Freiwillige Feuerwehr Freising

feuerwehr.freising.de

Freiwillige Feuerwehr Freising

Freiwillige

Feuerwehr

Freising

Ausgabe 2

www.feuerwehr-freising.de

Feuerwehr-Geschichte

130 JAHRE FEUERWACHE 2

Seite 8/9

Brandgefährlich

DACHSTUHLBRAND IN LERCHENFELD

Seite 3

Katastrophenball 2008 Seite 5

Marx zu Gast in Freising Seite 6

Spielmannszug in Rom Seite 11

Feuerwehr Magazin 2009


Editorial

Anton Frankl

Ullrich Kachel

Kommandant Anton Frankl und Vorsitzender Ullrich Kachel

Die Freiwillige Feuerwehr Freising gab erstmals im Jahr 2008 ein eigenes Feuerwehr

Magazin heraus. Der große Erfolg dieser Informationsbroschüre, die über

die vielfältige Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Freising berichtete, veranlasst

uns auch für 2009, ein Feuerwehr Magazin in Auftrag zu geben. Schwerpunkt ist

wieder der Rückblick auf das vergangene Feuerwehrjahr 2008 mit all seinen unterschiedlichen

Einsatz- und Tätigkeitsgebieten. Darüber hinaus findet sich im Feuerwehr

Magazin aber auch bereits eine Vorschau auf das 130-jährige Jubiläum der

Feuerwache 2, welches im Jahr 2009 gefeiert werden kann.

An dieser Stelle danken wir natürlich auch der Firma Gotteswinter sehr herzlich für

die großzügige Unterstützung beim Druck unseres Feuerwehr Magazins.

Sehr erfreulich ist, dass das Feuerwehrjahr 2008 wieder ohne nennenswerten Personenschaden und ohne Unfälle in den

Reihen unserer Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner abgelaufen ist. Die Basis hierfür liegt sicher in unserer qualitativ

hochwertigen Ausbildung und dem umsichtigen Handeln unserer Kameradinnen und Kameraden.

„Alles im Griff!“ So lautete bei der Pressekonferenz am 22. Januar 2009 das Fazit für das Einsatzjahr 2008. Ein eher durchschnittliches

Jahr ohne die ganz großen „Aufreger“ – mal abgesehen vom Dachstuhlbrand in der Erdinger Straße.

Alle Einsätze, Ausbildungen, Veranstaltungen undsoweiter konnten auch 2008 nur durch das große Engagement und die

Mitarbeit aller Kameradinnen und Kameraden erfolgen. Wir sprechen hier allen, die im Jahr 2008 in der Feuerwehr Freising

ihren ehrenamtlichen Dienst getan haben, unseren Dank und unsere Anerkennung aus. Sie alle haben dazu beigetragen,

dass die Feuerwehr Freising ihre Aufgaben wiederum so ausgezeichnet lösen konnte. Wir wünschen allen Kameradinnen und

Kameraden weiterhin viel Freude an ihrer Aufgabe in der Feuerwehr und vor allem einen stets unfallfreien Dienst.

Die Freiwillige Feuerwehr Freising

Herzlich willkommen!

Auch im Jahr 2008 war die Freiwillige Feuerwehr Freising

wieder an allen 365 Tagen des Jahres mit vollem Einsatz für

die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Freising im Dienst. Ob

Dachstuhl- oder Kellerbrand, schwerer Verkehrsunfall oder

entlaufene Ziegen - das Einsatzspektrum der vergangenen

12 Monate hatte es wieder in sich. Doch nicht nur Einsatzund

Übungsdienst prägten das Bild der rund 160 aktiven

Feuerwehrfrauen und -männer im Jahr 2008, auch bei vielen

weiteren Aktionen - wie

dem Besuch des neuen Erzbischofs

Reinhard Marx - waren

die ehrenamtlichen Helfer der

Freiwilligen Feuerwehr stets

präsent.

Auch mit dieser zweiten Ausgabe

des Feuerwehr Magazins

wollen wir Ihnen die Arbeit der

Freisinger Wehr ein Stück weit

näher bringen. Tauchen sie mit

uns ein in die Vielfalt an Einsätzen.

Aber auch andere Berichte, zum Beispiel eine Reportage

über die Historie der Feuerwache 2 in Lerchenfeld, sollen das

Reportoire der Freisinger Einsatzkräfte dokumentieren.

Zwei Feuerwachen

Interessant macht die Feuerwehr Freising aber auch die topographische

Lage der Stadt. Seit jeher war es nötig, zwei Feuerwache

zu betreiben, um in kürzester Zeit alle Einsatzorte im

Stadtgebiet zu erreichen - wahrscheinlich einmalig für eine

Freiwillige Feuerwehr in Oberbayern.

Die Hauptfeuerwache an der

Dr.-von-Daller-Straße wurde im

Jahr 2002 in Dienst gestellt, die

Feuerwache 2 an der Katharina-

Mair-Straße in Lerchenfeld beheimatet

nun schon seit über 30

Jahren den zweiten Löschzug der

Freiwilligen Feuerwehr Freising.

Nun wünschen wir Ihnen viel Spaß

beim Lesen der neuen Feuerwehr

Magazin-Ausgabe!

IMPRESSUM Herausgeber Freiwillige Feuerwehr Freising e.V., Dr.-v.-Daller-Straße 7, 85354 Freising,

www.feuerwehr-freising.de, V.i.S.d.P.: Ullrich Kachel (Vorsitzender), info@feuerwehr-freising.de

Layout und Gestaltung Matthias Spanrad

Redaktion Ullrich Kachel (uk), Florian Wöhrl (fw), Gerald Pratsch (gp), Matthias Spanrad (ms), Florian Ferdinand

Fotos falls nicht anders genannt: Redaktion Druck J. Gotteswinter, München Auflage 500 Stück

2

Feuerwehr Magazin 2009


Offener Dachstuhlbrand (05.04.08)

Fotos: Spanrad (3), Jutta Blume

ein Bericht von ULLRICH KACHEL

Meterhoch schlugen an einem Samstag

im April die Flammen aus dem Dachstuhl

eines mehrstöckigen Gebäudes

an der Erdinger Straße in Lerchenfeld.

Im Speicherbereich war aus unbekannter

Ursache ein Feuer ausgebrochen,

das rasch um sich griff und große Teile

des Dachstuhles erfasste. Die starke

Rauchentwicklung beeinträchtigte die

Anwohner und den Verkehr auf der

vielbefahrenen Erdinger Straße zeitweise

erheblich. Die Freisinger Feuerwehr

rückte mit insgesamt 15 Fahrzeugen

aus beiden Feuerwachen und 69

Einsatzkräften an die Einsatzstelle aus.

Die Einsatzleitung hatten Stadtbrandinspektor

Anton Frankl und Stadtbrandmeister

Oliver Sturde. Zwei Feuerwehrleute

erlitten bei der Brandbekämpfung

leichte Verletzungen.

Bereits bei der Anfahrt war ein riesiger

Rauchpilz über dem Gebäude zu sehen;

die nur wenige Minuten nach der Alarmierung

eintreffenden Kräfte der Feuerwache

2 mit einem HLF standen einem

ausgedehnten Dachstuhlbrand gegenüber.

Eile war insbesondere geboten,

nachdem anfangs nicht auszuschließen

war, dass sich noch Menschen im

Obergeschoß des Gebäudes befanden.

