Spezialberichte - Regierungsrat - Kanton Basel-Stadt

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seine Haltung zu ändern. Die Rekurrentin konnte daher zum vornherein nicht darauf

vertrauen, dass die Gemeindeversammlung in dem vom Gemeinderat ursprünglich

beabsichtigten Sinne entscheiden würde. Ihre "Hoffnung ... auf eine Wertsteigerung

durch eine Einzonung anlässlich der Revision der Nutzungsplanung" vermag daher

keinen rechtlichen Schutz zu begründen. Daran ändert nichts, dass der Hinweis auf

eine längerfristig zur Verfügung stehende Reserve eines baureifen Grundstücks auf

dem oberen Teil der Parzelle im Planungsbericht vom 2. April 2008 vor dem Hintergrund

der bereits im Auflageprojekt vorgesehenen Beibehaltung der Einzonung des

gesamten Grundstücks in der Zone NöI nicht verständlich ist. Dieser Fehler ist nicht

geeignet, die gesetzlich zuständige Planungsbehörde bei ihrem pflicht- und gesetzesgemässen

Entscheid einzuschränken.

7.5 Nichts abzuleiten vermag die Rekurrentin schliesslich auch aus der Festsetzung

des bisherigen Steuerwertes der Parzelle. Dieser beruhte bereits bisher auf

deren Einzonung in der Zone NöI und kann von der Rekurrentin angefochten werden,

falls sie diesen auf der Grundlage der geltenden und erneuten zonenrechtlichen

Zuordnung bestreiten will. Sie kann daher im vorliegenden Zusammenhang auch aus

dem Umstand, dass die Gemeinde heute nicht bereit zu sein scheint, ihr das Grundstück

zu diesem Steuerwert abzukaufen, nichts zu ihren Gunsten ableiten.

7.6 Ob schliesslich eine Nutzung des "X.-Hauses" als Museum zonenkonform wäre,

was die Rekurrentin unter dem Titel einer Verletzung des Vertrauensschutzes

ebenfalls bestreitet, kann offen gelassen werden, da eine solche Absicht vorliegend

nicht zur Diskussion steht.

8.

Nach dem Gesagten ist der Rekurs vollumfänglich abzuweisen. Es ergibt sich insbesondere

in Anbetracht der Ausführungen zum "X.-Haus" und des ausgewiesenen

Bedarfs nach Erweiterung des Schulraumes kein Raum für die eventualiter anbegehrte

Belassung nur eines Teils der fraglichen Parzelle in der Zone NöI.

9.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Rekurrentin die Kosten zu tragen. Entgegen

dem Antrag der Gemeinde Bettingen als verfügender Behörde ist ihr jedoch

ungeachtet ihres Obsiegens und ihrer anwaltschaftlichen Vertretung keine Parteientschädigung

zuzusprechen (§ 30 Abs. 1 VRPG).

Demgemäss erkennt das Verwaltungsgericht:

://: Der Rekurs wird abgewiesen.

Die Rekurrentin trägt die Kosten des Rekursverfahrens mit einer Gebühr von

CHF 3'500.–, einschliesslich Auslagen.

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