7/82013 Risk Management: Schäden verhindern, Kosten sparen

fuhrpark.de

7/82013 Risk Management: Schäden verhindern, Kosten sparen

7/8 2013

€ 4,– . 68239 / ISSN 1610-563X / 36. Jahrgang . Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover

Das unabhängige Fachmagazin

für Fuhrparkbetreiber

Risk Management:

Schäden verhindern, Kosten sparen

Fuhrparkmanagement:

Wie Evonik für Sicherheit sorgt

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Editorial Informationen

Print oder Online?

Liebe Leserin, lieber Leser,

Printmedium und Internet verschmelzen immer mehr.

Doch wer glaubt, dass das eine das andere ablöst und

überflüssig macht, der dürfte sich täuschen. Vielmehr

ergänzen sich die beiden Medien. Denn längere Texte

liest man lieber auf gedrucktem Papier als am Bildschirm,

während man diesen dafür nutzt, um Filme

zu sehen, Nachrichten zu lesen und vielleicht sogar sich

fortzubilden.

Entsprechend haben wir uns mit bfp aufgestellt.

Umfangreiche Informationen in Text und Bild liefert

die Printausgabe, die Sie gerade in den Händen halten.

Deren Informationen werden ergänzt von weiterführenden

Tabellen und Texten, die als Download auf unserer

Homepage stehen; etwa die kompletten Betriebskostenberechnungen

und – in dieser Ausgabe – einen weiteren

Artikel zum Schwerpunktthema Risk Management.

Darüber hinaus finden Sie täglich die neuesten,

für den Fuhrparkmarkt interessanten Nachrichten auf

fuhrpark.de, ebenso wie Informationen zum jüngsten

Fuhrpark-FORUM inklusive Filmen, Infos und Anmeldemöglichkeiten

für die Seminare und Lehrgänge der

AKADEMIE, die nun durch Online-Seminare ergänzt

wurden. Und noch vieles mehr.

Stöbern Sie einfach mal – es lohnt sich.

Neues aus Europa. Das EU-Parlament hat in erster

Lesung jährliche Überwachung nun auch für leichte

Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen beschlossen; eine weitere

Plakette soll es aber nicht geben. Was die EU genau

vorhat lesen Sie auf Seite 47.

Hans-Joachim Mag, Chefredakteur

bfp 07/08 2013

003


Informationen Inhalt

Inhalt 7/8-2013

22

Risiken minimieren

Mit.dem.passenden.Risk.Management.lassen.sich.die.Schadenkosten.

verringern.. Wie. das. gehen. kann,. erläutert. Sabine.

Brockmann.im.Schwerpunktthema.dieser.Ausgabe.ab.Seite.22

49

Komplett ab Werk

Immer.mehr.Hersteller.bieten.die.passende.Einrichtung.für.

Transporter.und.Kastenwagen.ab.Werk.an..Sabine.Neumann.

hat.sich.diesen.wachsenden.Markt.angesehen.

53

Editorial...................................................................................................... 03

Markt

Umfrage:.„Achten.Sie.auf.das.Vorhandensein.eines.Ersatzrades?“,..

wollte.Sabine.Neumann.in.diesem.Monat.wissen............................................. 06

Dataforce:.Talfahrt.gebremst.–.das.Minus.bei.den.Zulassungen.im..

Flottenmarkt.liegt.nach.dem.ersten.Halbjahr.bei.9,9.Prozent.......................... 08

CVO:.Der.Trend.zum.Leasing.in.der.Fuhrparkfinanzierung.hält.an.................... 10

Top.5:.Die.meistgelesenen.Artikel.auf.www.fuhrpark.de................................... 10

Digital:.CPM.führt.die.elektronische.Fahrzeugakte.ein..................................... 10

HPI.Fleet.stellt.Insolvenzantrag........................................................................ 10

AKADEMIE:.Elf.neue.„Zertifizierte.Fuhrparkmanagement-Berater“................... 11

Per.Mausklick:.Die.Fahrzeugzulassung.könnte.bald..

einfacher.werden............................................................................................. 11

Gebündelt:.4-Fleet.Group.stellt.sich.neu.auf.................................................... 11

International:.VW.Financial.Services.bietet.„Fleet.Cars“..

nun.in.23.Ländern.an....................................................................................... 14

Wandel:.SUV.werden.in.europäischen.Fuhrparks..

immer.beliebter................................................................................................ 14

Nachrichten/Personalien.................................................................................. 15

..

Fuhrparkmanagement

Basis-Wissen.Recht:.Unternehmen.haben.dafür.zu.sorgen,..

dass.die.Firmen-Pkw.auch.arbeitssicher.sind.................................................. 18

Basis-Wissen.Steuer:.Die.Übertragung.stiller.Reserven..

bei.Ersatzbeschaffung.eines.Kfz...................................................................... 20

Risk.Management.I:.Die.Marktdurchdringung.von.RM-Projekten..

ist.noch.nicht.weit.fortgeschritten..Vier.Experten.beschreiben,..

was.Risk.Management.auszeichnet................................................................. 22

Risk.Management.II:.Welche.Maßnahmen.sich.für..

welche.Fuhrparks.eignen................................................................................. 28

Risk.Management.III:.Bei.Evonik.Industries.steht.die..

Fürsorgepflicht.des.Fuhrparkverantwortlichen.im.Blickpunkt.–..

und.deswegen.das.Thema.Sicherheit.ganz.oben.............................................. 32

Service

Recht:.Immer.wieder.strittig.ist.die.Frage,.ab.wann..

ein.Schaden.grob.fahrlässig.verschuldet.wurde...

Das.BAG.gibt.nun.wieder.keine.Antwort........................................................... 36

Steuer:.Stellplatz-.und.Garagenkosten.bei.doppelter..

Haushaltsführung.–.BFH.sieht.Klärungsbedarf............................................... 38

Paket-Dienst:.Hyundai.und.VW......................................................................... 40

Service.&.Reifen:.Die.Wartungskosten.der.Luxusklasse................................... 41

Aktuelle.Urteile................................................................................................. 42

Sommer-Kollektion

Der.Frühsommer.brachte.viele.fuhrparkrelevante.Neuheiten:.

Vom.Golf.Variant.über.die.Mercedes-S-Klasse.bis.zum.BMW.

i3..Wir.geben.einen.Überblick.

Veranstaltungen

AKADEMIE:.Das.Seminarprogramm.2013.sowie.die.Termine..

der.Lehrgänge.zum.„Zertifizierten.Fuhrparkmanager“..................................... 67

004

bfp 07/08 2013


Neu

Fokus

Drucksache:.Mit.der.Einführung.von.Kontrollsystemen.für.den..

Reifendruck.dürften.die.Kosten.steigen..Doch.was.bringen.sie?................. 44

Qualität.im.Vergleich:.PSA.stellt.sich.den.kritischen.Blicken..

von.Experten..Im.Fokus:.Peugeot.508.und.Citroën.C4.Picasso.................... 46

Transporter

Strengere.Regeln:.Die.EU.beschließt.die.jährliche..

Überwachung.für.leichte.Nutzfahrzeuge..Immerhin:..

Eine.neue.Plakette.wird.es.nicht.geben....................................................... 47

Ausbauten.ab.Werk:.Dank.vieler.Kooperationen.können..

Gewerbetreibende.die.passenden.Einrichtungen.immer..

öfter.ab.Werk.kaufen..Sabine.Neumann.gibt.einen.Überblick...................... 49

Nachrichten................................................................................................ 52

Auto+Kosten

Schluckfreudiger:.Der.Golf.Variant.der.siebten.Generation..

ist.gewachsen.und.kann.mehr.Ladung.aufnehmen..................................... 53

Bald.surrt.er:.Im.November.kommt.der.i3.zu.Preisen.ab.rund..

35.000.Euro..Wir.sind.den.kompakten.Stromer.bereits.gefahren................. 54

„Optimale.Ergänzung“:.Interview.mit.Christoph..

von.Meyer.zum.Projekt.BMW.i...................................................................... 55

Neue.Dimensionen:.Die.neue.Mercedes.S-Klasse.verwöhnt..

die.Insassen.mit.viel.Komfort.und.innovativer.Technik............................... 56

Zwei.Herzen:.Toyota.bringt.den.Kombi.des.Auris..Auch.beim..

TS.ist.der.Hybrid.günstiger.als.der.Diesel................................................... 57

Aufstiegschance:.BMW.erneuert.den.Fünfer.und.bringt..

einen.neuen.Einstiegsdiesel........................................................................ 58

Audi.A3.Limousine:.Dynamisch................................................................... 59

Citroën.C4.Picasso:.Er.wäre.stolz................................................................ 59

VW.Golf.GTD:.Knackiger.Diesel.................................................................... 60

Nissan.Note:.Nehmerqualitäten.................................................................. 60

Kia.Ceed.GT:.Linke.Spur.............................................................................. 61

Fiat.500L.Living/Trekking:.Zuwachs............................................................ 61

Fahrbericht:.Seine.Stärken.hat.die.Mercedes-E-Klasse.auch..

nach.dem.Facelift.auf.der.Langstrecke.–.auch.als.220.CDI........................ 62

Fahrbericht:.Der.Opel.Adam.ist.ein.hipper.Zeitgenosse,..

der.nicht.nur.Frauen.anspricht................................................................... 63

Betriebskosten:.Kompaktklasse.................................................................. 64

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bfp 07/08 2013


Markt umfrage

„Tirefit reicht“

Sabine Neumann

„Achten Sie auf das Vorhandensein eines Ersatzrades?“,

wollte Sabine Neumann in diesem Monat wissen.

„Ein Reifenwechsel ist

im Vergleich zu Tirefit

schließlich eine mehr

oder weniger saubere

Angelegenheit“

SEtS iM Auto

„Ich achte gar nicht darauf, ob ein Ersatzrad

im Fahrzeug ist oder nicht. Die

Sets zur Reifenreparatur sind schließlich

immer automatisch im Auto. Und

das ist vollkommen ausreichend. Allerdings

muss ich sagen, dass sich bei

uns die Mitarbeiter immer selbst um

ihre Reifen kümmern. Deshalb kann

ich nicht wirklich einschätzen, wie häufig

es zu Schäden daran kommt. Aber

bisher habe ich noch nie eine Info bekommen,

dass es bei jemandem einen

Reifen zerrissen hätte.“

Markus Gottsacker, SQS Software

Quality System AG, Köln

MitArbEitEr küMMErN Sich

„Ich gehe davon aus, dass ein Ersatzrad

in den Fahrzeugen ist. Oder zumindest

ein Reifen-Reparatur-Kit. Bisher habe

ich allerdings nicht den Eindruck, dass

es häufig zu Reifenschäden kommt. Die

Mitarbeiter regeln das ohne mein Zutun

über unseren Werkstattdienst.

Außerdem gehe ich grundsätzlich

davon aus, dass es egal ist, ob ein vollwertiges

Ersatzrad oder Tirefit im Auto

ist. Die wenigsten würden ihre Reifen

selber wechseln. Sie rufen sicher jemanden

von der Werkstatt an und die

kümmern sich dann darum.“

Carola Ehrhardt, Microsoft Deutschland

GmbH, Unterschleißheim

ErSAtzrAd, iMMEr

„Bei all unseren Fahrzeugen ist ein

Ersatzrad mit an Bord. Das ist schon

aus psychologischen Gründen wichtig.

Schließlich weiß so jeder unserer Kunden,

dass es selbst bei einem stark

beschädigten Reifen immer eine einigermaßen

problemlose Möglichkeit

gibt, die Fahrt nach dem Austausch

fortzusetzen. Ein Reifenwechsel ist im

Vergleich zu Tirefit schließlich eine mehr

oder weniger saubere Angelegenheit.

Außerdem kann der kaputte Reifen

repariert werden, was mit dem Reifendichtmittel

nicht unbedingt der Fall ist.

Damit wirkt sich ein Ersatzrad auch positiv

auf der Kostenseite aus.“

André Putzker, Stadtmobil Car Sharing

GmbH & Co. KG, Berlin

VollwErtigES ErSAtzrAd

„Wir bestellen immer ein vollwertiges

Ersatzrad bei den Fahrzeugen mit. Für

den Preis bekommen wir sonst keinen

Reifen inklusive Felgen. Nicht immer

liegt das Rad dann auch im Fahrzeug.

Aber wenn es zu einem Schaden kommt,

müssen unsere Mitarbeiter nur bei unserer

firmeneigenen Werkstatt anrufen.

Die Mechaniker fahren raus, nehmen

das Rad mit und tauschen es aus. Da

wir ja immer das passende Rad auf Lager

haben, können wir uns sicher sein,

dass es zu keinen Verzögerungen kommt

– beispielsweise weil eine benötigte

Radgröße erst bestellt werden müsste.

Und noch einen Vorteil hat unsere

Vorgehensweise, Ersatzräder für die

Geschäftswagen zu bestellen: bei vier

gleichen Fahrzeugen haben wir auf

diese Weise immer einen kompletten

Reifensatz auf Vorrat.“

Thomas Schröder, Stadtwerke Bielefeld

GmbH, Bielefeld

Nur tirEfit

„Nein wir bestellen meist nur Tirefit für

die Dienstwagen. Ein vollwertiges Ersatzrad

hat ein ziemliches Gewicht. Das sind

Kilos, die man leicht einsparen kann,

denn schließlich wirken die sich nicht

unerheblich auf den Verbrauch aus.

Je nachdem, wo ein Reifenschaden

passiert, kümmern sich die Mitarbeiter

entweder selbst um die Reparatur oder

sie rufen den Reifendienst an. Auf der

Autobahn sollte beispielsweise keiner

auf die Idee kommen, selbst mit dem

Flicken des Reifens anzufangen. An

ruhigeren Orten setzen die Mitarbeiter

das Reifendichtmittel indessen selbst

ein. Ich gehe davon aus, dass das jeder

kann.“

Sven Urbanek, Technische Universität

Dresden

rEifENdiENSt

„Nein, wir haben keine Ersatzräder in

den Fahrzeugen. Von den Herstellern

kommt Tirefit und das ist ausreichend.

Zudem wiegt das Reparaturset viel

weniger, was auch den Verbrauch des

Wagens reduziert. Wenn ein Mitarbeiter

eine Panne hat, dann ruft er sowieso

den Reifendienst.“

James Wapelhort,

US Army Vehicle Fleet Europe

SEMiNArE

„In unseren Fahrzeugen ist eher Tirefit

als ein Ersatzrad. Das Reifendichtmittel

reicht meist vollkommen für den

Großteil der Schäden aus. Oft dringt ein

Nagel oder ähnliches ein und da genügt

das Dichtmittel. Unser Fahrzeughersteller

bietet in regelmäßigen Abständen

Seminare für unsere Mitarbeiter an,

bei denen sie außer wichtigen Verhaltensweisen

im Fall eines Unfalls auch

lernen, mit Tirefit umzugehen.

Außerdem haben wir eine enge Kooperation

mit einem Reifenhersteller. An

ihn können sich die Mitarbeiter jederzeit

wenden, wenn sie einen größeren Reifenschaden

haben.“

Paul Burek, Friedrich Delker

GmbH & Co. KG, Essen

006

bfp 07/08 2013


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Markt flottenmarktzulassungen

Transporter-Markt (Flotte & Privat)

Flottenmarkt insgesamt

Q1-Q2 2013 Q1-Q2 2012 Differenz in %

Entwicklung zu Vorjahr 122.026 138.129 -11,7%

Anzahl Neuzulassungen TOP 10 Marken

Q1-Q2 2013 Q1-Q2 2012 Differenz in % Marktanteil Q1-Q2 2013

VW 38.857 46.694 -16,8% 31,8%

MERCEDES 20.737 23.757 -12,7% 17,0%

FIAT 15.280 15.788 -3,2% 12,5%

FORD 10.214 10.105 1,1% 8,4%

RENAULT 8.263 10.938 -24,5% 6,8%

CITROEN 7.730 8.416 -8,2% 6,3%

OPEL 5.537 5.608 -1,3% 4,5%

PEUGEOT 4.536 5.314 -14,6% 3,7%

IVECO 2.708 2.907 -6,8% 2,2%

NISSAN 2.062 2.716 -24,1% 1,7%

Anzahl Neuzulassungen TOP 10 Modelle

Q1-Q2 2013 Q1-Q2 2012 Differenz in % Marktanteil Q1-Q2 2013

VW TRANSPORTER 18.387 20.325 -9,5% 15,1%

VW CADDY 14.944 19.251 -22,4% 12,2%

MERCEDES SPRINTER 12.494 15.415 -18,9% 10,2%

FIAT DUCATO 12.295 12.250 0,4% 10,1%

FORD TRANSIT 8.134 7.870 3,4% 6,7%

MERCEDES VITO 5.859 7.917 -26,0% 4,8%

CITROEN BERLINGO 4.274 4.777 -10,5% 3,5%

VW CRAFTER 3.888 5.986 -35,0% 3,2%

RENAULT KANGOO 2.915 4.554 -36,0% 2,4%

RENAULT MASTER 2.893 3.333 -13,2% 2,4%

Aufsteiger Marken Q1-Q2 2013 Aufsteiger Modelle Q1-Q2 2013

Volumenplus zu

Q1-Q2 2012

DACIA 930 OPEL COMBO 543

FORD 109 VW AMAROK 498

ISUZU 107 FORD RANGER 304

Volumenplus zu Q1-Q2

2012

Pkw-Flottenmarkt

Flottenmarkt insgesamt

Q1-Q2 2013 Q1-Q2 2012 Differenz in %

Entwicklung zu Vorjahr 319.572 354.806 -9,9%

Anzahl Neuzulassungen TOP 30 Marken

Q1-Q2 2013 Q1-Q2 2012 Differenz in % Marktanteil Q1-Q2 2013

VW 81.798 90.404 -9,5% 25,6%

AUDI 45.055 49.778 -9,5% 14,1%

BMW 39.821 40.020 -0,5% 12,5%

MERCEDES 30.899 35.433 -12,8% 9,7%

FORD 20.745 24.401 -15,0% 6,5%

OPEL 17.961 21.026 -14,6% 5,6%

SKODA 14.956 17.951 -16,7% 4,7%

RENAULT 8.600 11.563 -25,6% 2,7%

SEAT 5.363 4.290 25,0% 1,7%

TOYOTA 4.747 4.751 -0,1% 1,5%

PEUGEOT 4.644 6.543 -29,0% 1,5%

VOLVO 4.303 5.895 -27,0% 1,3%

HYUNDAI 4.087 4.073 0,3% 1,3%

CITROEN 3.903 3.990 -2,2% 1,2%

MINI 3.747 3.950 -5,1% 1,2%

PORSCHE 3.476 3.913 -11,2% 1,1%

MAZDA 3.319 2.191 51,5% 1,0%

FIAT 3.130 3.830 -18,3% 1,0%

SMART 2.671 2.466 8,3% 0,8%

KIA 2.595 2.528 2,7% 0,8%

NISSAN 2.529 3.112 -18,7% 0,8%

LAND ROVER 2.225 2.005 11,0% 0,7%

DACIA 1.854 1.793 3,4% 0,6%

MITSUBISHI 1.167 1.466 -20,4% 0,4%

CHEVROLET 1.130 1.527 -26,0% 0,4%

HONDA 928 742 25,1% 0,3%

SUZUKI 925 1.135 -18,5% 0,3%

JEEP 728 933 -22,0% 0,2%

JAGUAR 407 404 0,7% 0,1%

SUBARU 225 207 8,7% 0,1%

Am besten lief es bei Mazda,

das seinen Absatz um

satte 51,5 Prozent steigerte

Flottenbezogene

Neuzulassungen

Q1-Q2 2013

kumuliert

Anzahl Neuzulassungen TOP 30 Modelle

Q1-Q2 2013 Q1-Q2 2012 Differenz in % Marktanteil Q1-Q2 2013

VW PASSAT 20.639 24.557 -16,0% 6,5%

VW GOLF 16.774 18.284 -8,3% 5,2%

AUDI A4, S4 14.482 13.420 7,9% 4,5%

BMW 3ER 13.851 11.581 19,6% 4,3%

AUDI A6, S6 11.049 15.665 -29,5% 3,5%

BMW 5ER 9.848 10.992 -10,4% 3,1%

MERCEDES C-KLASSE 7.922 12.195 -35,0% 2,5%

VW TOURAN 7.704 8.395 -8,2% 2,4%

BMW 1ER 6.803 6.372 6,8% 2,1%

SKODA OCTAVIA 6.501 9.352 -30,5% 2,0%

VW POLO 6.446 7.474 -13,8% 2,0%

OPEL ASTRA 6.213 8.398 -26,0% 1,9%

FORD FOCUS 6.070 6.697 -9,4% 1,9%

VW TRANSPORTER 6.032 6.220 -3,0% 1,9%

VW TIGUAN 5.873 5.351 9,8% 1,8%

MERCEDES E-KLASSE 5.453 7.162 -23,9% 1,7%

VW UP 5.208 4.124 26,3% 1,6%

AUDI A3, S3 4.908 4.411 11,3% 1,5%

VW CADDY 4.711 6.036 -22,0% 1,5%

AUDI Q5 4.456 3.653 22,0% 1,4%

AUDI A5, S5 3.953 4.855 -18,6% 1,2%

MERCEDES A-KLASSE 3.827 1.147 233,7% 1,2%

VW SHARAN 3.183 3.820 -16,7% 1,0%

BMW X3 3.177 4.865 -34,7% 1,0%

OPEL INSIGNIA 3.172 3.982 -20,3% 1,0%

SKODA SUPERB 2.984 3.551 -16,0% 0,9%

FORD FIESTA 2.915 2.721 7,1% 0,9%

OPEL CORSA 2.737 3.093 -11,5% 0,9%

OPEL ZAFIRA 2.698 3.336 -19,1% 0,8%

MERCEDES B-KLASSE 2.676 3.650 -26,7% 0,8%

Aufsteiger Marken Q1-Q2 2013 Aufsteiger Modelle Q1-Q2 2013

Volumenplus zu

Q1-Q2 2012

MAZDA 1.128 MERCEDES

A-KLASSE

SEAT 1.073 BMW 3ER 2.270

LAND ROVER 220 VW UP 1.084

Volumenplus zu Q1-Q2

2012

2.680

008

bfp 07/08 2013


flottenmarktzulassungen Markt

Talfahrt gebremst

Nach einem Minus von 14,2 Prozent im ersten Quartal

beläuft sich das Minus des ersten halbjahres auf 9,9 Prozent.

transporter bei minus 11,7 Prozent.

Ein wenig erholt hat sich der relevante Flottenmarkt

im zweiten Quartal, so dass sich das

Minus der Verkäufe an Fuhrparks im ersten

Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr auf „nur“

noch 9,9 Prozent beläuft. Besonders heftig

traf es Peugeot und Volvo mit einem Minus

von 29 und 27 Prozent. Auch Renault büßte

25,6 Prozent an Absatz ein. Mercedes, Ford, Opel

und Škoda verzeichneten auch nennenswerte Absatzeinbußen

(siehe Tabelle). Es gab aber auch

einige Pluszeichen. Am besten lief es bei Mazda,

das seinen Absatz um satte 51,5 Prozent steigerte.

Auch Seat kann zufrieden sein; die VW-Tochter

verzeichnete Zuwächse von 25 Prozent.

Bei den Modellen verkaufte sich vor allem der

BMW Dreier mit einem Plus von 19,6 Prozent

besser, während Marktführer VW Passat Einbußen

von 16 Prozent hinnehmen musste. Stark

gebeutelt wurde auch die Mercedes C-Klasse mit

einem Minus von 35 Prozent. Wett gemacht wurde

das durch die neue A-Klasse, die die Flottenverkäufe

um 233 Prozent steigerte.

Bei den Transportern reduzierte sich das Minus

zum ersten Quartal (-16,3 %) ebenfalls. Mit

11,7 Prozent lief es zwar auch nicht besonders,

aber immerhin sieht man Licht am Horizont. Erwähnenswert

sind die Einbußen von Marktführer

VW Nutzfahrzeuge mit minus 16,8 Prozent.

Renault musste ein Minus von 24,5 Prozent hinnehmen,

während es allein bei Ford besser lief als

noch im ersten Halbjahr 2012: Man verzeichnete

immerhin ein Plus von 1,1 Prozent.

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Markt News

toP-5

der meistgelesenen Artikel

auf www.fuhrpark.de

Leasing bleibt vorn

cVo: der trend in der fuhrparkfinanzierung hin zum leasing hält weiter an.

hauptkriterium

bei der Auswahl

der firmenwagen

W

W

W

W

Mitsubishi baut aus

Unter der Leitung von Dennis Lindroth baut Mitsubishi

Motors ab sofort das Groß- und Gewerbekundengeschäft

weiter aus. Das zusätzliche Aufgabengebiet

wird in die Abteilung Sales Support & Green Mobility

des Mitsubishi Managers integriert. Zur Unterstützung

stehen Lindroth zwei Key Account Manager zur

Seite: Dieter Gathof und Peter Siegert kümmern sich

aktiv um bestehende Rahmenvertragspartner und

um die Akquisition von neuen Kunden.

www.fuhrpark.de/mitsubishi

bMw plant online-Vertrieb

BMW will nicht nur das neue Elektroauto i3, sondern

auch alle anderen Fahrzeuge künftig über das Internet

verkaufen. Das Fachmagazin „Wirtschaftswoche“

zitiert dazu den BMW Deutschland Vertriebschef Roland

Krüger: „Wir können uns gut vorstellen, dass der

Verkauf im Internet bei allen Modellen ergänzend eingesetzt

wird“. Hinzukomme, so Krüger, dass es künftig

Berater gebe, die sowohl den i3 als auch anderen

Modelle Kunden zu Hause verkaufen sollen. Eine sogenannte

„Mobile Sales Force“ sei eingerichtet.

www.fuhrpark.de/internetvertrieb

Voller Erfolg

Für das Fuhrparkmanagement-Unternehmen F+SC

Fleetcar + Service Community war das bfp Fuhrpark-

FORUM am Nürburgring ein großer Erfolg. Die Fachmesse

für Fuhrparkmanager nutzte die F+SC außerdem,

um ihre Qualitätsansprüche zu unterstreichen:

Drei zertifizierte Fuhrpark-Serviceberater wurden für

herausragende Leistungen ausgezeichnet. Sie haben

die neu geschaffene Ausbildung als Lehrgangsbeste

abgeschlossen.

www.fuhrpark.de/investition

trennung von geschäftsfeld

Um sich stärker auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren,

trennt sich der Business-Mobility-Dienstleister

Alphabet International vom Geschäftsfeld

„Fuhrparkverwaltung“ der in Stuttgart ansässigen

Tochter Fleetlevel+ Services GmbH (ehemals DSL

Fleetservices). Durch Fleetlevel+ werden Flotten mit

überwiegend Nutz- und Sonderfahrzeugen technisch

betreut und verwaltet.

www.fuhrpark.de/geschaeftsfeld

W chefs oft keine guten Vorbilder

Fuhrparks von Kaiser’s Tengelmann, Phoenix Solar,

Tchibo und SMA Solar Technology lassen andere Unternehmen

beim Klimaschutz hinter sich. Wenn es um

Nachhaltigkeit und Umweltschutz geht, preisen viele

Unternehmen in Deutschland ihr grünes Gewissen.

„Aber wer das hinterfragen will, erntet vielsagendes

Schweigen“, sagt Jürgen Resch, der Geschäftsführer

der Deutschen Umwelthilfe (DUH).

www.fuhrpark.de/chefs

% der Unternehmen bezeichnen ...

als das wichtigste Kriterium bei der

Auswahl der Firmenwagen

Bei den Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern ist Leasing längst die Nummer Eins der Finanzierungsmethoden.

Jetzt ziehen auch die kleinen Unternehmen nach: Leasing mit Kilometervertrag wird auch bei ihnen

immer beliebter.

Das ist ein Ergebnis des aktuellen CVO Fuhrpark-Barometers 2013. Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut

CSA im Auftrag des Corporate Vehicle Observatory (CVO) mehr als 3.650 Flottenentscheider

in zwölf EU-Ländern (Deutschland: 300) zu Trends im Flottenmanagement. Die gesamte Studie kann kostenlos

unter www.arval.de angefordert werden.

Der Trend der vergangenen Jahre in der Fuhrparkfinanzierung hält an: In Unternehmen ab 100 Mitarbeitern

ist Leasing mit Kilometervertrag weiterhin die beliebteste Finanzierungsmethode. 45 Prozent der Unternehmen

mit 100 bis 999 Angestellten und 47 Prozent der Unternehmen mit mehr als 1.000 Angestellten wählen diese Finanzierungsform.

Besonders interessant jedoch: Auch in kleinen Unternehmen bis zu neun Mitarbeitern gewinnt

Leasing mit Kilometervertrag zunehmend an Bedeutung. Allein in den letzten zwei Jahren konnte eine Zunahme

von sechs Prozent verzeichnet werden. Gegenwärtig finanzieren 23 Prozent der Unternehmen bis zu neun Angestellten

ihren Fuhrpark auf diese Art.

Seit 2008 beobachtet das CVO die Trends in der Fuhrparkfinanzierung. Dabei zeichnen sich besonders zwei

Entwicklungen ab: Je größer die Unternehmen sind, desto beliebter ist Leasing mit Kilometervertrag. Außerdem

zeigt sich, dass die Tendenz zu Leasing mit Kilometervertrag über alle Unternehmensgrößen hinweg auf Kosten

von Leasing mit Restwertvertrag geht.

cPM digitalisiert fahrzeugakte

Car Professional Management (CPM) hat

zum 1. Juli eine elektronische Fahrzeugakte

eingeführt. Über das Internet könne der

Fuhrparkleiter somit nicht nur jederzeit alle

Kostenverläufe der jeweiligen Fahrzeuge und

die dazugehörigen Rechnungen abrufen, er erhalte

jetzt auch die Möglichkeit, tagesaktuell

wichtige Dokumente einzusehen.

Vom Posteingang der Dokumente bis zur

abgeschlossenen digitalen Bearbeitung durch

die einzelnen Abteilungen regele ein komplexer

Arbeitsfluss die Abläufe. „Wir erhöhen damit

das Maß an Transparenz erheblich und ermöglichen

durch das frühe Digitalisieren den

schnellen und direkten Zugriff auf wichtige

Dokumente“, erklärt Thomas Araman, Geschäftsführer

der CPM. „Es wird jetzt darauf

ankommen, mit jedem Kunden die individuellen

und optimalen Einsatzmöglichkeiten zu

erarbeiten.“

hPi fleet stellt insolvenzantrag

Die HPI Fleet GmbH & Co. KG hat am 10.

Juli Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens

in Eigenverwaltung gestellt. Das

Amtsgericht München hat dem Antrag stattgegeben.

Alle Dienstleistungen müssen vorbehaltlich

der finalen Zustimmung des jeweiligen

Kunden im Namen und auf Rechnung

des Kunden erbracht werden. Inanspruchnahmen

von Lieferungen und Leistungen im Namen

und auf Rechnung der HPI Fleet sind ab

sofort nicht mehr möglich.

Die im Jahr 2010 als HPI Remarketing

GmbH unter dem Dach der HPI Fleet &

Mobility Group gegründete Remarketing-Gesellschaft

Fleet4sale GmbH ist nach eigenen

Angaben von der Insolvenz nicht betroffen.

Bereits Mitte März hat der Fahrzeugvermarkter

die damals noch als Markennamen geführte

Bezeichnung Fleet4sale in den rechtskräftigen

Firmennamen umgewandelt.

010

bfp 07/08 2013


News Markt

Elf neue „Zertifizierte“

Ausbildungsgang der bfp-AkAdEMiE erfolgreich abgeschlossen.

Im Rahmen der AKADEMIE von bfp fuhrpark

+ management endete am 9. Juli

ein weiterer Lehrgang: Elf frisch gebackenen

zertifizierte Fuhrparkmanagement-Beraterinnen

und -berater bekamen

aus den Händen von Cheftrainer

Helmut Pätz ihre Urkunden überreicht.

Der Abschluss der bfp-AKADEMIE orientiert

sich streng an den Richtlinien der

IHK für IHK-geprüfte Betriebswirte.

Die Teilnehmer des nun beendeten

Lehrgangs sind Mitarbeiter von BMW/

Alphabet. Auch in dieser Gruppe gab es

wieder einen Einser-Absolventen. Markus

Richwien platzierte sich mit seiner

Abschlussarbeit zum Thema „Mobilität

im Wandel – Elektromobilität bewegt

den Markt“ ganz vorn. „Damit setzte der

ehemalige BMW-Automobilverkäufer,

der sich zum Fuhrparkberater bei Alphabet

Fuhrparkmanagement im Großraum

Sachsen weiterentwickelte, mit

einer glatten Eins eine Benchmark für

die neuen Bundesländer“, lobte Seminarleiter

Helmut Pätz.

Nach der Übergabe stellten sich die

Teilnehmer(innen) zum Gruppenfoto auf

(von links nach rechts): Helmut Pätz,

David Wiche, Melanie Vettel, Markus

Richwien, Bianca Uxa, Mike Herrmann,

Susanne Einecke, Katrin Beisker, Karsten

Preusler; Christian Holzinger, Maik

Lindemann, Philipp Leitgeb.

Weitere Infos zu den Angeboten der

Lehrgänge und Seminare der bfp-AKA-

DEMIE gibt es unter www.fuhrpark.de.

„Haben Sie auch

Interesse an der

berufsbegleitenden

Ausbildung zur/m

Zertifizierten/r

Fuhrparkmanager/in?

Erfahren Sie hier auf

fuhrpark.de/zertifikat

mehr dazu.“

4-fleet group stellt sich neu auf

Die Goodyear Dunlop

Gruppe hat zum

1. Juli 2013 das

Flottengeschäft in

Deutschland, Österreich

und der Schweiz

unter dem Dach der

GDHS-Tochtergesellschaft

4-Fleet

Group GmbH in

Köln gebündelt. Ziel sei es, damit das Netzwerk

der Reifenfachhandelsbetriebe und des

Serviceangebots für die Fuhrparks und Leasinggesellschaften

in den Ländern, die die gleiche

Reifen-Saisonalität haben und sogenannte

Winterreifenländer sind, weiter auszubauen.