Sofort wurde die Personensuche sowie

die Brandbekämpfung unter schwerem

Atemschutz im Innenangriff aufgenommen.

Parallel dazu leitete man den

Löschangriff auch über die Drehleiter

der Feuerwache 2 von außen her ein.

Zwischenzeitlich unterstützten weitere

Trupps unter schwerem Atemschutz

den Innenangriff. Die eingetroffenen

Kräfte der Hauptfeuerwache nahmen

sofort die Brandbekämpfung vom rückwärtigen

Innenhof aus über die Drehleiter

auf. Insgesamt wurden während der

Löscharbeiten drei C-Rohre eingesetzt.

Nach gut dreißig Minuten war der Brand

vorläufig unter Kontrolle. Die weiteren

Löscharbeiten zogen sich durch die

schwierige Zugänglichkeit des Brandbereiches

noch weit in den Nachmittag

hinein. Insgesamt waren neun Trupps

unter schwerem Atemschutz im Einsatz.

Am AB Atemschutz wurde dazu eine

Atemschutzsammelstelle eingerichtet,

wo die Kräfte entsprechend versorgt

werden konnten. Im Einsatz waren

auch zwei Wärmebildkameras sowie ein

Überdrucklüfter und zwei Nasssauger.

Die Erdinger Straße war während des

Einsatzes mehr als vier Stunden komplett

gesperrt, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen

im ganzen Stadtgebiet

führte. Die letzten Kräfte der

Freisinger Wachen rückten gegen 14.30

Uhr ein. Im Verlauf des Nachmittags

wurde der in Mitleidenschaft gezogene

Dachbereich über die Drehleiter der

Feuerwache 2 mit Folien abgedeckt.

Kuriosum am Rande: Durch die starke

Rauchentwicklung im Bereich der Einsatzstelle

waren zu Beginn des Einsatzes

so gut wie keine Schaulustigen vor Ort.

Dies änderte sich allerdings nach einiger

Zeit vollends.

Feuerwehr Magazin 2009

3


Finanzielle Unterstützung

(uk) Mit einem großzügigen Sponsoring

hat die Firma MES (Munich-Executive-Service)

Handling OHG, Flughafen

München, die Freisinger Feuerwehr

unterstützt. Der vor rund einem Jahr in

der Hauptfeuerwache neugeschaffene

Fitnessbereich wurde von der Firma

MES (Inhaber Klaus Besold und Oliver

Trono) nun durch einen „KeysFitness

1850 Multiturm“ ergänzt.

Zur offiziellen Übergabe kam Oliver Trono,

zusammen mit seinem Sohn Robin

und Freund Finn persönlich zur Übergabe

in die Freisinger Hauptfeuerwache.

Vorsitzender Ullrich Kachel bedankte

sich, zusammen mit Michael Schwind

und Bernd Kirchmann, die die Sache für

die Feuerwehr organisierten, sehr herzlich

für die großzügige Unterstützung.

Ziegen gefangen

(fw) Drei Ziegen sorgten an einem Samstagnachmittag

Ende November für

reichlich Aufregung in Vötting. Die Tiere

waren ausgebüchst und liefen auf der

Giggenhauser Straße umher. Mit vereinten

Kräften konnten schließlich Polizei

und Feuerwehr dem vierbeinigen

„Wochenendausflug“ ein Ende bereiten

und die Ziegen an die Leine nehmen. Sie

wurden vorübergehend im Stall eines

Feuerwehrkameraden untergestellt.

Fitness im Feuerwehrbereich genießt

einen ständig wachsenden Stellenwert.

Gerade im Atemschutzeinsatz

- hier kommt es während des Einsatzes

regelmäßig zu physischen Spitzenbelastungen-

ist die hohe körperliche

Leistungsfähigkeit der Feuerwehrfrauen

und -männer unverzichtbar für den

Einsatzerfolg. Die Freiwillige Feuerwehr

Freising hat mit dem Aufbau der Fitnessbereiche

in beiden Feuerwachen dafür

frühzeitig die Voraussetzungen geschaffen.

Die nunmehr erfolgte Ergänzung

erweitert die Trainingsmöglichkeiten

entscheidend.

Statistik 2008

Einsätze in 2008

399

davon Brände (62), technische

Hilfeleistungen (171), Sicherheitswachen

(80) und Fehlalarme (86)

Detektivarbeit für die Einsatzkräfte der

Feuerwache 2 an einem heißen Tag im

Juni: Eine verschreckte, etwa einjährige

Katze war in einem Anwesen an

der Weldenstraße durch den Kamin

verschwunden. Nur noch lautes Miauen

war von den besorgten Haltern

und Hausbewohner aus der Wand zu

vernehmen, gegen 14 Uhr alarmierten

die Hauseigentümer dann vorsichtshalber

die Kameraden der Feuerwehr

Freising.

Als die Floriansjünger nach kurzer Zeit

aber am Einsatzort ankamen, war vom

Katzenjammer nichts mehr zu hören

und auch vom Tier keine Spur. Auch

die Durchsicht des ins Freie führenden

Ofenrohrs mittels Kaminkehrer-Werkzeug

und bloßen Händen führte zu

Ring am Finger

(fw) Zu einem ungewöhnlichen Einsatz

wurden die Helfer der Feuerwache 1 am

15. Oktober ins Klinikum gerufen. In der

Nothilfe saß ein 10-jähriges Mädchen,

das einen Ring nicht mehr vom Mittelfinger

bekam. Die Ärzte und Pfleger hatten

bereits vergeblich alle konventionellen

Methoden versucht, um den rund 2mm

starken Edelstahlring herunterzubekommen.

Da der Finger des Mädchens stark angeschwollen

war, galt es, das Schmuckstück

möglichst rasch zu entfernen. Mit

einem eigens herangeschafften kleinen

Bolzenschneider gelang es der Feuerwehr

nach rund 30 Minuten, den Ring in

zwei Hälften zu durchtrennen. Das Kind

überstand die ganze Prozedur tapfer und

ohne nennenswerte Blessuren.

16.413

Stunden leisteten die aktiven

Mitglieder der Feuerwehr Freising

im letzten Jahr Dienst. Das

sind im Schnitt über 100 Stunden

pro Person

Katzenjammer alarmiert Feuerwehr

keinem Ergebnis. Ebenfalls mit einem

Stück Schinken wurde versucht, das Tier

ins Freie zu locken – ohne Erfolg. Nach

über einer Stunde Arbeit - sogar Teile

des Kaminrohres mussten entfernt werden

- eröffnete sich den Einsatzkräften

des Rätsels Lösung. Die Katze musste

über den Kamin aufs Dach des Hauses

gelangt sein und von da aus wieder zurück

in den Heizungsschacht.

An dessen Ende im Keller entdeckten

die Kräfte der Feuerwache 2 das Tier

dann und übergaben die junge Katze

- zwar völlig verschreckt und dreckig,

aber wohlauf - an die glücklichen Eigentümer.

Die Feuerwehr Freising war mit

14 Mann und drei Fahrzeugen über eine

Stunde am Einsatzort.

MATTHIAS SPANRAD

4

Feuerwehr Magazin 2009


Baywacht auf bairisch (03.02.08)

(ms) 15 Jahre nach dem Erfolg im Fernsehen

hat die Kultserie „Baywatch“ mit

David Hasselhoff und Pamela Andersson

ihre Renaissance in der Freisinger Mehrzweckhalle

erlebt - und zwar auf bairisch.

