsfaktor zu verstehen und so zu

handeln. Umgekehrt scheitern häufig Projekte zum

Prozessmanagement – also zur Verbesserung von


Studien belegen: Firmen mit

einer ausgeprägten Kultur sind

wirtschaftlich erfolgreicher.

Arbeitsabläufen – eben weil die Kultur ein blinder

Fleck bleibt. Wer aber zum Beispiel abschätzen

kann, wie offen Mitarbeiter und Führungskräfte

für Veränderungen sind oder wie Abteilungen zusammenarbeiten,

kann entsprechend handeln.

Kann ein Unternehmen Veränderungen

nicht auch vornehmen, ohne sich damit

aufzuhalten, ob die Organisationskultur fit

ist? «Grundsätzlich ja», sagt Theresa Schmiedel,

«die Frage ist allerdings, ob Zufall oder Intuition

im Umgang mit der Kultur für eine erfolgreiche

Unternehmensführung langfristig ausreichen.» Ihre

Untersuchungen bestärken ihre Sicht, dass das

Kulturmanagement ebenso wesentlich ist, wie etwa

das Risiko- oder Qualitätsmanagement und

die technologische Weiterentwicklung eines KMU

oder eines Grossunternehmens. Patentrezepte für

die Steuerung von Unternehmenskultur jedoch

Zur Person

Dr. Theresa Schmiedel ist Leiterin des Forschungsprojektes «Kulturell

fit für Prozessmanagement?». Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin

am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Liechtenstein.

Ihre Forschung am Hilti Lehrstuhl für Business Process

Management befasst sich mit sozialen Aspekten der Wirtschaftsinformatik

und vor allem mit der Rolle der Unternehmenskultur im

Prozessmanagement von Organisationen.

gibt es nicht. Jedes Unternehmen

muss seinen eigenen Weg

zu seiner Entwicklung oder Veränderung

finden. Erfolgreiche

Unternehmen beziehen die Unternehmenskultur

längst in die

Steuerungssysteme der Organisations-Entwicklung

mit ein. Der Baugerätekonzern

Hilti in Schaan gilt als Modell. Dahinter steht

als Leitgedanke: Wenn die Mitarbeiter zufrieden

sind, sind die Kunden zufrieden und die Produktivität

ist höher. Die Kultur fördert Teamarbeit

und belohnt überdurchschnittliches Engagement.

Und sie erlaubt den Mitarbeitern, Mut zur Veränderung

zu haben. Hilti investiert viel Geld in die

«Culture Journey». «Und in einer Studie konnten

wir nachweisen, dass Hilti ein kulturelles Umfeld

schafft, das den Erfolg des globalen Hilti-Prozessmanagements

nachhaltig unterstützt», erklärt

Theresa Schmiedel.

Hilti gestaltet DNA bewusst

und gezielt

Bei Hilti lassen sich die Führungskräfte

nicht unbewusst von irgendeiner unausgesprochen

existierenden Unternehmenskultur

treiben. Sie managen die DNA des Unternehmens

gezielt. Führung und Kultur sind hier zwei Seiten

einer Medaille. Wo das Management Werte und

Normen vorlebt, lässt sich über die Veränderung

von Abläufen, Spielregeln und gezeigten Werten

auch die innere Haltung der Mitarbeiter beeinflussen.

«Führungskräfte haben eine ganz zentrale Rolle»,

sagt Theresa Schmiedel. Ihr Ziel der Forschung

am Hilti Lehrstuhl der Universität Liechtenstein ist,

Unternehmenskultur greifbar zu machen. |

mai 2013


BUSINESS-CENTER

14

15

Perfekte Abenteuerspielplatz

Administration

ohne rund eigene um den Büroräume Walensee

Von Günther Meier

Dauernde Erreichbarkeit während den Geschäftszeiten gehört zu den wichtigen

Serviceleistungen von Unternehmen. Kleinere Betriebe können diesen

Service auslagern oder nur zeitweise ein Büro mieten – im Business-Center

in Triesen.

Die Planung für die Ferienzeit

steht vor der Türe. Für kleine Unternehmen mit

wenig Personal stellt sich die Frage, ob das Geschäft

während zwei, drei Wochen gänzlich geschlossen

werden soll oder ob es nicht besser

wäre, für die Kunden erreichbar

zu sein. Wer die Dienstleis-

Die Dienstleistungspalette

bietet effiziente und

tungen des Business-Centers in

Triesen in Anspruch nimmt, ist

kostengünstige Lösungen dieser Sorge enthoben, denn hier

kann ein «virtuelles Büro» gemietet

und dessen Dienstleis-

für alle Bedürfnisse

tungen je nach Bedarf in Anspruch

genommen werden: Die Telefonanrufe werden

entgegen genommen, Nachrichten notiert, sogar

die Terminplanung kann übertragen werden.

Das Service- und Dienstleistungsangebot des Business-Centers

richtet sich jedoch

Horst Büchel, Geschäftsführer des nicht in erster Linie auf die Fe-

Liechtensteiner Business-Center rienzeit aus, sondern die Dienstleistungen,

die modulartig in

Anspruch genommen werden

können, stehen täglich zur Verfügung.

«Das virtuelle Büro

richtet sich an alle Unternehmer,

die keine realen Räumlichkeiten

benötigen, aber dennoch auf die

Vorzüge einer fachgerechten Arbeitsumgebung

nicht verzichten

möchten», umschreibt Horst Büchel

das Angebot. Das von ihm

geplante und im Jahre 2010 in

Betrieb genommene Business-

Center faszinierte die Fachwelt,

so dass er schon kurz nach der

Eröffnung bereits den begehrten

Fotos: Business-Center

«Golden Creativity Award», die höchste Auszeichnung

von Idee-Suisse, der Schweizerischen Gesellschaft

für Ideen- und Innovationsmanagement,

entgegennehmen konnte.

Auswahl aus einem umfassenden

Angebot

Die Dienstleistungspalette des

Business-Centers erschöpft sich aber nicht in der

Ferienvertretung von Unternehmen, sondern ist

breit gefächert und enthält diverse Angebote, die

praktisch für alle Bedürfnisse eine effiziente und

massgeschneiderte Lösung enthalten. «Unser Business-Center

ist der einfachste Weg zu mietbaren

Büro-Arbeitsplätzen oder einem Firmensitz in

Liechtenstein», bringt Horst Büchel die Philosophie

und Funktion des Hauses auf einen kurzen Nenner.

Beim Business-Center wählen die Kunden aus einem

umfassenden Angebot, was an Infrastruktur

und Dienstleistungen zu einem bestimmten Zeitpunkt

oder über einen längeren Zeitraum erforderlich

ist oder gewünscht wird. Das Geschäftsmodell

des Business-Centers basiert auf der Überlegung,

dass den Unternehmen jene Flexibilität und Wirtschaftlichkeit

angeboten wird, die für Kleinunternehmen

und Start-Ups, aber auch für etablierte

grössere Unternehmen erforderlich ist, wenn Meetings

oder Sitzungen ausserhalb der Unternehmungen

durchgeführt werden sollen. Flexibilität ver-

Business-Center

Liechtensteiner Business-Center AG, Landstrasse

123, 9495 Triesen

Telefon +423 265 25 00. www.business.li


Das Business-Center in Triesen

bietet «virtuelle Büros» für

Unternehmer an, die nicht aktiv

vor Ort sein können.

bindet sich mit Wirtschaftlichkeit,

weil jeweils nur die tatsächlich

benutzten Dienstleistungen

honoriert werden müssen. «Die

Angebote erlauben Unternehmen»,

unterstreicht Horst Büchel, «die Büroinfrastrukturen

und Kapazitäten in kürzester Zeit an

veränderte Bedingungen anzupassen, um kurzfristige

Engpässe zu überbrücken oder in einer starken

Wachstumsphase eines Unternehmens eine Übergangsphase

kostengünstig und mit professioneller

Unterstützung zu meistern.