Zu den Angeboten zählen unter anderem

die mobile Reifenmontage vor Ort, das sogenannte

„Mobile Fitting“, und das Rahmenabkommen

im Bereich Autoservice. Hier biete

das Unternehmen Prozesse zu Online-Abrechnung

und Online-Autorisierung, einem Online-Komplettradkonfigurator

für Fuhrparks

sowie eine neue mobilen Website, die den

Fahrern die nächste Werkstatt anzeigt.

Vertragspartner der Händler im Bereich

des Flottenmanagements sind zukünftig nicht

mehr die Goodyear-Dunlop-Gesellschaften in

den Ländern, sondern die 4-Fleet Group. Die

Abrechnungen werden über das europaweit

standardisierte Abrechnungssystem FOS abgewickelt.

„Es ist uns ein wichtiges Anliegen,

die Arbeit in der gewohnt partnerschaftlichen

Weise fortzusetzen“, erklärt Manager Christian

Fischer (Foto).

Zulassung per Mausklick

die zulassung eines fahrzeugs könnte für flottenbetreiber bald einfacher werden.

Stundenlanges Warten in der Zulassungsstelle

gehört der Vergangenheit

an – allerdings zunächst nur für die

Mitarbeiter eines Joint Venture von TÜV

Süd und Sixt. Zusammen mit BMW und

der Zulassungsstelle München haben

sie ein Verfahren entwickelt, bei dem

der Fahrzeugbrief nur noch virtuell

existiert. Die Zulassung, Umschreibung

oder Abmeldung erfolgt so ohne lästigen

Papierkram und Wartezeit.

Gedacht ist das zunächst vor allem

als Bürokratieerleichterung für Flottenbetreiber:

Die Tüv Süd Car Registration

& Service übernimmt zum Beispiel für

BMW die Zulassung der auf den Hersteller

gemeldeten Fahrzeuge. Bei den

Dimensionen wird schnell klar, wo die

Arbeitserleichterung liegt: 1.000 Fahrzeuge

hat die Service-Gesellschaft allein

in einem Monat als Testlauf für den

bayerischen Autohersteller zugelassen,

künftig rechnen sie inklusive Abmelden

und Umschreiben mit 350.000 Transaktionen

pro Jahr.

Das Verfahren läuft wie folgt: BMW

übermittelt die Fahrzeugdaten verschlüsselt

an den Tüv Süd. Dort werden die Angaben

für die Anforderungen der Zulassungsstelle

optimiert und dann über eine

spezielle Schnittstelle der Behörde zur

Verfügung gestellt. Sie stellt dann lediglich

einen Fahrzeugschein aus, der Brief

wird virtuell hinterlegt. Die Tüv Süd Car

Registration & Service will das Verfahren

im Markt der großen Flotten etablieren.

Ob auf Dauer auch private Autofahrer

von solch einer vereinfachten Zulassung

profitieren können, ist indes nicht

klar. Die Daten werden über eine spezielle

Schnittstelle an die Behörde übermittelt,

damit der Datenschutz gewahrt

ist. Diese technische Möglichkeit hat

ein Privatmann normalerweise nicht.

bfp 07/08 2013

011


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Freude am Fahren

ZEIT.


Markt news

Nissan Qashqai an der Spitze

SuV und offroad-Modelle werden

im europäischen flottenmarkt

immer wichtiger.

In einer Auswertung über 14 europäische

Länder ermittelte Marktbeobachter Dataforce

für dieses Fahrzeugsegment einen Anteil von

15,4 Prozent der im ersten Quartal 2013 im

relevanten Flottenmarkt neu zugelassenen

Pkw. Inzwischen ist somit fast jedes sechste

zur Nutzung in Unternehmen neu angeschaffte

Fahrzeug ein SUV.

Für Unternehmen spielen dabei das Ursprungsland

und die Produktionsstandorte

einer Marke eine wichtigere Rolle als im Privatmarkt.

Bevorzugt wird auf Modelle zurückgegriffen,

die von einer Marke aus dem

eigenen Land angeboten werden. So belegte

in Deutschland der VW Tiguan den ersten

Platz im Modellranking, in Schweden wurde

die Spitzenposition vom Volvo XC60 besetzt,

in Italien war der Fiat Freemont (nicht

in den Top 20 auf EU-14-Ebene enthalten)

und in der Tschechischen Republik der Škoda

Yeti das führende Modell. Der Kia Sportage

setzte sich an seinem Produktionsstandort in

der Slowakei sowie in Polen an die Spitze des

Rankings. Eine Ausnahme von dieser Regel

bildete der Range Rover Evoque. Der Brite erreichte

seine beste Platzierung mit Rang zwei

in Italien.

In der Summe der 14 untersuchten Länder

war der Nissan Qashqai das gefragteste

SUV für den Flotteneinsatz. Gleichzeitig

konnte er in sechs dieser Länder den ersten

Platz erreichen. Der dritte Platz im SUV-Segment

ging mit dem Juke ebenfalls an ein Modell

von Nissan. Unter anderem durch den

anhaltenden Erfolg dieser beiden Fahrzeuge

gelang Nissan im März 2013 mit 4,0 Prozent

ein neuer Rekordwert beim Marktanteil in

Flotten über alle Fahrzeugsegmente hinweg.

„Fleet Cars“ nun international

Vw financial Services bietet fuhrpark-Software nun in 23 ländern an.

Knut Krösche,

Head of International Fleet,

Region Europe & International,

VW Financial Services

Mit dem Start von „Fleet Cars International“

ist es der Volkswagen Financial

Services AG nun möglich, in 23 Ländern

konsolidiert zu berichten. Die Internationalisierung

des Reportings wurde den

Kunden von VWFS zum ersten Mal auf

dem diesjährigen Fuhrpark-FORUM am

Nürburgring vorgestellt und habe dort

durchweg positive Resonanz erfahren,

wie Knut Krösche, Head of International

Fleet, Region Europe & International bei

VW Financial Services, sagte.

„Zusammen mit der Porsche Bank

haben wir ein Verfahren entwickelt,

mit dem wir auch über die Länder in

Osteuropa, in denen die Porsche Bank

aktiv ist, berichten können. Fleet Cars

International zeichnet sich durch ein intuitives

Bedienen aus, mit interaktiven

Landkarten, Tachos und Kuchendiagrammen.

Dadurch sind die wichtigsten

Kennzahlen mit wenigen Klicks erreichbar“,

so Krösche.

Man gehe somit auf die Bedürfnisse

eines nationalen, aber auch eines

internationalen Fuhrparkmanagers ein,

der bei all seinen Tätigkeiten und Verantwortungen

nicht die Zeit hat, sich

Berichte aus den enormen Datenmengen

zusammenzustellen. Neben dem

Einstieg über das jeweilige Land direkt

sei auch der Einstieg über ein Berichtsthema

wählbar, was eine Analyse bis

auf Fahrzeugebene ermögliche.

Die Reports seien exportfähig und

stehen sowohl als PDF als auch als

Powerpoint-Datei zur Verfügung. Das

erlaube dem Fuhrparkverantwortlichen

innerhalb weniger Minuten einen aussagefähigen

Report zu erstellen. Darüber

hinaus sei das Programm auch

für i-Phone sowie i-Pad erhältlich und

stelle so sicher, dass auch mobil und

schnell jederzeit auf die eigenen Kennzahlen

zugegriffen werden kann.

Krösche: „Auch unser User Tool „International

Quotation“ (IQ), das unseren

Kunden noch mehr Komfort und Prozesssicherheit

bieten wird, kann voraussichtlich

in diesem Jahr in den ersten Ländern

starten. Der User-Choser-Konfigurator

wird fabrikatsübergreifend arbeiten und

in der Lage sein, auch Leasingraten anderer

Leasinggesellschaften darzustellen.“

Im Hinblick auf die internationale

Abdeckung wachse VW Leasing auch außerhalb

Europas weiter und biete mittlerweile

auch in China Fullservice-Leasing

an, was dort als Miete bezeichnet wird.

Mit Brasilien starte das Flottengeschäft

diesen Monat in einem weiteren

Land, das wir wie auch China zukünftig

in das Reporting mit aufnehmen werde.

Neben diesen beiden Ländern habe man

den Startschuss für Australien gegeben

und werde dort im nächsten Jahr in das

Flottengeschäft einsteigen.

top 20 SuV Modelle nach Neuzulassungen im relevanten flottenmarkt in 14 europäischen ländern* im ersten Quartal 2013

rang Eu14 Modell Auf Platz 1 in ...

1 Nissan Quashqai Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland,

Spanien, Vereinigtes Königreich

2 Vw Tiguan Deutschland

3 Nissan Juke

4 Audi Q5

5 Kia Sportage Polen, Slowakei

6 Vovlo XC60 Schweden

7 BMW X3

8 Audi Q3

9 Dacia Duster Frankreich

10 Hyundai IX35

11 Land Rover Range Rover Evoque

rang Eu14 Modell Auf Platz 1 in ...

12 BMW X1

13 Skoda Yeti Tschechische Republik

14 Honda CRV

15 Opel/Vauxhall Antara

16 Mazda CX5 Niederlande

17 Mercedes M-Klasse

18 Opel/Vauxhall Mokka

19 Ford Kuga

20 Mercedes GLK Klasse

*Betrachtet wurden Österreich, Belgien, die Tschechische Republik, Dänemark, Finnland,

Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Polen, die Slowakei, Spanien, Schweden

und das Vereinigte Königreich

014

bfp 07/08 2013


news Markt

Personalien

fleetlevel+ verkauft geschäftsfeld

In zwei seiner sieben Geschäftsstellen besetzt Alphabet die Leitungspositionen neu.

In Hannover übernimmt Katrin Matzke (Foto 1) die Aufgaben von Stephan Klier, der

als CEO nach Österreich gewechselt ist. Auch in der Berliner Geschäftsstelle gibt es

einen Wechsel an der Spitze: Ronny Lorenz (Foto 2) tritt die Position des Geschäftsstellenleiters

an. Martin Erb, der Vorgänger von Ronny Lorenz, wechselt zu Alphabet

Schweiz und ist dort als CEO tätig. Ronny Lorenz war zuvor als Area Manager Fleet

in München und betreute namhafte Kunden. Bereits seit 1999 ist er für Alphabet in

verschiedenen Funktionen tätig. Sein Nachfolger in München ist Peter Mangstl, der

vom Fuhrparkmanagement-Anbieter Fleetlevel+ kommt.

Patrick Fruth (40, Foto 3) ist ab 1. Juli Geschäftsführer der Tüv Süd Auto Plus GmbH.

Er übernimmt das Steuer von Klaus Balow und Bernhard Kerscher, die sich die Geschäftsführung

interimsweise geteilt hatten. Hauptziel des neuen Geschäftsführers,

der bisher den Bereich Consulting leitete: Ausbau der Dienstleistungen für Automobilhandel

und -hersteller sowie Werkstätten.

Wolfgang Booms (45, Foto 4) übernimmt zum 1. September eine neue Verantwortung

als Executive Director Fleet & Remarketing Operations, Ford of Europe, und bleibt weiterhin

Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der Ford-Werke GmbH. Zum gleichen

Zeitpunkt wird Wolfgang Kopplin (45, Foto 5) neuer Direktor Marketing und Vertrieb

von Ford in Deutschland. Er verantwortet damit das operative Geschäft für Ford in

Deutschland. Die Position als Verkaufsdirektor von Ford in Deutschland übernimmt

Raymond Damerow (55, Foto 6), der bisher als Direktor Parts Supply & Logistics innerhalb

der europäischen Ford Service Organisation tätig war.

Zur Betreuung der österreichischen Handelspartner hat Bernhard Sahler (Foto 7) seit

1. Juni 2013 als Retail Manager Austria die Leitung des Retailgeschäftes im Goodyear-

Dunlop-Konzern übernommen. Er wird mit den Abteilungen der GD Handelssysteme in

Köln auch die Unterstützungsmaßnahmen für die Partner in Österreich weiterentwickeln

und im Markt einführen.

Lutz Meyer (41, Foto 8) hat zum 1. Juli die Verkaufsleitung für Nord- und Ostdeutschland

bei Mobility Concept übernommen. Der gebürtige Norddeutsche und studierte

Betriebswirt ist seit 1997 im Bereich Fuhrparkleasing tätig und bringt entsprechend

Erfahrung aus seinen früheren Tätigkeiten mit.

Masternaut, europaweit agierender Anbieter von Lösungen für das Management mobiler

Mitarbeiter, hat sein Senior-Management-Team erweitert und Jon Gilbert (Foto 9) als

Group Customer Service Director ernannt. Gilbert verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung

in der Autoleasing-Branche und war unter anderem im Kundenservice bei Lloyds

TSB Autolease und Karma Vehicle Contracts tätig. Vor seinem Wechsel zur Masternaut

war er zuletzt bei Alphabet Fuhrparkmanagement beschäftigt. In seiner neuen Rolle

verantwortet Gilbert den europaweiten Aufbau und die Entwicklung von Kundenservice-

Programmen – der Schwerpunkt liege dabei auf der Planung und Umsetzung von einheitlichen

Prozessen.

Unter der Leitung von Dennis Lindroth (Foto 10) baut Mitsubishi Motors ab sofort das

Groß- und Gewerbekundengeschäft weiter aus. Das zusätzliche Aufgabengebiet wird

in die Abteilung Sales Support & Green Mobility des Mitsubishi Managers integriert.

Zur Unterstützung stehen Lindroth zwei Key Account Manager zur Seite: Dieter Gathof

und Peter Siegert kümmern sich aktiv um bestehende Rahmenvertragspartner und

um die Akquisition von neuen, potentiellen Kunden. Er berichtet in seiner erweiterten

Funktion wie bisher direkt an den Vertriebsleiter der Mitsubishi Motors Deutschland

GmbH, Harald Schallenberg.

1

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4

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6

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9

10

Um sich stärker auf

sein Kerngeschäft

zu konzentrieren,

trennt sich Alphabet

International vom

Geschäftsfeld „Fuhrparkverwaltung“

der

in Stuttgart ansässigen

Tochter Fleetlevel+

Services GmbH

(ehemals DSL Fleetservices). Durch Fleetlevel+

werden Flotten mit überwiegend Nutzund

Sonderfahrzeugen technisch betreut und

verwaltet. Alphabet will den Geschäftsbereich

zunächst abspalten und dann an die ARI Investment

Holdings LLC verkaufen.

Für die Mitarbeiter von Fleetlevel+ seien

keinerlei negative Konsequenzen zu erwarten,

betont Hans-Jürgen Neumann (Foto),

Geschäftsführer der Fleetlevel+. Die Providerund

Lieferantenverträge sowie die Ansprechpartner

im Unternehmen bleiben ebenfalls

unverändert.

Das abgespaltene Unternehmen behalte

seine volle Handlungsfähigkeit, um Kunden

und Partner im Fuhrparkmanagement sowie

in der Abwicklung von Fullservice-Verträgen

auch in Zukunft umfassend betreuen zu können.

Die übrigen Geschäftsfelder von Fleetlevel+,

die vorrangig interne Dienstleistungen

für die BMW Group umfassen, werden im

Zuge der Neustrukturierung in die Alphabet

eingegliedert.

Afc zieht um

Die AFC Auto Fleet Control GmbH zieht

um: Das Unternehmen im Bereich Schadenmanagement

für gewerbliche Fuhrparkflotten,

Versicherer und Makler bezieht ab

August im Emporio Tower in der Nähe des

Hamburger Gänsemarkts ein neues Domizil.

Die neue Adresse lautet: Valentinskamp 70,

20355 Hamburg. Die Telefon- und Faxnummer

bleiben erhalten. „Nach erfolgreichen

Jahren im Süden Hamburgs stellen wir damit

die Weichen für die weitere Expansion“,

erklären die Geschäftsführer Michael Pfister

und Nils Bohm.

tagesaktuelle

Nachrichten

aus dem

fuhrparkmarkt

auch unter:

fuhrpark.de/news/der-markt

bfp 07/08 2013

015


Das Umwelt-Programm.

Antrieb für neue Technologien.

Die Volkswagen Leasing unterstützt in Zusammenarbeit mit den Konzern -

marken der Volkswagen AG und dem NABU (Naturschutzbund Deutschland

e.V.) aktiv den Klima schutz. Zählen auch Sie zu den Vorreitern ökologischen

Fuhr parkmanagements und richten Sie Ihre Fahrzeugflotte schon heute auf

die Chancen von morgen aus. Weitere Informationen erhalten Sie unter:

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Fuhrparkmanagement Basis-Wissen Recht

Prüf-Pflichten

Mehr als nur Tüv: Unternehmen haben dafür zu sorgen, dass der

Firmen-Pkw auch arbeitssicher ist.

Von Dr. Katja Löhr-MüLLer

Der Unternehmer hat

Fahrzeuge bei Bedarf,

mindestens jedoch einmal

jährlich, durch einen

Sachkundigen auf ihren

betriebssicheren Zustand

prüfen zu lassen

Illustration: Tom Kaldewey

regelmäßig fragen Unternehmen an, ob es denn wirklich

erforderlich sei, regelmäßige UVV-Prüfungen an Dienstfahrzeugen

vornehmen zu lassen. es sei zwar verständlich, dass im

nutzfahrzeugbereich zusätzliche Prüfungen Sinn machen, das

könne aber doch nicht für Firmen-Pkw gelten. Insbesondere

dann, wenn solche Fahrzeuge auch noch zur privaten nutzung

arbeitnehmern überlassen sind, könne es doch nicht angehen,

dass der arbeitgeber weit über das normale Maß hinausgehende

Untersuchungen am Fahrzeug in die Wege leiten müsse.

Dies hat anfang des jahres in niedersachsen dazu geführt,

dass abgeordnete der FDP im rahmen einer mündlichen

anfrage an das Sozialministerium wissen wollten, ob Mehrfachprüfungen

von Pkw nach Paragraf 29 StVZo, Paragraf 57

BGV D29 und den berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen

(BGG) tatsächlich erforderlich sind.

Die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZo) schreibt

für Pkw - mit ausnahme von taxen - die Durchführung einer

hauptuntersuchung für neufahrzeuge nach 36 Monaten und

dann in abständen von jeweils 24 Monaten vor. Diese Fristen

gelten für alle Fahrzeuge, die im öffentlichen Straßenverkehr

eingesetzt werden. hier kommt es also nicht darauf an, ob ein

Fahrzeug nur privat oder auch beruflich genutzt wird.

neben diesen zwingenden gesetzlichen regelungen haben

Unfallversicherungsträger jedoch die Möglichkeit, auf Grundlage

von Paragraf 15 Sozialgesetzbuch siebtes Buch (SGB VII)

weitere rechtsvorschriften zu erlassen. Die gesetzliche Unfallversicherung

tritt ein, wenn anlässlich einer beruflichen

tätigkeit ein arbeitnehmer zu Schaden

gekommen ist. Bei den Unfallverhütungsvorschriften

handelt es sich nicht um unmittelbares

staatliches recht, sondern um das Satzungsrecht

der gesetzlichen Unfallversicherung.

Für den gewerblichen einsatz von Fahrzeugen

wurde die UVV BGV D29 geschaffen. Sie

stammt vom 1. oktober 1990 in der Fassung vom

1. januar 1997 mit Durchführungsanweisungen

(Da) vom januar 1993, in aktualisierter Fassung

vom august 2007. Dabei sind nur die in der BGV

D29 enthaltenen regeln öffentlich-rechtlich verbindlich.

Die dazugehörenden Durchführungsanordnungen

oder berufsgenossenschaftlichen

Grundsätze enthalten dagegen empfehlungen

und Interpretationsanleitungen. Sie dienen der

Konkretisierung von staatlichen arbeitsschutzvorschriften,

wie etwa dem arbeitsschutzgesetz

oder der Betriebssicherheitsverordnung und den

berufsgenossenschaftlichen Vorschriften in Form

von Unfallverhütungsvorschriften.

Viele Unfälle im Straßenverkehr

Berufsgenossenschaftliche regeln richten sich

somit in erster Linie an den Unternehmer und

018

bfp 07/08 2013


Basis-Wissen Recht Fuhrparkmanagement

sollen ihm eine hilfestellung bei der Umsetzung

seiner Pflichten zur Verhütung von arbeitsunfällen

geben. Dass solche regeln sinnvoll sind, zeigt

sich bereits daran, dass nahezu drei Viertel aller

den gesetzlichen Unfallversicherungen gemeldeten

tödlichen Unfällen von arbeitnehmern im

öffentlichen Straßenverkehr erfolgen.

Die anfrage der abgeordneten wurde vom

Sozialministerium niedersachsen im april 2013

beantwortet. Das Ministerium stellte klar, dass

solche regeln, Informationen und Grundsätze

von den entscheidungsorganen der Unfallversicherungen

erarbeitet werden. „Die Landesregierung

sieht vor diesem hintergrund keinen anlass

daran zu zweifeln, dass durch die Unfallversicherungsträger

sachgerechte Prüfungen vorgeschrieben

und zweckmäßige empfehlungen zu deren

Durchführung gegeben werden.“ Daraus folgt,

dass die gesetzlichen Unfallversicherer nicht nur

befähigt sind, Unternehmen aufzugeben, welchen

Prüfpflichten an den von ihnen gewerblich

eingesetzten Fahrzeugen nachgekommen werden

muss, sondern diese auch nicht etwa durch andere

organe außer Kraft gesetzt werden können.

Paragraf 57 BGV D29 schreibt Unternehmen

exakt vor, wie sie sich in Bezug auf die so genannte

Sachkundigenprüfung zu verhalten haben.

Danach hat gemäß absatz 1 der Vorschrift der

Unternehmer Fahrzeuge bei Bedarf, mindestens

jedoch einmal jährlich, durch einen Sachkundigen

auf ihren betriebssicheren Zustand prüfen zu

lassen. Dies ist unumstößlich und gilt für jedes

von Unternehmen betrieblich eingesetzte Fahrzeug.

Betriebssicherheit

Die Durchführungsanordnung zu Paragraf 57

abs. 1 gibt dabei eine hilfestellung, was unter

„Betriebssicherheit“ zu verstehen ist und was

eine solche Prüfung beinhaltet. Betriebssicherheit

eines Fahrzeugs definiert sich dabei als Verkehrssicherheit

und arbeitssicherheit. nur eine überprüfung

beider Komponenten führt dazu, dass

ein Fahrzeug als betriebssicher eingestuft werden

kann.

Für die Prüfung des verkehrssicheren Zustandes

eines Fahrzeugs gewährt die UVV erleichterungen.

eine solche Prüfung gilt auch als

erbracht, wenn ein mängelfreies ergebnis einer

Sachverständigenprüfung nach der StVZo vorliegt.

Wird also an einem Fahrzeug eine hauptuntersuchung,

besser bekannt als tüv, mit mängelfreiem

ergebnis durchgeführt oder im nutzfahrzeugbereich

eine Sicherheitsprüfung vorgenommen,

gilt die Verkehrssicherheit auch nach

der UVV BGV D29 als nachgewiesen.

Für Pkw und Krafträder wurde zudem eine

weitere erleichterung geschaffen. Liegt über eine

vom hersteller vorgeschriebene und ordnungsgemäß

durchgeführte Inspektion ein mängelfreies

ergebnis einer autorisierten Fachwerkstatt vor,

das auch die Prüfung auf arbeitssicheren Zustand

umfasst, ist der UVV Genüge getan. Leider

wird in diesem Zusammenhang häufig selbst

von Fachwerkstätten nur auf das erfordernis einer Inspektion

hingewiesen. Wichtig hierbei ist jedoch, dass diese Inspektion

gerade auch die arbeitssicherheit umfassen muss, was bei einer

„normalen“ Inspektion in der regel nicht der Fall ist.

nach der Durchführungsanordnung zu Paragraf 57 BGV

D29 umfasst die arbeitssicherheit bei Pkw zum Beispiel das

Vorhandensein und den Zustand der Warnkleidung sowie

einrichtungen zur Ladungssicherung. Bei neufahrzeugen wird

der verkehrssichere Zustand unterstellt, ohne dass im jahr der

auslieferung eine nochmalige überprüfung der Verkehrssicherheit

erfolgen muss. allerdings ist auch hier der nachweis

der arbeitssicherheit zu erbringen. Befinden sich am Fahrzeug

aufbauten oder einrichtungen, können für die fahrzeugtechnische

Prüfung weitere Maßnahmen erforderlich sein.

Wer ist „sachkundig“?

oft wird in der Praxis zudem der Sachkundige mit einem Sachverständigen

verwechselt. nach der Durchführungsanordnung

zur BGV D29 ist derjenige Sachkundiger, „der aufgrund seiner

fachlichen ausbildung und erfahrung ausreichende Kenntnisse

auf dem Gebiet der Fahrzeugtechnik hat und mit den

einschlägigen staatlichen arbeitsschutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschrift

und allgemein anerkannten regeln der

technik (BG-regeln, DIn-normen, VDe-Bestimmungen,

technische regeln anderer Mitgliedsstaaten der europäischen

Union oder der türkei oder anderer Vertragsstaaten des abkommens

über den europäischen Wirtschaftsraum) so weit

vertraut ist, dass er den betriebssicheren Zustand von Fahrzeugen

beurteilen kann.“

Und was gilt, wenn in einem jahr eine Fahrzeuginspektion

nach herstellerangaben überhaupt nicht erforderlich ist oder

es noch Zeit hat bis zum nächsten tüv? Dann heißt es: überprüfung

der Verkehrssicherheit und der arbeitssicherheit. Die

Verpflichtung, einmal jährlich das Fahrzeug auf die Betriebssicherheit

hin zu überprüfen, ist rechtlich verpflichtend.

nach Paragraf 57 abs. 2 BGV D29 sind die ergebnisse

der Prüfung schriftlich niederzulegen und mindestens bis zur

nächsten Prüfung aufzubewahren. auch hier hilft die Durchführungsanweisung

weiter. Die Forderung gilt danach etwa als

erfüllt, wenn die ergebnisse in einem Prüfbuch, einer Prüfkartei

oder einem Prüfbericht nachgewiesen sind. Wer allein auf

die Vorlage einer Inspektionsrechnung vertraut, sollte zwingend

darauf achten, dass in der rechnung die mit mängelfreiem

ergebnis durchgeführte UVV-Prüfung aufgeführt wurde.

Erhebliche Bußgelder

Wer als verantwortliches Unternehmen also der Meinung ist,

eine jährlich durchzuführende UVV-Prüfung sei bei einem betrieblichen

einsatz des Fahrzeugs nicht erforderlich, verkennt,

dass nur die Sachkundigenprüfung Fahrzeuge auf deren arbeitssicherheit

hin überprüft. ohne die jährlich durchzuführende

Sachkundigenprüfung riskiert das Unternehmen nicht

nur erhebliche Bußgelder. Immerhin sind die Berufsgenossenschaften

berechtigt, bei Verletzung der berufsgenossenschaftlichen

Vorschriften Bußgelder bis zu 10.000 euro zu verhängen.

Das Unternehmen riskiert auch, von dem gesetzlichen Unfallversicherungsträger

in regress genommen zu werden. Kommt

ein Unternehmen vorsätzlich oder grob fahrlässig seinen

Verpflichtungen nicht nach und hätte ansonsten ein Unfall

vermieden werden können, kann die zuständige Berufsgenossenschaft

bei dem Unternehmen Schadenersatz in höhe der

Summe verlangen, die die Versicherung etwa für heilbehandlung,

rehabilitation oder als rente gegenüber dem verletzten

arbeitnehmer aufwenden muss.

Wichtig hierbei ist jedoch,

dass diese Inspektion gerade

auch die Arbeitssicherheit

umfassen muss

bfp 07/08 2013

019


Fuhrparkmanagement Basis-Wissen Steuer

höhere Gewalt

Die Übertragung stiller Reserven bei Ersatzbeschaffung

eines Kraftfahrzeugs.

Von DetLeF G.a. jUhrIch

Das für das untergegangene

Wirtschaftsgut neu

anzuschaffende Ersatzwirtschaftsgut

muss funktionsgleich

sein

Illustration: Tom Kaldewey

Mit der aktuellen einkommensteuerrichtlinie r 6.6 „übertragung

stiller reserven bei ersatzbeschaffung“ hat der Gesetzgeber

ein Instrument geschafften, das es Fuhrparkbetreibern unter

bestimmten Bedingungen erlaubt, die durch ausscheiden

eines Fuhrparkfahrzeugs aufgedeckten stillen reserven mittels

rücklage zu übertragen, soweit im gleichen jahr noch keine

ersatzinvestition vorgenommen wurde.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist:

• Das Fahrzeug muss infolge höherer Gewalt oder zur Vermeidung

eines behördlichen eingriffs gegen entschädigung

aus dem Betriebsvermögen ausscheiden

• Innerhalb einer bestimmten Frist muss ein funktionsgleiches

ersatzwirtschaftsgut angeschafft werden, auf das die stillen

reserven übertragen werden

• Im handelsrechtlichen jahresabschluss muss gleichlautend

verfahren werden

höhere Gewalt liegt nach auffassung des Gesetzgebers immer

dann vor, wenn das Fuhrparkfahrzeug durch ein elementarereignis

wie Brand, Sturm oder überschwemmung zerstört

wird, aber auch Diebstahl oder ein unverschuldeter Verkehrsunfall

gelten als höhere Gewalt in diesem Sinne. Demgegenüber

sind enteignungen oder die Inanspruchnahme der

Fahrzeuge zu Verteidigungszwecken als behördliche eingriffe

anzusehen. auch eine behördlich angeordnete Betriebsunterbrechung

ist als behördlicher eingriff im Sinne der rücklage

für ersatzbeschaffung anzusehen.

höhere Gewalt ist jedoch zu verneinen, wenn

das Fahrzeug aufgrund von Material- oder Konstruktionsfehlern

oder eines Bedienungsfehlers

unbrauchbar wird und aus dem Betriebsfuhrpark

ausscheiden muss. In derartigen Fällen ist eine

rücklage für ersatzbeschaffung nicht möglich.

als entschädigung ist die Schadenersatzleistung

des Versicherungsträgers, die staatliche entschädigung

im Falle einer enteignung, aber auch

ein entgelt aus dem Verkauf des durch höhere

Gewalt unbrauchbar gewordenen Fahrzeugs zum

rest-/Schrottpreis anzusehen. Schadenersatzleistungen,

die der Fuhrparkbetreiber für Folgeschäden

erhält, etwa für aufräumkosten oder entgangenen

Gewinn, zählen nicht dazu.

Funktionsgleicher Ersatz

Das für das untergegangene Wirtschaftsgut neu

anzuschaffende ersatzwirtschaftsgut muss funktionsgleich

sein, das heißt ein Fuhrparkbetreiber

kann für einen infolge höherer Gewalt untergegangenen

Pkw keinen Lkw als ersatzwirtschaftsgut

anschaffen, da Personen- und Lastkraftwagen

grundsätzlich unterschiedlichen wirtschaftlichen

Belangen dienen und somit die vom Gesetzgeber

geforderte Funktionsgleichheit nicht gegeben ist.

hingegen dürfte der erwerb eines artgleichen

020

bfp 07/08 2013


Basis-Wissen Steuer Fuhrparkmanagement

Fahrzeugs größeren oder kleineren typus sowie

von einem anderen hersteller oder ein Gebrauchtwagen

kein Problem darstellen.

Die Versteuerung der durch die erhaltene

Versicherungsentschädigung aufgedeckten stillen

reserve kann durch übertragung auf das neue

ersatzwirtschaftsgut vermieden werden. Wird die

erhaltene entschädigung für das durch höhere

Gewalt ausgeschiedene Betriebsfahrzeug nicht

in voller höhe zur ersatzbeschaffung verwendet,

dann dürfen die stillen reserven nur teilweise auf

das ersatzfahrzeug übertragen werden.

(siehe Beispiele)

Steuerfreie Rücklage

erfolgt die ersatzinvestition aufgrund der sich

hinziehenden Versicherungsabwicklung oder langer

Lieferfristen von Seiten des herstellers nicht

im Schaden- sondern erst im Folgejahr, kann der

bilanzierende Fuhrparkbetreiber für das neue

jahr in seiner Bilanz eine steuerfreie rücklage für

ersatzbeschaffung bilden, die dann bei reinvestition

auf das ersatzfahrzeug zu übertragen ist.

In den richtlinien wird noch gefordert, dass dies

dann auch in der handelsbilanz geschehen muss.

nach aufhebung des umgekehrten Maßgeblichkeitsprinzips

durch das BilMoG dürfen rücklagen

in der Steuerbilanz jedoch unabhängig von

der handelsbilanz gebildet werden. Dies gilt auch

für die rücklage für ersatzbeschaffung, die in der

Steuerbilanz auf der Passivseite ausgewiesen wird

und unbesteuertes eigenkapital darstellt. Dieser

ansatz ist ausreichend.

Die höhe der zu bildenden rücklage berechnet

sich aus der Differenz zwischen der erhaltenen

oder zu erwartenden entschädigung sowie

dem aktuellen Buchwert des infolge höherer Gewalt

ausgeschiedenen Fahrzeugs. Folgt man den

richtlinien, dann ist diese rücklage am Schluss

des ersten auf ihre Bildung folgenden Wirtschaftsjahres

Gewinn erhöhend aufzulösen, wenn

keine ersatzbeschaffung durchgeführt wurde. Bei

Glaubhaftmachung besonderer Umstände kann

diese Frist im einzelfall jedoch angemessen verlängert

werden.

Mit Urteil vom 12. januar 2012 (az.: IV r

4/09) lehnt der Bundesfinanzhof zumindest bei

Gebäuden die Zweijahresfrist als zu knapp ab,

was dann möglicherweise auch für die jahresfrist

bei den übrigen Wirtschaftsgütern, also auch

Fahrzeugen, gilt und verweist auf die reinvestitionsfristen

des Paragrafen 6 b (3) Sätze 2 und

3 eStG, so dass sich hiernach bei Fahrzeugen

eine reinvestitionsfrist von vier jahren ergäbe.