Im Fasching 2008 feierten die Freisinger

Hilfsorganisationen ihren traditionellen

Katastrophenball. Katastrophal war aber

so gar nichts, als die Feuerwehr Freising

mit ihrer knapp einstündigen Einlage

den fernen Malibu-Beach nach Freising

zauberte.

Alles fest im Griff hatten die Rettungsschwimmer

von ihrem „Wachturm“ aus,

zum Morgenappell gab‘s erstmal die

Bayernhymne - natürlich live gesungen.

Danach observierten die Retter allerlei

„Strandpublikum“, vom komischen Zauberer,

über den Comebackversuch David

Hasselhoffs, bis hin zur Beatbox-Einlage

zweier Rapper.

Nicht fehlen durfte beim Katastrophenball

auch ein Besuch der Narhalla. Freisings

Prinzenpaar Cordula I. und Stefan

III. sorgte mit seinem Anhang für stimmungsvolle

Einlagen, für Kommandant

Anton Frankl und Ullrich Kachel gab‘s

den Orden des Faschingsvereins. Den

restlichen Abend sorgte die Showband

A9 für angemessene Unterhaltung.

Auch Freisings Politprominenz war dem

Ruf der Hilfsorganisationen gefolgt und

gesellte sich am Samstagabend zum

Tanz. Unter anderem mischten sich

Landratskandidat Josef Riemensberger

und Stadträtin Eva Bönig unters Ballvolk.

Foto: Matthias Spanrad

Schwerer Verkehrsunfall (12.05.08)

(fw) Im Kreuzungsbereich Thalhauser

Straße/Weihenstephaner Ring ereignete

sich am frühen Abend des Pfingstmontags

2008 ein schwerer Verkehrsunfall,

bei dem zwei Personen eingeklemmt

wurden. Ein auf der Thalhauser Straße

stadtauswärts fahrendes Opel Cabriolet

prallte in die Beifahrerseite eines kreuzenden

BMW. Durch den Aufprall wurde

der BMW gegen einen Ampelmasten

geschleudert, sodass sich die Türen auf

beiden Fahrzeugseiten nicht mehr öffnen

ließen.

Von der Feuerwehr mussten die verletzten

Personen im BMW mit Rettungsschere

und Rettungsspreizer befreit

werden. Zur weiteren Versorgung wurden

sie vom Rettungsdienst ins Klinkium

Freising transportiert. An beiden PKW

entstand Totalschaden.

Neben der Befreiung der Eingeklemmten

übernahm die Feuerwehr vor Ort

die Sperrung der Thalhauser Straße und

des Weihenstephaner Rings und die Reinigung

der Fahrbahn. Die Straße konnte

nach rund einer Stunde wieder freigegeben

werden.

Foto: F. Wöhrl

Feuerwehr Magazin 2009

5


„Der Wurzelgrund des Erzbistums“ (13.04.08)

(uk) Mit einem großen Empfang haben

die Bürgerinnen und Bürger aus Freising

und Umgebung im April ihren neuen

Erzbischof offiziell in der alten Bischofsstadt

Freising begrüßt. Mit dabei

auch: die Kameraden der Feuerwehr

Freising.

Bei strahlendem Sonnenschein hießen

Tausende den neuen Oberhirten der

Erzdiözese an jenem Sonntag Mitte April

herzlich am Marienplatz willkommen.

Erzbischof Reinhard Marx traf gegen

neun Uhr am Marienplatz im Herzen

Freisings ein, wo er von Oberbürgermeister

Dieter Thalhammer, Landrat

Manfred Pointner und Dekan Michael

Schlosser mit herzlichen Worten begrüßt

wurde. Erzbischof Marx bedankte

sich in seiner Rede für den überwältigenden

Empfang und zeigte sich glücklich,

in Freising zu sein. Marx: „In Freising

liegt der Wurzelgrund des gesamten

FOTOS: SPANRAD

Erzbistums, deshalb wird Freising auch

immer eine Bischofsstadt bleiben“. Der

Marienplatz bot ein prächtiges Bild. Neben

den offiziellen Vertretern der Stadt

Freising und des Landkreises, dem Klerus

aus der Stadt und dem Erzbistum,

den Ministranten und Schulkindern sowie

den Besuchern waren hunderte von

Mitgliedern der Vereine und Organisationen

mit ihren Fahnenabordnungen

vertreten. Im Anschluss an die Begrüßung

am Marienplatz zog ein prächtiger

Festzug, angeführt vom Spielmannszug

der Freiwilligen Feuerwehr Freising, hinauf

zum Domberg. Mitten im Festzug:

Erzbischof Reinhard Marx in einer Pferdekutsche,

zusammen mit Weihbischof

Dr. Bernhard Haßlberger, OB Thalhammer

und Landrat Pointner. Vor dem feierlichen

Festgottesdienst im Freisinger

Dom schüttelte Erzbischof Marx noch

viele hundert Hände im Domhof und

zeigte sich dabei sehr volksnah. In seiner

Predigt ging Marx neben aktuellen

Glaubensfragen auch auf die Stammzellenforschung

ein. Für ein Schmunzeln

sorgte seine Aussage: „Der heilige Korbinian

war kein Bayer – und ich bin es

auch nicht“, mit welcher Marx auf seine

westfälische Herkunft anspielte. Nach

dem Gottesdienst war Gelegenheit zur

Begegnung mit dem Erzbischof in der

Aula des Domgymnasiums gegeben, wo

auch die Vertreter der Freisinger Feuerwehr

die Möglichkeit zum persönlichen

Gespräch hatten. Mit einer Vesper im

Dom klang der Besuch am Nachmittag

harmonisch aus. Die Freisinger Feuerwehr

war, zusammen mit den Außenwachen,

wieder mit umfangreichen Absperr-

und Sicherheitsaufgaben während

des Besuches betraut. Darüber hinaus

wurde auch eine Feuersicherheitswache

am Domberg bereitgestellt. Fazit: es hat

alles bestens geklappt und es ist nichts

passiert.

ULLRICH KACHEL

6

Feuerwehr Magazin 2009


Seniorennachmittag (16.03.08)

(uk)„Gegenwart“ und „Vergangenheit“

wurden wieder lebendig! Beim bestens

besuchten Feuerwehrseniorentreffen

2008 in der Freisinger Hauptfeuerwache

trafen sich im März mehr als fünfundzwanzig

Feuerwehrsenioren der Freiwilligen

Feuerwehr Freising. Begeistert

nahmen sie an dem Traditionstreffen

teil und tauschten vor allem ihre Erinnerungen

an Früher aus. Ganz besonders

begrüßt werden konnten die Ehrenstadtbrandmeister

Max Hösl und Peter

Offenberger sowie der Ehrenvorsitzende

Peter Reisch.

Nach mehreren Jahren trafen sich

die Kameraden erstmals in der neuen

Hauptfeuerwache, wo nach der Begrüßung

durch den Vorsitzenden Ullrich

Kachel, sowie SBI Anton Frankl und SBM

Oliver Sturde, der Spielmannszug ein

Ständchen gab und der verstorbenen

Mitglieder gedacht wurde. Nach einer

gemütlichen Kaffeetafel war ein Rundgang

durch die Hauptfeuerwache angesagt.

Und hier wurden nicht nur die allerneuesten

und modernen Fahrzeuge,

wie zum Beispiel die Wechselladerfahrzeuge

bewundert und hinterfragt, ganz

besonders sprudelten die Erinnerungen,

als der Weg an den beiden Oldtimerfahrzeugen

TLF 16 „4er“ (Baujahr 1957)

und die DL 27 (Baujahr 1939) – beide im

Bestzustand - vorbeiführte.