Team Office «work & go» für

junge Unternehmen

Junge Unternehmen, die sich im

Aufbau befinden, haben oft nicht die Kapazitäten

und die finanziellen Ressourcen, um eine eigene

Administration zu unterhalten. Horst Büchel hat in

seinem Business-Center «work & go» eingerichtet,

ein Angebot, das sich besonders an junge Firmen

richtet, die mit ihrem Startkapital genauestens kalkulieren

müssen. «work & go» eignet sich aber auch

für Unternehmer, die nicht zwingend jeden Tag ein

Büro brauchen: Wie der Name schon sagt, kann

man bei «work & go» auf einen voll eingerichteten

Arbeitsplatz zurückgreifen, je nach Bedarf zusätzliche

Dienstleistungen des Business-Centers in Anspruch

nehmen – und nach getaner Büroarbeit den

Arbeitsplatz wieder verlassen. Das Business-Center

bietet 23 voll ausgestattete Büros an, die nur stundenweise,

halbe Tage, ganze Tage oder auch über einen

längeren Zeitraum gemietet werden können.

Erfolg mit innovativen Angeboten

und Dienstleistungen

Das Erfolgsgeheimnis des Business-Centers

ist zweifellos der modulare Aufbau

des Angebotes. «Vom virtuellen Büro über das persönliche

Einzelbüro bis zum Teambüro mit bis zu

10 Arbeitsplätzen steht jene Infrastruktur zur Verfügung,

die von den Kunden gewünscht wird», betont

Horst Büchel. Als entscheidenden Vorteil gerade

für junge Unternehmen wertet er, dass für die

Administration keine Investitionen getätigt werden

müssen, sondern im Business-Center nur jene

Dienstleistungen bezahlt werden, die in Anspruch

genommen wurden. Die Dienstleistungspalette

reicht dabei weit über normale Büroarbeiten hinaus,

umfasst beispielsweise auch Reise- und Terminorganisation,

Marketing- und Werbeaktionen,

Übersetzungen und Dolmetscherdienste, womit

das Business-Center auch für ausländische Kunden

interessant wird, die für kurze Zeit ins Land kommen

und einen gut eingerichteten Arbeitsplatz oder

Meetingräume für Besprechungen benötigen. |

mai 2013


koPf Porträt des monats

16

Peter Marxer

Erfüllte 80 Jahre

Auf ein reich erfülltes persönliches, politisches

und berufliches Leben kann Dr. Peter Marxer

zurückblicken, der am 11. Mai 2013 seinen 80. Geburtstag

feiert. Die private Seite ist der Öffentlichkeit

weitgehend verborgen geblieben,

obwohl das Geburtshaus

und jetzige Wohnhaus direkt

gegenüber der Kirche St.

Florin steht. Umso mehr aber

kennt man Peter Marxer als Anwalt und Treuhänder,

als Gründer der Centrum Bank, als Landtagsabgeordneten,

Fraktionssprecher der Fortschrittlichen

Bürgerpartei und als deren Ehrenpräsident.

Nach einem Studium der Rechtswissenschaften

an der Universität

Innsbruck sowie Gerichtspraktiken

in Feldkirch und Vaduz

trat Peter Marxer im Jahre

1959 in die Kanzlei seines Vaters

Ludwig Marxer ein. Nach dem

frühen Tod seines Vaters übernahm

er 1962 die unternehmerische

Verantwortung für die Kanz-

Dr. Peter Marxer

Anwalt, Politiker, Gründer der lei, die unter seiner Führung stetig

erweitert wurde. Schon 1964

Centrum Bank

entstand die Confida Treuhandund

Revisions-AG mit Dienstleistungen in den Bereichen

Treuhand, Revision, Steuern, Unternehmensführung,

Immobilien und Vermögensverwaltung.

Aus der Confida erwuchs 1993 die Centrum

Bank, die das Vermögensverwaltungsgeschäft der

Confida als neu gegründete Bank übernahm. Als

junger Jurist kandidierte Dr. Peter Marxer 1966

erstmals für den Landtag und erreichte schon bei

seiner ersten Kandidatur die höchste Stimmenzahl

in seiner Wohngemeinde Vaduz. Die ersten politischen

Sporen hatte er sich zuvor bei der Gründung

des Jugendreferates, der ersten Jugendorganisation

der Fortschrittlichen Bürgerpartei (FBP), erworben.

Schon nach einem Jahr als Abgeordneter betraute

ihn die FBP-Fraktion mit der Funktion des Fraktionssprechers.

In dieser Rolle profilierte er sich als

brillanter Debattierer und scharfer Analytiker. «Ich

Foto: Centrum Bank

Im landtag profilierte er sich als brillanter

debattierer und scharfer analytiker

habe mich oft gewundert, mit welchem Mut und

mit welcher Unerschrockenheit Peter Marxer sein

Amt als Fraktionssprecher und als Präsident unserer

Partei ausgefüllt hat», würdigte der frühere

FBP-Präsident Richard Meier 1982 seine Verdienste.

Nach 16 Jahren im Landtag hatte sich Peter Marxer

entschlossen, auf eine neuerliche Kandidatur zu

verzichten und neuen politischen Kräften den Weg

für eine politische Karriere frei zu machen.

Mit Peter Marxer war damals im Alter von

knapp 50 Jahren eine Persönlichkeit von der politischen

Bühne abgetreten, die vor allem in den bewegten

1970er-Jahren die Landespolitik entscheidend

mitgeprägt hatte. Nachdem die VU im Jahre

1970 zum ersten Mal nach dem Sparkassen-Skandal

1928 wieder die Mehrheit im Landtag erobert hatte,

musste sich die FBP nach 42 Jahren als Mehrheitspartei

mit der Rolle der parlamentarischen Opposition

abfinden. Mit Peter Marxer als Parteipräsident

an der Spitze gelang der FBP 1974 die Rückgewinnung

des verlorenen Mandats und damit die

Rolle der verantwortlichen Mehrheitspartei. Schon

vier Jahre später, nach harten Auseinandersetzungen

im Landtag über Finanz- und Regierungspolitik,

schlug das politische Pendel – trotz Stimmenmehrheit

der FBP im ganzen Land – wieder in Richtung

Machtwechsel aus. Peter Marxer übernahm

nochmals die Rolle des Oppositionsführers.

Der Jubilar hat Höhen und Tiefen des Politikerlebens

kennengelernt. Die Politik fasziniert ihn

heute noch, aber er übte sich seit seinem Ausscheiden

aus der aktiven Politik in Zurückhaltung. Auch

das berufliche Lebenswerk, von der Kanzlei bis zur

Bank, lässt ihn noch nicht los. |

MAI 2013


Multivisionsschau

Die Farben Islands

Eine Entdeckungsreise mit dem Helikopter

Helikopterpilot Matthias Vogt und Naturfotograf Marco Nescher starteten am 22. Juli 2012, nach

einer langen und intensiven Vorbereitungszeit, mit einem Kleinhelikopter Robinson R44 von Balzers

aus zu einer 7-wöchigen Abenteuerreise nach Island.

Die Tonbildschau mit kurzen Videosequenzen schildert in 76 Minuten ihren abenteuerlichen Flug

und ihre teils lustigen Erlebnisse. Sie zeigt aus der Vogelperspektive faszinierende Landschaftsbilder

und Kunstwerke geschaffen von der Natur der Vulkaninsel.