Der Gesetzgeber hat diesen richterspruch aufgegriffen

und im rahmen der eStÄr 2012 (Bt

Drucksache 681/12) die reinvestitionsfrist auf

vier, bei Gebäuden auf sechs jahre ausgeweitet,

so dass der Fristenlauf von Finanzverwaltung und

Bundesfinanzhof jetzt übereinstimmt.

Das bedeutet, dass, wenn ein Fahrzeug im

jahr 2012 infolge höherer Gewalt gegen entschädigung

aus dem Fuhrparkvermögen ausscheidet,

kann sich der Fuhrparkbetreiber bis zum 31.

Beispiel 1:

Ausscheiden eines Fahrzeugs aus dem Betriebsfuhrpark infolge

eines Diebstahls. Buchwert 5.000 Euro, Versicherungsleistung

20.000 Euro (Zeitwert). Noch im gleichen Jahr wird ein Ersatzfahrzeug

zum Preis von 35.000 Euro angeschafft.

Ermittlung der aufgedeckten stille Reserve:

Versicherungsleistung: .................................................. 20.000 €

Davon ab Buchwert: ........................................................ 5.000 €

Aufgedeckte stille Reserve ............................................ 15.000 €

Da die aufgedeckte stille Reserve niedriger ist als die Anschaffungskosten

des Ersatzwagens kann sie voll auf das Ersatzwirtschaftsgut

übertragen werden.

Anschaffungskosten Ersatzwirtschaftsgut .................... 35.000 €

Davon ab übertragene stille Reserve ............................. 15.000 €

Das Ersatzwirtschaftsgut wird angesetzt mit ................ 20.000 €

Beispiel 2:

Wie 1, als Ersatzbeschaffung wird jedoch kein Neuwagen,

sondern nur ein Gebrauchtfahrzeug für 10.000 Euro angeschafft.

Damit ist die erhaltene Entschädigung größer als der Kaufpreis

für das Ersatzfahrzeug. Die auf das Ersatzfahrzeug zu übertragende

stille Reserve ist wie folgt zu berechnen:

Dezember 2016 Zeit für den erwerb eines funktionsgleichen

ersatzfahrzeugs lassen. Bei fristgerechter Investition in ein ersatzfahrzeug

ist dann wie oben dargestellt zu verfahren. Wird

innerhalb dieser Frist keine ersatzinvestition vorgekommen,

muss die rücklage zum Stichtag Gewinn erhöhend aufgelöst

werden. Wird indes die ersatzinvestitionsabsicht schon früher

aufgegeben, ist die Gewinn erhöhende auflösung der rücklage

entsprechend früher zu realisieren.

Nur beschädigt

Aufgedeckte stille Reserve x Anschaffungskosten

Erhaltene Entschädigung

In Zahlen ergibt sich :

15.000 € x 10.000 € : 20.000 € = 7.500 €

Das Ersatzfahrzeug wird angesetzt mit:

10.000 € - 7.500 € = 2.500 €

Steuerpflichtiger Gewinn in Höhe der nicht übertragbaren stillen

Reserve:15.000 € - 7.500 € = 7.500 €

Ähnlich ist zu verfahren, wenn ein Fuhrparkfahrzeug in Folge

höherer Gewalt lediglich beschädigt wurde, noch reparabel

und somit nicht aus dem Fuhrpark ausgeschieden ist und der

Fuhrparkbetreiber eine Schadenersatzleistung erhält. erfolgt

die reparatur noch im Schadensjahr, ergeben sich keine Besonderheiten.

Wird der Schaden erst im Folgejahr behoben, kann

der Fuhrparkbetreiber nach den vorstehenden Kriterien eine

steuerfreie rücklage in höhe der erhaltenen Versicherungsleistung

bilden, die dann nach erfolgter erfolgswirksam reparatur

aufzulösen ist. Sofern der tatsächliche reparaturaufwand hinter

der gebildeten rücklage zurückbleibt, stellt die Differenz

steuerpflichtigen Gewinn dar. Bei Gewinnermittlung nach

Paragraf 4 (3) eStG (einnahmen-überschussrechnung) gelten

die dargestellten Grundsätze sinngemäß.

Die Höhe der zu bildenden

Rücklage berechnet

sich aus der Differenz

zwischen der erhaltenen

oder zu erwartenden

Entschädigung

bfp 07/08 2013

021


Fuhrparkmanagement Risk Management

Theorie gut, Praxis mäßig

Die Marktdurchdringung von Risk-Management-Projekten

ist noch nicht weit fortgeschritten.

von sabine brockmann

Mehr als drei Viertel

betreiben ihr Risk

Management in

Eigenregie

Foto: Kaldewey

seit mindestens acht Jahren geistert der begriff risk management

durch die deutsche Fuhrparklandschaft. Jeder, der ihn zu

ohren bekommt, nickt wissend - inzwischen in weiten Teilen

auch zu recht, denn aus dem zunächst ominösen Fachbegriff

aus der versicherungswirtschaft hat sich zwischenzeitlich bei

den meisten Fuhrparkmanagern ein konkrete vorstellung davon

geformt.

risk management als maßnahmenbündel zur aktiven vermeidung

von schäden sowie zur minimierung bereits entstandener

schadenkosten im Fuhrpark ist also theoretisch bekannt.

Doch wie sieht es in der Praxis aus? betreiben deutsche Flottenbetreiber

aktiv risk management? steht risk management bei

Flottenchefs inzwischen auf der agenda ihres alltagsgeschäfts

wie andere aufgaben, wie zum beispiel Fahrzeugbestellungen,

reifenwechsel oder die kontrolle der kraftstoffverbräuche?

Schwache Umsetzung

in einer Umfrage im Juni dieses Jahres haben wir Flottenversicherern

und Fuhrparkbetreibern auf den Zahn gefühlt und

nach dem ausmaß der Umsetzung von riskmanagement-maßnahmen

gefragt. mit einem

ernüchternden ergebnis: Fünf bis maximal zehn

Prozent der Flottenkunden von großen versicherungsanbietern

nehmen auch deren Dienstleistung

beim risk management in anspruch. Zwar

sprechen die Flottenversicherer fast durchgängig

von einer steigenden Tendenz, doch bewegt die

sich immer noch auf sehr niedrigem niveau (vgl.

Übersicht „Prozentualer anteil der Flottenkunden,

die risk management nachfragen“ auf seite

24). „vielen Flottenbetreibern muss der bestehende

bedarf erst vor augen geführt werden“,

vermutet die allianz versicherung.

Die befragten Fuhrparkmanager selbst hingegen

geben zu rund zwei Dritteln an, risk management

zu betreiben (vgl. Grafik „betreiben

sie aktiv risk management?“ auf seite 23). Wie

ist diese Diskrepanz zu erklären? Ganz einfach:

022

bfp 07/08 2013


Risk Management Fuhrparkmanagement

Prozentualer Anteil der Flottenkunden, die Riskmanagement nachfragen

2012 2013

Allianz ca. 10 % 1 Tendenz steigend; bei Flotten >50 Fz. immer öfter Ausschreibungsanforderung

Axa zu niedrig; Bewusstsein dafür wächst nur sukzessive weiterhin nur sukzessive Steigerung des Bewusstseins für Riskmanagement

Ergo Gruppe ca. 5 % ca. 5 %

HDI-Gerling ca. 5 % ca. 7 %

Provinzial Rheinland max. 10 % max. 10 %

R + V k. A. k. A.; Beobachtung einer zunehmenden Nachfrage

Signal Iduna < 1 % < 1 %

VHV bei vielen liegen Konzepte vor; Schadenanalysen bei 3-4% zunehmendes Interesse

Württembergische ca. 25 % ca. 25 %

Zurich ca. 5 % ca. 5 % mit steigender Tendenz

Die Leistungen der

Versicherung nehmen

lediglich 14 Prozent

in Anspruch

1 Flotten ab 50 Fz. ; Quelle: Angaben der Anbieter, bfp-Umfrage Juni 2013

mehr als drei viertel betreiben ihr risk management

in eigenregie ohne die Unterstützung ihrer

versicherung oder ihres Fuhrparkmanagement-

Partners. Die risk-management-Leistungen der

kfz-versicherung nehmen nach eigenen angaben

lediglich gute 14 Prozent in anspruch (vgl.

Grafik „betreiben sie ihr risk management ...“

rechts unten).

Die Qualität des Risk Managements

angesichts der hohen anzahl der selbst gestrickten

risk management-konzepte muss man natürlich

nach deren Qualität und Umfang fragen

und diese mit den teils sehr komplexen angeboten

der Flottenversicherer vergleichen. Und hier

kommt bereits etwas Licht ins Dunkel: bei der

Frage, in welchem Umfang man denn risk management

betreibe, wird deutlich, dass „intensiv“

meistens lediglich die erfassung und analyse der

relevanten schadendaten verfolgt wird. Geht es

an die Umsetzung von maßnahmen, wie zum

beispiel Fahrsicherheitstrainings, incentivierungsmodelle

oder der einsatz sicherheitsrelevanter

Fahrzeugausstattungen, dann bleiben weniger

als 30 Prozent der Fuhrparkbetreiber übrig, die

hier „intensiv“ dran sind. eine lehrbuchgemäße

evaluation ihrer maßnahmen, also die erfolgskontrolle

im nachhinein und sogar die richtungsänderung

beim eingeschlagenen Weg der

risk-management-maßnahmen, betreiben

schließlich nur noch rund 18 Prozent „intensiv“.

„Teilweise“ setzen allerdings fast 60 Prozent der

Fuhrparkmanager, die angeben, sie betreiben

risk management, eine auswahl an maßnahmen

aktiv um. Davon evaluieren schließlich auch über

40 Prozent ihr engagement (vgl. Grafik „intensität

des risk managements bei Fuhrparkbetreibern“

auf seite 24).

Noch Vertriebspotenzial vorhanden

Für die kfz-versicherer mit ihren teils recht

umfassenden und kundenorientiert gestalteten

risk-management-konzepten könnte die Tatsache,

dass sich Flottenbetreiber offenbar meist mit

selbstgestrickten ideen begnügen, vielleicht ein

bfp 07/08 2013

023


Fuhrparkmanagement Risk Management

Einen weiteren Artikel

zum Thema finden Sie

zum Download auf

www.fuhrpark.de:

„Lease Plan plant Risk-

Management-Angebot“

ansporn zu mehr vertrieblicher aktivität sein. befeuert mag

diese schlussfolgerung noch dadurch werden, dass fast 23 Prozent

der Umfrageteilnehmer noch nie mit ihrer versicherung

das Thema angesprochen haben. nur gute vier Prozent bestätigen

eine intensive Zusammenarbeit mit einem ausgebildeten

riskmanager in einem professionell aufgesetzten Projekt mit

allen einzelschritten von der analyse über die maßnahmenentwicklung

bis hin zur evaluation und kommunikation. eine

angabe, die sich mit der der von der versicherungsseite angegebenen

kundenzahl bei risk-management-Dienstleistungen

deckt (vgl. Grafik „ risk management – die Unterstützung

externer Dienstleister“ oben).

Hohe Kundenorientierung bei den Anbietern

Dabei stellt sich die vertriebs- und beratungskompetenz bei

den befragten versicherungsanbietern recht unterschiedlich

dar. Während die einen eine oder gar zwei Hände voll eigener

riskmanager beschäftigen und sich zusätzlicher

externer Partner für spezialisierte bereiche

bedienen, läuft bei den anderen das Thema eher

nebenher. Die allianz zum beispiel beschäftigt

sechs eigene riskmanager, die zentral geführt

werden. ihre kunden werden nach eigenen angaben

proaktiv über die Dienstleistung informiert,

auch makler und vertriebsbeauftragte werden

regelmäßig geschult und für das Thema sensibilisiert.

Ganz ähnlich die axa: Die Leistung der

drei eigenen riskmanager wird durch die von

externen Trainern und Dienstleistern ergänzt,

das Dienstleistungsportfolio ist in Form einer

informationsmappe übersichtlich aufbereitet,

und Werbemittel wie die so genannten serviceschecks

sollen es dem kunden erleichtern, eine

neue Dienstleistung auszuprobieren.

HDi-Gerling hat für die präventive arbeit in

ihrem Geschäft mit der HDi Gerling sicherheitstechnik

GmbH sogar eine eigene Tochterfirma

gegründet, die sich mit ihren acht mitarbeitern

ausschließlich um die schadenprävention der bei

HDi-Gerling versicherten Flotten kümmert. in

jedem beratungsgespräch sei das Thema schadenverhütung

unverzichtbarer bestandteil, erklärt

der Dienstleister und organisiert sogar regelmäßige

konferenzen und informationsveranstaltungen,

um vor einem breiten Publikum in sachen

risk management tiefer ins Detail zu gehen.

Netzwerkarbeit

einen ganz anderen ansatz verfolgt die Zurich

versicherung, die auf die netzwerkarbeit verschiedener

bereiche mit jeweils eigener risk

management relevanter spezialisierung baut.

externe berater, Fahrtrainer und spezialisierte

Juristen zählen unter anderem zum risk management-netzwerk

der Zuricher. besonders eng

sei die Zusammenarbeit mit dem Underwriting,

um etwa auf den kunden abgestimmte vertragskonstrukte,

die die besonderheiten von risk management

berücksichtigen, anbieten zu können.

auch die schaden- und betriebsabteilung sei in

den risk management Prozess eingebunden. Für

eine reibungslose kommunikation gibt es einen

zentralen ansprechpartner, der alle bereiche und

aufgaben zum Thema koordiniert und steuert.

Unterm strich stellt sich Theorie immer noch

deutlich brillanter dar als die handfeste Umsetzung

von Projekten. selbst wenn die Grundlagenarbeit

bei der vermittlung dessen, was risk

management denn überhaupt darstellt und beinhaltet,

bereits für einen Großteil der Fuhrparkmanager

als geleistet betrachtet werden kann,

– am bewusstsein über die bedeutung dieser

aufgabe sowohl fürs budget als auch für die sicherheit

der Fahrzeugnutzer muss noch mächtig

gefeilt werden.

Vier Spezialisten-Meinungen

finden auf der folgenden Seite

>>

024

bfp 07/08 2013


Fuhrparkmanagement Risk Management

vier dieser spezialisten beschreiben,

wodurch sich ihrer meinung nach professionelles

risk management für Firmenflotten auszeichnet.

Frank Schubert, Riskmanager Flotten, Allianz Versicherungs-AG

„Professionelles Risk Management zeichnet sich dadurch aus, dass der Prozess als Gesamtprozess erkannt wird, in dem

verschiedenste Personengruppen im Fuhrpark vom Management bis zum Fahrer gemeinsam an dem Ziel arbeiten, die

Anzahl gefährlicher Situationen und deren Ursachen zu minimieren. Jeder dieser Personen muss seine Aufgaben im

Gesamtprozess kennen und wahrnehmen. Offene und transparente Kommunikation ist ein Schlüssel für den Erfolg.

Risk Management muss in die Unternehmensphilosophie einfließen und somit auch in den Zielen des Managements

verankert werden. Ausgehend von einer sorgfältig aufgebauten und gepflegten Datenhaltung können verschiedenste

Kenngrößen im Fuhrpark analysiert und ausgewertet werden. Aus dieser Datenanalyse werden dann konkrete Maßnahmen

abgeleitet und durchgeführt. Professionelles Risk Management erkennt den Faktor „Mensch“ als wichtigsten

Baustein und handelt danach. Zum Beispiel sollte den Fahrern eine hohe Wertschätzung entgegengebracht und regelmäßig

zielgerichtet Schulungsmaßnahmen für die Fahrer geplant und durchgeführt werden.“

Jens Könemann, Leiter Services Kraftfahrt bei HDI-Gerling

Risk Management muss individuell konzipiert, das heißt auf die Bedürfnisse der jeweiligen Flotte zugeschnitten

werden. Zunächst muss eine detaillierte Schadenanalyse des Fuhrparks erfolgen. Dazu gehört die Analyse aller

Risikofaktoren, die einen Schaden entstehen lassen können: Der Mensch, die Organisation und die Technik. Dann

folgt die Erarbeitung und Umsetzung von individuellen Schadenverhütungsmaßnahmen inklusive fahrpraktischer

Schulungen und Workshops gemeinsam mit dem Fuhrparkbetreiber und schließlich das Reporting und Controlling.

Aus den Ergebnissen können noch weitere Folgemaßnahmen abgeleitet werden.“

Gunnar Rutz, Abteilungsleiter Schadenverhütungsmanagement R+V Versicherung AG

„Ein professionelles Risk Management für Firmenflotten sollte in fünf Schritten vollzogen werden:

a) Risikoermittlung: Sammeln von Informationen über das Risiko in enger Zusammenarbeit mit dem Flottenbetreiber

(etwa Schadenursachen, Schadenverursacher, Schadenzeitpunkte, Car-Policy, Fahrzeugausstattung, Fahrzeugwartung,

nicht versicherte Kosten)

b) Risikoanalyse: Erkennen von Risiken und Schwachstellen im Unternehmen zusammen mit dem Flottenbetreiber,

meist in Verbindung mit einem Ortstermin

c) Entwicklung von Maßnahmen oder Vorschlägen zur Schadenverhütung

d) Umsetzung der Maßnahmen

e) Analyse/Kontrolle der vereinbarten Maßnahmen und Ableitung von weiteren Maßnahmen

Der Prozess sollte sich in der Regel über einen längeren Zeitraum erstrecken (zwei bis drei Jahre) und nach und

nach in die Hände des Flottenbetreibers übergeben werden, um das Risk Management nachhaltig im Unternehmen

des Flottenbetreibers zu installieren. Während dieses Zeitraumes sollte der Flottenbetreiber intensiv begleitet werden.

Um geeignete Maßnahmen vorschlagen zu können, ist es erforderlich, dass der Berater für Risk Management

einen guten Informationsstand zu aktuellen Entwicklungen im Automotivbereich hat, damit dem Flottenbetreiber

sinnvolle Systeme und Maßnahmen zur Schadenverhütung oder -minderung vorgeschlagen werden können. Darüber

hinaus sollten geeignete Partner vorhanden sein, die dem Flottenbetreiber zur Maßnahmendurchführung

angeboten werden können. Im Vordergrund muss dabei immer ein positiver betriebswirtschaftlicher Nutzen für

den Flottenbetreiber stehen.“

Timon Schneider, Zurich Risk-Management-Experte

„Ein professionelles Risk Management bedeutet vor allem im engen Austausch mit dem Kunden zu stehen. Nur

so kann sein Geschäft verstanden und mögliche Risiken identifiziert werden. So steht bei Zurich zunächst immer

eine Risikoanalyse im Vordergrund, welche alle Bereiche des Unternehmens betrachtet. Darauf folgt eine intensive

und individuell auf die jeweilige Flotte abgestimmte Maßnahmenfindung. Die Umsetzung der Maßnahmen wird

eng begleitet und konsequent zusammen mit unserem Kunden durchgeführt. Der Erfolg der Maßnahmen wird in

regelmäßigen Controlling-Gesprächen überprüft und bei Bedarf justiert.“

026

bfp 07/08 2013


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Fuhrparkmanagement Risk Management

Wie es euch gefällt

Risk Management konkret: Was eignet sich für wen?

von sabine brockmann

Vorsichtshalber empfehlen

daher einige Flottenversicherer

jeder Flotte, unabhängig

von der Anzahl

der Fahrzeuge, präventive

Maßnahmen zu ergreifen

Grafiken: Brockmann

oft sind betreiber kleiner Fuhrparks geneigt, ihre Firmenfahrzeuge

quasi sich selbst zu überlassen. einmal angeschafft, werden

sie gefahren, bis sie subjektiv als nicht mehr repräsentativ

wahrgenommen werden oder bis die reparaturkosten an die

schmerzgrenze stoßen. Welche kosten sie aber insgesamt über

ihre nutzungsdauer verursachen, wird meist nicht vollständig

erfasst. Dabei stellt gerade bei kleinflotten ein größerer Unfallschaden

einen ordentlichen schlag ins kontor dar. Hätte

der vielleicht mit der einen oder anderen maßnahme aus dem

strauß der risk-management-maßnahmen vermieden werden

können? man weiß es nicht.

Risk Management und Flottengröße

vorsichtshalber empfehlen daher einige Flottenversicherer jeder

Flotte, unabhängig von der anzahl der Fahrzeuge, präventive

maßnahmen zu ergreifen. so argumentiert zum beispiel

die axa: „Da risk-management-maßnahmen die gesamten

Fuhrparkkosten beeinflussen und zudem risiko senkend wirken,

machen diese auch schon in kleineren Flotten sinn, zum

beispiel bei Flotten mit 15 bis 20 Pkw.“ ebenfalls

mit blick auf die einzusparenden kosten empfiehlt

auch signal iduna, bereits ab zehn Fahrzeugen

maßnahmen in betracht zu ziehen. eine sehr

pragmatische Herangehensweise hat die allianz

versicherung, die es als vorteil betrachtet, risk

management in einer kleinen Flotte mit etwa

zehn Fahrzeugen durchzusetzen, einfach weil sich

hier die struktur erheblich schlanker darstellt

und die Prozesse so einfacher gestaltet werden

können.

Die meisten versicherungsdienstleister mit

Flottenerfahrung bevorzugen aber mittlere und

größere Fuhrparks für die Durchführung von

risk-management-Projekten. begründet wird

dies in der regel mit dem besseren Datenmaterial

über das schadengeschehen bei größeren

Fuhrparks. „bei kleineren Flotten ist das Datenmaterial

oft unzureichend, um eine schadenana-

028

bfp 07/08 2013


Risk Management Fuhrparkmanagement

lyse durchzuführen, die am anfang einer jeden

beratung steht“, beschreibt carsten Panzer, Underwriter

kfz bei r+v, die Problematik.

Und Jens könemann, Leiter services kraftfahrt

bei HDi-Gerling, konkretisiert: „statistisch

belastbare analysen können erfahrungsgemäß

aber erst bei Fuhrparks ab 30 oder 40 einheiten

durchgeführt werden.“ eine größere Fahrzeugzahl

bevorzugt auch Zurich-experte Timon

schneider mit verweis auf die schadenhäufigkeiten,

von denen man maßnahmen ableiten

könne, und spricht von einem einstieg ab einer

Flottengröße von 50 Fahrzeugen. Derselben argumentation

folgend schätzt michael Gödecke,

abteilungsleiter kfz-betrieb, Firmen-Flotten bei

der Provinzial rheinland, sogar einen Fuhrpark

ab 100 Fahrzeugen erst für geeignet für ein professionelles

risk management ein.

Die Fuhrparkmanager selbst hingegen schätzen den Handlungsbedarf

bei der schadenverhütung viel dringlicher ein.

Fast 30 Prozent der von bfp befragten Flottenchefs halten die

investition in risk management bereits ab fünf Fahrzeugen für

lohnenswert. Über 40 Prozent setzen die Untergrenze bei 20

Fahrzeugen. Die verbleibenden rund 30 Prozent der Umfrageteilnehmer

verteilen sich auf die empfehlung einer Untergrenze

von 50 (16,6 Prozent) beziehungsweise von 100 Fahrzeugen

(12,5 Prozent) (vgl. Grafik „risk management und Fuhrparkgröße“

auf seite 29).

Was tun?

Hat man die vorliegenden schadendaten der zwei oder auch

200 Flottenfahrzeuge genau analysiert und die schadenschwerpunkte

herausgeschält, dann kann es an die konkrete maßnahmenplanung

gehen. Was dabei am meisten sinn macht, ist

höchst individuell und hängt selbstverständlich immer vom

analyseergebnis ab.

Was dabei am meisten

Sinn macht, ist höchst

individuell und hängt

selbstverständlich immer

vom Analyseergebnis ab

bfp 07/08 2013

029


Fuhrparkmanagement Risk Management

Denkbare und oft praktizierte möglichkeiten sind:

Schulung der Fahrer in Workshops

inhalte von Fahrerworkshops können sein: sensibilisierung der Fahrer für schäden und deren konsequenzen,

aufbau von persönlichen schadenvermeidungsstrategien, erlernen von adäquaten reaktionen auf äußere einflüsse

(stress, verkehrsaufkommen, verhalten, anderer verkehrsteilnehmer etc.)

Fahrsicherheits- und Spritspartrainings

Gezielte Trainings auf basis der analyse der eigenen schadendaten im Fuhrpark, Training von Personengruppen

mit vergleichbaren schadenschwerpunkten, kombination von sicherheits- und spritspartrainings zur Förderung

von defensiver Fahrweise, stressabbau und kostenreduzierung auch bei kraftstoff und verschleiß

Selbstbeteiligungsmodelle

belastung der kostenstelle des Unfallverursachers oder belastung des Fahrers selbst in einem vorab definierten

rahmen, bonusregelung bei Unfallfreiheit oder gestaffelte kostenbeteiligung bei nachhaltiger schadenhäufigkeit

Optimierung der Organisation

analyse der bestehenden Fuhrparkorganisation sowie der verantwortungsbereiche innerhalb des Fuhrparks,

enge einbindung der Geschäftsleitung, regelmäßige Feedbackgespräche mit der Geschäftsleitung über den aktuellen

stand sowie den weiteren verlauf des risk managements

Maßnahmen im Rahmen der UVV

kontrolle der einhaltung von Unfallverhütungsvorschriften der berufsgenossenschaften sowie von Lenk- und

ruhezeiten, konsequente einweisung aller Fahrer in die vorschriften und Dokumentation der durchgeführten

schulungsmaßnahmen mit Unterschrift der Fahrer

Fahrzeugtechnik und Assistenzsysteme

einführung von Pflichtausstattungen, wie zum beispiel Park Distance control, spurhalteassistent, abstandswarner,

Fahrzeugbeleuchtung usw. in der car policy, verpflichtung zum einsatz von navigationsgeräten zur Touren- und

Zeitplanung

Einen weiteren Artikel

zum Thema finden Sie

zum Download auf

www.fuhrpark.de:

„Lease Plan plant Risk-

Management-Angebot“

Diese individualität spiegelt sich auch in den erfahrungswerten

der großen Flottenversicherer wider. Die beliebtheitsskala

der maßnahmen sieht bei jedem anbieter anders aus.

Die einen empfehlen ihren kunden vor allem technische

maßnahmen, wie zum beispiel Fahrerassistenzsysteme als königsweg

für die senkung der schadenzahlen, bei anderen sind

es die incentivierungsmodelle oder Fahrsicherheitstrainings,

die angesichts der konkreten Flottensituation am sinnvollsten

erscheinen (siehe Tabelle unten). auch die Fuhrparkmanager

selbst haben keine eindeutigen Hitlisten. Zwar lässt sich eine

gewisse Tendenz zur Durchführung von Fahrsicherheitstrainings

festmachen, doch werden

auch konzepte der Fahrerselbstbeteiligung als

wirkungsvoll betrachtet und natürlich die ausstattung

von Fahrzeugen mit Fahrerassistenzsystemen,

wie zum beispiel PDc, spurhalteassistent

oder abstandsregler (vgl. Grafik „Die beliebtesten

risk management-maßnahmen der Fuhrparkleiter“

auf seite 29).

Die Beliebtheitsskala der Riskmanagement-Maßnahmen bei Flottenkunden großer Versicherungsgesellschaften

Allianz 1

AXA

Ergo

HDI-Gerling

Provinzial

Rheinland

R + V

Signal Iduna

VHV

W&W 4

Zuricher

Regelmäßige, detaillierte Schadenanalysen 5/1 3 3 2 1 1 1 3 1 1

Ausstattung von Fahrzeugen mit Fahrerassistenzsystemen (PDC, Spurhalteassistent, Abstandsregler usw.) 2/6 2 5 1 3 3 6 1 3 7

Seminare für Fahrer und Führungskräfte 7/5 7 7 4 2 7 2 7 5

Fahrsicherheitstrainings 4/7 5 4 3 5 2 3 5 3 6

Informations- und Kommunikationsmaßnahmen für Fahrer (z.B. Newsletter, Informationsbroschüren u.ä.) 6/3 4 6 5 4 3 6 4 3

Konzepte der Fahrerselbstbeteiligung 1/9 1 2 7 6 8 8 3 8

Incentivierungsmodelle bei unfallfreiem/-bzw. armem Fahren 3/8 6 1 6 7 5 4 4 2 2

Sonstiges

8/2 5

9/4 6 4 5 5 2 5 4

1 Erste Zahl vor der RM-Beratung, zweite Zahl nach der RM-Beratung

3 Dieser Punkt ist nur auf Platz 1 wg. PDC, das quasi flächendeckend eingesetzt wird. Alle anderen Fahrerassistenzsysteme sind in der Fläche kaum verbreitet.

4 Drei Maßnahmen werden gleichwertig eingesetzt, deshalb dreimal die Bewertung mit „3“

5 Info an Fahrer zur Schadenhöhe

6 Individuelle Gespräche mit Fahrer (z. B. bei auffälligem Fahrverhalten oder nach zweitem Unfall)

Quelle: bfp-Umfrage Juni 2013

030

bfp 07/08 2013


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Fuhrparkmanagement Risk Management: Porträt Evonik

Fürsorglich vorsorgen

Bei Evonik Industries bildet die Fürsorgepflicht das Motiv

beim Risk Management für Vielfahrer.

Die Gefahrenpotenziale

in dieser Branche liegen

sogar für jeden Laien

sichtbar auf der Hand

Fotos: Brockmann, Evonik

von sabine brockmann

man kann nahezu jeden Fuhrparkmanager mitten in der nacht

wecken und fragen: „Was ist dein kerngeschäft?“ „kosten senken“,

wird die antwort lauten, bevor er wieder erschöpft in die

kissen sinkt. Der bereich mit den größten einsparpotenzialen

ist das schadenmanagement, und wer einer unkontrollierten

kostenexplosion bei den Fahrzeugschäden vorbeugen will,

betreibt präventives risk mangement. anders bei der evonik

industries aG. Weckt man markus Gronemeyer mitten in

der nacht und stellt ihm die Frage nach seinem kerngeschäft,

wird die antwort lauten: „Die sicherheit unserer mitarbeiter

erhöhen.“ sicherheit und Gesundheit waren nämlich die antriebsfedern

für das Unternehmen, als es im letzten Jahr ein

risk-management-Projekt für außendienstmitarbeiter und

vielfahrer aufgesetzt hat.

Geschärftes Sicherheitsbewusstsein

Das besondere augenmerk auf die arbeitssicherheit liegt bei

evonik allerdings auch im speziellen auftrag des Unternehmens

begründet. Die business Unit site services betreibt als

standortdienstleister unter anderem den chemiepark marl.

rund 100 Produktionsanlagen für hochsensible chemische

stoffe finden sich am nordrand von marl auf einer Fläche

von rund 6,5 Quadratkilometern. Die rund 10.000 mitarbeiter

dieser chemie-stadt bewegen sich dort auf 55 kilometern

straßennetz und unterqueren dabei insgesamt bis zu 30 kilometer

rohrbrücken. Das areal, das anmutet wie aus einem

science-Fiction-Film, birgt verschiedene Gefahren.

Wer es als besucher betritt, erhält daher nach

einer akribischen ausweiskontrolle ein informationsblatt

mit zahlreichen verhaltenshinweisen

und verbotszeichen. so ist es kaum verwunderlich,

dass hier das bewusstsein für die sicherheit

aller mitarbeiter besonders stark ausgeprägt ist.

Gronemeyer ist Fachkraft für arbeitssicherheit

bei evonik, und sein sicherheitsbewusstsein

ist ganz besonders geschärft. so war ihm bereits

seit langem ein Dorn im auge, dass es für die berufsgruppe

der außendienstler keine ausreichende

Gefährdungsbeurteilung gab. Die im arbeitsschutzgesetz

verankerte Gefährdungsbeurteilung

verpflichtet einen arbeitgeber dazu, für jeden

mitarbeiter eine einschätzung seiner risiken im

berufsalltag vorzunehmen und maßnahmen zur

optimierung seiner arbeitsbedingungen durchzuführen.

Für die beauftragten für arbeitssicherheit gerade

in der chemischen industrie eine selbstverständlichkeit,

liegen die Gefahrenpotenziale in

dieser branche sogar für jeden Laien sichtbar auf

der Hand. Doch wie steht es um die Gefährdung

von mitarbeitern, die einen Großteil ihrer arbeitszeit

im auto verbringen? Die im außendienst von

kunde zu kunde fahren und mit ihrem auto im

Jahr vielleicht bis zu 60.000 kilometer auf der

autobahn verbringen? ist deren Gefährdung nicht

mindestens ebenso hoch wie die der Produktionsfachkräfte,

die die anlagen für chemietechnische

verarbeitungsprozesse bedienen?

angesichts von jährlich fast 22.000 Unfällen

auf deutschen straßen mit Personenschaden

gewinnt das stichwort risk management für

Dienstwagenfahrer eine bedeutung, die weit über

das kostensenkungspotenzial im schadenmanagement

von Firmenwagen hinaus geht.

Gründliche Projektplanung

Für Gronemeyer stellte es im letzten Jahr also

eine geradezu heilige Pflicht dar, für die mehr

als 1.000 außendienstmitarbeiter der insgesamt

rund 30 im chemiepark marl ansässigen Unternehmen

eine verkehrssicherheitsaktion zu starten.