Viele Einsätze von damals verbunden

mit ernsten und lustigen Anekdoten

ließen die Kameraden nochmal lebendig

Revue passieren. Lebhaft gingen die

Gespräche dann am Tisch weiter, wo am

Abend noch eine ausgiebige Brotzeit auf

alle wartete. Viele Bilder, Zeitungsberichte

und Einsatzberichte von damals

und Erzählungen von früher und heute

ließen das Feuerwehrseniorentreffen

2008 erst spät am Abend ausklingen.

Und alle waren sich darüber einig, dass

es ein gelungener Tag war und das

nächste Treffen möglichst bald wieder

stattfinden sollte.

Fürs Gelände gerüstet (15.09.08)

(ms) Um ein neues Fahrzeug reicher ist

der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr

Freising seit September. Zusammen mit

Prädikant Rolf Lübkert und Feuerwehrseelsorger

Axel Windecker stellte Oberbürgermeister

Dieter Thalhammer das

neue Kommandofahrzeug für die Feuerwache

2 in Dienst. Mit dem geländefähigen

Fahrzeug wurde in der Wache in

Lerchenfeld ein alter Audi 80 ersatzbeschafft,

der nach gut 20 Jahren endlich

in den wohlverdienten Ruhestand „fahren“

durfte.

Kommandant Frankl rechtfertigte in seiner

kurzen Ansprache vor allem die Anschaffung

eines geländefähigen Fahrzeuges.

„Wir brauchen kein Luxusgefährt,

sondern ein vernünftiges Arbeitsgerät.“

Größere Einsätze, wie das ausgedehnte

Hochwasser im August 2005 oder

aufwändige Schadenslagen im ganzen

Landkreis Freising, hatten den Verantwortlichen

der Freisinger Feuerwehr

den Ausschlag gegeben, sich gegen ein

normales Kommandofahrzeug und für

einen robusten und geländefähigen

PKW zu entscheiden.

Seinen kirchlichen Segen erhielt das

neue Fahrzeug am

Montag von Axel

Windecker und Prädikant

Rolf Lübkert.

Windecker, der unter

anderem auch

als Feuerwehrseelsorger

im Landkreis

unterwegs ist, stellte

in seiner kurzen

Predigt klar, „dass

der Segen Gottes

nicht als Garantie für Unfallfreiheit gesehen

werden darf.“ Viel mehr, so betonte

der Geistliche weiter, müsse man

auf die eigene, vorsichtige Fahrweise

vertrauen. Lob fand Windecker für alle

ehrenamtlichen Hilfskräfte. „Es ist wichtig,

dass Menschen für Andere da sind.

Und dazu braucht es eben das technische

Gerät.“

Feuerwehr Magazin 2009

7


von MATTHIAS SPANRAD

Die Geschichte der Feuerwache 2 beginnt

im Oktober 1879. Es entstand

eine eigene Feuerwehr für den wachsenden

Stadtteil, die nur bei Inspizierung

oder bei Brandfällen dem Kommando

der Freisinger Stadtfeuerwehr

unterstellt war, wie aus Überlieferungen

zu entnehmen ist.

Erster Kommandant der neu gegründeten

Wehr in dem Stadtteil wurde Joseph

Niedermaier, Wirt der Gastwirtschaft

Grüner Hof an der Erdinger Straße. Als

Mitinitiatoren waren dabei Freisings

Bürgermeister Hofrat Mauermeyer,

Stadtbaumeister Abele und der Vereinsvorsitzende

der Freising Feuerwehr,

Schmidt. Bereits ein Jahr vor der offiziellen

Gründung war eine Feuerwehrabteilung

in Lerchenfeld ins Leben gerufen

worden. Als erste Geräte standen eine

130 Jahre Feuerwache 2 - Brandbekämpfung

Druckspritze und mehrere Leitern zur

Verfügung. Die Gründung der Feuerwehr

im heute größten Stadtteil war nötig

geworden, da sich auch rechtsseitig

der Isar immer mehr Schadensfälle ereignet

hatten und die Löschmannschaften

aus der Stadt im Brandfall viel zu

lange brauchten.

Eine erste Bewährungsprobe bestand die

aus der Taufe gehobene Feuerwehr in

Lerchenfeld am 27. Juli 1883 knapp vier

Jahre nach der Gründung. Im Lerchenfelder

Anwesen mit der Hausnummer

1050 war ein Brand ausgebrochen, den

die Lerchenfelder Floriansjünger rasch

löschen konnten. Berichtet wird auch,

dass die Freisinger Stadtfeuerwehr mit

gehöriger Verspätung eingetroffen war.

Als Grund - so wird überliefert - wurden

eine zu spät gehörte Feuerglocke und

eine abgesperrte Brücke beim Karlwirt

angegeben. Ärger gab es im Zuge dieser

ersten Bewährungsprobe aber auch auf

Seiten der Lerchenfelder Brandbekämpfer.

Weil der hiesige Kommandant, Grünhofwirt

Joseph Niedermaier, es nicht für

nötig hielt, auszurücken, wurde er zur

Verantwortung gezogen.

In den Anfangsjahren war die Ausrüstung

der Lerchenfelder Einsatzkräfte

zunächst mangelhaft. Die Stadtfeuerwehr

konnte keine überzähligen Geräte

abtreten und auch Geld stand wenig zur

Verfügung. 69 Mark wurden

zur Anfangszeit vom Freisinger

Magistrat zur Verfügung

gestellt. Untergebracht

waren die wenigen

Gerätschaften in der Scheune

des Krautgartenhüters.

In einem Magistratsprotokoll

aus dem Januar 1885

wurde die Anschaffung einer

ersten Wasserspritze

kurz und knapp erwähnt,

welche weiter im bestehenden

Schuppen des Krautgartenhüters

untergebracht

werden sollte. Zwei Jahre

nach der Inbetriebnahme

des ersten Feuerwehrfahrzeug

ähnlichen Geräts in

Lerchenfeld wurde vom Adjutanten

der Lerchenfelder

Wehr Joseph Stießberger

sogar angeregt, bei Alarmierungen

im Brandfall mit der Spritze des

Stadtteils auch auf die andere Seite der

Isar auszurücken. Wie einer Chronik aus

dem vergangenen Jahrhundert aber zu

entnehmen ist, „lehnt der Magistrat das

Angebot jedoch ab mit der Begründung:

man erachtet es als notwendig, dass

diese Löschmaschine an ihrem Bestimmungsort

verbleibe.“

10 Mann am Anfang

Die Lerchenfelder Wehr bestand zu

dieser Zeit aus 10 Mann, so lässt sich

vermuten, da der einem Magistratsbeschluss

vom November 1892 nach auf

Bitte des Lerchenfelder Feuerwehrrats

100 Mark von der Stadt Freising für 10

Helme bewilligt wurden.

Zum Feiertag Mariä Himmelfahrt (14.

Mai 1896) durften die Lerchenfelder

Feuerwehrmänner dann den großen

Tag der Standartenweihe feiern. Im Freisinger

Tagblatt war Tags darauf folgende

Meldung zu lesen: „Im Stadtteile rechts

der Isar, Lerchenfeld genannt, gründete

sich im Jahre 1879 eine freiwillige Feuerwehr,

welche durch Spenden von ehrenamtlichen

Mitgliedern so in den Besitz

einer Standarte gelangte, deren Weihe

am gestrigen Tage vollzogen wurde. Vormittags

10 Uhr…“. Diese erste Standarte

8

Feuerwehr Magazin 2009


damals und heute im Stadtteil Lerchenfeld

der Lerchenfelder Feuerwehr ging später

jedoch verloren.