Die 8 Meter breite Leinwand bietet ein grossartiges Seherlebnis. Musikalisch ist die Schau mit Musik

von „Back To Earth“ untermalt.

Schlosskino Balzers

Mittwoch, 1. Mai, 20 Uhr

Donnerstag, 2. Mai, 20 Uhr

Samstag, 4. Mai, 18 Uhr

Sonntag, 5. Mai, 18 Uhr

Eintritt: CHF 18.- / 15.- Euro

Platzreservationen: im Internet unter www.schlosskino.li möglich

Adresse: Schlosskino Balzers, Unterm Schloss 90, 9496 Balzers

Parkplätze: beim Gemeindezentrum oder bei der Kirche sind weitere Parkplätze vorhanden

Kontakt: fotomarco@adon.li oder m.vogt@heli.li


VERKEHR

18

19

Nachhaltige Umkehr im

regionalen Pendlerverkehr

Von Barbara Wülser

Nur etwa ein Fünftel der Arbeitnehmenden in und nach Liechtenstein bewältigen

ihren Arbeitsweg auf nachhaltige Weise. Liechtenstein, St. Gallen und

Vorarlberg möchten mit dem Projekt Alpstar Abhilfe schaffen. Mit dabei ist

auch die Firma Hilti.

Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmenden in Liechtenstein

pendelt aus dem Ausland zu. Knapp 52

Prozent kommen aus der Schweiz, 45 Prozent aus

Österreich und drei Prozent aus Deutschland. Viele

der Zupendler wohnen im grenznahen Gebiet, so

dass sie ihren Arbeitsweg ohne Weiteres mit dem

Rad bewältigen könnten. Oder

sie haben den Bus- oder den Zugbahnhof

gleich vor der Türe, so

Viele der Zupendler wohnen

im grenznahen Gebiet, so wie die Mitarbeitenden von Hilti

AG in Schaan. Dennoch kommt

dass sie ihren Arbeitsweg

der grösste Teil der Arbeitnehmenden

mit dem eigenen Auto

ohne weiteres mit dem

zur Arbeit. Das soll sich ändern.

Rad bewältigen könnten

Hilti wirkt als «Modellfall» mit

bei grenzüberschreitenden Aktivitäten

zu Mobilität, zusammen den Auspendler-

Kommunen Buchs und Feldkirch. Als Pilotregion

des Alpine-Space-Projets Alpstar zeigen Liechtenstein,

St. Gallen und Vorarlberg gemeinsam Wege

auf, wie Pendlerinnen und Pendler zum Umsteigen

auf das Rad oder öffentliche Verkehrsmittel bewogen

werden können. Koordiniert werden die Akti-

Karte mit Radrouten für Arbeitspendler

Im Rahmen des Apine-Space-Projekts Alpstar wurde für den Raum

Werdenberg-Liechtenstein-Feldkirch eine digitale Karte mit Alltagsrouten

für PendlerInnen entwickelt. Die Karte wird betreut und ständig

aktualisiert vom Amt für Bau und Infrastruktur (ABI) unter Mitwirkung

des VCL Verkehrs Club Liechtenstein. Ausschnitte können

auf www.radwege.llv.li heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Am 5. Mai wird die Karte in Schaan im Rahmen des slowUp Werdenberg-Liechtenstein

vorgestellt.

www.slowUp.ch (Veranstaltung Werdenberg-Liechtenstein)

vitäten von CIPRA International und dem Energieinstitut

Vorarlberg. Die Erkenntnisse aus dem

Alpenrheintal sollen nach Projektabschluss ausgewertet

und weitergetragen werden; zum einen

innerhalb der Pilotregion selber, so dass weitere

Betriebe und Gemeinden davon profitieren können,

zum anderen in die übrigen Alpstar-Pilotregionen

und in weitere Alpenregionen, die selber Mobilitätsmassnahmen

durchführen möchten.

Mobilität in Betriebskultur

verankern

Daniel Oehry, Mobilitätsbeauftragter

bei Hilti, zählt zwischen März und Oktober

am Firmenhauptsitz des weltweit tätigen Konzerns

in Schaan im Durchschnitt 65 Fahrräder pro Tag –

bei 1500 Mitarbeitenden. Mehr als 900 der Mitarbeitenden

wohnen weniger als 16 Kilometer vom

Arbeitsort entfernt, so Oehry, was in den Zeiten des

E-Bikes als zumutbare Fahrraddistanz gilt. Es gäbe

hier also grosses Potenzial. «Die Aktivitäten sollen

dazu führen, dass die Zahl der Radfahrer deutlich

zunimmt», wünscht sich Oehry. Die Erkenntnisse,

wie das zu bewerkstelligen ist, stammen von den

Betroffenen selber: In Fokusgruppen nahmen vorgängig

Radfahrer, ÖV-Nutzer und umsteigewillige

Pendler ihr eigenes Mobilitätsverhalten unter die

Lupe und entwickelten Verbesserungsvorschläge.

An die 100 Ideen kamen dabei heraus, zehn davon

möchte Hilti weiterverfolgen. Eine zentrale Aussage

war: Mobilität muss in der Firma ein wichtiges

Thema sein. Den Auftakt machte deshalb vor

Ostern ein mehrtägiger Anlass zum Thema Mobilität.

Die Mitarbeitenden konnten sich in der Eingangshalle

informieren über ihr Mobilitätsverhalten,

die Infrastruktur, Fahrpläne, E-Bikes, mögli-


Wer mit dem Rad, Bus oder Zug

zur Arbeit fährt, bleibt fit und

gesund, spart Geld und kommt

entspannt an.

Zur Person

Barbara Wülser ist Kommunikationsverantwortliche der Internationalen

Alpenschutzkommission CIPRA International in Schaan.

www.cipra.org

che alltagstaugliche Routen zum Arbeitsplatz und

vieles mehr. Als digitale Karte stehen diese Routenvorschläge

nun allen Arbeitspendlern im Dreiländereck

zur Verfügung. Am slowUp in Schaan wird

die Apstar-Karte einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt.

Aber auch auf der Schweizer und der Vorarlberger

Seite ist man aktiv. Die Gemeinden Buchs

und Feldkirch waren früh eingebunden in die Konzeption,

wissen um die Knackpunkte beim grenzüberschreitenden

Pendlerverkehr und stehen den

Alpstar-Partnern mit Rat und Tat zur Seite. Gute

Ideen werden gerne übernommen: Buchs bietet

Firmen ein Service-Paket für einen Radcheck an,

wie es ihn in Vorarlberg bereits gibt. Und Feldkirch

interessiert sich für eine Ausweitung des

slowUp Werdenberg-Liechtenstein über die österreichische

Grenze. Hüben wie drüben ist das Projekt

gut integriert in laufende Aktivitäten. Die Agglomerationsprogramme

Rheintal

und Werdenberg-Liechtenstein

legen einen Schwerpunkt

auf das betriebliche Mobilitätsmanagement.

Vorarlberg möchte

im Rahmen der Energiezukunft

Vorarlberg bis 2050 energieautonom

werden. Ein Zwischenziel

bis 2020 ist die Reduktion

des CO2-Ausstosses um 20

Prozent. Der Verkehr bietet für

die Erreichung dieses Ziels grosses Potenzial, beträgt

sein Anteil am Ausstoss von Treibhausgasen

doch rund 40 Prozent. In Liechtenstein sind es

knapp 30 Prozent.