„Für die Projektleitung haben wir zunächst

verschiedene stellen im konzern ins boot geholt,

denn eine solche aktion braucht den rückhalt

vieler und eine starke basis, sonst ist sie nicht

durchsetzbar“, so die erfahrung des spezialisten

für arbeitssicherheit. Wesentlich beteiligt waren

also die evonik risk and insurance services

GmbH, die abteilungen arbeitssicherheit und

arbeitsmedizin, die berufsgenossenschaft roh-

032

bfp 07/08 2013


Risk Management: Porträt Evonik Fuhrparkmanagement

stoffe und chemische industrie (bG rci) und

verschiedene externe berater, unter anderem die

HDi-Gerling sicherheitstechnik GmbH. Dies

ist die Tochtergesellschaft für risk management

des industrieversicherers HDi-Gerling industrie

versicherung, bei dem evonik sämtliche Fahrzeuge

versichert hat. Unterstützt von susanne

räuschel, riskmanagerin bei HDi-Gerling und

verantwortlich für die sicherheitstechnik von

kraftfahrzeugen, hat Gronemeyer ein komplexes,

aus insgesamt zehn aktionsmodulen bestehendes

risk-management-Projekt entwickelt. startschuss

war im märz 2012, und die Laufzeit beträgt

zwei Jahre mit der option auf verlängerung.

im ersten schritt musste die Zielgruppe definiert

werden. Wichtigstes kriterium für die Teilnahme

am Projekt ist, dass der mitarbeiter seine

arbeitszeit überwiegend beim kunden vor ort

oder auf der straße verbringt. außerdem muss

das Hauptverkehrsmittel der Dienstwagen sein,

doch auch die nutzung öffentlicher verkehrsmittel

wie Zug und Flugzeug zählen als kriterium.

ein eigener Teil des Projekts widmete sich den

Fahrern von einsatzfahrzeugen der betriebsfeuerwehr

sowie rettungsfahrzeugen. Die konzeption

und Durchführung der schulungen für das Fahrpersonal

dieser Fahrzeuge hat ebenfalls die HDi-

Gerling sicherheitstechnik in enger abstimmung

mit der abteilung für brandschutz am standort

marl getätigt.

Die so umrissene Zielgruppe summierte sich

schließlich auf über 1.000 adressaten und hatte

die möglichkeit, sich teils verpflichtend, teils

freiwillig der zehn definierten aktionsmodule zu

bedienen.

Diese sind im Überblick:

• Gefährdungsbeurteilung

• Unterweisungsmaterial

• Plakataktion

• Fahrsicherheitstraining

• Prüflisten für die sicherheitsbeauftragen

• seminar „verantwortung“

• seminar „vielfahrer“

• Fahrsicherheitstraining für einsatzkräfte

• Gesundheitliche Fahrereignung

(angebot des bereichs arbeitsmedizin)

• Programm für vielreisende

(angebot des bereichs arbeitsmedizin)

Grundlage Gefährdungsbeurteilung

als Grundlage für alle maßnahmen diente die Gefährdungsbeurteilung,

die das arbeitsschutzgesetz

in den Paragraphen fünf und sechs fordert. „Für

die typischen Tätigkeiten eines außendienstmitarbeiters

haben wir aus dem bereich arbeitssicherheit

eine muster-Gefährdungsbeurteilung erarbeitet,

die wir dann in alle relevanten abteilungen

gegeben haben. Diese muster wurden dann in den

jeweiligen Teams individualisiert und an das Tätigkeitsprofil

jedes einzelnen mitarbeiters angepasst“,

erklärt Gronemeyer das vorgehen.

Typische Punkte in der Gefährdungsbeurteilung

waren zum beispiel die sichere beladung des Pkw mit arbeitsmitteln

wie zum beispiel dem Laptop, messgeräten oder

akten. ein weiterer Punkt war die Planung einer reise ins ausland

mit möglicherweise besonderen klimatischen bedingungen,

Gefährdungen für die Gesundheit oder die bekömmlichkeit

von fremden nahrungsmitteln. nach der beschreibung

jeder einzelnen Gefährdung wurde diese in eine risikostufe

eingeordnet und mit einem maßnahmenpaket versehen, das

das risiko minimieren soll. ein solches maßnahmenpaket beinhaltet

dann etwa die Herausgabe von informationsmaterial

zur reiseplanung, die Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining

oder einem seminar.

bereits dieser erste schritt ist in den abteilungen, die am

verkehrssicherheits-Projekt teilnehmen, auf sehr positive resonanz

gestoßen. „vielen Dank. endlich haben wir die gesetzlich

geforderten Unterlagen zur Gefährdungsbeurteilung

lückenlos für alle mitarbeiter“, zitiert Gronemeyer die erfreute

reaktion vieler abteilungsleiter.

Durch so viel positives Feedback ermutigt, konnte man

rasch die nächsten schritte einleiten: Zunächst wurden alle

informationswände (schwarzes brett), an denen sich immer

aktuelle Unternehmensnews finden, mit auffälligen Plakaten

versehen, die jedem vielfahrer ins Gewissen reden sollten.

mit deutlichen bildern von typischen verkehrssituationen

gestaltet, wurden in großen Lettern die wichtigsten Fragen

formuliert, die jeder Dienstwagennutzer beantworten können

muss, bevor er sein Fahrzeug startet: „Genügend reisezeit

eingeplant?“ heißt es da oder „ist ihr Fahrzeug in ordnung?“

oder „Ladungssicherung durchgeführt?“ auf diese Weise an die

wichtigsten reisevorbereitungen erinnert, können die außendienstmitarbeiter

guten Gewissens ihrer Tätigkeit nachgehen.

Weitere module gehen aber noch viel mehr in die Tiefe:

Gemeinsam mit der berufsgenossenschaft bGrci haben die

spezialisten von der arbeitssicherheit bei evonik informationsmaterialien

entwickelt und den mitarbeitern mit Dienstwagen

zur verfügung gestellt. Tipps zur reiseplanung, zur

vermeidung von ermüdung bei langen autofahrten, zur Ladungssicherung

und vieles andere mehr werden in handlichen

und gut leserlichen broschüren vermittelt.

Maßgeschneiderte Fahrsicherheitstrainings

kern aller maßnahmenbündel waren natürlich die praxisorientierten

Fahrsicherheitstrainings. insgesamt 16 Trainings für

jeweils zehn bis zwölf Teilnehmer wurden in den sommermonaten

2012 durchgeführt. „Hier konnten wir uns sehr gut auf

die expertise der spezialisten von HDi-Gerling verlassen“,

resümiert Gronemeyer. „im Fahrsicherheits-centrum rheinberg

haben die ausgebildeten Trainer von HDi-Gerling unsere

Leute ganz individuell nach ihren bedürfnissen geschult.“ Die

Trainingsinhalte waren passgenau an den zuvor erstellten Gefährdungsbeurteilungen

ausgerichtet, so dass man in den jeweils

ganztägigen veranstaltungen maßgeschneidertes knowhow

zielgerichtet vermitteln konnte.

susanne räuschel von HDi-Gerling umreißt einige

schwerpunktthemen: „vorausschauendes Fahren und die korrekte

blickführung bildeten wichtige Trainingsinhalte. immer

für die anderen verkehrsteilnehmer mitdenken und im idealfall

sogar mit deren Fehler rechnen, das schützt vor Unfällen,

vor allem vor auffahrunfällen.“ neben der schulung hinterm

steuer rückten die Fahrsicherheitstrainings das immer wieder

viel zu stiefmütterlich behandelte Thema Ladungssicherung im

Pkw ins blickfeld. räuschel führt in drastischen bildern vor

augen, was nur ein einziges Handy, das achtlos auf dem beifahrersitz

liegt, anrichten kann: „Fährt man mit nur 50 stun-

Susanne Räuschel hat als Riskmanagerin bei

HDI-Gerling das Verkehrssicherheits-Projekt

von Evonik Industries begleitet.

Markus Gronemeyer liegt die Sicherheit

und Gesundheit seiner Kollegen besonders

am Herzen.

Als Grundlage für alle

Maßnahmen diente die

Gefährdungsbeurteilung

bfp 07/08 2013

033


Fuhrparkmanagement Risk Management: Porträt Evonik

Im Chemiepark Marl lauern vielfältige Gefahren

für die Mitarbeiter. Der Standortbetreiber Evonik

Industries minimiert die Risiken.

Eher augenzwinkernd wird man in der Abteilung

Arbeitssicherheit von einem tapferen Ritter samt

Sicherheitsausstattung begrüßt.

denkilometern auf ein stehendes Hindernis, beispielsweise ein

stauende, auf, fliegt das Handy mit dem knapp hundertfachen

eigengewicht durch den Fahrzeuginnenraum. ein smartphone

mit rund 150 Gramm wird so zum Geschoss von 14,5 kilogramm.

Das will keiner an den kopf kriegen.“

Was ein Laptop mit seinen knapp drei kilogramm, das mit

hundertfachem Gewicht quer durchs Fahrzeug donnert, anrichten

kann, mag man sich gar nicht ausdenken. so wurden

also die Grundlagen zur Ladungssicherung vermittelt, praktische

Tipps zur Umsetzung gegeben und immer wieder das

bewusstsein für die Gefahr, die von ungesichert mitgeführten

Transportgütern ausgeht, geschärft.

Für die riskmanagerin räuschel standen die Fahrsicherheitstrainings,

die sie teils persönlich begleitet hat, unter

ungewöhnlichen vorzeichen: „normalerweise bitten uns

Fuhrparkmanager, die in ihrer Flotte hohe schadenkosten

zu beklagen haben, um die konzeption und Durchführung

von Fahrsicherheitstrainings, damit sie ihre schadenzahlen

in den Griff bekommen. Ganz anders verhält es sich aber bei

der schadenstatistik von evonik. Unsere schadenanalyse hat

uns in dieser Flotte nur 42 versicherungsrelevante schäden

innerhalb von drei Jahren angezeigt. von einer explosion der

schadenzahlen kann man hier also wahrlich nicht sprechen.“

Was hat das Unternehmen also veranlasst, dennoch seine außendienstmitarbeiter

und vielfahrer einem Training und anderen

maßnahmen zur verkehrssicherheit zu unterziehen? „Prävention“,

lautet die schlichte, aber einleuchtende antwort des

Fachmanns für arbeitssicherheit, Gronemeyer. „Wir ergreifen

die maßnahmen, bevor das kind in den brunnen gefallen ist,

und folgen so auch den empfehlungen und vorschriften der

berufsgenossenschaft.“

Theorie-Seminare

auch in den bereich der Prävention fallen die theoretischen

seminare, die viele außendienstmitarbeiter auf freiwilliger basis

besucht haben. Über vier stunden hinweg wurden die Teilnehmer

über ihre Pflichten gemäß straßenverkehrsordnung

und bG-vorschriften informiert. besonders eingehend wurden

auch hier die maßnahmen zur Ladungssicherung erläutert

und alle dafür notwendigen Hilfsmittel, wie zum beispiel

Zurrgurte oder Ladungssicherungsnetze, in ihrer anwendung

gezeigt. aber auch das richtige verhalten am Unfallort und der

geschickte einsatz von navigationsgeräten gehörten zu den

seminarinhalten.

Was an kenntnissen für die Fahrer selbst notwendig ist,

kann für deren vorgesetzte nur recht und billig sein. Deshalb

wurden auch den mitarbeitern mit Personalverantwortung seminare

angeboten. Die inhalte rund um die Ladungssicherung

wurden dieser Zielgruppe ebenso präsentiert wie ihren mitarbeitern.

Doch als vorgesetzte wurden sie zusätzlich in ihre

Pflichten als Fahrzeughalter sowie in die korrekte anwendung

der Gefährdungsbeurteilung eingeführt.

Durchgeführt wurden die seminare ebenso wie die Fahrsicherheitstrainings

von zertifizierten Profis, zum Teil vermittelt

durch den versicherungspartner HDi-Gerling. „Die Zusammenarbeit

mit den beratern und Fachleuten von HDi-Gerling

war hervorragend. Deren Fachkompetenz ist unbestritten exzellent,

aber auch in der Zusammenarbeit zeigte man sich jederzeit

flexibel und an unseren Wünschen ausgerichtet. musste

chemiepark marl in Zahlen

• 6,5 Quadratkilometer Fläche

• 55 Kilometer Straßennetz

• 100 Kilometer Schienennetz

• 30 Kilometer Rohrbrücken

• 1.200 Kilometer Rohrleitungen

• 70 Kilometer Kanalnetz

• 2 Kläranlagen

• 3 Kraftwerke

• ca. 900 Gebäude

• ca. 100 Produktionsanlagen

• ca. 4,4 Mio. Tonnen Produkte/Jahr

• ca. 30 Gesellschaften

• ca. 10.000 Mitarbeiter

zum beispiel mal ein Trainingstermin verschoben

werden, genügte ein kurzer anruf, und alles notwendige

wurde im Handumdrehen in die Wege

geleitet“, lobt Gronemeyer seinen versicherungspartner.

Erfolgreiches Projekt mit Zukunft

Fast anderthalb Jahre ist es nun her, dass das riskmanagement-Projekt

gestartet wurde. Doch bereits

heute weiß Gronemeyer, dass es sich bei den

maßnahmen, die hier umgesetzt wurden, nicht

um ein zeitlich begrenztes Projekt handeln kann:

„es kommen immer wieder neue mitarbeiter,

die selbstverständlich geschult werden müssen,

für die eine Gefährdungsbeurteilung entwickelt

werden muss und die - wie auch alle alten Hasen

im außendienst - immer wieder bei der erfüllung

der gesetzlichen Pflichten und der bewusstseinsschärfung

für ihre sicherheit sowie die der anderen

verkehrsteilnehmer unterstützt werden müssen.

Dieses Pilotprojekt wird also in einen quasi

ewigen Prozess übergehen. natürlich werden wir

je nach aktuellem bedarf immer wieder neue

schwerpunkte setzen, aber die Grundlagenthemen

haben sich bewährt und werden fortgesetzt.“

einen neuen schwerpunkt hat Gronemeyer

bereits im visier: „idealerweise noch in diesem

Jahr wollen wir eine kampagne starten, die auf

die anschnallpflicht beim Fahren im chemiepark

marl hinweist. Unser straßennetz unterliegt

selbstverständlich der straßenverkehrsordnung,

und auch wenn wir eine Geschwindigkeitsbegrenzung

von 25 kilometern in der stunde haben,

muss man dennoch immer den Gurt anlegen.“

034

bfp 07/08 2013


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Service Recht

Einzelfall

Wann ist man „grob fahrlässig“?

Das BAG gibt wieder keine Antwort.

Recht

Dr. Katja Löhr-Müller

Rechtsanwältin

Statt eine feste Obergrenze

festzulegen,

müssten für die Beurteilung

umfangreiche

Erwägungen vorgenommen

werden

Foto: Dmitry Vereshchagin

Katja Löhr-MüLLEr

Wieder einmal lässt das Bundesarbeitsgericht arbeitgeber mit

der Frage, wie Mitarbeiter für Schäden an einem Firmenfahrzeug

in die haftung genommen werden können, im regen stehen.

Die obersten arbeitsrichter sind weiterhin nicht gewillt,

der Fuhrparkpraxis konkrete handlungshilfen an die hand zu

geben, um langwierige Prozesse vor Gericht zu vermeiden. auf

die berechtigte Frage von Fuhrparkbetreibern, mit welchen

Kosten ein Mitarbeiter, der betrunken einen Verkehrsunfall

verursacht hat, belastet werden kann, müssen juristen weiterhin

antworten: „Es kommt auf den Einzelfall an“.

Ein Berufskraftfahrer hatte seinen Lkw samt anhänger

und Wechselbrücke auf trockener und gerader Strecke in den

Graben gesteuert. Bei dem Versuch, wieder auf die Fahrbahn

zurückzufinden, stürzte der anhänger um und verlor einen

Großteil der Ladung. Der Fahrer hatte zuvor kräftig alkohol

zu sich genommen und befand sich zum Unfallzeitpunkt nach

den Feststellungen des Gerichtes knapp unter der Grenze zur

absoluten Fahruntauglichkeit. Diese ist dann gegeben, wenn

die Blutalkoholkonzentration mehr als 1,1 Promille beträgt.

aufgrund der Fahrweise unterstellten die richter jedoch, dass

der Weg in den Graben dem alkohol geschuldet war und gingen

deshalb von einem grob fahrlässigen Verhalten des Kraftfahrers

aus.

17.500 Euro Schaden

Der arbeitgeber musste für den verursachten Schaden einschließlich

Bergungs- und Sachverständigenkosten 17.522,25

Euro aufwenden. Weder bestand für den Lkw eine Vollkaskoversicherung,

noch besaß der arbeitgeber einen

Schutzbrief für die Bergungskosten. Das erstinstanzlich

zuständige arbeitsgericht hatte der

Spedition daraufhin zunächst 7.010,56 Euro

zugestanden. Das daraufhin von beiden Parteien

angerufene Landesarbeitsgericht München hatte

den Fahrer im Berufungsverfahren zu einer Zahlung

von 8.179,50 Euro verurteilt.

Das Landesarbeitsgericht war wie bereits die

Vorinstanz zwar von einem grob fahrlässigen Verschulden

ausgegangen. Gleichzeitig entschieden

die richter jedoch, dass auch bei grober Fahrlässigkeit

eines arbeitnehmers von einer haftungsbegrenzung

ausgegangen werden müsse.

Diese setzte das Gericht in anlehnung an bereits

ergangene Urteile und ohne weitere Prüfung des

Einzelfalls auf drei Brutto-Monatsvergütungen

fest. Eine solche Begrenzung sei immer dann

erforderlich, wenn zwischen dem Verdienst des

arbeitnehmers und dem Schadensrisiko seiner

tätigkeit ein krasses Missverhältnis bestehe. hier

müsse das grundgesetzliche Gebot der Existenzsicherung

im rahmen der arbeitnehmerhaftung

berücksichtigt werden. Der nach ansicht des

Landesarbeitsgerichts vom Berufskraftfahrer zu

zahlende Betrag belief sich dann auch exakt auf

diese drei Bruttomonatsgehälter.

Dem folgte das Bundesarbeitsgericht (BaG)

036

bfp 07/08 2013


SEMiNAR SEHEN & HöREN

nicht. Die richter machten zwar deutlich, dass bereits des öfteren

arbeits- und auch Landesarbeitsgerichte im rahmen der arbeitnehmerhaftung

auch bei grober Fahrlässigkeit eine haftungsobergrenze

auf drei Monatsgehälter bejaht hätten. Feste Grenzen zu ziehen sei

jedoch nicht aufgabe der Gerichte, sondern die des Gesetzgebers -

und der habe hierfür über einen Zeitraum von 20 jahren bis heute

keinen handlungsbedarf gesehen.

PRäSENtAtioN MitLESEN

iN DEN FoLiEN NAViGiEREN

Umfangreiche Erwägungen

Zwar folgten die Bundesrichter dem Landesarbeitsgericht darin,

dass der Fahrer den Verkehrsunfall grob fahrlässig verursacht habe.

Grob fahrlässig handelt nach ständiger rechtsprechung immer derjenige,

„der die im Verkehr erforderliche Sorgfalt nach den gesamten

Umständen in ungewöhnlich hohem Maße verletzt und unbeachtet

lässt, was im gegebenen Fall jedem hätte einleuchten müssen“. Statt

eine festen Obergrenze festzulegen, müssten für die Beurteilung, in

welchem Umfang ein arbeitnehmer im rahmen der von ihm zu

erbringenden betrieblichen tätigkeit hafte, umfangreiche Erwägungen

vorgenommen werden.

So hafte ein arbeitnehmer bei grober Fahrlässigkeit in der regel

für den gesamten Schaden. Weiter führt das Bundesarbeitsgericht

jedoch aus: „Der Umfang der Beteiligung des arbeitnehmers an den

Schadensfolgen ist durch eine abwägung der Gesamtumstände zu

bestimmen, wobei insbesondere Schadensanlass, Schadensfolgen,

Billigkeits- und Zumutbarkeitsgesichtspunkte eine rolle spielen.

Eine möglicherweise vorliegende Gefahrgeneigtheit der arbeit ist

ebenso zu berücksichtigen wie die Schadenshöhe, ein vom arbeitgeber

einkalkuliertes risiko, eine risikodeckung durch eine Versicherung,

die Stellung des arbeitnehmers im Betrieb und die höhe der

Vergütung, die möglicherweise eine risikoprämie enthalten kann.

auch die persönlichen Verhältnisse des arbeitnehmers und die Umstände

des arbeitsverhältnisses wie die Dauer der Betriebszugehörigkeit,

das Lebensalter, die Familienverhältnisse und sein bisheriges

Verhalten können zu berücksichtigen sein“.

Diese vom Bundesarbeitsgericht bereits Ende 2010 aufgestellten

Grundsätze könnten keine Berücksichtigung finden, sobald eine

feste haftungsobergrenze in die rechtsprechung eingeführt werde.

Wie und in welchem Verhältnis diese unterschiedlichen Erwägungen

dann aber in eine konkrete Berechnung der zu tragenden

Kosten einfließen sollen, diese Frage ließen die richter im raum

stehen. Das BaG sah sich im konkreten Fall noch nicht einmal

selbst in der Lage, diese Berechnung vorzunehmen und hat deshalb

den rechtsstreit an das Landesarbeitsgericht München zurückverwiesen.

hier sollen jetzt die einzelnen „Erwägungen“ zu einer möglichen

haftungsgrenze umgerechnet werden, um dann festlegen zu

können, was der Kraftfahrer an seinen arbeitgeber zu zahlen hat.

Solche Entscheidungen werden auch für die Zukunft die

rechte und Pflichten von arbeitgeber und arbeitnehmer bei der

Nutzung von Firmenfahrzeugen nicht unbedingt transparenter

machen. Eine nachvollziehbare und gerechte Berechnung jener

Kosten, die ein arbeitnehmer zu tragen hat, wird weder ihm noch

seinem arbeitgeber gelingen. also werden weiterhin die Gerichte

entscheiden (Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.11.2012, az. 8

aZr 705/11).

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bfp 07/08 2013

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Haushaltsführung: BFH sieht Klärungsbedarf.

Detlef G.A. Juhrich

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Dadurch, dass diese Aufwendungen

privater Natur

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durch die Entfernungspauschale

abgegolten

Foto: MEV

DEtLEF G.a. jUhrich

Wer außerhalb des Ortes, an dem er einen eigenen hausstand

im Sinne des Einkommensteuerrechts unterhält, seiner Berufstätigkeit

nachgeht und zu diesem Zweck am arbeitsort eine

Zweitwohnung unterhält, kann im rahmen der notwendigen

Mehraufwendungen für doppelte haushaltsführung geltend

machen. Nach dem Willen des Gesetzgebers sind dies neben

der Miete für die Zweitwohnung (max. 60 qm) auch noch

Verpflegungsmehraufwand für die ersten drei Monate ab Beginn

der doppelten haushaltsführung, Umzugsaufwand sowie

nachgewiesene Familienheimfahrten (Entfernungskilometer x

0,30 €). Für Dienstwagennutzer gilt letzteres nur, wenn der

Zuschlag nach der so genannten 0,002-Prozent-regel als geldwerter

Vorteil erfasst wurde.

Nunmehr hat die Steuerrechtsprechung die absetzungsmöglichkeiten

bei doppelter haushaltsführung möglicherweise

um ein weiteres Segment erweitert. Nach aktuellem Urteil

des Bundesfinanzhofs (BFh) vom 13. November 2012 (az.:

Vii r 50/11) sind neben den genannten aufwendungen auch

Mietzahlungen für einen separat angemieteten Stellplatz oder

eine Garage im rahmen der doppelten haushaltsführung als

Werbungskosten oder Betriebsausgaben Steuer mindernd zu

berücksichtigen, soweit sie angemessen und notwendig sind.

Zurück verwiesen

in der Vorinstanz (hessisches Finanzgericht, az.: 1 K 2222/10)

war der Dienstwagennutzer noch unterlegen, denn die Finanzrichter

befanden, dass mit der Entfernungspauschale für die

wöchentliche Familienheimfahrt alle fahrzeugbedingten aufwendungen

abgegolten seien, also auch die Stellplatzmiete.

anders sah es hingegen der per revision angerufene Bundesfinanzhof.

Die Notwendigkeit der aufwendungen für einen

Pkw Stellplatz erfolgt, so die ausführungen der Bundesrichter,

aus privaten Gründen, etwa der angespannten Parkplatzsituation

in Großstädten oder der Sorge um Beschädigung oder

Diebstahl des Fahrzeugs. Dadurch, dass diese

aufwendungen privater Natur sind, werden sie –

hier widerspricht der Bundesfinanzhof der argumentation

der Vorinstanz – nicht durch die Entfernungspauschale

abgegolten, da diese nur den

Weg zur arbeitsstelle berücksichtigt.

Ob das auf dem angemieteten Stellplatz abgestellte

Fahrzeug überwiegend dienstlich oder nur

für Privatfahrten genutzt wird, war für die richter

ohne Bedeutung. Sie stellten sich vielmehr die

Frage, ob es sich bei der zusätzlichen Parkplatzmiete

um notwendigen Mehraufwand im rahmen

der doppelten haushaltsführung handele,

der zu berücksichtigen ist, oder ob es sich hier um

steuerlich nicht berücksichtigungsfähigen unangemessenen

repräsentationsaufwand handelt. in

diesem Zusammenhang wurde auf die Beschränkung

der Zweitwohnungsmiete auf einen Wohnraum

von maximal 60 qm verwiesen. im konkreten

Fall geht es um eine jahresmiete von 720

Euro für den in rede stehenden Kfz-Stellplatz.

Die Sache wurde an das vorinstanzliche Finanzgericht

zurück verwiesen, das nun in einem

weiteren rechtsgang prüfen muss, ob der im

rahmen der doppelten haushaltsführung angemietete

Fahrzeugabstellplatz notwendig und der

Mietaufwand dafür angemessen ist. Man darf

schon jetzt sehr gespannt sein, wie das Finanzgericht

den Fall letztendlich lösen wird.

Betroffene Dienstwagennutzer mit doppelter

haushaltsführung sollten daher entsprechende

Steuerbescheide bis zur endgültigen rechtsfindung

in dieser Sache nicht rechtskräftig werden

lassen.

038

bfp 07/08 2013


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Service Paket-Dienst, Sondermodelle

Paket-Dienst

teil 51: Hyundai und VW

VON UtE KErNBach

in dieser ausgabe widmen sich die Marktexperten von jato Dynamics den Flotten-Paketen von hyundai und

Volkswagen. hyundai bietet jetzt Business Packages für seine Kombimodelle der Kompaktbaureihe i30 und des

Mittelklassemodells i40. Der Preisvorteil liegt bei rund 20 Prozent gegenüber den Einzelpreisen.

Für Gewerbekunden stehen für den i30 Kombi ab sofort drei ausstattungs-Pakete zur Verfügung. Für den i40

Kombi wurden die Business-Pakete neu strukturiert und um ein Paket für die Einstiegsversion erweitert. außerdem

bietet Volkswagen auch für den Langstreckenexpress Golf GtD ab sofort zwei Business-Pakete an.

Modell Paketinhalt Preis in € (ohne MwSt.)

Hyunda i30 Kombi

1,4 Classic

1,4 CRDi Classic

1,4 Classic

1,4 CRDi Classic

1,4 Classic

1,4 CRDi Classic

Business-Package: Das Großkundenpaket beinhaltet u.a. Metallic-Lackierung, Lenkrad-Fernbedienung, Bluetooth, Einparkhilfe hinten, elektrischer Fahrersitz mit Lendenwirbelstütze,

elektrisch anklappbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber hinten, statisches Kurvenlicht. Der Preisvorteil beträgt gegenüber den Einzeloptionen rund 275 Euro.

Business Navi Package: Das Flottenpaket umfasst u.a. Metallic-Lackierung, Navigationssystem, Bluetooth, elektrisch anklappbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber

hinten, statisches Kurvenlicht. Der Preisvorteil beträgt gegenüber den Einzeloptionen rund 375 Euro.

Business Advantage Package: Das Flottenpaket umfasst u.a. Metallic-Lackierung, Bluetooth, Sitzheizung vorne, Lenkrad Fernbedienung, elektrischer Fahrersitz mit Lendenwirbelstütze,

elektrisch anklappbare Außenspiegel, statisches Kurvenlicht, Navigationssystem, 2-Zonen-Klimaautomatik, Einparkhilfe hinten, elektrische Fensterheber hinten,

statisches Kurvenlicht. Der Preisvorteil beträgt gegenüber den Einzeloptionen rund 575 Euro.

1.100,00

1.500,00

2.300,00

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1,6 CRDi Trend (81 kW/110 PS)

Business Advantage Package: Das Paket umfasst u.a. Metallic-Lackierung, Navigationssystem, Bluetooth, Sitzheizung vorne, dunkel getönte Scheiben ab B-Säule. Der

Preisvorteil beträgt gegenüber den Einzeloptionen rund 400 Euro.

1.610,00

Hyundai i40 Kombi

1,7 CRDi Comfort (116 PS) Business Package Comfort: Das Paket umfasst u.a. Navigationssystem, Smart Key System mit Start/Stopp-Knopf, Einparkhilfe vorne und hinten, Automatische Klimaanlage,

vollwertiges Ersatzrad. Der Preisvorteil beträgt gegenüber den Einzeloptionen rund 515 Euro.

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1,7 CRDi Style (116 PS)

1,7 CRDi Style (136 PS)

1,7 CRDi Style (116 PS)

1,7 CRDi Style (136 PS)

1,7 CRDi Style (116 PS)

1,7 CRDi Style (136 PS)

Business Package: Das Paket umfasst u.a. Navigationssystem, Smart Key System mit Start/Stopp-Knopf, vollwertiges Ersatzrad. Der Preisvorteil beträgt gegenüber den

Einzeloptionen rund 285 Euro.

Business Support Package: Das Paket umfasst u.a. das Business-Package zzgl. Xenon-Scheinwerfer, Sitzheizung hinten, elektrische Heckklappe, Gepäckraumordnungssystem.

Der Preisvorteil beträgt gegenüber den Einzeloptionen rund 595 Euro.

Business Advantage Package: Das Paket umfasst u.a. das Business-Package zzgl. Xenon-Scheinwerfer, Lederpolsterung, Sitzheizung hinten, Gepäckraumordnungssystem.

Der Preisvorteil beträgt gegenüber den Einzeloptionen rund 705 Euro.

1.140,00

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VW Golf GTD

Alle Versionen Golf GTD

Quelle: Jato Dynamics

Business-Paket: Das Flottenpaket für Golf GTD umfasst Geschwindigkeitsregelanlage und das Radio Composition Media. Der Preisvorteil beträgt gegenüber der Einzelbestellung

dieser Optionen 155 Euro.

Business Premium Paket: Das Premium-Paket beinhaltet Geschwindigkeitsregelanlage, Radio Composition Media, Navigationsfunktion Discover Media (für das Radio

Composition Media) sowie das proaktive Insassenschutzsystem. Der Preisvorteil beträgt gegenüber der Einzelbestellung dieser Optionen 281 Euro.

403,00

827,00

040

bfp 07/08 2013


Wartung, impressum Service

Service & reifen

Wartungskosten Luxusklasse.

VON UtE KErNBach

in den ersten fünf Monaten 2013 wurden 10.340 Fahrzeuge der Luxusklasse

in Deutschland neu zugelassen, das sind rund sechs Prozent weniger als

im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der gewerbliche anteil betrug dabei

86 Prozent.

Die Flaggschiffe der automobilwelt sind in Sachen Folgekosten keine

Kostverächter. Bei einer haltedauer von 36 Monaten und einer Gesamtlaufleistung

von 120.000 Kilometer wartet das Gros der Luxusliner mit Gesamtfolgekosten

zwischen 10.000 und rund 13.400 Euro auf. Lediglich fünf

Fahrzeuge aus dem automobilen Oberhaus bleiben unter der 10.000-Euro-

Grenze.

Mit den geringsten Kosten von rund 7.570 Euro kann sich der jaguar Xj

mit 275 PS-Motorisierung an die Spitze der Wartungsgeizhälse setzen, dicht

gefolgt vom Mercedes cLS 250 cDi (7.655 Euro) und der cLS-Benziner-

Variante 350 (7.851 Euro). Dahinter rangieren die Grand coupes vom

BMW, die noch unter der 9.000 Euro-Grenze liegen. Mit einem Kostenaufwand

von rund 8.230 Euro müssen die Piloten eines 640d rechnen und für

den 640i sind circa 8.650 Euro fällig.

Knapp über der 10.000-Euro-Grenze liegen der Lexus LS 460 aWD

(10.477 Euro) und die BMW-Nobelkarosse 730d (10.611 Euro). Die Benzinvariante

aus München, der 740i mit 320 PS, ist mit Folgekosten von

rund 11.540 Euro noch mal etwas über 900 Euro teurer im Unterhalt.

am unteren Ende der Skala mit Wartungskosten von mehr als 12.600

Euro landen die Stuttgarter Nobel-Limousinen S 500 und S 350 Blue tec,

die sich als wahre Verschleißteil-Fresser outen. Bei dem 435 PS starken S

500 7G-tronic liegen die reinen Wartungskosten zwar nur bei 1.691 Euro,

dafür liegen die Kosten für Verschleißteile bei mehr als 7.400 Euro.

Wartungskosten Luxusklasse (bei einer Haltedauer von 36 Monaten und einer Laufleistung von 120.000 Kilometern)

Kosten über kompletten Zeitraum inkl. Arbeitsaufwand ohne MwSt. in Euro

Marke Modell kW/PS Verschleißteile Wartung Reifen Gesamtkosten

Jaguar XJ 3,0 V6 Diesel S Luxury 202/275 4.138,34 1.330,99 2.104,14 7.573,47

Mercedes CLS 250 CDI 7G-Tronic 150/204 2.884,20 1.178,10 3.592,84 7.655,14

Mercedes CLS 350 7G-Tronic 225/306 2.889,92 1.369,18 3.592,84 7.851,94

BMW 640d Grand Coupe 230/313 3.046,07 1.508,85 3.677,94 8.232,86

BMW 640i Grand Coupe 235/320 3.006,53 2.009,10 3.633,46 8.649,09

Lexus LS 460 AWD 272/370 3.209,45 3.179,00 4.089,41 10.477,86

BMW 730d 190/258 4.419,98 1.927,82 4.263,48 10.611,28

BMW 740i 235/320 4.544,42 2.001,73 4.992,58 11.538,73

VW Phaeton 3,0 V6 TDI DPF 4Motion Atm. 176/240 6.402,23 1.687,25 3.611,08 11.700,56

VW Phaeton 3,6 V6 4Motion Automatik 206/280 6.411,14 1.740,41 3.611,08 11.762,63

Audi A8 3,0 TFSI quattro tiptronic 213/290 5.929,71 1.901,17 3.976,30 11.807,18

Audi A8 3,0 TDI DPF quattro tiptronic 184/250 6.005,65 1.918,68 3.976,30 11.900,63

Mercedes S 500 7G-Tronic 320/435 7.428,42 1.691,89 3.512,52 12.632,83

Mercedes S 350 BlueTec 7G-Tronic 190/258 7.261,10 2.089,95 3.984,06 13.335,11

Quelle: TecRMI

impressum

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36. Jahrgang 2013

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Diese Ausgabe enthält eine Verlagsbeilage zur

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bfp 07/08 2013

041


Service Urteile

aktuelle Urteile

Falschtanken absetzbar

Falsch getankt auf dem Weg zur Arbeit: Nach einem aktuellen Urteil des Niedersächsischen

Finanzgerichts sind die Reparaturkosten infolge von Falschbetankung als

Werbungskosten steuerlich absetzbar. Damit stellen sich die Richter gegen die bisher

ergangene Finanzgerichts-Rechtsprechung und die Auffassung der Finanzämter.

