Abrahams V/idder. Nur zwei dieser in Maraccis mit denen, die Dapp

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Abrahams V/idder. Nur zwei dieser in Maraccis mit denen, die Dapp

Dírhter.

Du blendest mich mit Himmeisklarheit,

Es sei nun Täuschung oder Wahrheit,

Genug, ich bewundre dich vor allen " . .

'V/as den Dichter besonders an seiner Huri entzückt, ist eine

Fâhigkeit, die ihn wiederum an Suleika erinnern muß: um

ihm zu gefallen, spricht sie in seiner eigenen Sprache, ja befleißigt

sich seiner eigenen Dichtart:

Dichter.

Genug ich bewundre dich vor allen.

Um ihre Pflicht nicht zu versäumen,

Um einem Deutschen zu gefallen,

Spricht eine Huri in Knittelreimen.

ój

Schon in Höheres und Höchstes war das Motiv angelegt, daß

für den Dichter zur.Vorstellung eines Paradieszustandes die

eigene Sprache gehört. Er möchte, wie es dort in V.r9f.

hieß: >Gar zu gern in deutscher Sprache/ Paradieses-'V/orte

stammeln.( lnV. zt-24 malte er aus, in welchen >Dialekten

. . . sich Mensch und Engel kosen,/ Der Grammatik, der versteckten,/

Deklinierend Mohn und Rosen.< Das war im

Herbst r8r8 gewesen. Im Frühjahr rSzo ließ Goethe dann in

r>Deine Liebe, dein Kuß mich entzückt!< die Huri in >Knittelreimen(

sprechen. Ihre Entgegnung auf des Dichters Verwunderung

und Dankbarkeitsbekundung benutzt Goethe,

um nochmals mit einer kühnen, überraschenden \Vendung

die Abwertung irdischer Frauen kavaliersmäßig abzufangen,

die sich aus einer Ideenassoziation von vier >auserwählten

Frauen< und vier >berechtigten Tieren

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