Jubiläums-Programm

Ihr 130-jähriges bestehen feiert

die Feuerwache 2 in diesem

Jahr. Am Freitag, 19. Juni, steigt

in der Feuerwache 2 (Katharina-

Mair-Straße1) ein öffentlicher

Kabarett- oder Musikabend, am

Samstagabend (20.6.) feiern alle

Kameraden einen Festgottesdienst,

danach wird im feuerwehreigenen

Kreis gefeiert.

Weitere Informationen folgen auf

www.feuerwehr-freising.de

25-jähriges Bestehen

Doch nicht nur bei Einsätzen bewiesen

die Feuerwehrmänner in Lerchenfeld

tatkräftig ihr Können, auch das Vereinsleben

blühte nach und nach auf. Zu lesen

ist von Christbaumfeiern und Sommerfesten,

weiterhin schlossen neue

Mitglieder aus Lerchenfeld die Lücken

in den Reihen. Aber auch auf treue und

gründliche Diensterfüllung legte man in

den Anfangsjahren großen Wert. So ist

in einer Chronik zu lesen, dass für einen

Kameraden eine Strafe verhängt wurde,

weil er an allen vier Übungen 1901, trotz

Aufforderung, nicht teilgenommen hatte.

Im Jahr 1905, ein Jahr zu spät, feierte

man in Lerchenfeld dann das Fest zum

25-jährigen Bestehen. Sogar im Freisinger

Tagblatt war ein kleiner Artikel zu

lesen. Zahlreiche Teilnehmer aus den

benachbarten Feuerwehren Neustift,

Stadt Freising, Fabrik Steinecker, Attaching,

Vötting und Sünzhausen waren

zum Jubelfest ebenso erschienen wie

Bürgermeister Bierner mit seinen Magistratskollegen.

Mitglieder zählte die

Lerchenfelder Wachabteilung in dieser

Zeit 31 aktive und neun passiv.

Eine neue Heimat

Die größte Errungenschaften Feuerwehr

folgten dann aber zwei beziehungsweise

drei Jahre nach dem Jubiläum, als

die Freisinger Stadtväter zunächst 1420

Mark in eine vierrädrige Saugspritze

investierten. In einem Magistratsprotokoll

war dazu kurz und knapp zu lesen:

„Freiw. Feuerwehr erhält im Juli

eine vierrädrige Saugspritze um 1420

M“. Ein Jahr darauf, im Jahr 1908, errichteten

die Stadtväter am Beginn der

Moosstraße das erste Feuerwehrhaus

in Lerchenfeld. „Herstellung einer Feuerlöschgerätemise

im Lerchenfeld zur

Unterbringung der […] angeschafften

Feuerspritze zwischen Moosstraße und

dem Feldweg“, steht im Magistratsprotokoll.

.

Ein Stadtteil wächst

Der Stadtteil jenseits der Isar wuchs in

dieser Zeit stetig. Waren es 1865 noch

34 Wohnhäuser, so waren es nach der

Jahrhundertwende bereits über 100 Gebäude

in Lerchenfeld.

Im Jahr 1926 wurde man dann sogar

an die zentrale Feuermeldeanlage der

Stadt angeschlossen, ein Jahr später

weitete die Stadt ihr Wassernetz bis

über die rechte Seite der Isar hinweg

aus. Gut gerüstet konnten die Lerchenfelder

Feuerwehrleute so am 26. Mai

1929, zeitgleich mit der Weihe einer

neuen Fahne, die immer noch im Besitz

der Feuerwehr Freising ist, mit Stolz ihr

50-jähriges Bestehen feiern.

Die letzten Aufzeichnungen dieser Zeit

stammen vom 10.3.1933, als im Freisinger

Tagblatt ein weiterer, modernisierender

Schritt für die Lerchenfelder

Feuerwehr zu lesen war: Die Kompanie

Lerchenfeld erhält eine Kleinmotorspritze

der Firma Magirus-Ulm.“ Ebenfalls

am Jahr 1933 wurden die bis dahin eigenständigen

Feuerwehren Neustift,

Freising und Lerchenfeld zum Feuerwehrverband

Freising-Stadt zusammengefügt

und in Kompanien aufgeteilt,

wobei die Feuerwehr Lerchenfeld zur

sechsten Kompanie erhoben wurde.

Einen eigenen Kommandanten, Kassier

und Schriftführer gab‘s fortan rechtsseitig

der Isar nicht mehr.

Schritt in ein modernes Zeitalter

Seitdem hat sich die Feuerwehr in Lerchenfeld

stetig weiterentwickelt. Zusammen

mit der Hauptfeuerwache haben

viele Veränderungen die Feuerwache 2

und somit die ganze Freiwillige Feuerwehr

Freising modernisiert und erweitert.

Am 22. November 1974 wurde an

der Erdinger Straße (heute Katharina-

Mair-Straße) die immer noch bestehende

Feuerwache 2 mit Fahrzeughalle und

dreigeschossigem Wohnhaus eingeweiht.

Der damalige Oberbürgermeister

der Domstadt, Dr. Adolf Schäfer, übergab

in Anwesenheit zahlreicher Lokalprominenter

den Neubau an die Feuerwehr,

Kommandant Lorenz Abstreiter dankte

es ihm mit den Worten: „Lerchenfeld

und seine Feuerwehr haben jahrelang

auf diesen Tag gewartet.“

Mitte der 90er Jahre erweiterten die Kameraden

die Fahrzeughalle in Eigenarbeit

um einen Anbau für die historischen

Fahrzeuge der Feuerwehr Freising. Der

Schuppen an der Moosstraße, das erste

wirkliche Feuerwehr-Gerätehaus in

Lerchenfeld, wurde im Jahr 1975 abgerissen.

Auch die Ausstattung der Feuerwehrwache

2 in Lerchenfeld änderte sich

zusehends. Konnte man sich 1907 noch

über die erste vierrädrige Feuerspritze

freuen, erhielt die Wache um die Jahrtausendwende

eine neue Drehleiter

und ein Löschfahrzeug, das dem modernsten

Stand der Technik entspricht.

Pünktlich zum Tag der offenen Tür 2008

wurde dann auch noch ein neues Kommandofahrzeug,

ein Nissan Xtrail, in Betrieb

genommen. FOTOS: Archiv FF Freising

Feuerwehr Magazin 2009

9


Übung im Brandcontainer (13.06.08)

(ms) Für den Ernstfall wieder gut vorbereitet

haben sich acht Kameraden und

eine Kameradin der Freiwilligen Feuerwehr

Freising Mitte Juni.

Mit anderen Einsatzkräften aus dem

ganzen Landkreis Freising bewältigten

die Floriansjünger aus der Domstadt

den Brandübungscontainer, der ein ganzes

Wochenende über in Zolling den

Landkreisfeuerwehren zur Verfügung

gestanden war.