Denn eigentlich sollten mit der 2001 eingeführten Pendlerpauschale sämtliche

Kosten für Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte abgegolten sein, so die Mitteilung

des Gerichts. Aus Sicht der Richter ist es aber „verfassungsrechtlich geboten“,

dass Pendler außergewöhnliche Wegekosten als Werbungskosten abziehen können.

Das entspricht laut Gerichtsmitteilung der Gesetzeslage vor 2001. Bisher hatte die

Rechtsprechung Ausnahmen von der Pauschale stets abgelehnt, die Finanzverwaltung

hatte zumindest im Grundsatz Unfallkosten neben der Entfernungspauschale

zum Werbungskostenabzug zugelassen.

In beurteilten Fall hatte der Kläger auf dem Weg zur Arbeit Benzin statt Diesel

getankt. Die Versicherung weigerte sich, den anschließenden Motorschaden zu bezahlen.

Und das Finanzamt meinte, nur Kosten eines Unfalls könnten abgezogen

werden - die Falschbetankung sei aber kein Unfall. Das Finanzgericht gab nun der

Klage statt. Eine Revision zum Bundesfinanzhof (BFH) ist allerdings möglich. Die

niedersächsischen Richter hatten sie wegen großer Bedeutung der Entscheidung

und Fortbildung des Rechts zugelassen.

(FG Niedersachsen vom 24.04.2013, Az. 9 K 218/12)

Unverwertbare Geschwindigkeitsmessung

Eine Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren eines Polizeifahrzeugs über

eine Strecke von 500 Metern ist im Bußgeldverfahren nicht verwertbar, wenn die

Messstrecke keinen geraden Verlauf aufweist, sondern eine S-Kurve darstellt, die

zunächst bergab und dann wieder bergauf geht, und wenn der Abstand zwischen

den beiden Fahrzeugen am Anfang zwischen 90 und 100 Metern betrug und sich

im Rahmen der Messung auf 150 Meter vergrößerte. Eine derartige Schätzung der

Geschwindigkeit ist nach Auffassung des Amtsgerichts Mettmann zu unzuverlässig.

Der Fahrer wurde freigesprochen.

(AG Mettmann vom 07.05.2012, Az. 32 OWi 623 Js 21/12 - 7/12) rp

Versicherung muss nicht zahlen

Wer auf dem Weg zur Arbeit in einen Autounfall verwickelt wird, dann aussteigt,

um beispielsweise nach seinem Unfallgegner zu schauen, dabei aber einen weiteren

Unfall erleidet, ist nicht mehr von der gesetzlichen Arbeitsunfallversicherung

geschützt. Das Landessozialgericht Baden-Württemberg traf diese für den Laien

wenig verständliche Entscheidung.

Der zugrundeliegende Fall ist tragisch: Ein Arzt wurde auf dem Weg zum Dienst in

die Klinik nach einem Ausweichmanöver in einen Unfall verwickelt. Beide Fahrer

verließen ihre Autos, und nach einer kurzen Unterhaltung, bei dem sich der Mediziner

erkundigte, ob es seinem Unfallgegner gut gehe, machte er sich auf den Weg,

um die Polizei zu benachrichtigen. Da raste ein Transporter in die Unfallstelle, der

Arzt wurde erfasst und getötet.

Seine Versicherung sah keine Ansprüche auf eine Rente für die Hinterbliebenen und

klagte. Mit der Begründung, beim ersten Unfall habe der Getötete offenbar noch

keine körperlichen Verletzungen erlitten, deshalb seien die Voraussetzungen eines

Arbeitsunfalls nicht erfüllt. Und der zweite Zusammenstoß sei auch kein Arbeitsunfall,

da die zum Unfallzeitpunkt ausgeübte Tätigkeit dem privaten Lebensbereich

zuzurechnen sei.

Die Stuttgarter Richter folgten dieser Argumentation: „Nach der aktuellen Rechtsprechung

des Bundessozialgerichts stehen Regulierungsgespräche nach einem

Verkehrsunfall grundsätzlich nicht mehr unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung“,

erläutert Jörg-Matthias Bauer von der Deutschen Anwaltshotline.

Aus juristischer Sicht hatte das Gespräch mit dem Unfallgegner rein eigenwirtschaftliche

Ziele.

(AZ L 9 U 2788/11)

Fahrverbot nach handynutzung

Das Oberlandesgericht Bamberg weist darauf hin, dass auch eine wiederholte

verbotswidrige Benutzung eines Mobil- oder Autotelefons im Einzelfall die Anordnung

eines einmonatigen Fahrverbots wegen einer beharrlichen Pflichtenverletzung

rechtfertigen kann. Allerdings reichten insgesamt sieben Eintragungen im Verkehrsregister,

wobei drei Verkehrsverstöße das unerlaubte Telefonieren während der

Fahrt betrafen, wegen des langen Zeitraums von viereinhalb Jahren nicht dazu aus,

von einer beharrlichen Pflichtenverletzung des Autofahrers auszugehen.

(OLG Bamberg vom 23.11.2012, Az. 3 Ss OWi 1576/12) rp

halterhaftung bei Unfall

Nach Paragraf 16 Abs. 1 FZV (früher: § 28 StVZO) dürfen nicht zugelassene Kraftfahrzeuge

zu Prüfungs-, Probe- oder Überführungsfahrten in Betrieb gesetzt werden,

wenn sie ein rotes Kennzeichen oder ein Kurzzeitkennzeichen führen. Wird beim Betrieb

eines mit einem solchen Kennzeichen ausgestatteten Fahrzeugs ein Unfall verursacht,

kann die Frage, wer als Halter für den Unfall mithaftet, problematisch sein. Neben

dem Halter haften stets der Fahrer und die Haftpflichtversicherung, die den Versicherungsschutz

übernommen hat. Gibt der Empfänger/Versicherungsnehmer des

Kurzzeitkennzeichens den damit versehenen Pkw an einen Dritten zur Nutzung zu

anderen als Prüfungs-, Probe- und Überführungsfahrten weiter, hat er keine Verfügungsgewalt

über das Fahrzeug und haftet daher nicht als Halter. Halter ist dann

derjenige, dem das Fahrzeug überlassen wurde.

(OLG Hamm vom 07.12.2012, Az. I-9 U 117/12) rp

042

bfp 07/08 2013


Brancheneinträge Service

iNFO

automobilhersteller

Die nächsten

Visitenkarteneinträge

finden Sie in der

bfp-Ausgabe 10-2013

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bfp 07/08 2013

043


Fokus Reifendruck

Mächtig Druck

Mit der Einführung von Kontrollsystemen für den Reifendruck dürften

die Kosten merklich steigen. Und was bringen sie?

Von ElfriEDE Munsch

Keine Frage, Reifendruckkontrollsysteme

sind unter den Aspekten

Verbrauchsminderung

und Sicherheitsgewinn

sinnvoll

Foto: Dunlop, MEV

schon seit längerem hat Brüssel die schadstoffemissionen der

fahrzeuge im Visier und macht Vorgaben zur co2-Ausstoß-

Minimierung und damit zur Verbrauchsreduzierung. um die

vorerst von der Eu vorgegebenen richtlinien von 130 g/km

zu erreichen oder zu unterbieten, nimmt neben sparsamen

Aggregaten, modernen spritspartechniken wie start-stoppsystemen

oder Bremsenergierückgewinnung, leichtbau sowie

rollwiderstandsoptimierten reifen auch der luftdruck der

Pneus eine wichtige rolle ein. Mit gutem Grund: Der reifenhersteller

Bridgestone hat gerade in einer europaweiten untersuchung

festgestellt, dass fast 80 Prozent der Autofahrer mit zu

geringem luftdruck unterwegs sind. 2011 waren es „nur“ 63

Prozent. Die folgen davon sind beeindruckend: Europaweit

werden aufgrund des falschen luftdrucks jährlich rund 3,1

Milliarden liter kraftstoff zu viel verbrannt. Das verursacht

kosten von rund fünf Milliarden Euro und belastet die umwelt

unnötig mit zusätzlich 7,4 Millionen Tonnen co2.

Besserung sollen reifendruckkontrollsysteme (rDks)

bringen. seit dem 1. november 2012 müssen alle neu homologierten

fahrzeugmodelle mit einem reifendruckkontrollsystem

ausgestattet sein. Ab 1. november 2014 ist ein solches

system dann für alle neuwagen vorgeschrieben.

Zur Wahl stehen zwei verschiedene Grundmodelle für die

Erfassung des Druckverlustes: die indirekten und direkten systeme.

Bei der indirekten Variante werden die signale des ABs

ausgewertet. Zeigen diese eine Abweichung des Abrollumfanges

an, wird ein reifen mit zu wenig luft vermutet und eine

Warnung angezeigt. Diese Messmethode hat jedoch

Probleme, einen gleichmäßigen luftverlust

bei allen vier rädern zu bemerken. Dafür sind

solche systeme günstig im Preis.

Zwei Systeme

Teurer, weil aufwändiger, sind die direkt messenden

systeme. hier kommen sensoren in den

rädern zum Einsatz. Jeder radsensor sendet auf

einer frequenz die Drucksensordaten sowie eine

unverwechselbare identifikationskennung. Daraus

ergibt sich ein individuelles, radspezifisches

und geschwindigkeitsabhängiges sendeprofil.

Der Empfänger gleicht diese informationen mit

den vom ABs gelieferten umdrehungsgeschwindigkeiten

ab und ordnet alles der richtigen radposition

zu. schon die kleinsten Druckabweichungen

werden erkannt und radgenau gemeldet.

Der fahrer wird so für den konkreten luftdruck

sensibilisiert. Bereits kleine Abweichungen

treiben den Verbrauch und damit die co2-Emissionen

sowie die kosten nach oben. Dunlop-

Technik-Experte Dr. Bernd löwenhaupt nennt

dazu konkrete Beispiele. „Ein durchaus üblicher

Wert von 0,2 bar zu wenig erhöht den Verbrauch

bereits um ein Prozent. Bei 0,6 bar zu wenig, sind

es sogar vier Prozent Mehrverbrauch. Bei einem

044

bfp 07/08 2013


Reifendruck Fokus

A.T.U Auto-Teile-Unger GmbH & Co. KG (ATU)

„Mit der Problematik RDKS beschäftigen wir uns verstärkt seit 2010. Wir investieren viel Zeit und Geld in die Schulung

unserer Meister. Sie werden in unserer Schulungsakademie in Weiden auf die verschiedenen Systeme vorbereitet. Wir

sehen das Problem, dass die Kosten für den Endkunden steigen werden. Für Vielfahrer ist RDKS trotz der zu erwartenden

Mehrkosten bei Anschaffung und Montage sicherlich aus Umweltgründen und Sicherheitsaspekten ein Gewinn. Wenigfahrer

profitieren weniger von den Vorteilen des Systems.“

„Wir sehen das Problem,

dass die Kosten für

den Endkunden steigen

werden“

Einkaufsgesellschaft Freier Reifenfachhändler mbH & Co. KG (EFR):

„In allen technischen Veränderungen liegen sowohl Risiken als auch Chancen. Kommt es zu einer verbreiteten Einführung

direkt messender Systeme, können sich qualifizierte Unternehmen wie die der EFR sicherlich von jenen Wettbewerbern

abheben, die weniger in der Lage sind, solche komplexen Techniken und Prozesse zu beherrschen. Voraussetzung dafür

ist, die Marktentwicklung bei RDKS zu beobachten und permanent daran zu arbeiten, die beste und zugleich kostengünstige

Technik einzusetzen und die damit verbundenen Prozesse zu optimieren. Eine besondere Herausforderung beim

Einsatz direkt messender RDKS ist es, die Werkstattdurchlaufzeiten für den Rad-/Reifenwechsel im Griff zu behalten.“

Vergölst GmbH:

„Die Einführung der RDKS Systeme ist eine Herausforderung und gleichzeitig eine Chance für den Fachhandel. Zwar

werden sich die Servicezeiten und der Aufwand hierdurch deutlich erhöhen. Trotzdem ist die Einführung aus Umweltaspekten

absolut sinnvoll. Wir sind derzeit dabei, unsere Mitarbeiter zu schulen, die Taktzeiten für den Service anzupassen

und natürlich auch ein angemessenes Pricing dafür zu entwickeln. Dazu testen wir die einzelnen After-sales-Systeme in

unseren Betrieben. Eine Problematik, die trotzdem besteht, ist die Kommunikation zwischen Fahrzeughersteller, Aftersales-Lieferant

und Serviceleister. Hier fehlen sehr viele Informationen, wie die Hersteller mit dem Thema zukünftig

umgehen. Das erschwert die Situation für den Reifenfachhandel enorm.“

normalen Mittelklassefahrzeug sind das schon über 0,3 liter auf 100 kilometer.“

Damit nicht genug, auch die reifenhaltbarkeit leidet, die seitenführung

des reifens wird schlechter, der Bremsweg verlängert sich und auch ein

besonders guter rollwiderstand kann nicht den erwünschten Effekt zeigen.

Erhebliche Kosten

keine frage, reifenluftdruckkontrollsysteme sind unter den Aspekten Verbrauchsminderung

und sicherheitsgewinn sinnvoll. Allerdings kommen auf

die flotten- und fuhrparkbetreiber erhebliche kosten und Mehraufwand

zu, sofern die direkt messende systeme an Bord sind. Die Anschaffungskosten

für diese anspruchsvollen rDks dürften meist in der leasingrate

eingepreist sein und das Budget nicht stark belasten. Dafür stehen andere

kosten an: so rechnet der Verband für den reifenfachhandel und Vulkaniseur-handwerk

e.V. (BrV) vor, dass sich kompletträder je nach sensor

um 50 bis 80 Euro pro rad verteuern werden. Dazu kommen kosten für

die kalibrierung. reifenmontage und reifenwechsel werden zudem komplizierter.

Außerdem steigt der Zeitaufwand. laut BrV dürfte sich die Verweildauer

eines fahrzeugs auf der hebebühne bei einer reifenmontage auf

40 Minuten verdoppeln. Damit steigen natürlich auch die kosten für die

Verbraucher. in den hauptumrüstzeiten dürfte es mit zunehmender Durchdringung

des fahrzeugbestands mit rDks zu Verzögerungen kommen.

Der Aufwand steigt

Aber nicht nur der Aufwand für die Endkunden steigt. Werkstätten, handelsketten

und reifenhandel stehen vor einem großen investitionsbedarf.

Die kommunikation zwischen rDks-Produzenten, fahrzeughersteller und

fachhandel und fachwerkstatt muss reibungslos funktionieren. Es werden

die entsprechenden lesegeräte benötigt, und das Personal muss entsprechend

geschult sein. Arbeitsprozesse müssen optimiert werden. Anstrengungen,

die für fachbetriebe aber auch die chance beinhaltet, sich zu differenzieren

und kunden eine qualifizierte Beratung zu geben. Denn reifenkauf

in kombination mit direkt messenden rDks wird in Zukunft komplexer.

nur wenn der fahrzeugtyp eindeutig identifiziert ist, kann auch das richtige

rDks verbaut und programmiert werden.

Wir haben exemplarisch drei unternehmen um eine Einschätzung der

folgen der rDks gebeten. (siehe Kasten oben)

Zum Durchstarten ist

es nie zu früh.

Fuhrparkmanagement ist kein Kinderspiel. Organisation, Verwaltung

und Finanzierung erfordern einiges an Know-how. Ob

große oder kleine Flotten: Wir bieten Ihnen einen leistungsstarken

Versicherungsschutz mit umfassendem Service.

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bfp 07/08 2013


Fokus PSA Vergleichstest

„Keine Tabus“

Qualitäts-Vergleichstest: Peugeot und Citroën lassen

Gebraucht- und Neuwagen vergleichen.

Einen Vergleich ganz besonderer Art führte

Dirk-Marco Adams, Direktor Businesskunden bei PSA, durch:

Er setzte zwei Fahrzeuge den kritischen Blicken von Experten

– und deren Urteil aus.

Die Business Line des

neuen 308 steht schon

in den Startlöchern

Fotos: Jung

Von franK jung

Vertreter von Leasing- und restwertunternehmen vergleichen

einen gebrauchten Peugeot 508 mit gebrauchtwagen verschiedener

Hersteller sowie einen Picasso aktueller und bisheriger

Baureihe. „Bringen Sie alles auf den Tisch; sagen Sie uns Ihre

ehrliche Meinung, hier gibt es keine Tabus!“ Die aufforderung

von Dirk-Marco adams, Direktor Businesskunden bei PSa

Citroën Peugeot Deutschland, war nicht ohne, denn sie galt

einem ganz besonderen Qualitäts-Vergleichstest. Die deutsche

Dependance des französischen autokonzerns hatte Vertreter

von Leasinggesellschaften und restwertermittlern eingeladen,

ihren Produkten einmal in außergewöhnlicher form auf den

Zahn zu fühlen: Keine neuwagen, nein, gebrauchte sollten es

in zwei unterschiedlichen Verfahren sein.

Vier Gebrauchte im Test

für Workshop 1 hatte PSa im aDaC-Zentrum Weilerswist

vier fahrzeuge gebraucht über online-Plattformen gekauft,

die allesamt schon drei jahre Dienst und 65.000 bis 75.000 Kilometer

auf dem Buckel hatten. Bewaffnet mit einem Bewertungsbogen

machten sich die rund zwanzig Teilnehmer daran,

die gebrauchspuren in einem Kombi der Modelle audi a4,

Toyota avensis, ford Mondeo und eben Peugeot 508 ausfindig

zu machen. und da gab es einige, seien es verrostete radmuttern,

verschlissene Polster oder klappernde abdeckungen – den

professionellen augen blieb kaum etwas verborgen. nach der

untersuchung am stehenden fahrzeug ging es dann auf einen

Parcours, denn schließlich sollten auch die fahreigenschaften

bewertet werden. und auch dabei

waren durchaus unterschiede festzustellen.

In Workshop 2 stellte sich ein fahrzeug der

Marke Citroën sozusagen der eigenen Konkurrenz.

um die anstrengungen des Konzerns in

Sachen Qualität aufzuzeigen, stellte sich ein aktueller

C4 Picasso seiner Vorgänger-Baureihe.

Hier konnten die Tester beurteilen, ob sich das

abarbeiten von 1.300 Kriterien in Sachen Qualität,

die PSa bei der Entwicklung anlegt, gelohnt

hatte.

Übrigens ist die Entwicklung eines autos bei

globalen Märkten fast ein Ding der unmöglichkeit,

wie ein kleiner Exkurs zeigte: Während der

Europäer Wert auf klares Design legte, setzen

Chinesen auf den Status und Brasilianer legen

primär Wert auf die robustheit eines autos.

Neuer 308 als Bonbon

als kleine Belohnung für ihre Teilnahme durften

die Tester dann auch noch einen Blick auf

ein auto werfen, das zuvor noch kaum einer gesehen

hatte. „Keine fotos“ hieß es, bevor es in

den raum ging, wo der neue Peugeot 308 beäugt

werden durfte. „Wir setzen große Erwartungen

in dieses fahrzeug, denn hier sind eben alle unsere

ansprüche an Qualität und klares Design

umgesetzt“, so adams, „und wir von Peugeot

Deutschland haben selber Einfluss auf die Entwicklung

genommen“. und das gilt nicht nur

für den Privat-, sondern mindestens ebenso für

den fuhrparkmarkt: Die Business Line des neuen

308 steht schon in den Startlöchern. genauso

wie – auch das wurde schon verraten – die Kombiversion

des neuen 308, der ein echter Kombi

werden soll.

Der Test-Tag von PSa schien bei den Teilnehmern

auf positives Echo zu treffen. „Das war wirklich

einmal ein sehr interessanter ansatz“, so Michael

Maier, geschäftsführer von fuhrpark guide.

und auch PSa zog eine positive Bilanz: „Mit

dem zweiten Platz im Vergleichstest hinter dem

audi a4 verdeutlicht diese Befragung die steigende

Qualitätsanmutung unserer Peugeotmodelle.

auch die deutliche Punktedifferenz zwischen

dem neuen und alten C4 Picasso zeigt, dass sich

das Modell deutlich weiterentwickelt hat.“

046

bfp 07/08 2013


Risiko Transporter

Strengere Regeln

Die EU beschließt jährliche Überwachung nun auch für

leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen, aber keine neue Plakette.

Unterwegskontrollen werden ausgeweitet.

Von Wolfgang a. Eck

nach dem Willen der Europäischen kommission

werden künftig auch leichte nutzfahrzeuge unter

3,5 Tonnen und anhänger strenger kontrolliert.

So soll die Verkehrssicherheit erhöht und der

Umweltschutz sowie der faire Wettbewerb unterstützt

werden.

Die abgeordneten stimmten in erster lesung

anfang Juli dafür, obligatorische kontrollen auf

kraftfahrzeuganhänger mit mehr als zwei Tonnen

gewicht und auf Wohnanhänger über 750 kg auszuweiten,

und bekräftigten bestehende normen

für anhänger über 3,5 Tonnen. „Einen großen Erfolg

haben wir dadurch erzielt, dass die technischen

Standards der Instandsetzung und der Inspektion

auf einem sehr hohen niveau vereinbart worden

sind“, sagte Werner kuhn (cDU/EVP), Mitglied

des Europäischen Parlaments und Berichterstatter

für die regelmäßige technische Überwachung von

kraftfahrzeugen und anhängern. Die abgeordneten

sind sich außerdem mit der kommission einig,

dass die beiden Richtlinien über technische fahrzeugkontrollen

in Verordnungen umgewandelt

werden sollen, die dann unmittelbar in den Mitgliedstaaten

umgesetzt werden können. Den EU-ländern steht

es frei, noch strengere Regeln einzuführen.

Das Paket „Straßenverkehrssicherheit“

Die Europäische kommission zielt mit den strengeren Regeln

für fahrzeugkontrollen darauf ab, den Straßenverkehr sicherer

zu machen. Hierfür greift ein dreiteiliges Paket zur „Straßenverkehrssicherheit“

mit einer regelmäßigen Verkehrs- und

Betriebssicherheitsprüfung, der Unterwegskontrolle für nutzfahrzeuge

und der fahrzeugzulassung. Die konkreten Ziele des

Pakets sind: Die Zahl der Unfalltoten bis 2020 im Vergleich zu

2010 zu halbieren, den verkehrsbedingten Schadstoffausstoß

zu verringern sowie eine gezieltere kontrolle an nutzfahrzeugen

mit technischen Mängeln.

für gewerblich genutzte fahrzeuge ergeben sich bei den regelmäßigen

Prüfungen EU-weit folgende Änderungen: leichte

nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen, die zum Zeitpunkt der ersten

Prüfung – nach vier Jahren – eine fahrleistung von mehr als

160.000 kilometer aufweisen, unterliegen nach der ersten Prüfung

einer jährlichen Überwachung anstatt wie bisher alle zwei

Jahre. auch die Unterwegskontrollen werden nach dem Willen

der EU auf die leichten nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen und ihre

anhänger ausgeweitet.

Leichte Nfz, die zum

Zeitpunkt der ersten Prüfung

– nach vier Jahren

– eine Fahrleistung von

mehr als 160.000 Kilometer

aufweisen, unterliegen

einer jährlichen

Überwachung

Foto: GordonGrand

Illustration: Tom Kaldewey

bfp 07/08 2013

047


Transporter Risiko

Auch die Unterwegskontrollen

werden auf die

leichten Nutzfahrzeuge

bis 3,5 Tonnen und ihre

Anhänger ausgeweitet

Die normen für die Bewertung von Mängeln sowie regelmäßige

koordinierte Prüftätigkeiten sollen EU-weit harmonisiert

werden. gleiches gilt für das fachwissen der Prüfer, die

die Unterwegskontrollen durchführen sollen. laut EU-kommission

soll so einer „Ungleichbehandlung“ in den verschiedenen

ländern verhindert werden.

Unterwegskontrollen – ohne Plakette

neben den regelmäßigen Prüfungen unterliegen nutzfahrzeuge

so genannten „technischen Unterwegskontrollen“, die direkt

im Straßenverkehr und vor ort durchgeführt werden. Waren

bisher nur nutzfahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen von der

Regelung betroffen, so wird die Überprüfung nun auf leichte

nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen und ihre anhänger ausgeweitet.

Begründung: Die Wagen werden häufig im Straßengüterverkehr

eingesetzt, unterliegen aber bis dato keinen gesonderten

anforderungen wie ausbildung des fahrers oder dem Einbau

von geschwindigkeitsbegrenzungseinrichtungen. Die folge:

Die Unfallquote, in die solche Transporter verwickelt sind, ist

relativ hoch.

„Straßenkontrollen können in der EU von land zu land

sehr unterschiedlich ausfallen. Deshalb brauchen wir eine

einheitliche Regelung“, sagte olga Sehnalová (S&D, cZ),

Berichterstatterin für die technische Unterwegskontrolle von

nutzfahrzeugen. Um Straßenkontrollen für nutzfahrzeuge

effizienter zu gestalten, fordern die abgeordneten die Einführung

eines Systems für eine Risikoeinstufung.

Eine weitere Plakette für gewerbliche fahrzeuge ist entgegen

anderslautender Meldungen nicht geplant. Stattdessen

soll auf Basis eines Risikoeinstufungssystems geprüft werden.

Dieses Risikoprofil soll als grundlage für eine gezielte auswahl

von gewerblich genutzten fahrzeugen dienen, die hinsichtlich

der Einhaltung der Vorschriften über die Wartung und die

Verkehrs- und Betriebssicherheitsprüfung eine schlechte Bilanz

aufweisen.

fahrzeuge mit einem hohen Risikoprofil müssen dann bei

Straßenkontrollen gezielt geprüft werden. Das Risikoprofil

enthält sowohl die Ergebnisse regelmäßiger Verkehrs- und

Betriebssicherheitsprüfungen als auch die von Unterwegskontrollen.

für die Risikoeinstufung des Unternehmens sind die

Parameter „anzahl der Mängel“, „Schwere der Mängel“, „anzahl

der kontrollen oder Überprüfungen“ und der Zeitfaktor

ausschlaggebend. Das Risikoprofil als solches gibt es schon

länger, aber die kommission will mit ihrem Vorschlag die Berechnungsmethode

vereinheitlichen und dafür sorgen, dass

Unterwegs-kontrollen überall in Europa stattfinden.

Ladungssicherung inklusive

Bei den Zusatzkontrollen vor ort, die nach EU-Recht im

gesamten Hoheitsgebiet der EU veranlasst werden können,

werden Bremsen, abgasemissionen und der allgemeine fahrzeugzustand

überprüft. nach den neuen Richtlinien soll nun

auch die ladungssicherung in die kontrollen eingeschlossen

werden. nach Schätzungen, so die EU-kommission, ist bei bis

zu einem Viertel der Unfälle, bei denen lkw beteiligt sind, die

ungenügende ladungssicherung maßgeblich.

Die technischen Unterwegskontrollen sollen in mehreren

Stufen erfolgen: Im ersten Schritt werden der allgemeine fahrzeugzustand

und die fahrzeugunterlagen, etwa Bescheinigungen

über die Verkehrstauglichkeit und Berichte vorhergehender

Unterwegskontrollen, überprüft. In einem zweiten Schritt

kann – je nach Ergebnis von Schritt 1 – mit Unterstützung

einer mobilen kontrollgruppe oder einer nahegelegenen Prüfeinrichtung

die Unterwegskontrolle ausgeweitet werden.

neue Regelungen

Die wichtigsten Änderungen

im Überblick:

• Statt der Richtlinie (2000/30/EG) werden

die Vorschriften für die technische Unterwegskontrolle

von Nutzfahrzeugen in einer Verordnung

festgelegt

• Jetzt sind auch Kfz zur Güterbeförderung

sowie deren Anhänger unter 3,5 Tonnen mit einer

Höchstgeschwindigkeit über 25 km/h sowie

Busse von der Verordnung betroffen

• Die Mitgliedsstaaten müssen mindestens

fünf Prozent der betroffenen und in ihrem Gebiet

zugelassenen Nutzfahrzeuge kontrollieren

• Die Mitgliedsstaaten müssen sechsmal pro

Jahr gemeinsame Unterwegskontrollen durchführen

• Es wird ein System zur Risikoeinstufung von

Nutzfahrzeugen eingeführt

• Bei jeder technischen Unterwegskontrolle

wird die Ladung per Sicht überprüft

• Es gelten Mindestanforderungen an Prüfer,

Prüfstellen und „mobile Kontrolleinheiten“

Quelle: Centrum für Europäische Politik (CEP)

Die Begutachtung kann für alle nutzfahrzeuge

erfolgen, auch für solche mit einer Zulassung

außerhalb der europäischen Union. neben der

technischen Vor-ort-Untersuchung müssen auf

Verlangen auch der jüngste technische Überwachungsbericht

oder ein nachweis über eine verpflichtende

technische Überwachung vorgelegt

werden. Wie viele Unterwegskontrollen pro Jahr in

dem jeweiligen Mitgliedsstaat vorgenommen werden,

soll an die Zahl der registrierten nutzfahrzeuge

gekoppelt werden. So sollen die Überprüfungen

gleichmäßig über die länder verteilt werden.

Risikobewertung

Die bei der technischen Überprüfung oder der

Unterwegskontrolle festgestellten Mängel sollen

nun EU-weit harmonisiert werden. Die Schwächen

werden nach ihren auswirkungen auf die

fahrsicherheit in drei klassen unterschieden:

geringfügige Mängel, erhebliche Mängel und

gefährliche Mängel. Die fehler werden in der

Richtlinie definiert und einer oder mehreren

klassen zugeordnet.

Zusätzlich sollen sich die Unterwegskontrollen

an dem Risikoprofil des Unternehmens orientieren:

Hat ein Betreiber ein hohes Risikopotenzial,

wird er öfter kontrolliert als ein Betreiber mit

einem geringen. Die Ergebnisse aus vorangegangenen

Verkehrs- und Betriebssicherheitsprüfungen

sowie der Unterwegskontrollen bilden das

Risikoprofil eines Unternehmens ab. Dabei spielen

die anzahl und Schwere der dokumentierten

Mängel eine wichtige Rolle. außerdem wird ein

Zeitfaktor mit berechnet: Wurde der Wagen erst

vor kurzem kontrolliert, schlägt sich dies günstig

im Risikoprofil nieder. •

048

bfp 07/08 2013


Branchenmodelle Transporter

Komplettangebote

Ausbauten ab Werk: Dank vieler Kooperationen

gibt es mittlerweile eine große Auswahl.

von sabine neumann

Die rollende Werkstatt, das rollende Lager – an

Fahrzeuge dieser art haben Handwerker und

Dienstleister ganz unterschiedliche ansprüche.

bei Kurierdiensten muss das einladen, ausladen

und umladen von Ware möglichst schnell gehen.

Der installateur, Klempner oder sanitär- und

Heizungsbauer indessen benötigt vor allem Platz

für Rohre oder Löt- beziehungsweise schweißgeräte,

um die Kunden vor ort gut bedienen zu

können. Darauf legt auch ein schreiner großen

Wert und will jederzeit die Übersicht über das

gesamte sortiment an schrauben und Dübeln

behalten.

so verschiedenartig die bedürfnisse sind, so

vielseitig muss ein passendes Fahrzeug ausgestattet

sein. Die in Zusammenarbeit mit Fahrzeugeinrichtern

entstandenen Komplettangebote der

Hersteller können individuelle anforderungen sicher

nicht bis ins letzte Detail erfüllen. Doch die

branchenmodelle geben eine gute orientierung

bei der suche nach dem geeigneten Fahrzeug –

und profitieren von neuentwicklungen bei den

Zulieferern. Hier einige beispiele:

so groß wie die auswahl an Regalen, schubladen

und materialien, so groß ist für den Fuhrparkentscheider

aber auch die Qual der Wahl.

besonders erschwert wird diese meist dadurch,

dass die Händler selten komplett ausgerüstete

Fahrzeuge auf dem Hof stehen haben. ein Problem,

dass Renault ab mitte august mit einer in

Zusammenarbeit mit bott entstandenen aktion

aus der Welt schafft. bei allen sich beteiligenden

autohäusern werden künftig auf basis des Traffic

drei branchenmodelle mit einer fertigen bott

vario Fahrzeugeinrichtung zum Kauf und zur sofortigen

Lieferung bereitstehen. im angebot sind

Lösungen für die bereiche Handwerk, schlosser-

Heizung-Klima und elektrik. immer mit an bord

sind eine elf millimeter starke bodenplatte und

eine innenwandverkleidung aus leichtem und gut

zu reinigendem material. Während für branchen

wie Tischler und maler ein Regalelement mit ablagewannen

und bodenfächern mit zum Lieferumfang

gehört, sorgen bei den Klempnern zwei

gut bestückte module inklusive Gasflaschenhalterung

für einen übersichtlichen arbeitsplatz. Dazu

gibt’s noch boden- und Deckenentlüftung. Die

Komplettlösung „elektriker“ umfasst ebenfalls

zwei Regalmodule, in denen sich unter anderem Koffer für

sämtliche Kleinteile integrieren lassen.