Foto: CIPRA

Verkehrspolitisch eingebettet

Liechtenstein selber möchte mit

dem Mobilitätskonzept «Mobiles Liechtenstein

2015» unter anderem die Bewusstseinsbildung für

ein umweltverträglicheres Mobilitätsverhalten in

der Gesellschaft fördern. «Liechtenstein übernimmt

regional Verantwortung und unterstützt als

zuverlässiger Partner grenzüberschreitende Vorhaben,

die seinen eigenen Mobilitätsbedürfnissen

entsprechen», heisst es im Konzept. Nicht zuletzt

geht es dabei auch um die Standort- und Lebensqualität

im Land, das zu Stosszeiten unter einem

hohen Verkehrsaufkommen leidet. Von den 1500

Hilti-Mitarbeitenden kommen nur etwa 150, also

zehn Prozent, regelmässig mit dem Bus oder Zug

zur Arbeit. Auch hier gäbe es also grosses Potenzial.

Nach dem laufenden Aktivitäten zum Radverkehr

möchten die Alpstar-Partner deshalb im

Herbst einen Schwerpunkt beim öffentlichen Verkehr

setzen. |

mai 2013


MUSICAL

20

21

«Whatever you want!»

Eine Rockoper für Büezer

Von Kornelia Pfeiffer

Mit Hits wie «Whatever you want» rockte sich die britische Kultband Status

Quo in den Pop-Olymp. Mit Station Quo rockt im Rheintal eine der besten

Quo-Coverbands. Regisseur Kuno Bont hat mit ihnen eine Rockoper inszeniert.

Packend und verblüffend.

Sie hängen herum, arbeiten zu wenig, trinken zu

viel und tragen geschmacklose Klamotten – so,

oder so ähnlich denkt die Mittelschicht über Arbeitslose.

Jim, Joe, Jake und Jerry bemühen sich

denn zunächst auch redlich, das

Klischee zu bedienen. Als Stahlarbeiter

hatten sie ganz gut Koh-

Hut ab vor all den Bands in

der Region Rheintal und in le verdient. Dann wurde das

Werk geschlossen. Mit Fäusten in

Liechtenstein, die beweisen,

den Hosentaschen und Chaos im

dass in der Provinz gute Kopf standen die vier «Büezer»

auf der Strasse. Die vier jungen

Musik gemacht wird

Männer an einem Wegpunkt ihres

Lebens sind die Hauptfiguren

der Rockoper «Whatever you want!». Am 10. Mai

ist in der Lokremise in Buchs Premiere. Regisseur

und Autor Kuno Bont spricht ein Publikum an, das

neugierig ist, etwas zu sehen, was es noch nicht

kennt – und irgendwie doch kennt.

Station Quo – eins zu eins wie

das Original

Die Geschichte beginnt in einem

Waschsalon, einem Platz, wo Leute kommen, Leute

gehen und dazwischen die Maschinen im Schleudergang

rattern – und wo Pläne geschmiedet werden.

Hier beschliessen die Frauen der vier «Js», ihre

hemdsärmeligen Stahlwerker als rockige Status

Quo Coverband zum «Super Bowl der Coverbands»

zu schicken. Die aber sind völlig unmusikalisch

und der Traum vom Starrummel liegt ihnen gar

nicht. Pfiffige weibliche Hartnäckigkeit aber siegt.

Die Jungs lernen schnell. «Whatever you want», die

bekannteste Boogie-Rocknummer der britischen

Rock'n'Roll-Urgesteine Status Quo, erfüllt sich im

doppelten Wortsinn: Die vier Männer machen

nicht nur, was auch immer ihre Frauen wollen. Sie

zeigen zudem, dass sie erreichen können, was auch

immer sie selbst wollen. Oder auch nicht wollen.

Mittendrin steht die Rheintaler

Rockband Station Quo, deren Traum sich mit ihrer

Gründung 2011 erfüllt hat. Fredy Koller, Steve

Hoop, Bat Ming und Christian Lippuner sind vernarrt

in die Kultband Status Quo und gelten als die

beste Status-Quo-Coverband wahrscheinlich Europas.

«Fredy Koller alias Francis Rossi ist ein Perfektionist

und bei Station Quo sitzt jeder Schritt, die

Mimik, jede Geste, jeder Ton eins zu eins wie beim

Original», sagt Nadia Ender, Vizepräsidentin des

Station-Quo-Fanclubs. Koller war lange Gitarrist

und Keyboarder der Schweizer Hard-Rock-Band

Transit. Seit 1972 lässt er sich kein Quo-Konzert

entgehen, ab und zu schüttelt man die Hände, und

man mag Telecasters, den Klassiker unter den E-Gitarren.

Als Rockoper-Autor Kuno Bont Station

Quo im Juli 2012 beim Liechtenstein Festival «Life»

in Schaan sah und hörte, schickte er eine Mail und

hat die vier Musiker für seine Musical-Idee begeistert.

So nebenbei zieht Bont damit den Hut vor all

den Bands in der Region Rheintal und in Liechtenstein,

die beweisen, dass in der Provinz gute Musik

gemacht wird.

«Whatever you want!»

Der Werdenberger Regisseur und Filmemacher

Kuno Bont bringt sein drittes Musical auf die Bühne.

Die Rockoper für Büezer unter dem Titel

«Whatever you want!» ist zwischen dem 10. und

25. Mai 2013 in der Lokremise in Buchs (SG) zu

sehen. www.dierockoper.ch


Filmemacher und Regisseur

Kuno Bont verbindet mit

«Whatever your want!» Film

und Musical.

Das Geräusch, wenn eine Nadel

Vinyl berührt

Der Regisseur und Autor reagiert

in seinen Produktionen immer auch auf Fragen, die

Räume, Texte, Musik und die Menschen mit sich

bringen. Drei Scripts hat er in seiner Stube im Fachwerkhaus

in Werdenberg geschrieben, bevor er sich

für die «Büezer»-Rockoper entschied. Zuvor hatte

sich der Filmemacher bereits mit den Musicals

«Heartbreak-Hotel» und «Novecento» einen Namen

gemacht. Bont sucht das

Die Schauspielerin Simona Einmalige, indem er Film und

Specker ist eine der Powerfrauen Musical verbindet, und er findet

auf der Bühne.

Themen, die andere übersehen.

So etwa Arbeiter statt Banker,

oder die Rockoper, eine

Musikgattung, die Ende der

sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts

entstand und ein

Jahrzehnt später wieder verschwand.

«Ich bin mit «Tommy»

von The Who und

«The Wall» von Pink Floyd

aufgewachsen», macht er

plausibel. Und weil es damals

noch keine Diskotheken

gab, tingelte er als erster

wandernder DJ mit ein paar

Foto: Kuno Bont

anderen Jungs jedes Wochenende

von Beiz zu Beiz und legte

Langspielplatten auf. «Unser Erkennungszeichen

war der Hit

«Fire» der britischen Psychedelic

Rock-Band um den Sänger Arthur

Brown», denkt er zurück an

das Geräusch, wenn eine Nadel

Vinyl berührt. Verdutzt fühlt sich denn auch der

Zuschauer in der Lokremise in Buchs musikalisch

zu Beginn von «Whatever you want!» in eine ganz

andere Zeit versetzt. Romantisch lullt Guiseppe

Verdis berühmte Ouvertüre aus «Der Troubadour»

ein – solange bis der Stahlkocher kippt und rot glühender

Stahl auf die Opernbühne ins Publikum

fliesst. Dann geht es zur Sache mit Status Quo.