Der mit Gas befeuerte Brandcontainer

stellt eine hervorragende Übungsmöglichkeit

für Feuerwehren da. Zum einen

werden die Einsatzkräfte durch das offene

Feuer an die Hitze bei realen Einsätzen

gewöhnt, zum anderen können

in dem Übungsobjekt Einsatzszenarien,

wie zum Beispiel ein Flashover, ein Friteusenbrand

und der Brand einer Gasflasche

detailgetreu dargestellt und beübt

werden.

begeistert von der realen und „brandheißen“

Übungsmöglichkeit, die eine

Abwechslung zu normalen, trockenen

Feuerwehrübung darstellt. Auch Neu-

Landrat Michael Schweiger hatte am

Freitagnachmittag den Brandbekämpfern

einen Besuch in Zolling abgestattet

und sich zusammen mit Kreisbrandinspektor

Bruno Zimmer und Atemschutz-

Chefausbilder und Kreisbrandmeister

Siegfried Probst ein Bild von der Tätigkeit

in und um den Container gemacht.

Am Ende waren viele der Übungsteilnehmer

erschöpft, zeigten sich aber

Fotos: Spanrad

Glückwunsch zur Wiederwahl (01.03.08)

(uk) Mit jeweils überzeugenden Ergebnissen

wurden Anton Frankl als Kommandant

(81,9 %) und Oliver Sturde als

stellvertretender Kommandant (84,0

%) in ihren Ämtern bestätigt.

OB Dieter Thalhammer und Amtsleiter

Robert Zellner (Feuerwehr und Katastrophenschutz)

gratulierten den alten

und neuen Kommandanten – ebenso

wie die Kameradinnen und Kameraden

der Feuerwehr - sehr herzlich zu ihrer

Wiederwahl. OB Thalhammer: „Ich gratuliere

Ihnen zu Ihrer Wiederwahl und

wünsche Ihnen weiter viel Erfolg bei Ihrer

Arbeit. Nicht zuletzt durch Ihr großes

Engagement genießt die Freisinger Feuerwehr

auch außerhalb der Stadt einen

sehr guten Ruf!“

Nach erfolgreicher Wahl (v.l.): OB Dieter Thalhammer, Anton Frankl,

Oliver Sturde und Amtsleiter Robert Zellner

(Foto: MS)

Frankl und Sturde bedankten sich abschließend

für die Wiederwahl und das

ausgesprochene Vertrauen und versicherten,

dass die erfolgte Wiederwahl

ein großer Auftrag für die nächsten

sechs Jahre sei.

Fotos: Matthias Spanrad

10

Feuerwehr Magazin 2009


Spielmannszug in Rom (31.05.08)

(uk) Eine unvergessliche Reise nach Rom

erlebten 40 Mitglieder des Spielmannszugs

der Freiwilligen Feuerwehr Freising

und ihre Angehörigen von 22. bis 25.

Mai im Zuge der Benedikt-Parade.

Eine ausführliche Besichtigung des Petersdoms

mit Besteigung der Kuppel

stand zum Beispiel auf dem Programm.

Da das Wetter nach viertägigem Dauerregen

wieder schön sonnig war, konnten

einige Mitglieder auch den Blick vom

Balkon der Kuppel aus genießen. Am

zweiten Tag gab es zum ersten Mal ein

Zusammentreffen aller Musikkapellen.

Neben den Stadtkapellen aus Bad Tölz,

Starnberg, Eichstätt und noch vielen

weiteren Gruppen marschierte auch der

Spielmannszug Freising auf den Petersplatz

ein. Alle 1000 Musikanten spielten

zusammen unter anderem die Bayernhymne

und zogen anschließend in den

Petersdom ein. Da außer den Freisingern

kein anderer Spielmannszug vor

Ort war, weckten die Damen und Herren

unter Tambourmajor Norbert Hörl immer

wieder das Interesse der Medien.

Am Samstag (24.05.08) wurde das antike

Rom mit Collosseum, Forum Romanum

und Capitols erkundet. Am Nachmittag

fand der eigentliche Grund der Reise,

nämlich die Teilnahme an der Benedikt-

Parade, statt. Vom Petersplatz aus verlief

der Festzug zur Piazza di Risorgimento

und Via S. Porcari zur Engelsburg und

über die Prachtstraße Via del Conziliazione

zurück zum Petersplatz. Wie bereits

am Vorabend stimmten nach Abschluss

der Parade alle Musiker gemeinsam einige

Musikstücke an.

Danach ging es aber über zum gemütlichen

Teil des Abends: „Pasta-Party“ unter

der Allee neben der Engelsburg! Die

Organisatoren hatten alles sehr gut im

Griff und schon bald konnten alle Musiker

bei Pasta, einem gekühltem Getränk

und Tiramisu den lauen Abend und die

wunderbar gelöste Stimmung genießen.

„Musik kennt keine Grenzen“, dieser

Spruch galt auch hier. Es folgte ein gemütliches

Beisammensein mit Musik,

Tanz und Schuhplattln. Das einzige Problem

der Pasta-Party war es, die Musiker

wieder von dort weg zu bekommen.

Zum Abschluss dieses sehr gelungenen

und unvergesslichen Abends gab es ein

stimmungsvolles Feuerwerk von der Engelsburg

aus. Jeder hatte die Erlebnisse

des vergangenen Abends noch auf sich

wirken lassen.

Die Teilnahme am Angelusgebet stand

am Sonntag (25.05.08) auf dem Programm.

Diesmal durfte der Spielmannszug

Freising mit seinem prächtigem

Schellenbaum voran mit Zug-Nr. 1 auf

den Petersplatz einziehen. Kurz nach

12.00 Uhr erschien Papst Benedikt XVI.

am Fenster seines Büros im Apostolischen

Palast, betete den „Engel des

Herrn“ und spendete seinen Segen.

Anschließend grüßte er die Gläubigen

in vielen Sprachen und richtete jeweils

einige Worte an sie. Als sich der Heilige

Vater in deutsch dafür bedankte, „dass

die Kapellen ihre Musik nach Rom gebracht

haben“, jubelte die Menge.

Foto: Spielmannszug

Brennt Ihr Termin?

0 89-32 37 07-0

Wir löschen!

Schnell,

sicher

und gut!

Joseph-Dollinger-Bogen 22

www.gotteswinter.de

service@gotteswinter.de

Feuerwehr Magazin 2009

11


Blick hinter die Kulissen der Feuerwehr (28.09.08)

Strahlender Sonnenschein, knapp 2000

Besucher, leuchtende Kinderaugen und

viel Feuerwehr zum Anfassen für Groß

und Klein – der Tag der offenen Tür in

der Feuerwache 2 Ende September

war ein voller Erfolg.

Zunächst waren es nur ein paar kleine

Flammen, dann – einen großen Schluck

aus der Wasserflasche später – hatte

sich eine gewaltige Stichflamme gen

Lerchenfelder Himmel gestreckt. Kein

Actionfilm, sondern mit einer vorsätzlich

gelegten Fettexplosion hatten zwei Feuerwehrkameraden

bei einer Vorführung

eindrucksvoll demonstriert, was – zum

Beispiel im heimischen Küchenbereich –

ein derartiger Fehlgriff anrichten kann.

Der Atem stockte einigen Zuschauern,

als sich – in wechselnden Vorführungen

– zwei Kameraden im Zuge einer

Selbstrettungsübung von einer fast ganz

ausgefahrenen Drehleiter her abseilten.

Fest in Kinderhand waren ein historisches

und aktuelles Fahrzeug der Freisinger

Feuerwehr, mit denen die großen

und kleinen Gäste sich den Traum

einer Fahrt mit dem Feuerwehrfahrzeug

samt eingeschaltetem Blaulicht erfüllen

konnten.