Schnell verfügbar

ein weiterer vorteil der lieferfertigen Fahrzeuge ist, dass sie

schnell verfügbar sind und man so nicht mit langen Wartezeiten

rechnen muss – vorausgesetzt, der vorrat reicht. Renault

hat aber bereits jetzt angekündigt, dass die Laufzeit der aktion

der nachfrage entsprechend angepasst und definiert werden

soll.

mit dem so genannten „vario Tainer“, einer speziell für

Pritschenwagen entwickelten box, hat bott noch eine weitere

neuigkeit im Köcher. Die wahlweise mit Rollladen (ab 1.860

inklusive schubladen) oder Deckel (ab 698 euro) erhältliche

box sorgt auf der offenen Ladefläche nicht nur für ordnung,

sondern auch für eine unkomplizierte Ladungssicherung. auf

Wunsch kann der Container auch mit seitlich ausziehbaren

elementen bestückt werden.

um schubladenauszüge geht es derzeit auch bei aluca – seit

Frühjahr dieses Jahres offizieller umbau-Partner von volkswagen.

Hier steht vor allem das unterbodensystem „Dimension

2“ im vordergrund, dass für nahezu alle nutzfahrzeuge

(ab 2.000 euro im vW Caddy) verwendet werden kann. es

verteilt den zusätzlichen Laderaum in zwei ebenen – sprich

auf der oberen Deckplatte können schwere und sperrige Lasten

bis zu 700 Kilo transportiert werden und im unteren Fach

sind Kleinteile und Werkzeug sicher und diebstahlgeschützt

untergebracht. Während sich anzahl, Größe und aufteilung

der schubladen individuell konfigurieren lassen, arbeiten die

auszüge nach aussage des Herstellers stets präzise und nahezu

So verschiedenartig

die Bedürfnisse sind,

so vielseitig muss ein

passendes Fahrzeug

ausgestattet sein

Fotos: Hersteller

bfp 07/08 2013

049


Transporter Branchenmodelle

Eine Tiefkühl-Lösung mit flexiblen Trennwandmodulen

für den VW T5 bietet TBV Kühlfahrzeuge

an (oben).

Den Laderaum in zwei Ebenen teilt das Unterbodensystem

„Dimension 2“ von Aluca (Fotos

oben rechts). Oben können schwere Gegenstände

transportiert werden; in den unteren, variabel

gestaltbaren Fächern kommen Kleinteile unter.

Sortimo stellte im April das „i-Boxx-Rack“ vor

(unten). Darin können i-Boxxen und Schubladen

integriert, gestapelt und bewegt werden.

Komplettangebote der

Hersteller können individuelle

Anforderungen

sicher nicht bis ins letzte

Detail erfüllen

geräuschlos. selbstverständlich profitiert das neue system auch

von der neuen Kooperation mit bs systems. Deren Kunststoffboxen

dienen bereits seit einiger Zeit bei unternehmen

wie bosch, Fischer oder siemens als umverpackung von Werkzeugen.

Jetzt lassen sie sich auch in die Fahrzeugeinrichtungen

der in Rosengarten-uttenhofen ansässigen Firma integrieren.

Die „boxx“ ist in vier Größen erhältlich und dient mal als kleine

schublade, mal als mobile Logistiklösung für den Transport

von ersatzteilen und material.

Austauschbarkeit

um die „boxxen“, genauer gesagt um das „i-boxx-Rack“ geht

es seit april auch bei sortimo. bei dem Rack handelt es sich

um einen einsatz, in dem i-boxxen und Ls-schubladen integriert

und übereinandergestapelt aufbewahrt sowie transportiert

werden können. Das spart Zeit bei der Zusammenstellung von

Werkzeugen und materialien, bietet aber durch die einfache

austauschbarkeit der behältnisse eine große Flexibilität. alle

elemente sind mit dem Globelyst-system des Zusmarshausener

Herstellers kombinierbar, können aber auch als Regal in

der Werkstatt genutzt werden. soll das Rack maßgeblich als

fester, nicht veränderlicher block im einsatz sein, dann bietet

sich die ausführung ohne Koppelhebel an. mit einer solchen

vorrichtung (ab 23,50 euro) können die boxen jederzeit neu

kombiniert werden.

eine neue Produktserie bringt Würth derzeit auf den markt.

unter dem begriff „Facelift“ wurde die gesamte Fahrzeugeinrichtung

des Künzelsauers unternehmens mit neuen, leichteren

materialien gestaltet, um so noch mehr Gewichtseinsparungen

zu ermöglichen. Zudem steht das Thema „Ladungssicherung“

ganz weit oben auf der To-Do-Liste. mit der einführung der europäischen

Din-normen gelten bei der befestigung von Ware

auch bei kleinen nutzfahrzeugen wesentlich schärfere Regeln.

Hier soll eine neu entwickelte alternative für die herstellerseitig

gelieferten Zurrpunkte beispielsweise dafür sorgen, dass künftig

europaletten einfach und regelkonform niedergespannt werden

können.

Plastipol-scheu indessen hat sich zur aufgabe gemacht, Regal-,

aufsatz- und muldenwannen der Profi-Line noch praktikabler

und sicherer zu machen. Die neue, verstärkte ausführung

kommt ohne netto-Gewichtserhöhung gegenüber dem

vorgänger aus, absorbiert die Kräfte bei einem Crash aber

umso besser. Lieferbar sind die Wannen jeweils in einer stahlund

einer aluminiumversion. Letztere liegt preislich zwar gut

neun Prozent höher, spart aber 40 Prozent Gewicht ein.

sogar 55 Prozent weniger Gewicht bringen die neuen

schubladen aus aluminium (60 Kilogramm Tragkraft) gegenüber

der stahlvariante (80 Kilogramm Tragkraft) auf die Waage,

deren blendhöhe auch der Korpushöhe entspricht. Diese

ausführung hat den großen vorteil, dass das Ladegut

sicher untergebracht ist. eine großzügige

eingriffsmulde erleichtert die bedienung.

Einfache Bedienung

ein schwenkbarer auszugsrahmen ergänzt neuerdings

die Produktpalette der Flexmo-Familie aus

dem Hause Kögl. auf drei auszügen gelagerte

stahlrohrrahmen passen beliebige einrichtungselemente,

die bei arbeiten vor ort um 70 Zentimeter

aus dem Fahrzeug herausgezogen werden

können. so lassen sich einfache Tätigkeiten bequem

und ergonomisch vorteilhaft außerhalb des

Wagens durchführen.

ebenfalls um eine möglichst einfache bedienung

ging es dem Fahrzeugumbauer schoon

mit sitz in Wiesmoor bei der entwicklung des

„adscho“ auf basis des vW Caddy. Wesentliches

merkmal ist die leichte, aber stabile Laderampe.

sie macht es beispielsweise monteuren wesentlich

einfacher, einen kompletten Werkzeug- oder

Prüfwagen in das Fahrzeug zu schieben. Der

große innenraum des Wolfsburgers bietet ausreichend

Platz für eine europalette. Denkbar sind

aber auch Container für essen, akten oder medizinprodukte.

Produkte, bei denen durchaus auch das Thema

Kühlung eine große Rolle spielen kann. Kerstner

ist auf diesem Gebiet einer der spezialisten,

die einbauten und anlagen für alle Größen von

Fahrzeugen anbieten. mit dem Cool Jet 103 ea T

(Turbo) reagiert die Lamberet-Deutschland-Tochter

jetzt auf die nachfrage der nutzer nach einem

leistungsstarken Gerät für kleinere Transporter.

Fahrzeuge wie Citroën Jumpy, Fiat Doblo Cargo,

iveco Daily, mercedes Citan, Renault Trafic oder

vW Caddy werden gerne im innerstädtischen verteiler-betrieb

eingesetzt. Das bedeutet aber auch

jede menge stopps und mitunter lange Öffnungszeiten

der Türen – und macht eine leistungsstarke

Kühlanlage notwendig. Die bisher für größere

Fahrzeuge (beispielsweise mercedes sprinter oder

opel movano) eingesetzten Geräte der 200erserie

wären aber für die Dachfläche der kleineren

Lieferwagen zu groß. mit 1,3 Kilowatt bei einer

innenraumtemperatur von null Grad Celsius sowie

einer außentemperatur von 30 Grad Celsius

überbietet der neue Cool Jet als jüngstes Produkt

der ulmer die größeren Geschwister sogar um 0,3

050

bfp 07/08 2013


Branchenmodelle Transporter

auzug marktübersicht branchenmodelle

Branche/Hersteller Modelle Kooperation mit Ausstattung u.a. Preis (€/ Basis-Benziner/ Diesel) Sonstiges

Baugewerbe

Fiat Ducato/ Ducato Maxi Fahrgestell Schutz GmbH u.a. Dreiseitenkipper mit Stahlblechboden; Elektrohydraulikaggregat

ab 3.950

Ducato L2H2; L4H2, L5H2 Snoeks Automotive Snoeks Doppelkabine ab 2.275

Mercedes

Sprinter Dreiseitenkipper/ Sprinter,

Vario Dreiseitenkipper

Dautel/ F.X. Meiller

Aluminium-Dreiseitenkipper/ u.a. Ablagegestell verstellbar,

gesteckt hinter Fahrerhaus inkl. Werkzeughalter

Aufpreis: ab 7.050/ ab 6.935,

8.131

Renault alle empfohlene Umbauer: Schutz Fahrzeugbau; Heinz Schutz nach indivueller Beratung und Konzeption

individuell

GmbH; Evels Karosserie- und Fahrzeugbau GmbH; Schoon

Fahrzeugsysteme & Metalltechnik; Henschel Engineering

Fahrzeugaufbauten

Dachdecker

Fiat

Ducato Pritschenwagen mit Planen-Streib; Kamei Leiterträger; Staukasten re/ li; Pritschenbox 1.380

Doppelkabine L2, L4; L5

Renault alle empfohlene Umbauer: Schutz Fahrzeugbau; Heinz Schutz nach indivueller Beratung und Konzeption

individuell

GmbH; Evels Karosserie- und Fahrzeugbau GmbH; Schoon

Fahrzeugsysteme & Metalltechnik; Henschel Engineering

Fahrzeugaufbauten

Elektriker

Renault alle empfohlene Umbauer: Sortimo International GmbH; Bott nach indivueller Beratung und Konzeption

individuell

GmbH & Co.KG; Aluca GmbH; Adolf Würth GmbH & Co. KG

Glastransport

Citroën Jumper alle Größen u.a. Baesweiler Sonderteile Handel nach indivueller Beratung und Konzeption individuell

Garten-/ Landschaftsbau

Renault alle empfohlene Umbauer: Schutz Fahrzeugbau; Heinz Schutz nach indivueller Beratung und Konzeption

individuell

GmbH; Evels Karosserie- und Fahrzeugbau GmbH; Schoon

Fahrzeugsysteme & Metalltechnik; Henschel Engineering

Fahrzeugaufbauten

Kühlausbau

Citroën

Fiat

Jumpy (auch Tiefkühlausbau)/

alle

Doblò Cargo; Dobló Cargo Maxi;

Scudo; Ducato

Kerstner GmbH/ Wükaro GmbH u.a. Isolierung inkl. elektrischer Kühlanlage zur Fahrtkühlung,

Zurrleisten links + rechts, Wasserrückhaltesteg an Schiebetür

und zwei Wasserabläufe vorne links + rechts im Boden.

Winter Fahrzeugtechnik GmbH

u.a. GFK-Innenverkleidung; Diavia Fahrt-Transportkühlmaschine

bis zu 0 Grad; Deckenflachverdampfer; Laderaumdeckenleuchte

individuell

Aufpreis: ab 8.400; 8.700; 9.990;

10.500

Ford Transit; Transit Connect Kerstner GmbH k.A.

Iveco Daily Cool Kerstner GmbH

Mercedes

Vito Frischdienst/ Tiefkühl; Kerstner GmbH

u.a. Elektrische Kühlanlage 103 EA/EC & 203 EA; Isolierung Aufpreis: ab 9.003/11.430; 10.599

Sprinter Frischdienst

K-Wert unter 0,27 W/m²K

Sprinter Kühlkoffer (Cooler, Mini, Kiesling Aufpreis: ab 12.500

City Flitzer)

Sprinter Frischdienstausbau Winter Fahrzeugtechnik GmbH u.a. Kompressorbetriebene Kühlmaschine bis 0 °C;

Aufpreis: 11.850

ATP- und HACCP- Richtlinien für rechtliche Sicherheit; DIN

1815; ; Zurr- und Spanngurt zur Ladungssicherung

Nissan NV200 k.A. Carrier Neos 200 auf Anfrage

Peugeot

Partner Cool Edition; Expert Cool

Edition; Boxer Cool Edition

empfohlene Umbauer: Hama Kühlfahrzeuge; Gruau;

Konvekta AG

Renault Trafic L1H1 plus alle Kerstner GmbH plus weitere empfohlene Umbauer: TBV

Kühlfahrzeuge GmbH; Winter Fahrzeugtechnik GmbH;

Hahlbrock; KLS Karosserie- & Lackierservice GmbH

Volkswagen

Caddy Cool Profi; Transporter

Cool Profi; Crafter Cool Profi

Fahrtkühlung; LED Innenraumleuchte; Ladungssicherungspaket:

Airlineschiene links und rechts, 2 Ratschengurte,

1 Spannstange teleskopierbar; Wasserablauf im Boden;

TÜV-Abnahme

nach individueller Beratung und Konzeption

Kerstner GmbH Dachkühlanlage Cool Jet 103E; Isolierung: K-Wert 0,28/29/36

W/m²K;

ab 9.131; 9.795; 12.130

individuell

23.825/25.005; 36.274/36.274; k.

Angebot/49.830

Kühlkoffer Doblò Cargo Maxi

Flachboden (ab 12.500/

Kress Fahrzeugbau GmbH)

auf Anfrage: Bipper Cool

Edition; Tiekühlausbau

Kastenwagen/ Fahrgestell

P

Kilowatt. Wie von allen anderen Kerstner-Lösungen

gewohnt, wird das Dachgerät im Fahrbetrieb

von der fahrzeugeigenen Lichtmaschine mit strom

versorgt. ein zusätzlicher Kältemittelkompressor

im motorraum des Fahrzeuges wird dadurch nicht

benötigt. im standbetrieb kann der kleine Cool

Jet optional über einen 230-volt-außenanschluss

betrieben werden, so dass der Fahrzeugmotor nicht

zwingend laufen muss.

Flexible Module

Tbv Kühlfahrzeuge zeigt mit dem vW T5 niederflurfahrzeug

mit alu-Chassis gerade, dass der

Transporter ohne einschränkung der nutzlast

gleichermaßen als Tiefkühl- und als Frischefahrzeug

genutzt werden kann. ein Kühlausbau mit

flexiblen Trennwandmodulen macht es zudem

möglich, den volkswagen flexibel einzusetzen.

bei einem Gesamtgewicht von 2.515 Kilogramm

beträgt die nutzlast laut eigenen angaben 985

Kilogramm. Das sind gut 200 Kilogramm mehr als bei einem

herkömmlichen aufbau.

eine Komplett-Lösung für den erst jüngst in den Handel

gekommenen Dacia Dokker express hat Winter Kühlfahrzeuge

gemeinsam mit Renault ins Programm aufgenommen. Den

Frischdienstausbau gibt es in unterschiedlichen varianten: mit

und ohne Kühlaggregat sowie umfangreichem sonderzubehör

wie Regale oder Zwischenbodensysteme für den Cateringbereich.

eine umfangreiche Liste von weiteren ansprechpartnern

für den passenden umbau ihrer Transporter bieten Ford, mercedes

und volkswagen an. Die suche nach einem geeigneten

um- oder aufbaupartner auf internetseiten wie „van Partner

by mercedes benz“ oder dem vW-Pendant „umbauten.de“

bietet gleich mehrere vorteile für den Kunden. Zum einen

kann man sich ein unternehmen in der nähe des eigenen

standortes suchen. auf der anderen seite haben die inserierten

Fahrzeuge eine unbedenklichkeitsprüfung des Herstellers

durchlaufen. Damit wird die technische unbedenklichkeit der

einrichtung bestätigt. und man ist immer nahe dran an den

neuheiten der Zulieferer. •

Die vollständige

Tabelle der

Marktübersicht

finden Sie

zum Download

unter:

www.fuhrpark.de

bfp 07/08 2013

051


Transporter News

Opel: Individuelle Lösungen

Toyota Proace im September

Proace heißt der neue

Transporter von Toyota, der

Mitte September auf den Markt

kommt. Der Lastesel entstammt

der Kooperation mit PSA.

Nutzfahrzeuge haben bei Opel eine lange Tradition,

und die Rüsselsheimer haben derzeit

die drei Modelle Combo, Vivaro und Movano

im Transporter-Portfolio. Immerhin 330 Varianten

bis 4,5 Tonnen erfüllen die unterschiedlichsten

Anforderungen. Zur Zeit existieren

188 Versionen für den Movano, 108 für den

Combo und 42 für den Vivaro.

Im Herbst neu kommt der Combo Kastenwagen

als L2H2-Version mit bis zu 5,4 Kubikmeter

Laderaum auf den deutschen Markt. Außerdem

wird die Combo-Motorenpalette um

einen 1,4-Liter-Turbobenziner mit 120 PS, der

aus dem Fiat Doblo bekannt ist, erweitert. Der

Movano wird in diesem Jahr noch mit Allradantrieb

für alle drei Motorisierungen angeboten:

Ob Kastenaufbau, Doppelkabine, Seitenoder

Heckkipper bis zum Rettungsdienst und

Polizeiwagen ist alles möglich.

Mit Partnern für maßgeschneiderte Lösungen

forcieren die Rüsselsheimer ihre Zusammenarbeit

mit Drittanbietern. Als Umbauten

werden unter anderem Aufbewahrungs- und

Regalsysteme für Kastenwagen, Kühl- und

Isotherm-Aufbauten für den hygienischen

Transport von Lebensmitteln angeboten. Das

derzeit laufende Zertifizierungsverfahren begann

bereits 2012, und seitdem wurden von

Opel rund 100 Umrüstungen von rund 50

Partnerunternehmen in ganz Europa begutachtet

und zugelassen.

Interessant für Gewerbekunden und kleinerer

Flotten ist die ab Ende des Jahres erhältliche

Fünf-Jahres-Garantie mit Inspektions- und

Pannenservice. Für größere Flotten steht im

nächsten Jahr ein Rund-um-die-Uhr-Service

mit kostenlosem Pannenservice zur Verfügung.

Die Nutzfahrzeug-Kooperation von Toyota und PSA zeigt erste Ergebnisse. Mit dem

Transporter Proace bringen die Japaner Mitte September eine leicht angepasste

Version des Peugeot Expert/Citroën Jumpy zu Preisen ab 25.900 Euro (21.770 Euro

netto) auf den Markt. Während die optischen Änderungen marginal sind, bietet der

Nachfolger des Hiace eine bessere Sicherheitsausstattung als seine französischen

Cousins.

Zudem verzichtet Toyota auf eine Kleinbus-Version. Den Proace gibt es lediglich

als Kastenwagen, wahlweise geschlossen oder vollverglast. Auch eine Version mit

Doppelkabine ist im Programm. Der Kunde kann zwischen zwei Längen und zwei Höhen,

einer und zwei Schiebetüren sowie zwischen Heckklappe und Doppeltür wählen.

Das Antriebsprogramm besteht aus drei Dieselmotoren mit Leistungswerten

zwischen 66 kW (90 PS) und 120 kW (163 PS). Anders als bei PSA zählt der Schleuderschutz

ESP zur Basisausstattung. Ebenfalls immer an Bord sind elektrische

Fensterheber und einen Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Gegen Aufpreis gibt

es unter anderem Berganfahrhilfe, Tempomat und eine Bluetooth-Freisprechanlage.

Die Kooperation der beiden Konzerne wurde im Juli 2012 bekannt gegeben. Der

von PSA mehr oder weniger eins zu eins übernommene Proace ist das erste daraus

hervorgegangene Modell. Beim Nachfolger wollen beide Konzerne bereits bei der

Entwicklung zusammenarbeiten. SP-X

Citroën Jumper mit Start/Stopp

Seinen Kleintransporter Jumper bietet Citroën ab sofort auch mit Start-Stopp-System an. Die

Technik ist für den Kombi sowie den Kastenwagen mit den beiden 2,2-Liter-Dieselmotoren HDi

130 und HDi 150 erhältlich. Dadurch reduziert sich laut Hersteller der innerstädtische Verbrauch

um bis zu 0,5 Liter je 100 Kilometer. Der kombinierte Verbrauch beim Jumper L1H1 HDi 130

Stop & Start beträgt dann 6,8 Liter pro 100 Kilometer, in der Kombiversion sind es 7,2 Liter.

Die Preise für den Jumper als Kastenwagen starten bei 25.750 Euro (30.640 Euro inklusive

Mehrwertsteuer), der Kombi kostet mindestens 27.170 Euro (32.340 Euro). Beide Fahrzeugvarianten

sind mit unterschiedlichen Höhen und verlängertem Radstand erhältlich. SP-X

Weitere Berichte zum Thema

Transporter und Nutzfahrzeuge

lesen Sie auch unter:

amz.de/news/nutzfahrzeuge

052

bfp 07/08 2013


VW Golf Variant

neue autos auto+Kosten

Länger, breiter, größer: Der Golf Variant

schluckt bis zu 1.620 Liter Ladegut.

Schluckfreudiger

Mit dem Variant und dem Bluemotion erweitern die Wolfsburger

die Produktpalette der siebten Generation des Golf.

VON SABINE NEUMANN

Anders als die Kombiversionen vorheriger Jahrgänge

des Millionensellers wurde der neue Variant

vom ersten Moment an mit der Limousine

entwickelt. Im Vergleich zum Vorgänger hat der

nun 4,56 Meter messende Golf um 28 Millimeter

in der Länge und 18 Millimeter in der Breite zugenommen,

ist aber um 23 Millimeter niedriger

geworden. Dazu kommen ein um 57 Millimeter

gewachsener Radstand sowie ein längerer Überhang

hinten.

Das breite Heck lässt ahnen, dass der Variant

über gute Ladefähigkeiten verfügt. An der schmalsten

Stelle ist die Öffnung einen Meter breit, und

die Ladekante ist mit nur 63 Zentimetern schnell

überwunden. Dahinter verbirgt sich ein 605 Liter

(plus 100 Liter zum Vorgänger) großes Gepäckabteil.

Per Fernentriegelung vom Kofferraum aus

lassen sich die hinteren Lehnen umklappen. Dann

stehen 1.620 Liter (plus 125 Liter) zur Verfügung.

Die fast ebene Ladefläche ist 1,83 Meter lang und

die Seitenwände so gerade, dass auch sperrige

Güter leicht transportiert werden können. Einziges

Manko: Die für die Ladungssicherung empfehlenswerte

Netztrennwand muss für 170 Euro

zusätzlich bestellt werden. Die Kofferraumabdeckung

ist ab Werk mit an Bord.

Etwas mehr Kopf- und Beinfreiheit für die

hinten Reisenden ist die wesentliche Veränderung

im Innenraum, der ansonsten mit der gleichen

Hochwertigkeit und Bedienungsfreundlichkeit

besticht wie die Limousine. Bekannt sind

auch die vier Benziner mit einer Leistung von

85 bis 140 PS und die drei Diesel (105 bis 150

PS) – wahlweise mit Fünf-, Sechsgang oder Doppelkupplungsgetriebe.

Das Größenwachstum ist

dank des bestens abgestimmten Fahrwerks weder

Daten und Preise Golf Variant

Modell kW/PS l/100 km KH/VK/TK Preis (€, brutto) Wartungsintervalle (km/Jahr) Abgasnorm/CO2 (g)/Effizienz

1.2 TSI BMT 63/85 5,0 14/15/18 18.950 30.000/1 Euro 5/115/B

1.2 DIG-S 77/105 5 (5,0) 14/15/18 20.325 30.000/1 Euro 5/117(115)/B

1.4 TSI BMT 90/122 5,3 (5,1) 14/16/21 23.525 30.000/1 Euro 5/124(118)/B

1.4 TSI BMT 103/140 5,3 (5,0) 14/16/21 22.600 30.000/1 Euro 5/121(116)/B

1.6 TDI BMT 77/105 3,9 (4,0) 16/16/22 27.275 30.000/1 Euro 5/102(104)/A+(A)

1.6 Blue-TDI BMT 81/110 3,9 (4,0) 16/16/22 k.A. 30.000/1 Euro 5/102(104)/A+(A)

2.0 TDI BMT 110/150 4,2 (4,5) 16/18/24 k.A. 30.000/1 Euro 5/108(119)/A

BMT = Bluemotion Technology; Daten in Klammern Automatik/DSG

bei schnellen Kurvenfahrten noch bei schlechtem Fahrbahnbelag

für die Passagiere zu spüren.

Drei-liter-auto

Während der Einstieg in die Kombi-Welt des Golf bei 18.950

Euro liegt, kostet der Bluemotion als Zweitürer 22.175 Euro (ab

Comfortline). Das sind 400 Euro mehr als die gleich stark motorisierte

Trendline-Variante ohne den Verbrauchsvorteil, den

VW mit durchschnittlich 0,6 Litern auf 100 Kilometern angibt.

Im Normzyklus kommt der Spritspar-Champion auf 15 Prozent

weniger Verbrauch als bisher und bescheidene 3,2 Liter (85

Gramm CO2-Ausstoß) – wenn man so will also tatsächlich ein

Drei-Liter-Auto. Dafür haben sich die Techniker auch mächtig

ins Zeug gelegt. Dank Maßnahmen wie einer um 15 Millimeter

abgesenkten Karosserie, einem teilweise geschlossenen Lüftungsgitter

im vorderen Stoßfänger, einer speziellen Kühlluftführung

sowie Unterbodenverkleidung und Dachkantenspoiler ist es gelungen,

den Cw-Wert auf 0,27 zu senken.

Leichtlauf-Reifen und ein Sechsgang-Getriebe, bei dem die

einzelnen Gänge länger ausgelegt sind, runden das Effizienz-

Paket ab. Der Fahrfreude tut all das keinen Abbruch. Der

110 PS starke 1,6-Liter-Turbodiesel-Direkteinspritzer (TDI)

ist enorm durchzugsstark – das maximale Drehmoment liegt

bei 250 Newtonmetern von 1.500 bis 3.000 Touren. Für den

Sprint von null auf 100 km/h benötigt der Bluemotion 10,5

Sekunden. Das ist dann zwar nicht unbedingt vernünftig im

Sinne des Spritsparens – im passenden Moment ist der Kundenliebling

Golf aber eben auch dafür zu haben.

VW Golf Variant:

b b b b b FG

KoMPaKtKlasse:

b b b b b b

BeurteilunG Bähr & fess:

„Spätestens mit der Vorstellung der aktuellen

Golf-Generation hat der Variant sein

Lastesel-Image abgelegt. Durch seine

Kompaktheit wirkt er noch gefälliger als

der Passat Variant, und der große Bruder

ist nun wirklich ein Erfolgsmodell. Der Variant

mag während der Woche genauso gut

wie seine Vorgänger als Transporter geeignet

sein – am Wochenende ist Generation

sieben nun vollends boulevardtauglich

geworden.“

Mehr Fahrberichte unter:

www.fuhrpark.de/fahrberichte

Fotos: VW

bfp 07/08 2013

053


auto+Kosten neue autos

BMW i3

Der Stromer kommt

BMW will das elektroauto salonfähig machen – zumindest in der City.

Der i3 will nun die unternehmen erobern.

Die Konstruktion des i3 ist konsequent auf

Leichtbau ausgelegt und spart sich auch die

B-Säule: Nur rund 1.200 Kilo wiegt das E-Auto

- trotz Batterie.

BMW unterstützt Kunden bei der Installation

von Ladesäulen und Wandboxen; die Ladezeiten

verringern sich mit ihnen auf sechs

Stunden oder bis zu 30 Minuten bei einer

Schnellladeeinheit.

Mehr Fahrberichte unter:

www.fuhrpark.de/fahrberichte

Fotos: BMW

VON HANS-JOACHIM MAG

Es ist kein Zufall, dass eine Fachzeitschrift für Fuhrparkbetreiber

zu den ersten „Sterblichen“ zählt, die den im November

auf den Markt kommenden i3 fahren darf. Unternehmen sind

eine der Hauptzielgruppen, bei denen die Münchner das innovative

E-Mobil absetzen möchten: als „normalen“ Dienstwagen,

aber auch für neue Carsharing-Konzepte, die den Fahrzeugpool

ersetzen.

„Wir stehen bereits mit 80 Unternehmen unmittelbar vor

Abschluss der Bestellplanung“, sagt Großkundenvertriebschef

Christoph von Meyer (siehe Interview) und kündigt weiter an,

dass die Fahrzeuge auch mit einem Carsharing-Modul geliefert

werden können. Wobei schon deutlich wird: Der i3 hat zwar

vier Räder und alles, was wir von einem Auto kennen, doch

mahnt er ein Umdenken an. Der (Firmen-)kunde muss genau

wissen, wo der Einsatzbereich des Autos liegen wird und entsprechend

planen.

Ist man dann Nutzer eines i3, begleitet einen die Planung

ebenfalls – und zwar per Smartphone. Dort kann man Ladezustand

und Reichweite des i3 abrufen und darüber auch das

Laden des Wagens steuern. Darüber hinaus zeigt die erforderliche

App nicht nur die Ladestationen in der Nähe an, sondern

auch, ob sie belegt oder frei sind und reserviert sie auf Wunsch.

Auch das Navigationssystem soll dem neuen Elektro-Kunden

Sicherheit geben: Speziell für Elektromobilität entwickelt,

bezieht es die Reichweite des i3 mit ein und nimmt dem Fahrer

banges Herumrechnen ab: Ein Blick auf die Navigationskarte

zeigt, wie weit es noch voran geht. Gibt es auf der Strecke

plötzlich einen Stau, wird neu gerechnet. Reicht der Akku

nicht, schlägt das Navi zum Beispiel vor, in den Eco-pro-plus-

Modus zu schalten. Ängstliche können sich den i3 mit Reichweitenverlängerer

kaufen, dann geht es rund 150 Kilometer

weiter.

Mobil sein heißt bei BMW aber neuerdings

nicht mehr nur im Auto zu sitzen: Die Navigation

des i3 bezieht auch Verbindungen des öffentlichen

Nahverkehrs in die Planung mit oder navigiert den

Fahrer vom Parkplatz zum endgültigen Ziel – wieder

per Smartphone-App. Serienmäßig ist für alle

diese Services im i3 eine Sim-Karte eingebaut.

Unter dem Stichwort „360 Grad Electric“ ordnen

die Bayern auch ihre Rolle als Autohersteller

neu: in Richtung Dienstleister. Wer mit seinem i3

nicht in den dreiwöchigen Italien-Urlaub fahren

will, kann sich bei BMW einen Fünfer mieten –

günstig, verspricht der Hersteller. Unternehmen

werden beim Aufbau von Ladestationen unterstützt.

erfreulich flink

Bei ersten Testfahrten überraschte der i3 mit seiner

Wendigkeit (Wendekreis: 9,9 Meter), Handlichkeit,

Ausgewogenheit und Spurtstärke. So

schafft er den Sprint von Null auf 100 km/h in

rund sieben Sekunden – und das völlig lautlos;

bei 150 km/h ist Schluss. Der Innenraum nimmt

vier Personen auf, wobei die hinteren Türen an

der C-Säule angeschlagen sind. Zwei Bildschirme,

einer direkt vor dem Fahrer und einer in der

Mitte, informieren den Fahrer, offenporiges Holz

auf den Oberflächen schmeichelt der Hand; der

Wählhebel für die Automatik ist ans Lenkrad gerutscht.

Auch der Preis wurde mittlerweile schon bekannt

gegeben. Mit 34.950 Euro liegt er unterhalb

dessen, was bislang spekuliert wurde.

054

bfp 07/08 2013


BMW i3

neue autos auto+Kosten

INTERVIEW

„optimale ergänzung“

Fragen an Christoph von Meyer, Leiter Vertrieb

an Großkunden und Autovermieter, zu BMW i.

bfp: Wann rechnen Sie mit der ersten Übergabe eines

BMW-i-Elektrofahrzeugs an Großkunden?

Meyer: Die Markteinführung des BMW i3 wird im

November 2013 sein – da werden auch schon die

ersten i3 an Flotten übergeben. Viele unserer Flottenkunden

nutzen die Zeit und bauen derzeit die

Ladeeinrichtungen für Geschäftsfahrzeuge in deren

Parkhäusern auf.

bfp: Gibt es schon Interessenten aus den Reihen der

Großkunden – oder sogar Verträge?

Meyer: Ja. Das Interesse ist sehr groß. Mit etwa 80

Unternehmen stehen wir bereits unmittelbar vor Abschluss

der Bestellplanung. Diese Unternehmen haben

erkannt, dass ein BMW i3 optimal ihre Fahrzeugflotte

ergänzen kann. Erfahrungen zeigen, dass die

durchschnittliche Tagesfahrleistung bei Poolfahrzeugen

unter 100 Kilometern liegt. Für diese Zielgruppe

sind Elektrofahrzeuge ideal – seien es Führungskräfte

oder Außendienstmitarbeiter im städtischen Umfeld.

Darüber hinaus werden zukünftig Elektrofahrzeuge

im unternehmenseigenen Carsharing eingesetzt.

Für den Einsatz von Poolfahrzeugen können wir den

Fuhrparkmanagern zudem etwas Besonderes anbieten:

Ein BMW i3 kann auch mit einem Carsharing-

Modul ab Werk geliefert werden. Einfacher kann ein

unternehmenseigenes Carsharing nicht sein.

bfp: Glauben Sie, dass die Modelle kostenseitig konkurrenzfähig

sein werden?

Meyer: Absolut. Der BMW i3 überzeugt auch den

Controller im Unternehmen durch niedrige Betriebskosten.

Eine Batterieladung, die für rund 160

Kilometer reicht, kostet etwa vier Euro – und das bei

geringen Wartungskosten. Auch die Gesamtbetriebskosten

überzeugen: Beim BMW i3 liegen diese in

etwa auf dem Niveau von einem BMW 320d.

bfp: Was spricht für den Einsatz eines E-Autos im

Fuhrpark - trotz der hohen Kostenbilanz?

Meyer: Ein wichtiger Aspekt ist natürlich die CO2-

Bilanz. Viele Unternehmen haben sich hohe Ziele

zur Einsparung der eigenen CO2-Emissionen gesetzt.

Ein BMW i3 kann zur Senkung der CO2-Bilanz

einen großen Beitrag leisten. Bemerkenswert ist,

dass in einigen Unternehmen auch Führungskräfte

den BMW i3 bestellen. Denn viele unserer Kunden

haben die Notwendigkeit der individuellen Mobilität

im urbanen Umfeld erkannt und sehen in einem

BMW i3 eine optimale Lösung – auch für die Geschäftsführerebene.

bfp: Welche Reichweiten/Ladezeiten werden die

Fahrzeuge besitzen?

Meyer: Mit vollständig aufgeladenem Akku kann der

BMW i3 130 bis 160 Kilometer zurücklegen, bevor

er zum Wiederaufladen an die Steckdose muss. Das

Laden ist für die Nutzer äußerst einfach. An einer

heimischen Ladestelle ist die Batterie eines BMW

i3 nach rund sechs Stunden vollständig geladen. An

den Schnellladestationen, die teilweise bereits jetzt

in den Garagen großer Unternehmen eingebaut

werden, ist bereits nach 30 Minuten 80 Prozent der

Batterie geladen.

Für den optimalen Aufbau einer Ladeinfrastruktur

stehen wir unseren Großkunden auch beratend

zur Seite. Mit 360-Grad-Electric bieten wir unseren

Kunden ein umfangreiches Produkt- und Service-

Angebot an, welches die Bedürfnisse des zukünftigen

Elektrofahrzeug-Fahrers ganzheitlich abdecken wird.

bfp: Werden die Kunden mit dem Hightech-Fahrzeug

nicht überfordert sein?

Meyer: Der Beratungswunsch wird bei den Elektroautos

sicherlich etwas größer sein. Und deshalb

starten wir mit einem neuen Mitarbeitertypus im

direkten Kundenkontakt – den Product Genius. Bei

allen BMW-i-Agenten wird ein Product Genius eingesetzt,

der eine umfassende Beratung durchführt.

bfp: Sind die Händler darauf eingerichtet, insbesondere

auf die Kohlefaserkarosserie? Wie viele Händler

wird es geben?

Meyer: 47 Agenten werden deutschlandweit BMW-i-

Fahrzeuge anbieten. Zusätzlich gibt es rund 60 Servicehändler

für den BMW i3. Um den besonderen

Anforderungen von Elektrofahrzeugen gerecht zu

werden, planen wir ein möglichst flächendeckendes

Netz von Servicestützpunkten. Die produktspezifischen

Besonderheiten des Carbons und der Hochvolt-Technologie

erfordern besondere Kenntnisse. Es

wird in Deutschland auf CFK spezialisierte Servicezentren

geben.

bfp: Vielen Dank für das Gespräch.

BMW i3:

BeurteilunG Bähr & fess:

„Das Image von BMW ist außergewöhnlich

gut. So gut, dass sich die Marke

Fahrzeuge wie den Fünfer GT oder den X6

zu bauen erlauben kann, die bei jedem

anderen Automobilhersteller die größten

Ladenhüter wären. So könnte es auch bei

der Elektromobilität sein.

Auch die anderen Automobilhersteller

beobachten gebannt, ob einer Vorzeigemarke

das gelingt, was den anderen

bislang versagt blieb: nennenswerter

Erfolg. Das optionale Range-extender-

Konzept ist in jedem Fall schon mal der

richtige Ansatz. Man darf gespannt sein,

wie viel der Preisabstand zum bislang

einzigen Konkurrenten, dem Ampera,

sein wird.“

Zwar baut der BMW i3 recht hoch, doch dank

der optimalen Gewichtsverteilung zwischen

den Achsen (50.50) wuselt er wieselflink

durch die Pylonen.

bfp 07/08 2013

055


auto+Kosten neue autos

Mercedes-Benz s-Klasse

Einsteigen, wohlfühlen

Jede Menge Assistenten und viel Hightech: die

neue S-Klasse von Mercedes-Benz.

Die s-Klasse verwöhnt nicht nur die Passagiere, auch der Pilot kommt

in den Genuss eines neuen fahrerlebnisses – den assistenten sei Dank.

Daten und Preise Mercedes s-Klasse

Modell kW/PS l/100 km KH/VK/TK Preis (€, brutto) Wartungsintervalle (km/Jahr) Abgasnorm/CO2 (g)/Effizienz

S 350 BlueTec 190/258 5,5 (5,6) 20/29/30 79.789,50 (85.323) 25.000/1 Euro 6/146 (148)/A

S 400 Hybrid 225+20 (306+27) 6,3 (6,3) 21/30/29 85.204 (91.095,50) 25.000/1 Euro 6/147 (147)/A

S 500 335/455 8,6 (8,6) 21/29/30 104.601 (107.635) 25.000/1 Euro 6/199 (199)/D

Daten in Klammern: Langversion

MerCeDes s-Klasse:

b b b b FG b

luxusKlasse:

b b b b FG b

BeurteilunG Bähr & fess:

„Immer ein Feiertag für Automobilenthusiasten,

wenn eine neue S-Klasse vorgestellt

wird. Die S-Klasse gewährt traditionsgemäß

einen Blick in die automobile

Zukunft von Assistenzsystemen, die erst

im Laufe der Jahre in die unteren Klassen

Einzug halten werden. Nicht zuletzt ist es

Mercedes gelungen, die S-Klasse sehr elegant

und überhaupt nicht behäbig aussehen

zu lassen.

Mehr Fahrberichte unter:

www.fuhrpark.de/fahrberichte

Fotos: Daimler

VON SABINE NEUMANN

Die S-Klasse gilt seit jeher als die Luxuslimousine und damit

Aushängeschild für den Chef schlechthin – sei es, um selbst

auch hier das Steuer zu übernehmen oder das Büro auf die

Straße zu verlegen und dazu klassisch hinten rechts Platz zu

nehmen. Bei der neuen Generation der Luxuslimousine hat

Mercedes auf jedes noch so kleine Detail geachtet, damit die

Freude am Lenkrad mindestens so exzellent ist wie der Genuss,

chauffiert zu werden. Das bisher schon glänzende Platzangebot

der S-Klasse hat in allen Dimensionen noch ein paar Millimeter

zugelegt. Wirklich ausstrecken können sich all jene, die

auf dem Executive-Sitz (950 Euro) in der langen Version Platz

nehmen. Die Lehne lässt sich bis zu 43,5 Grad nach hinten

neigen und die Füße können bequem auf der umgeklappten

Lehne des Vordersitzes abgelegt werden.

Insgesamt stehen in der S-Klasse fünf Sitzkonfigurationen

zur Wahl (Basis ist eine hintere Sitzbank). Für die Nutzung

als mobiles Büro sprechen die Möglichkeiten des Internetanschlusses

an Bord oder die Diktier- und Vorlesefunktion für

SMS und E-Mails. Förderlich für die Konzentration ist die

Steuerung der Klimaanlage. Sie reagiert auf die Einstrahlung

der Sonne sowie Daten der Navigation über die Fahrtrichtung.

Zusätzliche Entspannung - oder auch Aktivierung – bringt die

Massagefunktion (1.904 Euro) in den Sitzen inklusive einer

Behandlung nach dem Hot-Stone-Prinzip mit Wärme - auch

für den Fahrerplatz.

ungemein handlich

Von dem aus fällt der Blick auf zwei 31 Zentimeter breite

TFT-Bildschirme. Während der eine die Instrumente abbildet,

erscheinen auf dem anderen Informationen über die Streckenführung,

Media-Daten oder die aktuelle Fahrzeugeinstellung.

Das Stuttgarter Flaggschiff lässt sich trotz der

Länge ungemein handlich bewegen. Die bereits

serienmäßig verbaute Luftfederung neuester Generation

filtert dabei viele Unebenheiten des Straßenbelags

weg. Sind zudem eine Stereo-Kamera

und das so genannte MBC-Fahrwerk an Bord

(Magic Body Control für 5.057 Euro), dann tasten

Sensoren die Straßen vor dem Wagen ab und

senden Daten über Schlaglöcher oder Erhebungen

im Asphalt ans Fahrwerk. Dieses verändert

dann in Sekundenbruchteilen die Hydraulik der

Federn und lässt den Wagen sanft über die Straße

gleiten, ohne dass die Passagiere etwas von den

Unebenheiten spüren.

Dieses „sehende“ Fahrwerk ist eines von mehr

als 20 zur Verfügung stehenden Assistenzsystemen.

Dazu zählt unter anderem auch der Stauassistent

mit Spurhalte-Funktion und Lenkunterstützung

(2.250 Euro). Im Stop-and-Go-Verkehr

beziehungsweise bis zu Tempo 60 folgt der Wagen

selbstständig dem Vordermann, bremst ab, fährt

wieder an und lenkt – vorausgesetzt, mindestens

eine Hand berührt das Lenkrad.

Basismotor ist der S 350 Bluetec. Der durchzugstarke

Dreiliter-V6-Diesel überzeugt mit

kraftvollem Antritt. Der S 400 Hybrid ersetzt

den bisherigen S 350 und kommt laut Mercedes

mit 6,3 Litern anstelle der bisherigen 7,6

Liter aus. Das freut den Controller sicher ebenso

wie die um eine Stufe gesenkte Einstufung in

den Versicherungsklassen. Den Preisanstieg um

3.472 Euro (S 350 BT) relativiert das zwar nicht.

Doch dafür sind Extras wie die Umstellung aller

Leuchteinheiten auf LED (es gibt nicht eine

Glühlampe mehr) oder auch Command online

bereits ab Werk mit an Bord.

056

bfp 07/08 2013


toyota auris touring sports

neue autos auto+Kosten

Zwei Herzen

Toyota Auris TS: Der Hybrid ist

günstiger als der Diesel.

auris touring sports:

Kompakt-Kombi erstmals

mit hybridantrieb.

Daten und Preise toyota auris touring sports

Modell kW/PS l/100 km KH/VK/TK Preis (€, brutto) Wartungsintervalle (km/Jahr) Abgasnorm/CO2 (g)/Effizienz

1,33 l Dual VVT 73/99 5,7-5,4 16/20/18 17.150 15.000/1 Euro 5/132-127/C

1,6 l Valvematic Life* 97/132 6,2-6,0 16/21/18 21.350 (22.950) 15.000/1 Euro 5/134-139/C

1,4 l D-4D1 66/90 4,3-4,2 18/20/23 19.100 15.000/1 Euro 5/113-110/A

2,0 l D-4D1 Life 91/124 4,5-4,4 18/21/23 24.550 15.000/1 Euro 5/119-115/A

1,8 VVT-i Hybrid Life 100/136 4,0-3,7 19/23/18 24.400 15.000/1 Euro 5/92-85/A+

* Daten in Klammern Multidrive S Getriebe

VON UTE KERNBACH

Nach der Einführung der Schrägheck-Version

Anfang dieses Jahres präsentiert Toyota jetzt die

Kombi-Variante des kompakten Auris. Der Auris

TS (das steht für Touring Sports) spielt für die Japaner

in Europa eine Schlüsselrolle und ist für den

Flottenmarkt interessant, da europaweit insgesamt

rund 80 Prozent der kompakten Kombimodelle

von Fuhrparkbetreibern geordert werden.

Qualität, Haltbarkeit und Zuverlässigkeit

stehen entsprechend im Lastenheft ganz oben.

Äußerlich präsentiert er sich mit einem scharfen,

dynamischen Design. In der Länge ist er

im Vergleich zum Fünftürer um 285 Millimeter

gewachsen und bietet reichlich Platz für Insassen

und Gepäck: Hinter der großen Heckklappe

können 530 Liter Gepäck verstaut werden, durch

Umklappen der Rücksitze kann das Ladevolumen

auf maximal 1.658 Liter erweitert werden.

Für den Vortrieb sorgen zwei Benziner und

zwei Diesel sowie der 1,8-Liter-Hybrid mit einer

Leistung von 73 kW (136 PS). Dieser kommt

laut NEFZ-Norm mit 3,7 Litern aus – aber nur,

wenn man den Gasfuß streng kontrolliert. Auf

einem ersten Ausritt lagen wir bei 5,9 Liter. Immerhin

liegt er mit einem Preis von 24.400 Euro

150 Euro unter dem Zweiliter-Diesel.

service-leasing-Paket

Herzstück des Hybriden ist ein 1,8-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor

mit 99 PS, der mit einem

Elektromotor (82 PS) kombiniert wird. Damit

meistert der rund 1,4 Tonnen schwere Kombi in 11,2 Sekunden

den Spurt von Null auf Tempo 100. Seine Höchstgeschwindigkeit

liegt bei 175 km/h. Auf Knopfdruck fährt der

Hybrid auf den ersten beiden Kilometern rein elektrisch los.

Dann schaltet sich der Benziner dazu, und der Elektromotor

unterstützt beim Beschleunigen.

Die Kraft wird mittels eines stufenlosen CVT-Getriebes

auf die Räder gebracht. Fahr- und Handlingeigenschaften des

Auris TS sind klassengerecht. Die elektronische Servolenkung

arbeitet präzise und direkt, die Sitze bieten ausreichend Seitenhalt.

Jedoch dürfte die Beinauflage der Vordersitze etwas

länger sein. Angeboten wird der TS in fünf Ausstattungsversionen

(Auris Touring Sports, Cool, Life, Life Plus, Executive)

und Hybrid. Der Zweiliter-Diesel ist ab der Life-Variante erhältlich.

Die Basisversion besitzt unter anderem bereits sieben

Airbags, ESP, Antischlupfregelung und einen Berganfahrassistenten.

Ab der Cool-Version ist eine Klimaautomatik Serie.

Toyota-Produktmanager Markus Burgmer geht davon aus,

dass der Anteil gewerblicher Kunden beim Auris Toiuring

Sports etwa 45 Prozent ausmacht. „Für diese Käufergruppe

haben wir ein besonders attraktives Mobilitätspaket geschnürt.

Das Toyota-Service Leasing-Paket beinhaltet neben einem

Technik-Service, Sommerreifen, Winterkompletträdern und

der Reifeneinlagerung auch die Kfz-Versicherung. Unternehmen

können so ihren administrativen Aufwand minimieren

und ihre laufenden Mobilitätskosten für den Leasingzeitraum

komplett durchkalkulieren.“ Für einen Auris Touring Sports

1,4 D-4D müssen so beispielsweise nur 199 Euro monatlich

bezahlt werden. Damit habe der Gewerbekunde einen Großteil

seiner Betriebskosten wie Leasingrate, Wartungskosten

und Verschließ bereits abgedeckt, so Burgmer.

toyota auris tourinG sPorts:

b b b b FG b

KoMPaKtKlasse:

b b b b b b

BeurteilunG Bähr & fess:

„Im Vergleich zum Golf Variant ist der Toyota

doch sehr nüchtern geblieben. Aber

genau das lieben die Toyota-Fahrer(innen)

ja an ihrer Marke. Kein Firlefanz, kein

Schnickschnack, sondern Sachlichkeit

und Zurückhaltung. In jedem Fall ist die

Technik über jeden Zweifel erhaben. Die

herkömmlichen Benzin- und Dieselmotoren

von Toyota gehören schon zu den besten

im Mitbewerberumfeld – die Hybridtechnologie,

die auch im Auris Touring Sports

angeboten wird, sucht man zur Zeit bei den

Konkurrenten vergebens.“

Mehr Fahrberichte unter:

www.fuhrpark.de/fahrberichte

Fotos: Toyota

bfp 07/08 2013

057


auto+Kosten neue autos

BMW fünfer

Aufstiegschance

Auffrischung in der Mitte des Zyklus:

BMW Fünfer

in der Mitte seines lebenzyklus spendiert BMW dem fünfer in allen drei Varianten ein update.

Daten und Preise BMW Fünfer Touring

Modell kW/PS l/100 km* KH/VK/TK Preis (€, netto) Wartungsintervalle (km/Jahr) Abgasnorm/CO2 (g)/Effizienz*

520i 135/184 6,9 (6,5) k.A. 36.302 (38.193) 30.000/2 Euro 6/162 (152)/B (B)

528i 180/245 7,2 (6,6) k.A. 40.588 (42.478) 30.000/2 Euro 6/167 (154)/C (B)

535i 225/306 8,3 (7,7) k.A. 46.302 (48.193) 30.000/2 Euro 6/193 (179)/D ©

550i 330/450 (9,0) 23/28/30 (63.193) 30.000/2 Euro 6/(209)/(D)

518d 105/143 5,0 (5,1) 20/25/27 35.630 (37.521) 30.000/2 Euro 6/132 (134)/A

520d 135/184 5,1 (5,1) 20/25/27 37.731 (39.621) 30.000/2 Euro 6/134 (134)/A

525d 160/218 5,4 (5,2) k.A. 41.260 (43.151) 30.000/2 Euro 6/141 (134)/A

530d 190/258 (5,5) 23/28/30 (45.378) 30.000/2 Euro 6/(144)/(A)

535d 230/313 (5,7) k.A. (51.344) 30.000/2 Euro 6/(149)/(B)

550d x-Drive 280/381 (6,3) 23/30/30 (70.840) 30.000/2 Euro 6/(166)/(B)

Daten in Klammern für Achtgang-Automatikgetriebe; * Mittelwerte

BMW 5er-reihe:

b b b b FG b

oBere MittelKlasse:

b b b FG b b

BeurteilunG Bähr & fess:

„Ein moderates Facelift. Warum nicht? Der

Fünfer besticht nach wie vor durch seine

elegante und klare Linienführung. Das E-

Klasse-Facelift machte aber eine Reaktion

der Bayern unumgänglich. Gerade die beiden

Marken zeigen mit ihrer Designsprache,

dass der Weg zum Erfolg schwerlich

durch schiere Uniformität, sondern mittels

Mut und Variantenreichtum erreicht wird.“

Mehr Fahrberichte unter:

www.fuhrpark.de/fahrberichte

Fotos: BMW

VON HANS-JOACHIM MAG

Nein, veraltetet ist der BMW Fünfer sicherlich nicht. Sowohl

als Limousine, als Touring wie auch als GT findet er Eingang

in Firmenfuhrparks; immerhin sei der Fünfer in den ersten

fünf Monaten des Jahres mit 3.264 Zulassungen bei Fuhrpark

größer 50 Einheiten Segmentführer, wie BMW berichtet.

Dennoch sorgen die Bayern nun für ein Update.

Wichtigste Neuerung ist die Einführung eines neuen Basis-

Diesels, der vor allem Fuhrparkbetreiber ansprechen soll. Mit

einem neuen kleinen Vierzylinder-Selbstzünder will BMW

den Dreier-Fahrern den Aufstieg in eine höhere Klasse erleichtern.

Man betont besonders, dass es sich bei dem 105 kW (143

PS) starken Aggregat nicht um eine schlichte Adaption des

318d handelt. Mit 360 Newtonmeter hat der Turbodiesel zum

Beispiel mehr Drehmoment, was sich vor allem im unteren

Tourenbereich positiv bemerkbar machen soll. Im Vergleich

zum bisherigen Basismodell 520d haben sich Verbrauch und

CO2-Ausstoß nicht verändert, wohl aber der Preis: Mit 39.900

Euro brutto soll der Neue den Einstieg erleichtern.

Aber nicht nur damit. Freilich haben die Techniker die

Gelegenheit genutzt, den Fünfer mit neuen Nettigkeiten auszustatten

– etwa der serienmäßig vorhandenen Luftfederung

hinten, einen Schließmechanismus per Fußwedeln für die

Heckklappe oder dem sogenannten „Fahrerlebnisschalter“ in

der Mittelkonsole, der jetzt serienmäßig an Bord

ist. Vom Reisewagen im „Comfort“- oder „Comfort

plus“-Modus verwandelt sich die Limousine

in Transformer-Geschwindigkeit nach Wahl der

Stellung „Sport“ in einen launigen Landstraßensprinter,

aber auch im „Eco-Pro-Modus“ in einen

Spritsparer für den Stadtverkehr. Gaspedal, Automatikgetriebe

und Lenkung sprechen nun anders

an. Witziges Feature: Der digitale Tacho zeigt im

Öko-Modus an, wann Bremsenergie zurück gewonnen

wird.

e-Mails diktieren

Neu und besonders für Dienstwagennutzer interessant

ist die Diktierfunktion für E-Mails, die in

den Bereich Connected Drive Einzug gefunden

hat: Vom Fahrersitz aus lassen sich per Sprachsteuerung

elektronische Mails diktieren und verschicken,

wobei die BMW-Techniker besonderen

Wert darauf legen, dass die Sicherheit der Mails

im Sinne der Unternehmen gewahrt bleibe.

Für Nutzer, die nachts viel auf Landstraßen

unterwegs sind, dürften die optionalen Voll-

LED-Scheinwerfer inklusive des blendfreien

Fernlicht-Assistenten (rund 2.000 Euro Aufpreis)

interessant sein. Der leuchtet um entgegenkommende

Autos herum. Im Herbst bietet BMW

dann einen Stau-Assistenten an, der bis zu einem

Tempo von 40 km/h selbständig anfährt und

bremst – der Fahrer muss dann nur noch lenken.

Die Ingenieure haben auch am Blechkleid der

Fünfer-Reihen gefeilt; den größten Hobel setzten

die Experten aber am GT an. Das oft kritisierte

Heck wurde angepasst und wirkt jetzt länger und

flacher. Schöner Nebeneffekt: Das Gepäckraumvolumen

erweitert sich um 60 auf 500 Liter. Die

Sicht des Fahrers ans Autoende blieb allerdings

unangetastet – sie ist weiterhin nicht vorhanden.

058

bfp 07/08 2013


audi a3 limousine

Citroën C4 Picasso

neue autos auto+Kosten

A3 Viertürer: Dynamisch

In Deutschland sind kompakte Stufenheckler nicht

ganz so en vogue. Viertürer sollen eher für die Auslandsmärkte

wie China und USA bedienen, hierzulande

fristen sie häufig ein Nischendasein. Vielleicht kann

die A3 Limousine von Audi eine Bresche schlagen,

denn die Limousine präsentiert sich mit kurzem Heck

und herausgezogenen Radhäusern wenig altbacken;

die Dachlinie läuft coupéförmig nach hinten und verleiht

dem ihr eigenen dynamischen Touch.

Innen bietet der Wagen Platz für fünf Personen

und reichlich Gepäck. Im Kofferraum können 425 Liter

verstaut werden, was ein Plus von 60 Liter gegenüber

dem Dreitürer bedeutet. Durch Umklappen der Rücksitzlehnen

lässt sich das Stauvolumen auf 880 Liter

erweitern. Die Ladekante ist jedoch relativ hoch.

Zum Marktstart stehen drei Motoren mit Start-

Stopp-System, die bereits bekannt sind, parat. Besonders

gut gefallen hat der 140-PS-Benziner mit

bedarfsgerechter Zylinderabschaltung. Das Aggregat

wirkt dabei herrlich spritzig und bietet ein maximales

Drehmoment von 250 Nm zwischen 1.500 und 3.500

Umdrehungen. Mit elektronischen Helferlein kann der

Wagen optional auf das Niveau eines A6 aufgerüstet

werden. Vom Abstandstempomat über Kollisionsverhinderer,

Spurhalteassistent, Verkehrsschildererkennung

und Einparkassistent, und sogar LED-Scheinwerfer sind

erhältlich.

Interessant für Fuhrparkmanager sind die Wartungsintervalle:

nur alle 30.000 Kilometer wird zum Check in die Werkstatt gerufen.

Die Auslieferung beginnt ab September dieses Jahres. dann soll auch

das Basismodell, der 1,4 TFSI mit 125 PS, folgen, der 24.300 Euro

kosten wird.

Gar nicht mal so unschick:

Audi A3 Limousine.

Text: Ute Kernbach

Fotos: Audi

Daten und Preise audi a3 limousine

Modell kW/PS l/100 km KH/VK/TK Preis (€, brutto) Wartungsintervalle (km/Jahr) Abgasnorm/CO2 (g)/Effizienz

1,4 TFSI COD 7-Gang S-tronic Attraction 103/140 4,7 16/18/17 27.400 n. Anzeige Euro 6/109/A

1,8 TFSI 7-Gang S-tronic Attraction 132/180 5,6 15/19/22 29.600 n. Anzeige Euro 6/129/B

2,0 TDI Attraction 110/150 4,1 17/21/23 28.100 n. Anzeige Euro 5/107/A

C4 Picasso: Er wäre stolz

Citroën hat dem neuen C4 Picasso eine kräftige Prise

Eigenständigkeit verpasst. Der Innenraum ist alles

andere als konventionell, er hebt sich wohltuend vom

sachlichen Einerlei in anderen Fahrzeugen ab. Der Van

basiert auf der neuen EMP2-Plattform, dahinter steckt

ein variabler Aufbau einzelner Module und Komponenten,

der Gewicht einspart und neue Fahrzeugarchitekturen

ermöglicht. Äußerlich präsentiert sich der um

140 kg abgespeckte Picasso mit kurzen Überhängen,

breiterer Spur und niedrigerer Dachlinie.

Dank des um rund 60 mm verlängerten Radstands

auf jetzt 2,79 Meter herrscht viel Platz. Im Kofferraum

mit erfreulich niedriger Ladekante können 537 Liter

Gepäck (+40 Liter) verstaut werden. Durch Umklappen

der Rücksitze kann das Volumen auf 1.740 Liter maximiert

werden. Innen kommt Wohlfühlatmosphäre auf:

Die hochgezogene Panorama-Frontscheibe erlaubt

einen schönen Rundumblick. Die Vordersitze sind bequem

und bieten guten Seitenhalt. Pfiffig: Der Beifahrersitz

verfügt optional über eine Massagefunktion und

ausfahrbare Wadenauflage.

Das Cockpit ist ausgefallen und zunächst gewöhnungsbedürftig

gestaltet. Geschwindigkeit, Drehzahl

und Verbrauch können auf einem farbigen Zwölf-Zoll-

Bildschirm abgelesen werden. Darunter liegt ein zweiter

Sieben-Zoll-Touchscreen, auf dem unter anderem

Klimaanlage, Navigation und Audiossystem angesteuert

werden können. Bereits in der Basisausstattung Attraction sind

Klima- und Audioanlage, Berganfahrhilfe, Tempomat, LED-Tagfahrlicht

und elektrische Fensterheber rundum enthalten.

Fahrassistenzsysteme wie Park-Assistent, Spurhalte-, Toter Winkel-

oder Fernlichtassistent gibt es hingegen nur in den oberen Ausstattungsstufen.

Futuristisch gestaltet, viel Platz im

Innenraum: C4 Picasso.

Text: Ute Kernbach

Fotos: Citroën

Daten und Preise Citroen C4 Picasso

Modell kW/PS l/100 km KH/VK/TK Preis (€, brutto) Wartungsintervalle (km/Jahr) Abgasnorm/CO2 (g)/Effizienz

VTi 120 Attraction 88/120 6,3 15/20/16 19.990 30.000/1 Euro 5/145/D

THP 155 Seduction 115/155 6,0 15/21/16 24.040 30.000/1 Euro 5/139/C

HDi 90 Attraction ESG6 68/90 4,2 15/21/21 22.490 25.000/1 Euro 5/110/B

e-HDi 90 ESG6 Attraction Airdream 68/90 3,8 15/21/21 23.490 25.000/1 Euro 5/98/A

e-Hdi 115 Attraction 84/115 4,0 15/21/21 23.990 25.000/1 Euro 5/105/B

e-Hdi 115 ESG6 Attraction 84/115 4,0 15/21/21 24.790 25.000/1 Euro 5/104/B

bfp 07/08 2013

059


auto+Kosten neue autos

VW Golf GtD

nissan note

Flott unterwegs mit Dieselpower:

VW Golf GTD.

Text: Ute Kernbach

Fotos: VW

Golf GTD: Knackiger Diesel

Mit dem neuen Golf GTD hat VW jetzt ein neues heißes Eisen im Feuer.

Die Diesel-Sportversion des Golf kann alles ein bisschen besser

als der Vorgänger. Das Drehmoment des 135 kW (184 PS) starken

Zwei-Liter-Turbodiesel ist um 30 Newtonmeter und 14 Pferdestärken

gestiegen. Der Normverbrauch dagegen um einen Liter zurückgegangen.

Aus dem Auspufftopf entfleuchen nun nur noch 109 Gramm CO2

pro Kilometer, zudem erfüllt der Golf GTD die Euro-6-Norm. Optisch

zeigt der dynamische Langstreckenexpress die enge Verwandtschaft

zum Benzin-Derivat GTI.

Daten und Preise VW Golf GtD (2-türer)

Modell kW/PS l/100 km KH/VK/TK Preis (€, brutto) Wartungsintervalle (km/Jahr) Abgasnorm/CO2 (g)/Effizienz

GTD 2,0-Liter 135/184 4,2 (4,5) k.A. 29.700 (31.625) Intervallanzeige Euro 6/109 (119)/A (B)

in Klammern DSG-Getriebe; 4-Türer Aufpreis: 900 Euro

Der kräftige Diesel gefällt nicht nur durch seine

184 Pferdestärken, sondern vielmehr aufgrund seiner

üppigen Zugkraft mit einem Drehmoment-Bestwert

von 380 Newtonmeter zwischen 1.750 und 3.250

Umdrehungen. Daraus resultiert ein enormes Spurtvermögen:

Der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100

dauert gerade mal 7,5 Sekunden, und auf der Autobahn

klettert die Tachonadel zügig bis zur Spitze von

230 Stundenkilometer. Schneller war bislang noch

kein Diesel-Golf. Die Kraft wird serienmäßig über ein

Sechsgang-Getriebe auf die Räder gebracht, optional

gibt es für 1.925 Euro auch das Sechsgang-DSG-

Getriebe.

Die direkte Lenkung, das stets kalkulierbare Kurvenverhalten

dank der serienmäßigen Progressiv-Lenkung

und der elektronischen Differenzialsperre XDS+ machen

die Fahrt im GTD zum Vergnügen, das trotz des straffen

Fahrwerks noch erfreulich komfortabel ist. Allerdings ist

der Golf GTD kein Schnäppchen: Die Preise des Kompaktwagens

beginnen bei 29.700 Euro, der Viertürer-

Aufpreis beträgt 900 Euro. Der Golf GTI ist übrigens rund

1.000 Euro preiswerter. Serienmäßig ausstaffiert ist der

Selbstzünder mit Bi-Xenonscheinwerfern und vielem

mehr. Ab sofort bieten die Wolfsburger für Dienstwagenfahrer

übrigens das Business- und Business-Premium-

Paket für 480 und 955 Euro an.

Punktet mit seiner Laderaumgröße

und -variabilität: Nissan Note.

Text: Sabine Neumann

Fotos: Nissan

Note: Nehmerqualitäten

Dieses Kofferraumvolumen macht ihm so schnell keiner in seiner

Klasse nach. Mit 2.012 Litern weist der neue Nissan Note ganz große

Nehmerqualitäten auf. Der Zug an zwei Hebeln genügt, um die Lehnen

der Rücksitzbank umzuklappen und das Fassungsvermögen des

Gepäckabteils von 323 Litern bei voller Sitzplatzbelegung auf das

genannte riesige Volumen zu vergrößern. Eine weit aufschwingende

Heckklappe und die niedrige Ladekante machen es einfach, Koffer,

Taschen oder auch den größeren Einkauf im Großmarkt oder Möbelladen

zu verstauen.

Daten und Preise nissan note

Modell kW/PS l/100 km KH/VK/TK Preis (€, brutto) Wartungsintervalle (km/Jahr) Abgasnorm/CO2 (g)/Effizienz

1,2 L 59/80 4,7 k.A. 13.990 20.000/1 Euro 5/109/-

1,2 DIG-S 72/98 4,3 (5,2) k.A. 17.290 (18.790) 20.000/1 Euro 5/99 (119)/-

1,5 Diesel 66/90 3,6 k.A. 16.290 30.000/1 Euro 5/95/-

Daten in Klammern für CVT-Getriebe

Ebenso einfach ist der Zugang zu den hinteren

Plätzen. Die Türen öffnen sich bis zu einem Winkel

von 90 Grad und geben so den Weg frei zu den

hinteren Plätzen. Dank der neuen Proportionen des

4,10 Meter langen Wagens und einem Radstand

von 2,60 können sich die Hinterbänkler über sechs

Zentimeter mehr Kniefreiheit freuen. Die gegenüber

der ersten Reihe leicht erhöhte Position der hinteren

Sitze sorgt für eine gute Sicht nach vorne, schränkt

dabei die Kopffreiheit aber keineswegs ein. Im Zusammenhang

mit dem Familien-Paket (500 Euro)

kann die Rückbank um 16 Zentimeter verschoben

werden, was die Variabilität des Innenraums zusätzlich

steigert.

Für den Antrieb stehen drei Motoren zur Wahl.

Einstieg ist der 80 PS starke 1,2-Liter. Bei gleichem

Hubraum leistet das Triebwerk mit Kompressoraufladung

98 PS. Antritt, Spurtvermögen und Laufruhe sind

tadellos. Noch mehr Durchzugskraft, aber große Zurückhaltung

bei den Arbeitsgeräuschen stellt der 1,5

cDi mit 90 PS unter Beweis. Zurückhaltung gilt auch

für seinen Normverbrauch von nur 3,6 Litern. Alle Aggregate

sind serienmäßig mit Start-Stop-Automatik

ausgerüstet.

Sparsam geht Nissan auch mit den Ressourcen der

Kunden um. Denn im Vergleich zum Vorgänger steht

das Basimodell ab Oktober mit 13.900 Euro um 500

Euro günstiger als bisher beim Händler.

060

bfp 07/08 2013


Kia Ceed Gt/Pro Ceed

fiat 500l living/trekking

neue autos auto+Kosten

Ceed GT: Linke Spur

Kia betritt die Welt der sportlichen Kompaktmodelle –

und zwar mit gleich zwei Modellen. Während der Ceed

GT als Fünftürer vor allem gegen Konkurrenten wie

den Golf GTI antritt, spielt der dreitürige, coupéartige

Pro Ceed GT zum Einstiegspreis in der Scirocco-Liga

mit.

Angetrieben werden die beiden Sportler von einem

1,6-Liter-Benzin-Direkteinspritzer, der dank Turbo-Unterstützung

und anderen technischen Feinheiten 150

kW (204 PS) leistet und den 4,3 Meter langen Sport-

Ceed auf maximal 230 km/h beschleunigt. Zwischen

Null und 100 km/h vergehen gerade einmal 7,7 Sekunden.

Damit spielen die beiden Kias auf der linken

Autobahnspur in der ersten Liga.

Hinzu kommt nun auch der Fahrspaß. Etwas

störend sind dabei allerdings die deutlich vernehmbaren

Abrollgeräusche und ein mitunter hoppelndes

Fahrwerk. Hier ist noch etwas Feinarbeit notwendig.

Ansonsten aber fühlt sich der sportliche Kia auf kurvenreichen

Straßen ganz in seinem Element. Wie die

Außenhaut, so überzeugt auch der Innenraum. Feine

Materialien, sauber verarbeitet, sorgen für eine angenehme

Atmosphäre. Alle Bedienelemente sind da, wo

man sie vermutet – lediglich das Lederlenkrad wurde

mit insgesamt 14 Reglern und Schaltern überfrachtet

– hier wäre weniger deutlich mehr.

Der Fünftürer GT kommt in den zwei vollständig ausgestatteten

Versionen GT-Challenge (24.490 Euro) und GT-Track (26.990 Euro)

zum Kunden. Unter anderem gehören sechs Airbags und eine Klimaautomatik

zur Serie der Basisversion. Bei GT Track kommt noch unter

anderem Xenon-Licht hinzu. Die Preisliste des Dreitürers beginnt

bei 22.990 Euro (GT-Cup). GT Challenge kostet 24.490 und GT Track

26.990 Euro. Eine „First Edition“ auf Basis des Dreitürers steht für

29.990 Euro in einer Auflage von 115 Exemplaren bei den deutschen

Händlern.

Soll die Marke mit mehr Sportlichkeit

aufladen: Kia Ceed GT

Text: Hans-Joachim Mag

Fotos: Kia

Daten und Preise Kia Pro Ceed Gt/Ceed Gt

Modell kW/PS l/100 km KH/VK/TK Preis (€, brutto) Wartungsintervalle (km/Jahr) Abgasnorm/CO2 (g)/Effizienz

Pro Ceed GT 1,6 T-GDI 150/204 7,4 16/24/21 22.990 15.000/1 Euro 5/171/E

Ceed GT 1,6 T-GDI 150/204 7,4 16/24/21 24.490 15.000/1 Euro 5/171/E

500L Living: Familienzuwachs

Der im letzten Jahr eingeführte Fiat 500L konnte bisher

in Deutschland rund 5.500 Käufer finden und bekommt

jetzt weiteren Zuwachs. Der kleine Van ist seit

Mitte Juni auch im Abenteurer-Look – mit dem Beinamen

Trekking – und auch als Siebensitzer mit dem

Beinamen Living zu haben.

Der 500L Trekking nimmt die Formensprache des

Mini Countryman auf und wandelt sie formvollendet

um. Der 4,27 mm lange Asphaltcowboy kommt serienmäßig

mit leicht erhöhter Bodenfreiheit (145 mm, plus

10 Prozent), Traktionskontrolle und griffigen M+S-Reifen

daher. Seine 17-Zoll-Leichtmetallräder und markante

Stoßfänger mit Unterfahrschutz verleihen dem

Trekking ein maskulines Erscheinungsbild. Für den

Antrieb sorgen vier Motoren. Die Bandbreite der Diesel

reicht vom 1,3-Liter-Turbodiesel (85 PS) bis hin zum

1,6-Liter-Multijet mit 105 PS, und bei den Benzinern

stehen der 1,4-Liter-16V (95 PS) und der 0,9-Liter-

Twin-Air mit 105 PS zur Wahl.

Zweiter Neuling im Bunde ist der ab Mitte September

erhältliche 5+2-Sitzer namens Living, der bis

zur C-Säule mit dem Grundmodell identisch ist. Das

Heck des Minivans ist indes 20 Zentimeter länger.

Hinter der Heckklappe können je nach Bestuhlung von

178 Liter als Sieben-, 638 Liter als Fünf- oder bis zu

1.704 Liter als Zweisitzer verstaut werden. Damit ist

der Living auch für anspruchsvolle Transportaufgaben

gewappnet. Innen herrscht zumindest in der ersten und zweiten Reihe

ein großzügiges Platzangebot. Und der Zugang in die dritte Reihe

ist dank der um fast 20 Zentimeter in Längsrichtung verschiebbaren

Rückbank vergleichsweise kommod.

Fiat-500-Ableger fürs Gelände (links) und

Familie: Trekking und Living.

Text: Ute Kernbach; Fotos: Fiat

Daten und Preise fiat 500l trekking/500l living

Modell kW/PS l/100 km KH/VK/TK Preis (€, brutto) Wartungsintervalle (km/Jahr) Abgasnorm/CO2 (g)/Effizienz

Trekking 1,4 16V 70/95 6,4 18/19/18 19.550 30.000/2 Euro 6/149/

Trekking 0,9 Turbo 77/105 5,1 18/19/18 20.650 30.000/2 Euro 6/119/

Trekking 1,3 16V Multijet 62/85 4,3 18/21/18 21.250 (22.450) 35.000/2 Euro 5+/114/

Trekking 1,6 16V Multijet 77/105 4,7 18/21/18 21.950 35.000/2 Euro 5+/122/

Living 0,9 TwinAir Turbo 77/105 4,8 - - 30.000/2 Euro 6/112/

Living 1,3 16V Multijet 62/85 4,2 - - 35.000/2 Euro 5+/110/

Living 1,6 16V Multijet 77/105 4,5 - - 35.000/2 Euro 5+/117/

* Daten in Klammern für Dualogic

bfp 07/08 2013

061


auto+Kosten fahrbericht

Mercedes-Benz e 220 CDi

Großer Kreuzer

auch nach der Modellpflege bietet sich die e-Klasse als

Business-limousine an – vor allem auf langstrecken.

Auf der Langstrecke zu Hause:

Mercedes E 220 CDI.

Mehr Fahrberichte unter:

www.fuhrpark.de/fahrberichte

Fotos: Daimler

VON HANS-JOACHIM MAG

Der ewige Wettkampf der drei Business-Limousinen Mercedes

E-Klasse, Audi A6 und BMW Fünfer wird erbittert geführt.

Denn die Modelle der oberen Mittelklasse erobern zunehmend

auch das Top-Management und bringen den Erbauern seit

Jahren nicht nur Stückzahlen, sondern auch schöne Profite.

Kein Wunder, muss der Fuhrparkmanager für einen angemessen

ausgestatteten E 220 CDI doch netto um die 40.000 Euro

investieren – Tendenz steigend.

Da wundert es nicht, dass die drei Kombattanten regelmäßig

auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden, um

nicht von der Konkurrenz ausgebootet zu werden. Im Frühjahr

war die E-Klasse dran; auf dem Plan stand ein umfangreiches

Facelift. Neben einigen optischen Retuschen wurden Fernlicht

mit Voll-LED-Technik sowie neue Assistenzsysteme eingeführt.

Aus maximal 50 km/h Geschwindigkeit etwa bremst

die E-Klasse bei Gefahr automatisch vor einem Hindernis,

gleich, ob es sich dabei um ein stehendes Fahrzeug oder einen

Fußgänger handelt. Der Kreuzungsassistent Plus – zum ersten

Mal in einem Mercedes eingesetzt – erkennt den querenden

Verkehr und unterstützt den Fahrer beim Bremsen. Auch eine

drohende Heckkollision kann mit Hilfe von mehrstufiger Radarsensorik

erkannt werden.

Für unsere Testfahrten wählten wir die zweitniedrigste Motorversion,

den 220 CDI, ein alter Bekannter. Der Vierzylinder

lässt sich mit dem formidablen Siebengang-Automatikgetriebe

kombinieren, und gemeinsam bilden sie eine schöne Einheit,

die einerseits dem Budget Rechnung trägt, andererseits den Piloten

sehr kommod von A nach B bringt.

Am besten auf langen Strecken, denn dort spielt die E-Klasse

ihre Qualitäten aus; Sportlichkeit ist ihre Sache weniger, sie

setzt nach wie vor auf Reisekomfort. Dementsprechend sollte

man in gute, das heißt mannigfaltig verstellbare Sitze investieren

und in das verstellbare Fahrwerk, das im Modus „Komfort“

weitgehend alle Erschütterungen der Fahrbahn wegbügelt. Im

Verein mit der adaptiven Tempomaten und den in dieser Liga

mittlerweile üblichen elektronischen Helferlein bildet die E-

Betriebskosten:

Fabrikat / Modell: Mercedes-Benz e 220 CDi avantgarde

Laufleistung jährlich: 40.000

Laufzeit: 36 48

Restwert von UPE €: 15.049,94 12.560,76

UPE incl. Ausstattung €: 38.295,00 38.295,00

Kosten pro Monat: 1.595,73 1.474,17

Kosten je Km: 0,479 0,442

Kosten gesamt: 57.446,36 70.760,17

Klasse-Technik eine Einheit, mit der sich entspannt

reisen – und entspannt ankommen lässt.

44,23 Cent je Kilometer

Seinen Teil dazu bei trägt auch der Motor. Seine

170 PS reichen vollkommen aus, um die an ihn

gestellten Aufgaben zu erfüllen. Er läuft ruhig,

vibrationsarm und zieht die rund 1,8 Tonnen

schwere Limousine kräftig voran. Vor allem seine

Elastizität bei höheren Tempi überrascht; auf Autobahnen

verleiht er so die nötige Souveränität.

Dabei bleibt er erfreulich knauserig: Wir ermittelten

zwischen 5,7 und 6,7 Liter im Schnitt auf

100 Kilometer – und kamen letztlich auf einen

Mittelwert von 6,5. Das kann sich sehen lassen.

Der Innenraum wird auch nach der Modellpflege

von hochwertigen Materialien dominiert,

die Bedienung von Multimedia und Navi sollte

niemanden vor Probleme stellen. Ratsam ist für

Vielfahrer der Verkehrsfunk nach TMC-pro,

der nur die Staus anzeigt, die auch wirklich vorhanden

sind. Einen Lapsus leistet sich der große

Kreuzer aber: Die Türtaschen fallen zu schmal aus

und nehmen keine Literflaschen auf.

Unter dem Strich kommt der E 220 CDI

Avantgarde auf Kilometerkosten von 44,23 Cent

je Kilometer (48 Monate/160.000 km), was

durchaus ein vernünftiger Wert ist. Wie auch die

E-Klasse in Auto mit Vernunft ist und bleibt.

062

bfp 07/08 2013


opel adam

fahrbericht auto+Kosten

Superhelden-Polster

Betriebskosten:

Fabrikat / Modell: opel adam slam 1,4 start+stopp

Laufleistung jährlich: 40.000

Laufzeit: 36 48

Restwert von UPE €: 4.531,31 3.489,63

UPE incl. Ausstattung €: 13.021,01 13.021,01

Kosten pro Monat: 898,73 862,25

Kosten je Km: 0,270 0,259

Kosten gesamt: 32.354,28 41.387,78

Begeistert der opel adam

wirklich das herz der frauen?

Vielleicht auch das von

fuhrparkleitern?

VON PETRA FRANK

Urbaner Lifestyle, knackiges Fahrwerk und individuelle

Persönlichkeit – Attribute an ein Fahrzeug

im A-Segment, das sich von seiner Konkurrenz

abheben und Opel eine weitere Tür für die

junge Fahrergeneration, auch im Firmenwagenmarkt,

öffnen soll. Und da nur die Zielgruppe so

richtig beurteilen kann, ob etwas auch wirklich

hip ist, was als hip hingestellt wird, haben wir unsere

Redaktionskollegin Petra Frank beauftragt,

die Frage zu beantworten: Ist der Adam nur wirklich

was für Evas?

Unter die weibliche Lupe kam der 1,4-Liter-

Benziner mit 87 PS in Sunny Yellow und der

Polstervariante „Morrocana Superheroes“. Die

64 kW stehen dem 1.135 kg leichten Wagen gut

zu Gesicht. Er ist spritzig und dynamisch und

macht nicht nur in der Stadt, sondern auch auf

Autobahn/Landstraße eine gute Figur. Das Sportfahrwerk

(672,27 Euro, Sportpaket) macht seinem

Namen alle Ehre – der kleine Flitzer hat ein

straffes Fahrwerk, liegt satt in der Kurve und lässt

sportlich ambitionierte Fahrer vergessen, dass sie

in einem Kleinwagen sitzen. Die Lenkradeinstellung

City – besonders wendige Servolenkung

für den Stadtverkehr – vermittelt eine spürbare

Erleichterung bei den 225er 18-Zoll-Leichtmetallrädern.

Die Sicherheitsausstattung lässt keine Wünsche

für einen Kleinwagen offen – selbst zwei

Zurrösen sind in dem doch von Natur aus kleinen

Kofferraum (170 l) vorhanden. Die sinnvoll

eingesetzt werden können, wenn das maximale Ladevolumen

von 663 Litern ausgeschöpft wird.

Der Adam Slam ist übersichtlich gestaltet, und die Bedienung

erfährt man intuitiv. Die Ausstattung ist qualitativ hochwertig.

Gerade in der Winterzeit wird man die Lenkrad- und

Sitzheizung zu schätzen wissen (knapp 300 Euro); ob man

jedoch bei einem knapp 3,70 Meter langen/kurzen Fahrzeug

für knapp 490 Euro einen automatischen Parkassistenten benötigt,

sei dahin gestellt. Die Sitze sind komfortabel und seitenstabil

und selbst für vier Personen, sofern der Fahrer/die

Fahrerin nicht zu lange Beine hat, ist überraschend Platz.

Das Radio „Intellilink“ mit Sieben-Zoll-Touchscreen ist für

252,10 Euro (brutto) vergleichsweise günstig und sein Geld wert.

25,87 Cent je Kilometer

Der von uns getestete Adam Slam ist in seiner Grundausstattung

für 15.495 Euro zu haben – für den in Sunny Yellow mit

Sportpaket, digitalem Radioempfang DAB+, Reifendruckkontrollsystem,

Leichtmetallrädern im "Twister"-Design, Sportpaket,

Parkassistenten, Lenkrad- und Sitzheizung, Radio sowie

kleinen optischen Accessoires ausgestatteten Kraftmeier werden

19.672,96 Euro fällig. Der Verbrauch lag bei uns mit 7,1

Liter/100 km zwar über dem empfohlenen Wert von 5,1 Liter,

dies lag aber sicherlich an der sportlichen Fahrweise und den

vielen Kurzstrecken, die dazu noch im bergigen Gelände lagen.

Entsprechend liegen die Gesamtkosten bei 25,87 Cent

je Kilometer.

Fazit: Der Adam ist nicht nur für Evas, sondern auch für

kernige Fahrer. Und die Konkurrenz von Smart, Mini und Co.

wird sich sicherlich umschauen müssen – wenn nicht sogar

hinterher.

Quirlig, hip, aber mit viel Ausstattung

auch nicht billig: Opel Adam Slam.

Mehr Fahrberichte unter:

www.fuhrpark.de/fahrberichte

Fotos: Opel

bfp 07/08 2013

063


auto+Kosten Betriebskosten Kompaktklasse

So viel sollte Ihr Fahrzeug

Golf, klasse

Durch einige Neuerscheinungen wurde die Kompaktklasse

kräftig durcheinander gewirbelt – man denke nur an den neuen

VW Golf. Dieser ist es auch in der 1,6-Liter-TDI-Variante

mit 105 PS, der die Kostenrechnung in diesem Jahr anführt:

Mit 24,82 Cent je Kilometer liegt er – Achtung – vor zwei

französischen Modellen. Denn der Peugeot 308 HDI 90 (92

PS) folgt mit 25,45 Cent, der Renault Mégane dCi 110 (110

PS) mit 25,74 Cent. Eine Ausnahme bildet mal wieder der

Škoda Fabia, der mit 75-PS-TDI auf 22,72 Cent je Kilometer

kommt; man kann ihn aber auch zu den Kleinwagen zählen.

Den Anschluss schafft Mercedes-Benz mit der A-Klasse: Der

A 180 CDI (109 PS) kostet 28,45 Cent.

Bei den höheren PS-Leitungen gibt es eine dicke Überraschung:

Mit 27,39 Cent fährt der 150 PS starke Audi A3 eine

Spur günstiger als der identisch motorisierte VW Golf mit

27,55 Cent. Der BMW 118d (143 PS) kostet 28,36 Cent je

Kilometer.

Seit der Januar-Ausgabe 2003 von bfp fuhrpark+management

finden Sie nur noch die Ergebnisse der Betriebskosten-Berechnung

an gewohnter Stelle. Der komplette Datensatz – also die

Fahrzeugdaten und die zugrunde gelegten Kosten – können

Sie sich auf unserer Homepage www.fuhrpark.de als PDF-

Datei herunterladen.

WAs die dAten AussAGen

Preis: Der Preis ist die unverbindliche Preisempfehlung des

Herstellers ohne Mehrwertsteuer in Euro. Handelsübliche Nachlässe

ohne Rahmenverträge wurden berücksichtigt.

Wertverlust: Für die Berechnung der Fahrzeugkosten wird

der Wertverlust des Fahrzeuges zugrunde gelegt, nicht die

Abschreibung, um Kauf- wie auch Leasingfahrzeuge in der

Kostenberechnung erfassen zu können. Als Quelle dienen die

Restwertprognosen von EurotaxSchwacke.

Finanzierung: Bei der Zinsberechnung wird ein durchschnittlicher

Zinssatz von 8,5 Prozent kalkuliert.

Kraftstoff: Als Berechnungsgrundlage dient ein bundesweit errechneter

Durchschnitt der Netto-Preise (Diesel: 1,17 €, Super:

1,30 €). Der Durchschnittsverbrauch basiert auf Angaben von

automobile konzepte e.V..

Laufzeit/Laufleistung: Die Berechnungen basieren auf einer

Laufleistung von 40.000 Kilometern im Jahr bei zwei Laufzeiten:

36 und 48 Monate.

servicerate: Die der Berechnung zugrunde gelegten Wartungsund

Reparaturkosten basieren auf Angaben von automobile

konzepte e.V. und schließen Reifenersatz nicht ein.

Reifen: Berechnungsgrundlage ist eine Laufleistung von

50.000 Kilometern für Sommerreifen sowie für einen Reifen der

durchschnittlichen Preisklasse. Winterreifenumrüstung wurde

nicht in die Kalkulation aufgenommen.

Versicherung: Bei den Versicherungskosten wird die Haftpflicht

(KH) mit 85 Prozent und die Vollkasko (VK) mit 85

Prozent (Zulassung Hannover Stadt) angesetzt. Für die Haftpflicht-Versicherung

gilt sieben Millionen Euro Deckung, für die

Teilkasko 150 Euro Selbstbeteiligung und für die Vollkasko 500

Euro Selbstbeteiligung. Als Kalkulationsgrundlage werden die

Tarife von 78 Versicherungen herangezogen und ein Mittelwert

errechnet. Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass in vielen

Fuhrparks das Stückprämien-Modell Geltung hat, wurden

Diesel und Benziner in der Berechnung gleich gestellt. Sollte

dies in Ihrem Fuhrpark nicht der Fall sein, neigt sich das Pendel

weiter zugunsten des Dieselmotors.

Kfz-steuer: Steuerbefreiung Euro 4, Euro 5 sowie Steuererhöhung

ab 1.1.2004 sind in der Kalkulation mit eingerechnet.

Verwaltungskosten: Als Pauschale für die Verwaltungskosten

im eigenen Hause oder bei einem externen Dienstleister werden

12,78 Euro je Auto und Monat inklusive einer Fahrzeugwäsche

im Wert von 4,25 Euro angesetzt.

sonstiges: Zulassungs- und Überführungskosten werden auf

die Laufzeit verteilt.

Der gesamte Datensatz zum Download:

www.fuhrpark.de/betriebskosten

064

bfp 07/08 2013


Kompaktklasse Betriebskosten auto+Kosten

fabrikat / Modell: Alfa Giulietta 1.4 TB 16V Veloce Alfa Giulietta 1.6 JTDM 16V Veloce Alfa Giulietta 2.0 JTDM 16V Turismo Audi A3 1.2 TFSI Attraction Audi A3 1.4 TFSI Ambiente

Laufzeit (Mon.) bei 40.000 km/Jahr 36 48 36 48 36 48 36 48 36 48

Kosten pro Monat: 1.131,59 1.067,57 975,84 922,93 1.085,50 1.020,97 913,90 870,78 976,45 928,00

Kosten je Km: 0,339 0,320 0,293 0,277 0,326 0,306 0,274 0,261 0,293 0,278

Kosten gesamt: 40.737,25 51.243,49 35.130,34 44.300,71 39.078,12 49.006,70 32.900,45 41.797,31 35.152,30 44.544,22

fabrikat / Modell: Audi A3 1.8 TFSI Attraction Audi A3 1.6 TDI Ambition Audi A3 2.0 TDI Attraction BMW 116i BMW 118i

Laufzeit (Mon.) bei 40.000 km/Jahr 36 48 36 48 36 48 36 48 36 48

Kosten pro Monat: 1.044,69 992,34 945,54 897,01 960,55 912,98 1.023,64 972,76 1.093,16 1.035,60

Kosten je Km: 0,313 0,298 0,284 0,269 0,288 0,274 0,307 0,292 0,328 0,311

Kosten gesamt: 37.608,82 47.632,21 34.039,38 43.056,70 34.579,78 43.822,97 36.850,99 46.692,49 39.353,70 49.709,03

fabrikat / Modell: BMW 125i BMW 118d BMW 120d BMW 125d Citroën C4 Vti 95 Selection

Laufzeit (Mon.) bei 40.000 km/Jahr 36 48 36 48 36 48 36 48 36 48

Kosten pro Monat: 1.237,69 1.173,75 997,09 945,19 1.045,99 990,41 1.163,51 1.100,72 1.015,08 954,39

Kosten je Km: 0,371 0,352 0,299 0,284 0,314 0,297 0,349 0,330 0,305 0,286

Kosten gesamt: 44.556,78 56.339,85 35.895,36 45.368,98 37.655,69 47.539,80 41.886,23 52.834,54 36.542,71 45.810,80

fabrikat / Modell: Citroën C4 Hdi 115 Tendance Ford Focus 1.0 EcoBoost S+S Ambiente Ford Focus 1.6 EcoBoost S+S Trend Ford Focus 1.6 TDCi DPF Trend Ford Focus 1.6 TDCi DPF Trend

Laufzeit (Mon.) bei 40.000 km/Jahr 36 48 36 48 36 48 36 48 36 48

Kosten pro Monat: 988,93 933,64 898,09 841,28 1.049,07 982,70 945,47 883,17 968,09 904,22

Kosten je Km: 0,297 0,280 0,269 0,252 0,315 0,295 0,284 0,265 0,290 0,271

Kosten gesamt: 35.601,38 44.814,65 32.331,34 40.381,44 37.766,43 47.169,65 34.036,94 42.392,37 34.851,31 43.402,52

fabrikat / Modell: Ford Focus 2.0 TDCi DPF Trend Honda Civic 1.4 i-VTEC S Honda Civic 2.2 CDTI S Mazda 3 1.6 MZR Kenko Mazda 3 2.0 MZR DISI Kenko

Laufzeit (Mon.) bei 40.000 km/Jahr 36 48 36 48 36 48 36 48 36 48

Kosten pro Monat: 1.043,80 977,15 951,76 902,35 983,17 929,79 1.107,14 1.046,33 1.196,94 1.130,47

Kosten je Km: 0,313 0,293 0,286 0,271 0,295 0,279 0,332 0,314 0,359 0,339

Kosten gesamt: 37.576,64 46.903,01 34.263,26 43.313,03 35.394,10 44.630,03 39.856,92 50.223,62 43.089,78 54.262,69

fabrikat / Modell: Mazda 3 1.6 MZ-CD DPF Kenko Mazda 3 2.2 MZR-CD DPF Edition Mercedes Benz A 180 Blue Efficiency Mercedes Benz A 200 Blue Efficiency Mercedes Benz A 180 CDI Blue Efficiency

Laufzeit (Mon.) bei 40.000 km/Jahr 36 48 36 48 36 48 36 48 36 48

Kosten pro Monat: 1.038,68 980,20 1.130,56 1.067,94 1.075,23 1.009,97 1.152,90 1.078,10 1.012,69 948,20

Kosten je Km: 0,312 0,294 0,339 0,320 0,323 0,303 0,346 0,323 0,304 0,284

Kosten gesamt: 37.392,35 47.049,63 40.700,33 51.261,26 38.708,13 48.478,71 41.504,27 51.748,62 36.456,96 45.513,68

fabrikat / Modell: Mercedes Benz A 200 CDI Blue Efficiency Mercedes Benz B 180 Blue Efficiency Mercedes Benz B 200 Blue Efficiency Mercedes Benz B 180 CDI Mercedes Benz B 200 CDI Blue Efficiency

Laufzeit (Mon.) bei 40.000 km/Jahr 36 48 36 48 36 48 36 48 36 48

Kosten pro Monat: 1.076,83 1.009,71 1.208,44 1.125,80 1.269,50 1.180,05 1.124,46 1.044,11 1.204,67 1.120,30

Kosten je Km: 0,323 0,303 0,363 0,338 0,381 0,354 0,337 0,313 0,361 0,336

Kosten gesamt: 38.765,71 48.465,87 43.503,84 54.038,35 45.702,05 56.642,31 40.480,54 50.117,11 43.368,30 53.774,40

fabrikat / Modell: Opel Astra 1.4 Edition Opel Astra 1.4 Turbo Edition Opel Astra 1.6 Active Opel Astra 1.3 CDTI DPF ecoFlex S+S Edition Opel Astra 1.7 CDTI DPF Edition

Laufzeit (Mon.) bei 40.000 km/Jahr 36 48 36 48 36 48 36 48 36 48

Kosten pro Monat: 1.043,75 985,03 1.103,10 1.037,64 1.065,28 1.002,12 965,56 908,16 1.030,69 973,23

Kosten je Km: 0,313 0,296 0,331 0,311 0,320 0,301 0,290 0,272 0,309 0,292

Kosten gesamt: 37.575,05 47.281,66 39.711,73 49.806,76 38.350,23 48.101,96 34.760,12 43.591,60 37.104,74 46.714,80

fabrikat / Modell: Opel Astra 2.0 CDTI DPF Edition Peugeot 308 (100) 98 VTi Access Peugeot 308 120 VTi Style Peugeot 308 HDi FAP (90) 92 Access P 308 e-HDi FAP 110 Start&Stop ESG6 Allure

Laufzeit (Mon.) bei 40.000 km/Jahr 36 48 36 48 36 48 36 48 36 48

Kosten pro Monat: 1.026,22 967,92 986,99 930,98 1.092,35 1.021,16 899,13 848,17 1.004,37 941,24

Kosten je Km: 0,308 0,290 0,296 0,279 0,328 0,306 0,270 0,254 0,301 0,282

Kosten gesamt: 36.943,85 46.460,14 35.531,54 44.687,11 39.324,77 49.015,57 32.368,83 40.712,25 36.157,18 45.179,59

fabrikat / Modell: Peugeot 308 HDi FAP 150 Style Renault Megane 1.6 16V 100 Authentique Renault Megane Tce 130 Bose Edition Renault Megane dCi 110 FAP Paris Megane Energy dCi 130 S+S Bose Edition

Laufzeit (Mon.) bei 40.000 km/Jahr 36 48 36 48 36 48 36 48 36 48

Kosten pro Monat: 1.053,09 992,10 1.032,20 976,39 1.143,14 1.070,45 913,24 858,05 1.025,51 960,38

Kosten je Km: 0,316 0,298 0,310 0,293 0,343 0,321 0,274 0,257 0,308 0,288

Kosten gesamt: 37.911,29 47.620,94 37.159,06 46.866,87 41.152,97 51.381,56 32.876,49 41.186,49 36.918,27 46.098,13

fabrikat / Modell: Škoda Fabia 1.2 HTP Fresh Škoda Fabia 1.2 TSI Fresh Škoda Fabia 1.2 TSI Fresh Škoda Fabia 1.6 TDI DPF Fresh Škoda Fabia 1.6 TDI DPF Fresh

Laufzeit (Mon.) bei 40.000 km/Jahr 36 48 36 48 36 48 36 48 36 48

Kosten pro Monat: 848,45 805,61 828,77 783,78 885,48 837,92 799,60 757,20 816,70 770,67

Kosten je Km: 0,255 0,242 0,249 0,235 0,266 0,251 0,240 0,227 0,245 0,231

Kosten gesamt: 30.544,29 38.669,13 29.835,89 37.621,21 31.877,21 40.220,16 28.785,42 36.345,61 29.401,04 36.992,28

fabrikat / Modell: VW Golf 1.2 TSI BMT Trendline VW Golf 1.4 TSI BMT Comfortline VW Golf 1.4 TSI BMT Comfortline VW Golf 1.6 TDI DPF BMT Trendline VW Golf 2.0 TDI DPF BMT Comfortline

Laufzeit (Mon.) bei 40.000 km/Jahr 36 48 36 48 36 48 36 48 36 48

Kosten pro Monat: 876,17 835,46 962,66 914,18 979,14 929,12 869,25 827,31 968,35 918,47

Kosten je Km: 0,263 0,251 0,289 0,274 0,294 0,279 0,261 0,248 0,291 0,276

Kosten gesamt: 31.542,03 40.102,27 34.655,79 43.880,52 35.249,11 44.597,86 31.293,15 39.710,76 34.860,77 44.086,68

bfp 07/08 2013

065


€ 4,– . 68239 / ISSN 1610-563X / 36. Jahrgang . Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover

informationen Parkplatz

vorschau

Vorschau 9-2013

9 2013

Das unabhängige Fachmagazin

für Fuhrparkbetreiber

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Freie Werkstätten

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Haftungsregelung bei Pkw-Miete

Vorschau Pkw-IAA in Frankfurt

Ergonomie im Transporter

BMW Vierer

Fahrbericht: Škoda Octavia

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Weitergabe, Rückgabe, Verwaltung ...

anzeigenschluss: 09.08.2013

erscheinungstermin: 02.09.2013

Fuhrparkmanagement:

Freie Werkstattketten

Transporter:

Ergonomie im Transporter

Autos:

BMW Vierer , Škoda Octavia

Restwertbewertung *

Diese Bewertungsskala gilt für

alle restwertBetrachtungen

Der vorangegangenen seiten!

6: sehr gut b b b b b b

5: gut b b b b b b

4: BefrieDigenD b b b b b b

3: ausreichenD b b b b b b

2: mangelhaft b b b b b b

1: ungenügenD b b b b b b

* ungewichteter Klassendurchschnitt; Quelle: Bähr & Fess Forecasts gmBh, saarBrücKen

Es war einmal ...

Erinnern Sie sich noch? Es gab Zeiten, da kostete ein Kleinwagen unter 6.000 Mark, also etwas mehr als 3.000

Euro. Das war denn auch die Prüfbedingung für einen Autotest, den die Stiftung Warentest vor 40 Jahren durchführte.

Das damalige Ergebnis hat die Stiftung, die seit mehr als zehn Jahren keine Autos mehr testet, jetzt noch

einmal veröffentlicht. Liest man den historischen Text, staunt man. Zum einen über die Unterschiede zu heutigen

Autos, zum anderen über die Ähnlichkeiten.

„Autofahren wird teurer. Steigende Benzinpreise, höhere Versicherungsprämien und wachsende Reparaturkosten

können manchem Käufer den Spaß am fahrbaren Untersatz vergällen.“ So lesen sich die ersten Zeilen des Autotests

aus April 1974 – im gleichen Wortlaut könnte auch ein heutiger Prüfbericht beginnen. Nur, dass die Modelle

von vor 40 Jahren allesamt zwischen 28 und 45 PS lagen und die Fahrleistungen nicht mit den heute üblichen

vergleichbar waren.

Noch vor dem Start aber bemängelten die Prüfer Auslieferungsfehler direkt ab Werk: So kam der Citroën

2CV mit undichtem Tank, beim Datsun Cherry war ein Scheinwerfer falsch eingestellt, der Fiat 127

wurde mit einer fehlerhaften Zündkerze geliefert und der Mini 850 hatte zu lose Bolzen am Radbremszylinder.

12.000 Kilometer quer durch Europa fuhren die Tester die sechs Kleinwagen. Dabei lag ihr

Benzinverbrauch zwischen sieben und neun Liter.

Den heutigen Liebhaber wird es ein bisschen schmerzen, aber besonders viele Minuspunkte sammelte

die Ente: Am Citroën 2CV 6 fanden die Prüfer die schwache Motorleistung, die Bremsen und

den Komfort wenig zufriedenstellend – zum Beispiel hatte die geprüfte Ente kein Gebläse und keinen

Aschenbecher. Vor 40 Jahren gab das einen Punktabzug. Darüber hinaus urteilten die Tester, der Wagen

habe zu wenige Sicherheitsvorkehrungen und die Umweltbelästigung sei stark. Dafür hoben sie den um

den Platz der Rückbank erweiterbaren Kofferraum positiv hervor sowie die geringen Anschaffungskosten

von damals 4.818 Mark – ein Preis für den man heute selbst in Euro wohl kaum noch eine gut erhaltene

Ente bekäme.

Am Testsieger Renault 4, der 1974 genau 5.495 Mark kostete, bemängelten die Autoren nur die wenig zufriedenstellenden

Sichtverhältnisse, lobten dafür aber den sehr geringen Benzinverbrauch, die gute Korrosionsbeständigkeit

und den flexibel großen Kofferraum. Beim Mini (Preis: 5.450 Mark) lobten die Prüfer, was Mini-Fans heute

noch lieben: eine ausgezeichnete Straßenlage. Den Fiat 127, mit 5.990 Mark der teuerste Wagen im Test, hoben

die Experten wegen seiner getrennten Bremskreise hervor. Er war allerdings nach dem Langstrecken-Experiment im

schlechtesten Zustand: Aus Differenzial und Antriebsachse leckte Öl.

Was würden Sie heute zu solchen Autos sagen?

066

bfp 07/08 2013


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