Foto: Günther Meier

Der Bühnenraum wird phasenweise

zur 3D-Welt

Der Filmemacher Kuno Bont stellt, indem er Kontraste

und Multimedia einsetzt, die Frage neu, wie

sich Musik, Bild, Wort, Szene und Elektronik auf

der Bühne zu- und miteinander verhalten. Video,

Film und Computeranimation verwandeln einen

klassischen Bühnenraum phasenweise in eine 3D-

Welt, wodurch die Inszenierung ihre besondere

Magie erfährt. Gleichzeitig beteiligt er Leute aus

dem Rheintal am Applaus, die im Berufsleben arbeitslos

stecken geblieben sind. Mancher wirft sich

als Komparse für die rockige «Büezer»-Geschichte

ins Zeug, andere helfen als Lichtdesigner und Toningenieur

aus oder bauen am Bühnenbild mit. Wie

Jim, Joe, Jake und Jerry fragen auch sie sich: Was

wird aus mir? Und sind zehn Vorstellungen lang

Teil eines Musical-Ensembles, das den Status-Quo-

Hit «Whatever you want» neu interpretiert. |

mai 2013


ASSET PROTECTION

22

23

Instrumente zur

Sicherung von Vermögen

Von Günther Meier

Der Sicherung und dem Schutz von Vermögen kommt in der heutigen Zeit eine

besondere Bedeutung zu. An der Universität Liechtenstein lehrt und forscht

Prof. Francesco A. Schurr zum Thema Gesellschaftsrecht, wo Asset Protection

ein wichtiges Thema ist.

Herr Prof. Schurr, der Begriff Asset Protection

steht im Vordergrund, wenn auf die Vorzüge des

Standorts Liechtensteins hingewiesen wird. Was

aber ist unter diesem Begriff zu verstehen?

Wenn von Asset Protection gesprochen wird, geht

es um Sicherung und Schutz des Vermögens vor

ungerechtfertigten Ansprüchen Dritter. Insbesondere

im Zusammenhang mit der Gestaltung des Risikomanagements

von Unternehmen wird die Konsolidierung

von Vermögen immer bedeutsamer.

Auch wenn der Begriff Asset Protection oftmals einen

negativen Beigeschmack hat, so gibt es durchaus

legitime Gründe, sein Vermögen schützen zu

wollen. Oftmals sind Mittelstandsunternehmen

missbräuchlichen Schadenersatzansprüchen Dritter

ausgesetzt, vor denen sie sich schützen wollen.

Streitigkeiten um das Vermögen

Francesco A. Schurr, Professor eines Ehepartners im Scheidungsfall

lassen sich durch recht-

für Gesellschaftsrecht an der Universität

Liechtenstein.

zeitige Einbringung von Assets

in Vermögensverwaltungsstrukturen

verhindern. Zudem ist der

Schutz des Vermögens auch für

Personen, die in politisch instabilen

Staaten leben, von enormer

Bedeutung.

Fotos: Universität Liechtenstein

An einem Seminar, das Sie kürzlich

gemeinsam mit dem Europa-Institut

an der Universität

Zürich durchführten, wurde auf

die mangelnde Absicherung der

Instrumente für Asset Protection

hingewiesen. Drängen sich

Änderungen in der liechtensteinischen

Gesetzgebung auf?

Anleger, die an einer Konsolidierung ihres Vermögens

interessiert sind, sollten die Möglichkeit erhalten,

dieses Ziel in gesetzeskonformer Weise zu erreichen.

Ich arbeite derzeit gemeinsam mit meinen

wissenschaftlichen Mitarbeitern an einem Forschungsprojekt

zu diesem Thema. Ziel des Projekts

ist es, eben etwaige notwendige Änderungen zu

identifizieren und Vorschläge für die weitere Entwicklung

in der Gesetzgebung zu unterbreiten. Wir

arbeiten dabei mit Experten aus dem In- und Ausland

eng zusammen. Erfreulicherweise nehmen diverse

dieser internationalen Experten auch regelmässig

als Vortragende an unseren Veranstaltungen

teil. Für unsere Trust-Tagung konnte ich weltweit

anerkannte Trustgrössen wie beispielsweise

Prof. David Hayton, R, Prof. Stewart E. Sterk bzw.

Prof. Tony Angelo gewinnen.

Im Zusammenhang mit der Anerkennung liechtensteinischer

Gesellschaften im Ausland war die

Rede von «Macht und Ohnmacht». Wo herrscht

Ohnmacht, wo werden die Gesellschaften nicht

anerkannt?

Probleme mit der Anerkennung gibt es beispielsweise

in Deutschland, Österreich und Spanien.

Mittlerweile wäre innerhalb des EWR gegenüber

Gesellschaften die Gründungstheorie anzuwenden,

wonach Gesellschaften, die im Staat A errichtet

worden sind, im Staat B automatisch anzuerkennen

sind. Dies hat der Europäische Gerichtshof mehrmals

so bestätigt. In der Praxis halten sich die Gerichte

der Mitgliedstaaten bedauerlicherweise oftmals

nicht an diese Grundsätze und erkennen

liechtensteinische Verbandspersonen nicht an. Gegen

eine falsche Anwendung und Auslegung des

liechtensteinischen Rechts durch unabhängige


Forschungsprojekte an der Universität

Liechtenstein befassen grundsätzlich machtlos, insbe-

Richter im Ausland ist man

sich mit der Sicherung und dem sondere wenn das ausländische

Schutz von Vermögen.

Gericht fiskalpolitische Interessen

in den Vordergrund stellt

und sich von diesen bei der Entscheidungsfindung

leiten lässt.

Es ist mir persönlich ein grosses

Anliegen, den Abwärtstrend im Hinblick auf die

(Nicht-)Anerkennung liechtensteinischer Strukturen

im Ausland aufzuhalten. Dafür bereite ich derzeit

in Kooperation mit Experten im Land, insbesondere

mit der Treuhändervereinigung, ein entsprechendes

grosses Forschungsprojekt vor. Die

Rechtswissenschaft kann und

muss hier ihren Beitrag leisten.

Gegen eine falsche Anwendung

und Auslegung des

Die kontinuierliche Präsenz von

Experten des liechtensteinischen

Rechts an der Universität Liechtenstein

und aus der Praxis bei

liechtensteinischen Rechts

Fachtagungen im Ausland sowie

durch unabhängige Richter

die kritische Auseinandersetzung

mit ausländischen Ent-

im Ausland ist man

scheidungen in Fachzeitschriften

grundsätzlich machtlos

ist der einzige Weg, um den Abwärtstrend

zu stoppen. Unsere

Veranstaltungen an der Universität Liechtenstein,

insbesondere der Stiftungsrechtstag, die Trust-Tagung,

die Rechtsprechtage usw., leisten einen wesentlichen

Beitrag dazu, dass die ausländischen

Teilnehmenden über das liechtensteinische Recht

informiert werden und es damit auch richtig anwenden

können. Auch die Studierenden im LL.M.-

Programm für Gesellschafts-, Stiftungs- und

Trustrecht erfahren aus erster Hand, dass das

liechtensteinische Recht für ausländische Kunden

attraktive Modelle bietet, die mit internationalen

Standards voll kompatibel sind und damit zu

keinen Anerkennungsproblemen führen dürften.

Wenn wir so weit kommen, dass liechtensteinische

Verbandspersonen im Ausland grundsätzlich nicht

mehr anerkannt werden, stellt das für Liechtenstein

nicht nur ein ernstes Reputationsproblem dar. Vielmehr

hätte das auch für die heimische Industrie fatale

Folgen.

Verfügt Liechtenstein nicht über die international

erforderlichen Standards oder herrscht auch im

Bereich des Rechts das Recht des Stärkeren?

Liechtenstein war in der Vergangenheit oftmals der

Kritik des Auslands ausgesetzt. Im Zentrum der

Kritik standen steuerliche Belange, das Bankgeheimnis

und auch die Liberalität des Gesellschaftsrechts.

Das Land hat auf diese Kritik jedoch reagiert.

Es erfolgte eine Reform des Steuerrechts.

Das Stiftungsrecht wurde einer Totalrevision un-

Zum Person

Prof. Dr. Francesco A. Schurr ist Inhaber des

Lehrstuhls für Gesellschafts-, Stiftungs- und

Trustrecht an der Universität Liechtenstein.

www.uni.li/gesellschaftsrecht

mai 2013


ASSET PROTECTION

24

terzogen und kürzlich wurden mehrere Doppelbesteuerungsabkommen

abgeschlossen. Liechtenstein

verfügt also durchaus über die international

erforderlichen Standards.

Ich habe den Eindruck, dass

Liechtenstein nach wie vor einem enormen Druck

von aussen ausgesetzt ist, und ich persönlich würde

es sehr bedauern, wenn Liechtenstein in der neuen

Legislaturperiode nur reagiert und nicht selbständig

agiert. Es ist meines Erachtens an der Zeit, dass

die Vertreter Liechtensteins aus Wissenschaft,

Wirtschaft und Politik im Ausland selbstbewusst

auftreten und dafür sorgen, dass das Reputationsproblem

Liechtensteins überwunden wird.

Haben Sie Handlungsbedarf für Liechtenstein

festgestellt? Werden Sie der Regierung entsprechende

Vorschläge unterbreiten?

Bei unseren zahlreichen Veranstaltungen wie

Rechtsprechtage, Trust-Tagung, Stiftungsrechtstag,

den Weiterbildungsprogrammen sowie anlässlich

der Teilnahme an internationalen Foren, Tagungen

etc. ergeben sich in der Diskussion immer wieder

Anregungen über mögliche Gesetzesanpassungen

bzw. Kritik an der derzeitigen Rechtslage. Wir geben

diese Anregungen immer sehr gerne an die Regierung

weiter. Auch aus unserem Projekt zum

Thema Asset Protection werden sich konkrete Vorschläge

zu Verbesserungen in diesem Bereich entwickeln.

kunft immer wichtiger werden. Auch die gemeinnützigen

Stiftungen werden vermehrt an Bedeutung

gewinnen.

Zudem erfahren unsere Veranstaltungen

zum Thema Stiftungen und auch unser

LL.M.-Programm – im Gesellschafts-, Stiftungsund

Trustrecht – Zuspruch, was für mich beweist,

dass die Stiftung nach wie vor ein attraktives Gestaltungsinstrument

ist.

Besonders hervorheben möchte

ich hierbei die ausserordentliche Bedeutung der

Philanthropie. Liechtenstein ist ein idealer Standort

für die Errichtung von echten gemeinnützigen

Stiftungen. Es gibt diverse Player, die sich in den

letzten Jahren darum bemüht haben, die Vorzüge

des neuen liechtensteinischen Stiftungsrechts im

Ausland bekannt zu machen. Neben der Universität

nimmt hierbei die Vereinigung liechtensteinischer

gemeinnütziger Stiftungen (VLGS) eine zentrale

Stellung ein.

Wie steht es mit dem Trustrecht: Sehen Sie im

Trust eine Rechtsform, die in Zukunft stärker eingesetzt

wird?

Das Trustrecht ist wesentlich flexibler als das Stiftungsrecht,

weshalb optimal auf die Interessen der

Kunden eingegangen werden kann. Liechtenstein

hat im Jahr 2006 das Haager Trust Übereinkommen

(HTÜ) ratifiziert. Dadurch ist die Anerkennung

liechtensteinischer Trusts zumindest in jenen

Ländern gewährleistet, in denen das HTÜ ebenfalls

ratifiziert wurde.

In den letzten Jahren konnte ich

feststellen, dass es derzeit besonders in denjenigen

Regionen der Welt grossen Strukturierungsbedarf

gibt, deren Rechtssysteme vom common law geprägt

sind, beispielsweise Indien, Südostasien. Für

Kunden aus diesen Regionen ist der Trust die ideale

Lösung, da sie damit bereits vertraut sind. Auch

die zuständigen ausländischen Behörden können

mit dem Rechtsinstitut des Trusts umgehen und

anerkennen den liechtensteinischen Trust ohne

grössere Probleme. |

Sie sind Inhaber des Lehrstuhls für Gesellschafts-,

Stiftungs- und Trustrecht. Die liechtensteinische

Stiftung stand in jüngster Vergangenheit unter

Druck: Hat sie noch Zukunft?

Die umfassende Reform des Stiftungsrechts aus

dem Jahre 2009 hat einen wichtigen Beitrag zur

Rechtssicherheit geleistet. Dennoch ist ein Wechsel

des Geschäftsmodells von der «Standardstiftung»

hin zur beratungsintensiven massgeschneiderten

Stiftung jedenfalls notwendig und auch bereits im

Gange. Eine ausführliche Beratung der Stifter hinsichtlich

der Ausgestaltung der Stiftung wird in Zumai

2013


Bei den Wahlen vom 25. Februar

1953 errang die Fortschrittliche

Bürgerpartei (FBP) wiederum 8

Mandate, während die Vaterländische

Union (VU) erneut bei 7

Sitzen blieb. Fürst Franz Josef II.

erinnerte in seiner Thronrede

am 3. März die gewählten Abgeordneten

an ihre Pflichten und

führte dazu aus: «Ich bitte Sie,

meine Herren Abgeordneten,

führen Sie das Amt, welches Ihnen

das Vertrauen des Volkes

übertragen hat, im vollen Bewusstsein

der Verantwortung,

die Sie übernehmen und seien Sie dessen eingedenk,

dass Sie als Vertreter des ganzen Volkes hier Ihre

Pflicht zu erfüllen haben und nicht nur als Exponenten

einer bestimmten Partei oder einer Berufsgruppe».

Lange hielten die mahnenden Worte des

Staatsoberhauptes nicht an. Schon am 11. Mai ermächtigte

Fürst Franz Josef II. den Regierungschef,

den Landtag in seinem Namen aufzulösen und

Neuwahlen auszuschreiben, wenn sich keine Einigung

in der AHV-Frage ergeben sollte. In der Tat

wurde der Landtag wegen Arbeitsunfähigkeit aufgelöst,

weil sich FBP und VU nicht auf die Bestellung

des Verwaltungsrates der kurz zuvor eingeführten

Alters- und Hinterlassenversicherung

(AHV) einigen konnten. Die VU forderte, obwohl

Minderheitspartei mit 7 Mandaten, die Mehrheit

im sieben Köpfe umfassenden AHV-Verwaltungsrat

und überdies den Präsidenten der AHV. Die FBP

verweigerte die Erfüllung der Forderung und stellte

sich auf den Standpunkt, dass sie als Mehrheitspartei

die Verantwortung auch für die AHV trage –

und deshalb im AHV-Verwaltungsrat ebenfalls die

Mehrheit haben müsse. Die VU verliess schon in

der ersten Landtagssitzung, am 24. März, den

Landtagssaal und verurteilte das Parlament damit

zur Beschlussunfähigkeit. Die Neuwahlen vom 15.

Juni brachten keine Änderung in der Mandatszuvor

60 jahren

13. Mai 1953

Vorzeitige Auflösung des Landtags

25

Foto: Landesarchiv/Erich Marxer, Schaan

teilung, die FBP erhielt wiederum

8 Sitze, die VU konnte nur 7 waltungsrat provozierte die VU

Beim Streit um den AHV-Ver-

Sitze erobern. Aber ausserhalb

1953 Neuwahlen.

des Landtags war die VU doch

erfolgreich: In einer interfraktionellen Vereinbarung

wurde festgelegt, dass die VU die Mehrheit im

AHV-Verwaltungsrat erhalten werde und zudem

den AHV-Präsidenten stellen dürfe.

Als Fürst Franz Josef II. am 9. Juli 1953 erneut

den Landtag mit seiner Thronrede eröffnete, erinnerte

das Staatsoberhaupt die gewählten Abgeordneten

an seine Worte zu Jahresbeginn, das vom

Volk übertragene Mandat zum Wohl von Volk und

Land auszuüben. Die interfraktionelle Vereinbarung

vom 10. August ist auf die Thronrede und dort

geäusserte Drohung des Fürsten zurückzuführen,

der die Möglichkeit des Notrechts angedeutet hatte:

«Ich hoffe, dass ich als Landesfürst davon keinen

Gebrauch machen muss, aber ich sehe mich veranlasst

zu erklären, dass ich den Notstand als gegeben

erachte, wenn das heute zusammengetretene Parlament

nicht arbeitsfähig ist und ich werde nicht zögern,

wenn dies sich ergeben sollte, das Notrecht in

Kraft zu setzen. Ich kann als Landesfürst nicht gestatten,

dass das Land wegen Meinungsdifferenzen

der politischen Parteien Schaden leidet und dass

Staatsgeschäfte deswegen nicht erledigt werden

können.» |

mai 2013


ZUWANDERUNG

26

27

Zunehmender Wettbewerb

um Talente in der Region

Von Günther Meier

Angesichts abnehmender Geburtenzahlen steht das Thema Zuwanderung von

Ausländern auf dem Radar der liechtensteinischen Regierungspolitik. Über

die Auswirkungen verfasste das Liechtenstein-Institut einen Bericht, der diverse

Aspekte beleuchtet.

«Ein einziger Blick auf die Beschäftigungsstatistik

in Liechtenstein genügt, um

festzustellen, dass ausländische Arbeitskräfte im

Allgemeinen und Grenzgänger im Besonderen sehr

wichtig für die Liechtensteiner

Es gibt keinerlei Daten Volkswirtschaft sind.» Zu dieser

Schlussfolgerung gelangen die

darüber, ob die Zupendler drei Autoren Kersten Kellermann,

Carsten-Henning und Sil-

tatsächlich an einer

via Simon, die Situation und Perspektiven

der Zuwanderung un-

Aufenthaltsbewilligung

interessiert wären

tersuchten. Oder andersherum

ausgedrückt: «Ohne Zupendler

müssten derzeit ungefähr doppelt

so viele Personen mit derselben Alters- und Erwerbsstruktur

in Liechtenstein leben, wie dies tatsächlich

der Fall ist, um den Arbeitskräftebedarf

der Unternehmen abzudecken.» Unter Berücksichtigung

der Bevölkerungsprognose werde dieses

«Missverhältnis» bei gleichbleibendem Erwerbsverhalten

der Bevölkerung auch im Jahr 2050 weiter

bestehen – eventuell sogar anwachsen, wenn von einer

weiteren Zunahme der Arbeitsplätze ausgegangen

werde. Das Fazit aus dieser Prognose lautet,

dass Liechtenstein auch in Zukunft auf einen Zustrom

von Grenzgängern, vor allem von hoch qualifizierten

Zupendlern, angewiesen sei.

Aufgrund der Analyse, wonach

die angrenzenden Wirtschaftsregionen der Schweiz

und Österreich eine ähnliche Wirtschaftsstruktur

wie Liechtenstein aufweisen und damit einen ähnlichen

Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften haben,

rechnen die Autoren in Zukunft mit einem

noch stärkeren Wettbewerb um Hochqualifizierte.

Ob es Liechtenstein unter diesen Vorzeichen auch

in Zukunft gelingen werde, einem Grossteil der

dringend benötigten hoch qualifizierten Arbeitskräfte

den Wohnsitz im Land zu verweigern, wird

zumindest in Frage gestellt. Auf der anderen Seite

wird aber eingestanden, dass es keinerlei Daten darüber

gibt, ob die in Liechtenstein beschäftigten

Zupendler tatsächlich an einer Aufenthaltsbewilligung

interessiert wären, geschweige denn darüber,

aus welchen Gründen sie einer Beschäftigung als

Grenzgänger nachgehen, anstatt in ihrem Wohnortland

beschäftigt zu sein.

Foto: bilder.li

Kein Verdrängungswettbewerb

gegenüber Einheimischen

Als eine zentrale Frage der Diskussionen

über die Zuwanderung betrachten die

Autoren die Auswirkungen der Einwanderung auf

die Beschäftigungschancen und die Löhne der inländischen

Bevölkerung. Die Antwort darauf wirkt

entwarnend für allfällige diesbezügliche negative


Foto: Marco Nescher

In Zukunft wird mit einem

Befürchtungen: Bisher konnte

starken Wettbewerb um hochqualifizierte

Arbeitskräfte in der gar Verdrängungswettbewerb in

kein deutlicher Lohndruck oder

Region gerechnet.

Bezug auf die liechtensteinischen

Arbeitnehmer festgestellt werden.

Obwohl nur wenige Angaben über effektive Löhne

in Liechtenstein vorliegen, gebe es aber doch Hinweise

auf ein Lohngefälle, und zwar in Abhängigkeit

vom Aufenthaltstatus: «In Liechtenstein wohnhafte

Landesbürger beziehen den höchsten Medianlohn,

gefolgt von den Zupendlern und den Niedergelassenen,

während der Medianlohn der

Jahresaufenthalter am geringsten ist.»

Attraktive Arbeitsplätze bei

internationalen Unternehmen

Es sind aber nicht nur rein wirtschaftliche

Überlegungen, die zu den Standortvorteilen

Liechtensteins und der Region

zählen. Laut einer Umfrage

bei Führungskräften, die über

die Standortvorteile der Region

Alpenrhein befragt wurden, stehen

die «schöne Landschaft»

und die «intakte Natur» an vorderster

Stelle, zusammen mit den

vielen «Outdoor-Freizeitmöglichkeiten».

Häufig nannten die

Führungskräfte als positiv auch

die zentrale Lage des Rheintals in Europa sowie die

Vorteile der Grenznähe. Diese Führungskräfte befragt,

mit welchen Standortfaktoren sich ausländische

Fach- und Führungskräfte gezielt für die Region

Alpenrheintal anwerben liessen, standen der

Wirtschaftsstandort und der Arbeitsmarkt an vorderster

Stelle: Genannt wurden das Angebot an attraktiven

Arbeitsplätzen bei innovativen und international

bekannten Unternehmen, das vor allem in

Liechtenstein bestehende hohe Lohnniveau sowie

der allgemein hohe Industrialisierungsgrad der Region.

Als Nachteil nannten die Führungskräfte das

Fehlen gewisser Angebote, wie man sie in Städten

vorfindet, wie etwa Einkaufsmöglichkeiten und

Kulturangebote. Bemängelt wurde auch die mangelnde

Verkehrsinfrastruktur, die sich besonders

im grenzüberschreitenden öffentlichen Nahverkehr

deutlich zeige. |

Migration – Fakten und Analysen

Grundlage für diesen Beitrag bildet die Analyse von Kersten Kellermann,

Carsten-Henning Schlag und Silvia Simon über «Ökonomie,

Arbeitskräfte und Zuwanderung». Die Analyse ist im Bericht «Migration

– Fakten und Analysen zu Liechtenstein» enthalten, der vom

Liechtenstein-Institut im Auftrag der Regierung 2012 erstellt wurde.