Keine Angst hatten die kleinsten Besucher

auch vor den beiden Feuerwehrkameraden

in giftgrünen Chemieschutzanzügen,

die zu einem Magneten für viele

Kinder geworden waren. Rundum war

der Tag der offenen Tür der Feuerwache

2 ein voller Erfolg. ms

Feuerwehr Magazin 2009


Hoher Besuch in der Feuerwache 1 (16.06.08)

(uk) Prominenter Besuch in der Hauptfeuerwache:

Beim 6. Floriansempfang

der Freiwilligen Feuerwehr Freising im

Juni konnte der bayerische Innenminister

Joachim Herrmann als Ehrengast

und Hauptredner begrüßt werden. „Ich

bin sehr gerne nach Freising zur Feuerwehr

gekommen“, versicherte der

Innenminister, „denn die Feuerwehren

sind die großartigste Bürgerbewegung

in unserem schönen Bayernlande.“ Innenminister

Herrmann sprach anschließend

zum Thema: „Aktive Jugend – sichere

Zukunft“.

Stadtbrandinspektor Anton Frankl und

Vorsitzender Ullrich Kachel konnten

namens der Freisinger Feuerwehr zum

Floriansempfang 2008 mehr als 160

geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft,

Klerus und öffentlichem Leben in der

Hauptfeuerwache willkommen heißen.

Freisings Bürgermeister Rudolf Schweiger

(in Vertretung von OB Thalhammer)

begrüßte den Ehrengast seitens der

Stadt Freising.

Mit den Worten „die besten Feuerwehrfahrzeuge

nutzen nichts, wenn es nicht

die entsprechenden Menschen gäbe,

die sie erfolgreich einsetzen“, stieg Innenminister

Herrmann mit einer grundsätzlichen

Betrachtung des Feuerwehrdienstes

in das Thema ein. Herrmann

betonte, dass die Feuerwehren nicht

irgendein Hobby- oder Freizeitclub seien,

sondern Engagement und Einsatz

erfordern.

Die Zunahme der Jugendkriminalität

bezeichnete der Innenminister als „Besorgnis

erregend“, wobei hier die Jugendgewalt

eine besondere Rolle spiele.

Eine große Herausforderung seien die

Alkoholexzesse bei Jugendlichen sowie

die Killerspiele am PC, so Herrmann.

Aktion saubere Landschaft (02.03.08)

(ms) Unter dem Motto „Aktion saubere

Landschaft“ haben an einem Samstagnachmittag

im März wieder zahlreiche

Kinder und Jugendliche in ganz Freising

große Mengen an Müll und Unrat gesammelt.

Auch eine Gruppe der Freisinger

Jugendfeuerwehr beteiligte sich

an der Aktion.

Die Begrüßung an dem Tag

hatte Oberbürgermeister

Dieter Thalhammer selbst

übernommen. Das Freisinger

Stadtoberhaupt

freute sich, dass wieder

eine stattliche Zahl an

Kindern und Jugendlichen

dem Aufruf gefolgt war.

Neben dem Freisinger

Feuerwehr-Nachwuchs

war auch das THW-Freising,

eine Jugendgruppe

der islamischen Gemeinde

und mehrere Buben

und Mädchen der Karl-

Meichelbeck Realschule

mit von der Partie. Auch

die Stadträte Tobias

Eschenbacher, Ulrich Vogel

und Bernhard Meier griffen selbst

zu Handschuh und Müllsack und halfen

den ganzen Vormittag über.

Die Jugendlichen der Feuerwehr Freisinger

waren rund um die Wieskirche unterwegs.

Neben mehreren Müllsäcken

Sprach beim Floriansempfang:

Bayerns neuer und alter Innenminister

Dr. Joachim Herrmann. F: MS

voller Unrat sammelten die Feuerwehrler

auch einen Kinderwagen und ein

größeres Stück eines Zauns ein. Im Anschluss

an die Aktion wurden alle Helfer

mit Getränken und Wurstsemmeln

belohnt.

MATTHIAS SPANRAD

Feuerwehr Magazin 2009

13


LKW defekt

(fw) Einen ganzen Donnerstagabend

lang im Februar hielt der Fahrer eines

holländischen LKW die Feuerwehr Freising

auf Trab. Gegen 18:00 Uhr wurde

die Feuerwache 1 in die Mainburger

Straße alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus,

dass der Berufskraftfahrer bei einem

Wendemanöver einen der beiden

Fahrzeugtanks beschädigt hatte und

daraufhin mehrere hundert Liter Diesel

ihren Weg ins Freie suchten.

Vom Inhaber des belieferten Landmaschinenhändlers

wurden bereits Auffangwannen

untergeschoben, sodass

der Treibstoff nicht in die Kanalisation

eindringen konnte. Die Feuerwehr

pumpte rund 600 Liter aus den Tanks

ab und reinigte die Fahrbahn. Auch auf

der Anfahrt hatte der Lastwagen schon

eine breite Dieselspur gelegt, die von

weiteren Helfern, darunter auch ein LF

der Feuerwache 2, abgebunden wurde.

Hilfreiche Unterstützung kam auch vom

Bauhof mit einer Kehrmaschine. Erhebliche

Verkehrsbehinderungen im abendlichen

Berufsverkehr waren unvermeidlich.

Nach Abrücken der Einsatzkräfte machte

sich ein Pannehelfer des LKW-Herstellers

daran, das havarierte Fahrzeug wieder

flott zu machen - mit zweifelhaftem

Erfolg. Als der LKW die Fahrt fortsetzte,

traten wiederum größere Mengen Diesel

aus, die nochmals von der Feuerwache

1 in Zugstärke von der Mainburger

Straße gekehrt werden mussten.

Dampflok

(fw) Offenbar der Rauch aus dem Schlot

einer in den Freisinger Bahnhof einfahrenden

Dampflokomotive hat an einem

Freitagnachmittag Anfang Dezember

(5.12.) mehrere Passanten derart irritiert,

dass sie an einen Brand im Hotel

„Boardinghaus“ am Bahnhofplatz glaubten

und vorsorglich die Feuerwehr alarmierten.

Vor Ort konnte durch den rasch

ausgerückten Löschzug der Hauptfeuerwache

die Sache jedoch umgehend

geklärt und das altertümliche Verkehrsgerät

als Ursache an die Einsatzzentrale

rückgemeldet werden. Eine Gefahr bestand

zu keiner Zeit.

Brand in Kinderzimmer

(ms) In den frühen Morgenstunden des

23. April 2008, kurz nach 3 Uhr, erreichte

die Feuerwehr Freising die Alarmmeldung:

„Brand in Kinderzimmer“ in

einem Wohnkomplex an der Unteren

Isarau. Löschzüge beider Freisinger Wachen

rückten mit neun Fahrzeugen aus,

um den ausgedehnten Zimmerbrand -

ausgebrochen in einem Kinderzimmer

- zu bekämpfen. Insgesamt waren vier

Trupps unter schwerem Atemschutz

und zwei C-Rohre im Einsatz. Verletzt

wurde niemand, die Bewohner der

Wohnung hatten sich vor Eintreffen der

Feuerwehr noch selbst in Sicherheit

bringen können.

Tiere gerettet

(fw) Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus

in Lerchenfeld am 12. August

wurde die Küche durch das Feuer

vollständig zerstört.

Zwei Trupps unter schwerem, umliftunabhängigem

Atemschutz nahmen mit je

einem C-Rohr die Brandbekämpfung im

Innenangriff vor. Das Feuer war bereits

nach kurzer Zeit unter Kontrolle und die

Löschversuche zeigten große Wirkung.

Die Wohnung wurde durch Rauch aber

stark in Mitleidenschaft gezogen. Personen

wurden nicht verletzt. Eine Katze

und ein Hamster wurden von der Feuerwehr

mit schweren Rauchvergiftungen

gerettet.

Schon auf der Anfahrt zur Brandstelle

war große Eile geboten, Flammen schlugen

bereits aus einem Fenster, als das

erste Löschfahrzeug den Einsatzort erreichte.

Auch aus der Eingangstüre der

Wohnung drang bereits dicker, schwarzer

Rauch. Ein Trupp betrat unter schwerem

Atemschutz die Brandwohnung,

sofort wurde die Brandbekämpfung im

Innenangriff vorgenommen. Nach gut

zehn Minuten konnte dann „Feuer aus“

gemeldet werden. Weitere drei Trupps

unter schwerem Atemschutz löschten

mit einem zweiten C-Rohr letzte Glutnester

innerhalb und außerhalb der

Brandwohnung ab. Die Inneneinrichtung

des Zimmers wurde durch das Feuer

völlig zerstört und auch die restlichen

Zimmer der Wohnung zogen Brand und

schwarzer Brandrauch stark in Mitleidenschaft.

Mit Hilfe eines Überdruckbelüfter wurde

die Brandwohnung vom giftigen Rauch

befreit. Weitere Einsatzkräfte der Feuerwehr

Freising kontrollierten auch die

Wohneinheiten oberhalb der Brandstelle.

Zur Ursache, warum es zu dem Brand

kam, war nach Ende der Arbeiten der

Feuerwehr noch nichts bekannt.

Information am Rande: Der Zimmerbrand

Mittwochnacht war bereits das

vierte Feuer innerhalb von zwei Wochen,

das den Einsatz der Freiwilligen

Feuerwehr Freising forderte.

Seltsame Flüssigkeit

(fw) Um die Dichtigkeit einer Dachterrasse

in der Heilig-Geist-Gasse zu überprüfen,

verwendete eine Baufirma an

einem Samstag im September grüne

Indikatorflüssigkeit. Als die Maßnahme

beendet war, suchte sich die Flüssigkeit

durch die Entwässerungsleitungen ihren

Weg in die Moosach, wo die giftig grüne

Substanz am Abend Passanten auffiel.

Die herbeigerufene Feuerwehr machte

sich auf die Suche und kam nach längeren

„Ermittlungen“ dem Sachverhalt auf

die Spur. Mit einem Dichtkissen wurde

der Ablauf zur Moosach hin von der

Feuerwehr verschlossen. Weiterhin bestimmten

die Kameraden den PH-Wert

der Flüssigkeit und konnten schlussendlich

Entwarnung geben.

14

Feuerwehr Magazin 2009


Prüfung bestanden (14.03.08)

(ms) Mit der Prüfung zum Truppmann

Teil 1, beziehungsweise zum Truppführer

haben im März 18 Kameradinnen

und Kameraden der Feuerwehr Freising

ein weiteres Kapitel der Grundausbildung

abgeschlossen. Gefordert war bei

den beiden Prüfungen neben dem praktischen

Feuerwehrhandwerk auch das

theoretische Wissen der Floriansjünger.

Für die Truppführerprüfung, die den Abschluss

der Grundausbildung bedeutet,

mussten sechs Kameraden truppweise

den sicheren Umgang mit dem Seilzug

unter Beweis stellen. Bewertet wurde

hierbei zum Beispiel der fachgerechte

Umgang mit dem Gerät.

Für die Truppmänner und auch -frauen,

die alle samt Mitglieder der Jugendfeuerwehr

waren, gingen die gestellten

Aufgaben von der richtigen Bedienung

eines Handfeuerlöschers über Gerätekunde

bis hin zur fachgerechten Installation

eines Unterflurhydranten.

Stadtbrandinspektor Anton Frankl freute

sich nach Abschluss aller Prüfungsteile,

allen Kameraden zur bestanden Prüfung

gratulieren zu können. Weiterhin dankte

Freisings Kommandant der Schar an

Ausbildern, die ihre Kameraden auf die

Prüfungen vorbereitet hatten.

Foto: Spanrad

Abzeichen in Österreich (12.06.08)

(gp) Mit dem Befehl „Habt Acht!“ beginnt

jede Gruppe den Feuerwehrlandesbewerb

von Kärnten (Österreich).

Und so geschah dies auch am Wochenende

vom 6. bis 8. Juni in Rangersdorf,

wo das letztjährige Kärntner Leistungsabzeichen

ausgetragen wurde. Eingeladen

von der Feuerwehr Obervellach, die

seit mehreren Jahrzehnten Partnerfeuerwehr

der Freisinger Kameraden ist,

stellten sich auch insgesamt drei Gruppen

(Freising 1, Freising 2, und Sünzhausen)

der Herausforderung.

Bei dem Feuerwehrlandesbewerb handelt

es sich um einen Wettkampf österreichischer

Feuerwehren auf Bezirksebene

bis hin zur Bundesebene. Dazu

müssen sich die teilnehmenden Gruppen

in den Disziplinen Löschaufbau und

Staffellauf beweisen. Beim Löschaufbau

(Kategorie Bronze) muss mittels einer

tragbaren Pumpe aus einem Becken

Wasser gefördert und dieses über eine

70m lange Schlauchleitung in den Zielbereich

geleitet werden, wo zwei Trupps

mit dem Wasserstrahl die Zielscheiben

umspritzen müssen. In der Kategorie

Silber muss zusätzlich ein Schlauch ausgetauscht

werden. Unabhängig von der

Kategorie schließt sich ein Staffellauf

über 400m an, bei dem acht der Gruppenmitglieder

ein Strahlrohr über je

50m transportieren müssen.

Die Vorbereitungen für dieses Abzeichen

begannen für die Kameradinnen

und Kameraden der Feuerwehr Freising

bereits Monate zuvor. Schwierigkeiten

bereitete anfänglich vor allem die Umstellung

von den deutschen Vorschriften

auf die sehr detailgenauen und strengen

österreichischen Bestimmungen, die

aber nach wenigen Übungen in Fleisch

und Blut übergingen.

Am Wettkampfwochenende

zeigte

sich dann, dass

sich der Aufwand

gelohnt hatte.

Trotz ungewohnter

österreichischer

Feuerwehrausrüstung

und

unter den Blicken

hunderter Zuschauer

erzielten

die Freisinger

Gruppen respektable

Zeiten. In der Kategorie Silber erreichte

die Gruppe Freising 1 sogar Platz

15 von 21 und verwies somit auch österreichische

Feuerwehren auf die Plätze.

Ein Highlight war zudem die Teilnahme

zweier Freisinger Feuerwehrfrauen, da

dies für österreichische Verhältnisse

sehr ungewöhnlich ist. Sie waren die

beiden einzigen in über 70 angetretenen

Gruppen.

Den diesjährigen Sieger in der Kategorie

Bronze stellte die Freiwillige Feuerwehr

Flattach. In der Kategorie Silber gewann

die Gruppe aus St. Peter/Spittal.

Feuerwehr Magazin 2009

15


Feuerwehr Magazin 2009

Feuerwehr Magazin 2009 © Freiwillige Feuerwehr Freising

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine