Magazin 198404

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Magazin 198404

Landratsamt Bamberg wurde an das Fernkopierernetz angeschlossen

Verbindungsweg

im Katastrophenfall

Fernmeldedienste erlebten im vergangenen Jahr viele Fortschritte

Als erstes Landratsamt in Oberfranken

wurde das Landratsamt Bamberg an das

Telefax- und damit an das Fernkopierernetz

angeschlossen. Mit dem Fernkopierer

ist es unter Benutzung eines normalen

Telefonanschlusses möglich, Schreiben,

aber auch Karten, Skizzen, Bilder u. a. an

einen Empfänger zu übermitteln, der ebenfalls

über ein solches Gerät verfügt. Im

Landratsamt Bamberg wurden nun die belden

vom Landkreis Bamberg beschafften

Fernkoplergeräte an Landrat Otto Neukum

übergeben.

Von den beiden Geräten soll eines im

Landratsamt Bamberg betrieben werden.

Auch andere Behörden, die ein solches

Gerat zur Verfügung haben, wie zum Beispiel

die Regierung von Oberfranken In

Bayreuth und die Polizeidienststellen, können

nun auf diesem Wege mit dem Landratsamt

Bamberg korrespondieren. In zwei

biS drei Minuten ISt eine DIN-A-4-Selte

originalgetreu ubermlttelt.

Landrat Neukum sprach die Hoffnung aus,

daß sich der KreiS der Telefaxbenutzer

auch Im Bereich der Öffentlichen Verwaltung

weiter vergrößert.

Verbindungsweg

im Katastrophenfall

In erster Unle, so der Landrat, wurden die

belden Fernkopierer Jedoch fur den Einsatz

im Brand- und Katastrophenfall beschafft.

Der zweite Fernkopierer ist dafür vorgesehen,

daß er In einem Schadensfall vor Ort

bel der örtlichen Einsatzleitung an ein Telefon

angeschlossen w~d. Durch diesen Verblndungsweg

können Nachrichten, Kartenausschnitte

u. a. zWischen der Leitstelle im

Landratsamt Bamberg und der örtlichen

Einsatzleitung übermittelt werden. Übermlttlungsfehler

können sich dabei nicht

mehr ergeben.

Die Beschaffung der beiden Fernkopierer

verbessert zusammen mit den in den letzten

Jahren vom Landkreis Bamberg und

vom Bundesinnenmmisterium gemachten

Beschaffungen den FernmeidebetrIeb des

Brand- und Katastrophenschutzes Im

Landkreis Bamberg erheblich.

Im Jahre 1977 wurde vom BundesInnenminIsterium

dem Landkreis Bamberg die

Ausstattung einer Funkstelle, d. h. komplette

Funktische mit le einem Funkgerät

und einem Tonbandgerät zur Aufzeichnung

des Sprechfunkverkehrs, übergeben.

Bereits ein Jahr später wurde im LandkreiS

Bamberg die erste Ausbaustufe mit

Funkgeräten für die Feuerwehrfahrzeuge

und Fernwirkempfänger für die Sirenen

durchgeführt. Im Rahmen dieser Maßnahme

wurde auch die Relaisstelle fur den

Sprechfunkbetrieb der Feuerwehren auf

der Altenburg errichtet.

landrat Otto Neukum (rechts) hat die Fernkopierer

vornehmlich für den Einsatz im Brand· und

Katastrophenfall beschafft.

Nach Abschluß dieser Ausbaustufe wurde

mit der Stadt Bamberg ein Vertrag geschlossen,

daß die standlge Wache für den

gesamten Landkreis die Alarmlerung mittels

Funk durchführt. Dieses Verfahren hat

Sich seither zur Zufriedenheit aller Beteiligten

bewährt. Für die erste Ausbaustufe hat

der Landkreis Bamberg 105000 DM aufgewendet.

Führungskraftwagen wurde

beschafft

Einen weiteren Meilenstein stellte die Beschaffung

eines Führungskraftwagens

durch den Landkreis Bamberg im Jahre

1979 dar. Dieses Fahrzeug ist mit einem

Fahrzeugfunkgerat, zwei Handfunksprechgeräten,

zwei Telefonen und einem Notstromaggregat

ausgerüstet. Mit diesem

Fahrzeug wurde die Möglichkeit geschaffen,

am Einsatzort eine Fernmeldestelle

einzu richten.

Das Relais Geisberg wurde für den Katastrophenschutz

vom Bund finanziert und

1979 In Betrieb genommen. Im Jahre 1980

wurden die Führungskräfte mit Taschenmeideempfängern

ausgerüstet, so daß sie

ständig erreichbar sind.

Für das landkreiseigene Führungsfahrzeug

wurde 1981 ein zweites Funkgerat beschafft,

das sowohl Im Fahrzeug mit zwölf

Volt Bordspannung, mit 220 Volt oder mit

einem im Funkgerät eingebauten Akku betrieben

werden kann. So können nun alle

an der Einsatzstelle erforderlichen Funkverbindungen

hergestellt werden.

Weitere Telefonanlage

vom Bund

Da bei der im Landratsamt vorhandenen

Telefonanlage die Gefahr besteht, daß sie

bei einem Katastrophenfall ausfallt und

man davon ausgehen muß, daß dann zusätzliche

Fernsprechkapazitaten erforderlich

werden, hat der Bund eine weitere

Telefonanlage dem Landkreis Bamberg im

Jahre 1982 zur Verfügung gestellt. Der

Landkreis kommt für die Kosten der erforderlichen

Amtsanschlüsse auf und hat den

Einbau finanZiert. Bel Bedarf kann nun

diese zweite Telefonanlage lederzeilin Be­

Irieb genommen werden.

Das Jahr 1983 war für den Fernmeldediensl

ein Jahr der großen Fortschritte. So

wurde dem Landkreis Bamberg vom Bundesminlsler

des Innern ein zweller Führungskraftwagen

zur Verfügung gestellt.

Der Landkreis Bamberg hat ein gebrauchtes

geländegängiges Fahrzeug vom Bund

erworben, damit bei Bedarf ein Reserverelais

errichtet werden kann und Erkundungsfahrten

auch bei schWierigen Wegeverhältnissen

durchführbar sind.

Ferner wurden ein Telefonrufnummerngeber

und diverse Meßgerate erworben, mit

denen die Fehlersuche bei auftretenden

Störungen rascher vonstatten gehen kann.

Die nächste große Maßnahme auf dem

Fernmeldesektor wurde als zweite Ausbaustufe

der Funkaiarmierung der FreiWilligen

Feuerwehren des Landkreises In diesen

Tagen abgeschlossen. Im Zuge dieser Ausbaumaßnahme

wurden Feuerwehrfahrzeuge

mit Funkgeräten ausgerüstet, weitere

Feuerwehren mit Fernwlrkempfangern

zur Sirenenauslösung und mit Handsprechfunkgeraten

ausgestattet.

28 ZS-MAGAZIN 4/84

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