Der Bericht kann auf der Website gratis per Download bezogen werden:

www.liechtenstein-institut.li

mai 2013


ätsel-sPass

28

Optimaler UV-Schutz

Sonnenbrillen jetzt bei:

kreuzworträtsel mai 2013

Senden Sie das Lösungswort mit dem Betreff «Kreuzworträtsel

Mai 2013» an folgende Mail-Adresse und gewinnen Sie

einen Preis: wettbewerb@dermonat.li oder benutzen Sie eine

Post karte und senden diese an Alpenland Verlag AG, Postfach,

9494 Schaan.

Der Gewinner / die Gewinnerin wird durch den Alpenland

Verlag schriftlich benachrichtigt. Der Name des Gewinners / der

Gewinnerin wird unter www.dermonat.li sowie in der nächsten

Ausgabe von «der Monat» auf der Rätselseite veröffentlicht.

Einsendeschluss ist der 14. Mai 2013

kreuzworträtsel april 2013

lösungswort: bIogemuese

Gewinner eines Einkaufsgutscheines

über CHF 100.– von

Federer Augenoptik, Buchs, ist:

Frau Silke Gerner

Haldengasse 22

9492 Eschen

Gewinnen Sie im Mai einen

Einkaufsgutschein über CHF 100.–

von Federer Augenoptik AG,

Grünaustrasse 25, 9470 Buchs

MAI 2013


Mai 2013

Ausstellungen

André Thomkins

Eternal Network

24. Mai bis 15. September 2013

Stipendium Vordemberge-Gildewart

15 junge KünstlerInnen aus der Region FL-A-CH-D

8. März bis 16. Juni 2013

Führung

Donnerstag, 2. Mai 2013, 18 Uhr

Veranstaltungen

Sonntag, 5. Mai 2013, 11 Uhr

Führung

Eine Stunde: Stipendium Vordemberge-Gildewart.

Kunstszene Vierländer-Region

mit Denise Rigaud

« Schwarze Farbe auf Leinwand »

Tragikomödie von Daniel Batliner

Schlösslekeller Vaduz – jeweils 20 Uhr

Do, 2. Mai 2013 (Premiere)

Fr, 3. Mai 2013

Sa, 4. Mai 2013

Do, 9. Mai 2013

Kartenreservierung und Zusatzvorstellungen

unter www.schloesslekeller.li

Eintritt: CHF 33,-/CHF 15,-

www.buendnis-depression.li

Sonntag, 12. Mai 2013, 10 – 17 Uhr

Internationaler Museumstag

Familienführungen und spielerische Museumsaktivitäten

Freier Eintritt

Donnerstag, 16. Mai 2013, 18 Uhr

Gesprächsrunde

Junge Kunstszene Vierländer-Region

mit Katharina Ammann, Petra Büchel, Giovanni Carmine,

Hans Dünser und Frank Thorsten-Moll

Donnerstag, 16. Mai 2013, 20 Uhr

Filmclub im Kunstmuseum

Das Fest

von Thomas Winterberg, DK/SE, 1998, 105’

Donnerstag, 23. Mai 2013, ab 18 Uhr

Vernissage

André Thomkins. Eternal Network

Städtle 32, 9490 Vaduz

Tel +423 235 03 00

www.kunstmuseum.li

KUNSTMUSEUM

LIECHTENSTEIN


schlussPunkt

30

Aurelia Frick

Die Wirtschaft braucht Frauen

Die Liste der Referentinnen des Businesstages 2013 – Wirtschaftsforum

für Frauen im Rheintal – zeigt eindrücklich, dass einige Frauen

die Spitze in Unternehmen erklimmen konnten. Gleichzeitig wird

durch die Managerinnen deutlich, dass die Wirtschaft die Frauen

braucht. Schon seit geraumer Zeit

wird uns vor Augen geführt, dass nehmt die chancen wahr, packt an, verschiebt

durch die Veränderungen in Gesellschaft

und Wirtschaft die die entscheidung nicht auf einen späteren Zeitpunkt

Rolle der Frau neu definiert werden

muss: Wo aufgrund geringerer Nachwuchszahlen die Fachkräfte

in der Wirtschaft fehlen, werden die Frauen auf allen Stufen des wirtschaftlichen

und gesellschaftlichen Lebens zunehmend wichtiger. Etwas

mehr als die Hälfte unserer Bevölkerung sind Frauen. Mädchen

überwiegen zahlenmässig bei den Matura-Abschlüssen.

Viele unserer jungen Frauen verfügen

über eine ausgezeichnete Ausbildung, viele der im

Berufsleben stehenden Frauen eigneten sich einen

breiten, unentbehrlichen Erfahrungsschatz an. Die

wichtigsten Voraussetzungen sind also vorhanden,

damit Frauen in der Wirtschaft ihren Platz finden

können. Allerdings zeigt sich immer wieder, dass

Frauen eine zögernde Haltung einnehmen, wenn

eine interessante berufliche Herausforderung angeboten

wird. Deshalb mein Aufruf an alle Frauen:

Aurelia Frick

Nehmt Chancen wahr, packt an, wenn sich eine

Aussenministerin des Fürstentums

Liechtenstein

nicht auf einen späteren Zeitpunkt. Sich etwas zu-

Chance bietet und verschiebt die Entscheidung

trauen und etwas wagen, ist die eine Seite. Ein anderes

Kapitel sind nicht zu unterschätzende Herausforderungen, die sich

Frauen stellen, wenn der Wunsch nach Kindern und der Gründung einer

Familie besteht. Hier sind Politik und Wirtschaft gefordert, Arbeitsmodelle

zu schaffen, die eine Kombination von Erwerbstätigkeit

und Familienarbeit ermöglichen und fördern. Kinder müssen während

der Berufstätigkeit der Eltern von qualifizierten Personen betreut

werden, was den Ausbau der Angebote an Tagesstrukturen erforderlich

macht. Bei Arbeitszeitmodellen wie bei Tagesstrukturen sind erfolgreiche

Beispiele vorhanden. Am Businesstag treten erfolgreiche

Frauen auf. Wir sind uns bewusst, dass nicht jede Frau, wie auch nicht

jeder Mann, eine Führungsposition übernehmen kann. Je länger je

mehr brauchen unsere Unternehmen aber auch die Frauen, als Fachkräfte

und in Führungspositionen. Lassen Sie sich am Businesstag von

den weiblichen Vorbildern anstecken, arbeiten Sie am Ausbau Ihres

Netzwerks. Wir Frauen können das genauso wie die Männer! |

Foto: Regierung

MAI 2013


Unser Zeichen

für ein aktives Handeln.

CO2-REDUKTION

KLIMANEUTRAL

SONNENENERGIE

www.facebook.com/ldz.li

Liechtensteiner

Lehrbetrieb

seit 1982

Amt für Berufsbildung

und Berufsberatung

www.facebook.com/ldz.li

und Berufsberatung

www.ldz.li

LAMPERT Druckzentrum AG | Schwefelstrasse 14 | FL-9490 Vaduz | T +423/239 77 11 | F +423/232 03 25 | admin@ldz.li | www.ldz.li


Erhältlich

in 8 Sprachen

CHF 18.–

deutsch

und englisch

CHF 58.–

mit

Lieder-CD

CHF 38.–

Über 500 Buchtitel im Online-Shop www.buchzentrum.li

Alpenland Verlag AG · Feldkircher Strasse 13 · FL-9494 Schaan

Telefon +423 239 50 30 · Fax +423 239 50 31 · office@alpenlandverlag.li · www.alpenlandverlag.li

20 Jahre Centrum Bank.

Wir sagen danke.

Seit 20 Jahren verbindet uns mit unseren Kunden

eine wertvolle Partnerschaft auf Augenhöhe.

Seit 20 Jahren können wir auf erfahrene, zuverlässige

und loyale Mitarbeiter zählen.

Seit 20 Jahren arbeiten wir auf dem Finanzplatz

Liechtenstein – und sind stolz darauf.

Vaduz Zürich

www.centrumbank.com

Wir freuen uns auf die kommenden 20 Jahre.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine