Abrahams V/idder. Nur zwei dieser in Maraccis mit denen, die Dapp

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Abrahams V/idder. Nur zwei dieser in Maraccis mit denen, die Dapp

Was Goethe rSzo auf seiner Karlsbader Reise für das Buch des

Paradieses nachträglich dichtete, beruhte demnach auf Erinnerungen

an den Koran, wie er sie viereinhalbJahrzehnte mit

sich herumgetragen hatte. Aufgefrischt durch die Orientstu*

dien der Diuan-Epoche, wurden sie zu guter Stunde im Geiste

des neuen Werkes heiter und frei verwendet. Auch dieser

Koran-Partie gegenüber mußte Goethe sich >produktiv verhalten<

im früher gekennzeichneten Sinne. '$/ie er das Motiv

der oÄhnlichkeit< von himmlischen und irdischen Erscheinungen

aus Koran Sure z, Vers z5 mit größtem taktischen

Geschick als stärkstes Mittel einsetzt, um noch einmal nachhaltig

als >FrauenlobHorch! wir andre Musulmanen

Nüchtern sollen wir gebückt sein,

Er, in seinem heilgen Eifer,

Möchte gern allein verrückt sein. <

Die muslimische Auffassung von der Rolle der Frau ist nicht

der einzige kritische Punkt, an dem der Díuan-Dichter sich

zum V/iderspruch gegen den Propheten Mohammed veranlaßt

fühlte. Um der objektiven Darstellung von Goethes

Verhältnis zum Islam willen sollen auch die weiteren Ein-

Goethcs damalige intensive Durchdringung mit Vorstellungen vom islamischen

Paradies sci noch sein Brief an Charlotte Buff vom 8. Okt. r77 2 angeführt

(V/A rv z, 3o): rNein Lotte Sie bleiben miq da{iir geb Ihnen der reiche

im Himmel seine schönsten Frtichte, und wem er sie auf Erden versagt dem

lass er ciroben im Paradiese wo kühle Bäche fließen zwischen palmbäumen

und Früchte drùber hängen wie Gold. . .< - Wie selbstverständlich erwähnr

cr, zwischen rHouris< gesessen zu haben, in einem Brief anJoiranna Fahlmcr

vonJan. ryl+ (WAl' z, r4r); rü/ir haben gestern gessen Wildprettsbraten

und Geleepastete und viel Wein getrunken und zwischen Houries gesesscn

bis ein Uhr Nachts. . .n

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